Die sportliche Dimension der Highland Games

Die Heavies. The Light Events, Rimgkampf, Tauziehen, Tänze und Shinty


Akademische Arbeit, 2005

39 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die sportliche Dimension der Highland Games heute
2.1 Die Heavies
2.1.1 Das Steinstoßen - Putting the Stone
2.1.2 Der Hammerwurf – Throwing the Hammer
2.1.3 Das Gewichtwerfen - Throwing of the Weight
2.1.4 Das Gewichtwerfen auf Weite - Throwing the Weight for Distance
2.1.5 Das Hochwerfen des Gewichts - Tossing the Weight over the Bar
2.1.6 Das Baumstammwerfen - Tossing the Caber
2.1.7 Die Bewegungsausführung:
2.1.8 Das Werfen von Heuballen - Tossing the sheaf
2.2 The Light Events
2.2.1 Die Laufdisziplinen: Running
2.2.2 Die Sprungdisziplinen
2.3 Der Ringkampf - Wrestling (Cumberland Style + Catch-As-Catch-Can)
2.4 Tauziehen - Tug of War
2.5 Highland-Tänze
2.5.1 Die Gruppentänze
2.5.2 Die Solotänze
2.6 Die musikalischen Elemente
2.7 Shinty
2.7.1 Kurze Etymologie des Wortes „shinty“
2.7.2 Die Entwicklung der Sportart - kurz umrissen
2.7.3 Die Erscheinungsform von Shintys damals und heute

3. Abbildungsverzeichnis

4. Literaturverzeichnis (inkl. weiterführender Literatur)

1. Einleitung

Bei der näheren Beschreibung der Spiele im sportpraktischen Sinne sollen einige Voreinteilungen getroffen werden, um einen Überblick über die Vielzahl an Disziplinen zu vereinfachen. Zunächst soll auf alle „Einzelsportarten“ eingegangen werden. Diese lassen sich dann in zwei Untergruppen untergliedern. Erstens die Heavy Events oder auch Heavies, also den Bereich der Schwerathletik und zweitens die Light Events, die eher „leichtathletische“ Merkmale tragen. Wie man sehen wird, kann man durchaus Parallelen zur modernen Leichtathletik erkennen. Nicht umsonst verweist Rainer Plass in seinen Abschnitten über die Geschichte der Leichtathletik bei dem erstmaligen Auftreten diverser Disziplinen auf eine Tradition die auf schottischen Highland Games zurückgeht (vgl. Plass 2002: 66 ff).

In einem Gespräch mit dem Würzburger Archäologen Professor Dr. Ulrich Sinn bemerkte dieser hierzu treffend, dass im Grunde eigentlich alle derartigen Formen sportlichen Wettkampfes auf das antike Olympia zurückgehen. Eine im Grunde interessante These, die allerdings auch Fragen aufwirft. Problematisch wäre demnach, wie schon einmal angemerkt die Theorie über die Tailteann Games.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Blick auf die Besucher des Braemar Royal Gatherings 2004

2. Die sportliche Dimension der Highland Games heute

2.1 Die Heavies

Die Heavies stellen die wohl ureigensten Disziplinen der Highland Games dar und sollen deswegen auch an erster Stelle genannt werden. Wie aus den vorherigen Ausführungen ersichtlich waren sie immer Kernbestandteil der Spiele und stehen auch heute noch symbolisch für die Highland Games.

Zu den Einzelkomponenten gehören: das putting the stone, der Hammerwurf, throwing the weight over the bar, throwing the weight for distance, tossing the caber und das etwas weniger verbreitete tossing the sheaf.

2.1.1 Das Steinstoßen - Putting the Stone

Da bei den Highland Games die Reihe der heavy athletics normalerweise mit dem Kugel- oder Steinstoßen beginnen, soll dies auch hier oben anstehen. Dem leichtathletischen Kugelstoßen entsprechend, darf auch hier nicht geworfen werden. Heute werden zwei Techniken angewendet. Die Gleittechnik wird, ähnlich der O’Brien Technik, mit dem Rücken zur Stoßrichtung durchgeführt, nach einer schnellen Gleitbewegung mit gleichzeitiger Drehung in Stoßrichtung vollführt der Athlet den Stoß. Die zweite noch praktizierte Technik ist eine Drehtechnik, bei der sich der Stoßende um 360° dreht, um dann die Kugel zu stoßen. Wie beim Kugelstoßen haben die Athleten einen Begrenzungsbalken, den sie nicht übertreten dürfen. Dieser hat jedoch keine runde Form, sondern er besteht aus einem geraden Holzbalken. Er wird im Übrigen bei allen Disziplinen der Heavies verwendet, mit Ausnahme des Throwing of the weight for height. Den Wurfsektor, aus dem die Athleten stoßen bzw. werfen müssen, stellt ein Rechteck mit einer Länge von sieben Fuß und sechs Zoll und einer Breite von 4 Fuß und 6 Zoll dar.

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Abb.2 Abwurfbereich (throwing area) für die Disziplinen putting the stone, throwing the weight for distance, und throwing the hammer

Jeder „Steinstoßer“ hat drei Versuche, wobei der weiteste gezählt wird. Der Begrenzungsbalken darf hierbei weder berührt noch übertreten werden (www.obangames.com).

Eine Variation ist der Braemar oder standing style. Hier wird der so genannte Braemar stone, ein deutlich größerer und schwererer Stein für den Wettkampf genutzt. Hierbei darf nur aus dem Stand gestoßen werden. (www.geocities.com/). Normalerweise haben die Steine ein Gewicht zwischen 13 Pfund und 28 Pfund (bei den Damen werden etwas leichtere Gewichte verwendet), d.h. die erreichten Weiten variieren von einem Austragungsort zum anderen (Brander 1992: 44).

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Abb.3 Putting the Stone Braemar 2003

Novacek erwähnt hier noch eine weitere, wenn auch eher unübliche Technik, bei der der Athlet aus dem Stand zwei kurz aufeinander folgende Hüpfbewegungen nach vorne ausübt bevor er die Kugel stößt (Novacek 1989: 67). Angesichts des schweren Gewichts erscheint mir diese Art der Ausführung allerdings weniger dienlich, da doch eine relativ hohe Gefahr gegeben sein muss zu übertreten.

2.1.2 Der Hammerwurf – Throwing the Hammer

Der schottische Hammer hat eine maximale Länge von 4 Fuß und 2 Zoll. Es gibt zwei Gewichtsklassen, wobei der leichtere Hammer 16 Pfund (♀ 12 Pfund), der schwerere 22 Pfund (♀ 16 Pfund) wiegt. Der ehemals hölzerne Schaft des Hammers wurde gegen einen aus Eisen, bzw. festes Bambusholz ausgetauscht (www.crieff-highland-games.co.uk.). Im Unterschied zum Griff des Hammers in der modernen Leichathletik, besteht der Griff des schottischen Sportgeräts aus Rattan oder Holz. (www.geocities.com). Beim Hammerwerfen wurde, wie in der Leichtathletik beim Speerwurf, die Drehwurftechnik abgeschafft, da hier eine zu ungenaue Flugrichtung erreicht wurde und der Wurf so zu gefährlich war.

„Throwers used to gain great momentum - and distance - by turning the body rapidly to build up speed before releasing the hammer. Instances were very common of throwers losing their grip on the shaft or of releasing it a little too late with the hammer flying over or, even worse into the crowds. This soon brought about a ban on that method“ (www.crieff-highland-games.co.uk.).

Im Laufe der Entwicklung warf man dann zunächst aus dem seitlichen Stand zur Wurfrichtung. Der Hammer wurde hier wie ein Pendel zum Wurf angeschwungen. Schließlich wurde der figure 8 style entworfen, laut Webster soll dies auf Donald Dinnie zurückgehen.

Der Name kam daher, dass man vor dem Abwurf nun keinen Pendelschwung mehr ausführte, sondern der Hammer in der Anschwungphase vielmehr die Form einer Acht vollführte. Dieser Stil wird auch heute noch vielfach angewendet (Webster 1973: 67). Auch hier dürfen die Athleten nach dem Abwurf den Begrenzungsbalken nicht berühren oder übertreten. Der Wurf muss aus dem Stand erfolgen, beide Beine müssen hier so lange fest auf dem Boden bleiben, bis der Hammer die Hand verlassen hat (vgl. //www.obangames.com). Dementsprechend werden wesentlich geringere Weiten erreicht als dies mit der früheren Drehtechnik der Fall war.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4 Hammerwurf Braemar 2003

Trotz der Änderung des Wurfs passiert es immer noch hier und da, dass das Wurfgerät aus dem Griff entweicht und im Falle eines schmalen Platzes zu einer Gefährdung für die Zuschauer wird (Brander 1992: 45).

2.1.3 Das Gewichtwerfen - Throwing of the Weight

Ein anderes schwerathletische Element ist das throwing of weight. Wie der Name schon sagt geht es hier um das Werfen von Gewichten. Es lassen sich zwei Varianten unterscheiden. Zum einen das Werfen auf Weite und zum anderen das Werfen über eine bestimmte Höhe. Ursprünglich gehen die Gewichte auf Behältnisse mit rechteckiger Würfelform zurück, die auf Bauernhöfen als Messbehälter benutzt wurden. (www.geocities.com).

2.1.4 Das Gewichtwerfen auf Weite - Throwing the Weight for Distance

Die hierbei verwendeten Gewichte sind grundsätzlich aus Metall und haben die Form einer Kugel. Auf der Oberseite ist einen Kette befestigt, deren Ende ein Ring darstellt. Dieser dient dem Werfer als Griff. Die Gesamtlänge der Gewichte beträgt jeweils 18 Zoll. Der Wurf ist einhändig auszuführen und es werden die gleichen Regeln hinsichtlich des Übertretens des Begrenzungsbalkens angewendet, wie beim Steinstoßen (www.obangames.com). Die verwendeten Standardgewichte sind für Herren 28 Pfund und 56 Pfund, wobei letztere etwas weniger oft verwendet werden (Brander 1992: 45)[1]. Bei den Damen werden die leichteren Gewichte von 14 und 18 Pfund verwendet (www.geocities.com).

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Abb.5 Throwing the Weight for Distance

Die Anlauf- bzw Aushollänge für den Werfer beträgt 9 Fuß; ähnlich dem Schleuderball vollführt der Athlet drei ganze Drehungen bis er das Gewicht loslässt. Mit Ausnahme des tossing the weight for height, wo dies nicht notwendig erscheint, haben alle Werfer und Stoßer wie in der modernen Leichathletik beim Hammer- oder Diskuswurf einen in Wurfrichtung geöffneten Schutzkäfig, bzw. zumindest ein Netz, um die Zuschauer zu schützen (www.crieff-highland-games.co.uk.).

2.1.5 Das Hochwerfen des Gewichts - Tossing the Weight over the Bar

Für diese Disziplin werden die gleichen Gewichte verwendet, wie zuvor schon für den Distanzwurf. Hier wird mit Vorliebe, das 56 schwere Gewicht genommen (Brander 1992: 45). Auch dieser Wurf wird einhändig ausgeführt. Das Gewicht hat entweder die Form einer Kugel, wie bei dem Distanzwurf oder die eines rechtwinkligen Metallblocks mit einem daran befestigten Metallgriff. Wie beim leichathletischen Hochsprung wird mit jeder überworfenen Höhe die auf den beiden vertikalen Stangen horizontal aufliegende Holzlatte ein Stück höher gelegt. Erstaunlich ist hierbei zu beobachten, dass die Athleten of überhaupt nicht nach oben schauen bevor sie das Gewicht anheben. Aus dem Gefühl heraus ergreifen sie das am Boden liegende Gewicht und werfen es nahezu senkrecht nach hinten über den Kopf. Manchmal sieht es fast so aus, als ob es wieder auf den Kopf fallen würde. Auf diese Gefahr verweist auch Brander: „ […] it is easy enough for a competitor to endanger the spectators, or himself, with a badly managed throw“ (Brander 1992: 46). Hiefür benötigen die Werfer enorme Kraft in Bein-, Hüft-, Rumpf- und Armmuskulatur.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6 Throwing the Weight over the Bar

Der ehemalige Athlet Charlie Allan verglich die erstaunliche Kraftleistung mit dem einarmigen Wurf eines siebenjährigen Kindes über einen Doppeldeckerbus (//www.crieff-highland-games.co.uk).

Für jede Höhe hat der Werfer drei Versuche, im Unterschied zum Hochsprung gilt die Berührung der Querlatte jedoch schon als ungültiger Vesuch. Identisch hingegen ist wiederum folgender Umstand: Wenn alle Wettbewerber an einer Höhe straucheln, gewinnt derjenige, der bei der nächst - niedrigeren Höhe die geringere Anzahl an Fehlversuchen hatte (vgl. www.obangames.com).

2.1.6 Das Baumstammwerfen - Tossing the Caber

„Tossing the caber is easily the most recognisable trademark of Scottish Highland games and is one of the most spectacular of the heavy events” (www.crieff-highland-games.co.uk.).

Die Ursprünge des Baumstammwerfens sind nicht hinlänglich geklärt. So gibt es die Theorie, dass die Sportart im Zusammenhang mit dem Bau der typischen Holzhäuser der Highlands entstanden ist (vgl. Grant 1961: 345). Andere ordnen die Entstehung eher dem spielerischen Zeitvertreib von Waldarbeitern zu vgl. hierzu Webster 1973: 75). Webster führt hier außerdem an, dass die ersten schriftlichen Befunde über das Cabertossing auf das 16. Jahrhundert zurückgehen und das Henry der VIII selbst die Sportart betrieben haben soll (ebd.).

In jedem Fall ist das Baumstammwerfen symbolisch für die ganzen schottischen Highland Games. Man kann es schon fast als klischeehaft bezeichnen, denn jeder, dem ich erzählte, was der Inhalt dieser Arbeit sei entgegnete mir, dass die Highland Games doch „das mit dem Baumstammwerfen seien.“

Sie hierauf zu reduzieren wird den Spielen allerdings nicht gerecht. Die Vielschichtigkeit und die diffizilen Zusammenhänge um die Entstehungsgeschichte der Highland Games haben erkennen lassen, dass es sich um weit mehr dreht, als dass man an einer Sportart das gesamtes Phänomen festmachen könnte.

Dennoch ist das tossing of the caber sicherlich die markanteste Disziplin, die die Spiele aufzuweisen haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.7 Aufnahme des Cabers

Hierbei geht es darum einen Baumstamm durch Muskelkraft anzuheben, auszubalancieren und dann zu werfen. Es wird nicht alleine die Weite oder Höhe des Wurfs bewertet, sondern auch der Stil des Wurfs ist entscheidend.

Die Cabers (gälisch: Cabar) können von Spielen zu Spielen enorm variieren, so haben alle Highland Games ihren eigenen. Durchschnittlich weist der Stamm ein Gewicht von 150 Pfund auf und ist ungefähr 18 Fuß lang (Brander 1992: 46). Das obere Ende ist mit einem Kreisdurchschnitt von 9 Zoll deutlich dicker als das untere Ende mit nur 5 Zoll.

Der „Braemar Caber“ beispielsweise wiegt nur 132 Pfund, ist aber über 19 Fuß lang (www.crieff-highland-games.co.uk).

2.1.7 Die Bewegungsausführung:

Der Baumstamm wird mit dem dünneren Ende von den Bewertungsrichtern aufgerichtet. Der Athlet beugt sich, um den Baumstamm weit unten mit beiden Armen zu umfassen, er lehnt das Gewicht des Stammes gegen seine Schulter.

Als nächstes führt er eine impulsive Aufwärtsbewegung aus und greift hierbei um, damit er beide Hände unter den Baumstamm bekommt. Nun beginnt der Wettkämpfer so schnell er kann vorwärts zu rennen, wobei er die Last in der Vorwärtsbewegung weiterhin ausbalancieren muss.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.8: Anlauf zum Caber toss

Nach dem abrupten Stoppen, bei dem sich der Athlet richtig gehend zusammenkauern muss, versucht er das untere Ende so weit er kann nach oben zu werfen.

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Abb.9: Stopp- und Stemmbewegung vor dem Abwurf

Der Wurf erfolgt aus den Knien durch eine impulsive Ganzkörperstreckung. Er verlangt die größte Kraftanstrengung des Baumstammwerfens.

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Abb.10: Abwurf aus impulsiver Ganzkörperstreckung

Die Schwerpunktverlagerung durch die oben beschriebene Beschaffenheit des Stammes ermöglicht es, dass sich dieser überschlägt. Nachdem das obere Ende auf dem Rasen aufgekommen ist fällt der Stamm, wenn er gut gestoßen wurde, nach vorne um. Ziel ist es nicht unbedingt eine große Weite zu erzielen, sondern dass der Caber in einer geraden Linie zum Abwurf landet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.11: Erreichen eines möglichst geraden Wurfs mit Kippen des Baumstammes auf 12 Uhr

Die Schwierigkeit hierbei ist, dass es leicht passiert, dass er seitlich abweicht und nicht gerade landet. Man stelle sich das Ziffernblatt einer Uhr vor: Optimal ist ein Wurf, wenn es dem Werfer, der auf sechs Uhr anläuft, gelingt den Stamm so zu werfen, dass dessen Ende genau den Zeiger auf die Zwölf darstellen würde. Dementsprechend wird hierfür auch der Ausdruck twelve o‘clock turn verwendet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.12: Ausrichtung bei einem optimalen geraden Wurfs

Je nach dem in welchem Winkel der Caber von der optimalen Markierung abweicht werden Punkte abgezogen (www.obangames.com). Dementsprechend wäre ein 10:30 Toss, in Abb. dargestellt, besser zu bewerten als ein 2:30 Toss.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.13 Bewertungswertungswinkelskala

Sollte es dem Athleten gar nicht gelingen, dass sich der Stamm überschlägt, d.h. er würde auf dem imaginären Ziffernblatt nicht innerhalb des Sektors zwischen 9 Uhr und 3 Uhr landen, ist es die Aufgabe der Bewertenden abzuschätzen, welchen maximalen Winkel der Stamm in der vertikalen erreicht hat (von 0° bis 90°) (www.geocities.com). Vergleiche hierzu auch folgende Graphik in der die Bewertungskriterien noch einmal dargestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.14: Bewertungsmaßstab, wenn der Baumstamm nicht überkippt

Bei manchen Wettbewerben, bei denen kein ausreichend großer ebener Untergrund vorhanden ist, kann es vorkommen, sollte es dass die Werfer bergauf werfen müssen oder, sollte das zu schwierig sein, sogar abwärts (Webster 1973: 75)

2.1.8 Das Werfen von Heuballen - Tossing the sheaf

Eine weniger bedeutende Disziplin ist das tossing of the sheaf. Der Vollständigkeit halber soll sie hier aber noch genannt werden, gerade auch deswegen, weil nahezu alle anderen Autoren an diesem Punkt auf eine Beschreibung verzichten.

Diese Disziplin geht auf frühere Feldarbeiten der Bauern zurück. Man packte Heu in Bündeln zusammen, so genannte sheafs; um diese vom Wagen in die Scheune zu befördern, spießte man sie mit Hilfe einer Mistgabel auf und warf sie nach oben. Von der sportlichen Beschreibung her ähnelt die Ausführung im Prinzip dem tossing of weight over the bar. Es wird versucht, die 16 bzw. 20 Pfund schweren sheafs (♀ 10 und 12 Pfund) mit einer dreizinkigen Mistgabel möglichst hoch zu werfen. Den Regeln nach darf auch hierbei die Querlatte weder berührt werden, noch herunterfallen.

[...]


[1] Zu dem Wurf des schwereren der beiden Gewichte kann man anmerken, dass es bis 1920 Disziplin bei den modernen olympischen Spielen war (www.geocities.com).

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Die sportliche Dimension der Highland Games
Untertitel
Die Heavies. The Light Events, Rimgkampf, Tauziehen, Tänze und Shinty
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
39
Katalognummer
V277564
ISBN (eBook)
9783656701743
ISBN (Buch)
9783656715733
Dateigröße
3170 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dimension, highland, games, heavies, light, events, rimgkampf, tauziehen, tänze, shinty
Arbeit zitieren
Niklas Jung (Autor), 2005, Die sportliche Dimension der Highland Games, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277564

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