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Die Geschichte der Highland Games

Eine chronologische Gliederung

Titel: Die Geschichte der Highland Games

Akademische Arbeit , 2005 , 45 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Niklas Jung (Autor:in)

Sport - Sportgeschichte
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Wenn man etwas über die Ursprünge der Spiele sagen möchte, stellt man rasch fest, dass es nur wenig verlässliche Quellen gibt. Schon J. Grant hält zu Beginn einer seiner Arbeiten fest, dass kaum schriftliche Formen der Überlieferung aufzufinden sind.

„Highland tradition itself helps to explain this problem since so many of the legends, customs and traditions of the Highland communities tended to be passed on from generation to generation by word of mouth rather than being written down.” (Grant 1991: 7)

Demnach scheint es nur allzu verständlich, dass vorhandenes Wissen über die frühe Entwicklung nur in fragmentarischen Zügen tradiert wurde. Wobei es anzumerken gilt, dass auch den Chroniken, welche durch schottische Geschichtsschreiber nach dem 11.Jahrhundert verfasst wurden, mit Skepsis begegnet werden sollte. Oft hatten sie das Bestreben, durch Zurückdatierung der schottischen Ursprünge diese gegenüber der Geschichte Englands aufzuwerten, um die schottische Geschichte in ein besseres Licht zu stellen. (vgl. Grant 1991: 7 f) Heutige Erkenntnisse müssen diesbezüglich also kritisch reflektiert werden.
Jedoch kann man mit relativer Sicherheit davon ausgehen, dass solche schon sehr frühen Formen von Disziplinen der Hochlandspiele existiert haben, auch wenn diese sich bis heute auch sportlich weiter entwickelt haben. Beispielsweise gibt es ein Manuskript aus dem 11. Jahrhundert (dessen Verfassungsdatum wohl noch weit früher liegt), das erstmals auf die Erscheinungsform der Mannschaftssportart Hurling verweist. Sie ist die irische Schwestersportart zu dem auch heute noch teilweise bei den schottischen Hochlandspielen praktizierten Shinty.
Nicht unmittelbar lässt sich hier beweisen, dass der Ursprung beider Spielvarianten ganz sicher keltischer Herkunft ist. Fest steht jedoch, dass sowohl die irische als auch die schottische Form etymologisch auf das Gälische zurückzuführen ist. Caman ist der urkeltische Ausdruck für einen gebogenen Holzstock und wird nach wie vor in beiden Ländern als Grundbezeichnung für den verwendeten Schläger benutzt. (vgl. Maolfabhail 1999: 149)
direkt eine starke Affinität zur irischen Kultur ausgedrückt wird.

Aus dem Inhalt:
- Ursprünge keltischer Tradition,
- die Zeit der Highland Clans,
- die Highland Societies,
- die Marginalisierung der Hochlandbevölkerung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ursprünge keltischer Tradition bis in das 11.Jahrhundert und die Wurzeln der Hochlandspiele

2.1 Die Rolle der Skoten und Pikten für die Highlands

2.2 Angelsachsen, Britonen und der Einfluss einfallender Wikingerstämme

2.3 Die Frage danach ob eine Irische Tradition als Urheber der schottischen Hochlandspiele angesehen werden kann.

3. Die große Zeit der Highland Clans (1100 – 1750)

4. Von den Highland Clans zu den Highland Societies

4.1 Culloden Ende der Jakobiteraufstände und der Beginn einer neuen Periode

4.2 Der Act Proscription und seine Umkehrung

5. Neubeginn einer alten Tradition - Die Highland Societies und der Grundstein für die ersten neuen Highland Games

6. Von der Marginalisierung der Hochlandbevölkerung über den Einfluss der Romantik bis zur Popularisierung der Highland Games unter Queen Victoria

6.1 Der Gesellschaftliche Wandel der Highlands und die Probleme, welche sich hieraus für die ländliche Bevölkerung ergaben

6.2 Sir Walter Scott und der Einfluss der Romantik auf das schottische Hochland

6.3 Der Charakter der Spiele zur Zeit Walter Scotts

6.4 Queen Victoria, Balmorality, Sporting Landlords und die Renaissance der Highland Games

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und chronologische Entstehung der Highland Games. Dabei wird analysiert, wie soziopolitische Veränderungen in Schottland, insbesondere die Anglisierung und die Unterdrückung der gälischen Kultur, die Transformation dieser traditionellen Spiele vom ursprünglichen Clan-Wesen bis hin zur viktorianischen Popularisierung beeinflusst haben.

  • Ethnographische Wurzeln und keltische Traditionen
  • Der Einfluss der Highland Clans und deren Strukturen
  • Die Auswirkungen politischer Repressionen (Act of Proscription)
  • Die Rolle der Highland Societies bei der Wiederbelebung der Tradition
  • Der Einfluss der Romantik und der britischen Monarchie auf das Highland-Bild

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Rolle der Skoten und Pikten für die Highlands

Die keltischen Ursprünge Schottlands gehen zunächst auf den Einfluss von fünf verschiedenen Volksgruppen zurück: Skoten, Pikten, Angelsachsen, Britonen (aus dem Gebiet um Strathclyde) und einfallende Wikinger (Grant 1991: 17). Im 5. Jahrhundert (Doghson 1981: 40) breiteten sich die ursprünglich irischen Skoten zunächst vor allem im Nordwesten Schottlands, dem heutigen Argyllshire und Kintyre aus (Grant 1991: 16). Diese Gebiete waren allerdings vorher schon teilweise besiedelt, vgl. hierzu Isabel Grant:

„The earliest settlement of the Gael recorded in history took place on the Argyllshire coast about 498, but there are many traditions of earlier settlements.” (Grant 1961: 4)

Die verschiedenen Namen für die einwandernde Gruppierung verweisen allesamt direkt auf deren Herkunft. „Scottos bedeutet eigentlich auch Ire. Eine Unterscheidung zwischen Scoti und Hiberni wird erst im Hochmittelalter vorgenommen“ (Novacek, 1989: 13). Die eigentlichen Gründe für deren Emigration aus ihrem Heimatland sind nicht eindeutig geklärt. Allerdings kursieren mehrere Theorien hierfür. Zum einen wäre möglich, dass die Skoten sich niederließen, nachdem sie die Pikten im Kampf gegen die Römer verteidigt hatten. Zum Zweiten, dass sie zur Unterstützung der Britonen gegen die Pikten dorthin zogen und zum Dritten, dass sie selbst Piraten waren, die aus ihrer Heimat vertrieben worden waren und in neuem Terrain Asyl suchten (Novacek, 1989: 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Schwierigkeiten bei der Quellenlage für die Ursprünge der Highland Games und diskutiert die Bedeutung keltischer Traditionen für den modernen Sport.

2. Die Ursprünge keltischer Tradition bis in das 11.Jahrhundert und die Wurzeln der Hochlandspiele: Dieses Kapitel skizziert die demographische Entwicklung durch verschiedene Volksstämme und erörtert, inwieweit irische Traditionen als Vorläufer der Spiele gelten können.

3. Die große Zeit der Highland Clans (1100 – 1750): Das Kapitel behandelt die gesellschaftspolitische Situation Schottlands unter den Canmores und erläutert, wie sich die Highland Clans als soziale Kontrollinstanz etablierten.

4. Von den Highland Clans zu den Highland Societies: Der Fokus liegt hier auf dem politischen Wandel nach der Union of Crowns und der Bedeutung der Schlacht bei Culloden als Zäsur für die schottische Kultur.

5. Neubeginn einer alten Tradition - Die Highland Societies und der Grundstein für die ersten neuen Highland Games: Es wird die Rolle der Highland Societies als Reaktion auf den kulturellen Niedergang und als treibende Kraft für das Revival der Spiele beschrieben.

6. Von der Marginalisierung der Hochlandbevölkerung über den Einfluss der Romantik bis zur Popularisierung der Highland Games unter Queen Victoria: Das letzte Kapitel analysiert die Highland Clearances, die romantische Verklärung durch Autoren wie Sir Walter Scott und die touristische Renaissance der Spiele unter Königin Victoria.

Schlüsselwörter

Highland Games, Schottland, Clan-System, Keltische Tradition, Highland Clearances, Sir Walter Scott, Queen Victoria, Balmoralisation, Romantik, Sportgeschichte, Dudelsack, Tartan, Jakobiteraufstände, Anglisierung, Volkskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung der schottischen Highland Games von ihren keltischen Anfängen bis zur Popularisierung im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Clan-Strukturen, den soziopolitischen Auswirkungen der Anglisierung sowie der Rolle der Highland Societies und der britischen Monarchie bei der Popularisierung der Spiele.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die chronologische Gliederung der Spiele aufzuzeigen und zu analysieren, wie die Spiele aus einem ursprünglichen, stark militärisch und sozial geprägten Kontext in eine heute bekannte, romantisch verklärte Form übergingen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, Chroniken und zeitgenössischen Berichten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der frühen keltischen Wurzeln, die Ära der Highland Clans, die Auswirkungen des Verbots schottischer Traditionen durch den Act of Proscription und die spätere Instrumentalisierung der Spiele durch den Adel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Highland Games, Clan-System, Highland Clearances, Romantik und die Rolle der Highland Societies.

Welchen Einfluss hatte Sir Walter Scott auf die Highland Games?

Er gilt als einer der Wegbereiter des "Highlander-Kults" und förderte durch seine literarischen Werke und Kontakte maßgeblich die romantische Wiederentdeckung und Popularisierung schottischer Traditionen.

Welche Rolle spielte Queen Victoria bei der Renaissance der Spiele?

Durch ihr Interesse am Braemar Gathering und den Erwerb von Balmoral Castle trug sie wesentlich dazu bei, dass die Highland Games eine neue Popularität bei der Oberschicht erlangten und zu einer Touristenattraktion wurden.

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Details

Titel
Die Geschichte der Highland Games
Untertitel
Eine chronologische Gliederung
Note
1,0
Autor
Niklas Jung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
45
Katalognummer
V277568
ISBN (eBook)
9783656701750
ISBN (Buch)
9783656702191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichte highland games eine gliederung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Jung (Autor:in), 2005, Die Geschichte der Highland Games, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277568
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Leseprobe aus  45  Seiten
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