Bei der näheren Beschreibung der Spiele im sportpraktischen Sinne sollen einige Voreinteilungen getroffen werden, um einen Überblick über die Vielzahl an Disziplinen zu vereinfachen. Zunächst soll auf alle „Einzelsportarten“ eingegangen werden. Diese lassen sich dann in zwei Untergruppen untergliedern. Erstens die Heavy Events oder auch Heavies, also den Bereich der Schwerathletik und zweitens die Light Events, die eher „leichtathletische“ Merkmale tragen. Wie man sehen wird, kann man durchaus Parallelen zur modernen Leichtathletik erkennen. Nicht umsonst verweist Rainer Plass in seinen Abschnitten über die Geschichte der Leichtathletik bei dem erstmaligen Auftreten diverser Disziplinen auf eine Tradition die auf schottischen Highland Games zurückgeht (vgl. Plass 2002: 66 ff).
In einem Gespräch mit dem Würzburger Archäologen Professor Dr. Ulrich Sinn bemerkte dieser hierzu treffend, dass im Grunde eigentlich alle derartigen Formen sportlichen Wettkampfes auf das antike Olympia zurückgehen. Eine im Grunde interessante These, die allerdings auch Fragen aufwirft. Problematisch wäre demnach, wie schon einmal angemerkt die Theorie über die Tailteann Games.
aus dem Inhalt:
- Die Heavies,
- The Light Events,
- Der Ringkampf - Wrestling,
- Shinty
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DIE SPORTLICHE DIMENSION DER HIGHLAND GAMES HEUTE
2.1 DIE HEAVIES
2.1.1 Das Steinstoßen - Putting the Stone
2.1.2 Der Hammerwurf – Throwing the Hammer
2.1.3 Das Gewichtwerfen - Throwing of the Weight
2.1.4 Das Gewichtwerfen auf Weite - Throwing the Weight for Distance
2.1.5 Das Hochwerfen des Gewichts - Tossing the Weight over the Bar
2.1.6 Das Baumstammwerfen - Tossing the Caber
2.1.7 Die Bewegungsausführung:
2.1.8 Das Werfen von Heuballen - Tossing the sheaf
2.2 THE LIGHT EVENTS
2.2.1 Die Laufdisziplinen: Running
2.2.2 Die Sprungdisziplinen
2.3 DER RINGKAMPF - WRESTLING (CUMBERLAND STYLE + CATCH-AS-CATCH-CAN)
2.4 TAUZIEHEN - TUG OF WAR
2.5 HIGHLAND-TÄNZE
2.5.1 Die Gruppentänze
2.5.2 Die Solotänze
2.6 DIE MUSIKALISCHEN ELEMENTE
2.7 SHINTY
2.7.1 Kurze Etymologie des Wortes „shinty“
2.7.2 Die Entwicklung der Sportart - kurz umrissen
2.7.3 Die Erscheinungsform von Shintys damals und heute
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die sportliche Dimension der schottischen Highland Games, klassifiziert die Vielzahl der Disziplinen und analysiert deren historische Entwicklung sowie ihre heutige Ausübung im Kontext traditioneller und sportwissenschaftlicher Aspekte.
- Systematik der "Heavy Events" (Schwerathletik) und "Light Events"
- Traditionelle Ringkampfstile und Tauziehen
- Kulturelle Bedeutung und Entwicklung der Highland-Tänze
- Die Rolle der Dudelsackmusik bei den Spielen
- Historie und moderne Reglementierung der Sportart Shinty
Auszug aus dem Buch
Das Baumstammwerfen - Tossing the Caber
Die Ursprünge des Baumstammwerfens sind nicht hinlänglich geklärt. So gibt es die Theorie, dass die Sportart im Zusammenhang mit dem Bau der typischen Holzhäuser der Highlands entstanden ist (vgl. Grant 1961: 345). Andere ordnen die Entstehung eher dem spielerischen Zeitvertreib von Waldarbeitern zu vgl. hierzu Webster 1973: 75). Webster führt hier außerdem an, dass die ersten schriftlichen Befunde über das Cabertossing auf das 16. Jahrhundert zurückgehen und das Henry der VIII selbst die Sportart betrieben haben soll (ebd.).
In jedem Fall ist das Baumstammwerfen symbolisch für die ganzen schottischen Highland Games. Man kann es schon fast als klischeehaft bezeichnen, denn jeder, dem ich erzählte, was der Inhalt dieser Arbeit sei entgegnete mir, dass die Highland Games doch „das mit dem Baumstammwerfen seien.“
Sie hierauf zu reduzieren wird den Spielen allerdings nicht gerecht. Die Vielschichtigkeit und die diffizilen Zusammenhänge um die Entstehungsgeschichte der Highland Games haben erkennen lassen, dass es sich um weit mehr dreht, als dass man an einer Sportart das gesamtes Phänomen festmachen könnte.
Dennoch ist das tossing of the caber sicherlich die markanteste Disziplin, die die Spiele aufzuweisen haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Klassifizierung der Disziplinen in "Heavy" und "Light Events" und diskutiert die Einordnung der Highland Games in den Kontext der Sportgeschichte.
2. DIE SPORTLICHE DIMENSION DER HIGHLAND GAMES HEUTE: Dieses Hauptkapitel detailliert die verschiedenen Disziplinen, beginnend mit den schweren Wurf- und Stoßwettbewerben, über Lauf- und Sprungdisziplinen, Ringkampf und Tauziehen bis hin zu den Highland-Tänzen, der Musik und der Sportart Shinty.
Schlüsselwörter
Highland Games, Heavies, Light Events, Baumstammwerfen, Tossing the Caber, Hammerwurf, Ringkampf, Wrestling, Highland-Tänze, Dudelsack, Shinty, Camanachd, Sportgeschichte, Braemar, Schottland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der sportpraktischen Beschreibung und Analyse der verschiedenen Disziplinen der Highland Games.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den "Heavy Events", leichtathletischen Wettbewerben, traditionellen Kampf- und Tanzstilen sowie der Rolle von Shinty und der Dudelsackmusik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Vielfalt der Disziplinen systematisch zu ordnen und die sportliche Tradition der Highland Games zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Quellen sowie auf sportwissenschaftliche Vergleiche und Beobachtungen der aktuellen Wettkampfpraxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil bietet eine detaillierte technische Beschreibung der einzelnen Sportarten, ihrer Regeln und ihrer historischen Einordnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Highland Games, Heavies, Shinty, Caber Toss und die kulturelle Tradition Schottlands.
Warum ist das Baumstammwerfen so ein wichtiges Symbol?
Es gilt als die markanteste und bekannteste Disziplin, die oft stellvertretend für die gesamten Highland Games steht, obwohl die Veranstaltung weitaus vielschichtiger ist.
Wie hat sich Shinty im Laufe der Zeit verändert?
Shinty wandelte sich von einer traditionellen, regionalen Freizeitbeschäftigung hin zu einer organisierten Sportart mit standardisiertem Regelwerk und Verbandsstrukturen.
Welche Rolle spielt die Dudelsackmusik bei den Highland Games?
Sie hat sowohl eine repräsentative Funktion bei Märschen als auch eine eigenständige wettbewerbliche Komponente in Form von Solo- und Band-Wettbewerben.
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- Niklas Jung (Author), 2005, Die sportliche Dimension der Highland Games, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277564