Bereits bei der ersten Auseinandersetzung mit dem Thema „Sponsoring im Fußball - eine Betrachtung der Interessen von Großsponsoren an ausgewählten Beispielen“ ergeben sich signifikante Fragen: Wie lässt sich Sponsoring definieren? Wie kam es überhaupt zum Sponsoring? Was verbirgt sich hinter den Interessen einzelner Unternehmen am Sportsponsoring? Genau derartige Fragen sind es, welche das Thema so interessant machen.
Zunächst wird der Begriff des Sportsponsorings und seine Erscheinungsformen erläutert. Im weiteren Verlauf spiegelt die Facharbeit eine zeitlich chronologische Entwicklung des Sportsponsorings wider. Dabei werden sowohl Parallelen als auch Unterschiede zwischen Sponsoring in der Anfangsphase und dem Sponsoring heutzutage deutlich.
Des Weiteren wird das Sponsoring einer Fußballmannschaft im Detail beleuchtet. Dabei werden sowohl die Interessen von Sponsor und Gesponsorten als auch die Vor- und Nachteile, welche beim Sponsoring auftreten, dargelegt.
In Anlehnung an die allgemein gehaltenen Interessen der Unternehmen veranschaulicht der letzte Teil diese Aspekte anhand von zwei Beispielen. Bei diesen Beispielen handelt es sich um den Getränkehersteller Red Bull und im Gegensatz dazu um die Stiftung Unicef.
Dabei ist es interessant zu sehen, mit welchen Strategien und welchem Konzept sowohl Red Bull als auch Unicef ihre genannten Ziele erreichen wollen.
Da es sich um teils drastische Unterschiede dreht, handelt es sich um kein Thema, was auf ein paar Seiten abgehandelt werden kann.
So erfordert dieses Thema eine intensive Auseinandersetzung und ausgiebige Recherche, sodass eine Zusammenfassung zu neuen Erkenntnissen führt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Sportsponsoring
2.1 Sponsoring
2.2 Mäzen
3. Entwicklung des Sportsponsoring
4. Sponsoring von Fußballmannschaften
5. Vergleich von Interessen und Zielen unterschiedlicher Großsponsoren
5.1 Red Bull
5.2 Unicef
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
7.1 Primärliteratur
7.2 Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht die vielschichtigen Interessen von Großsponsoren im Fußball, indem sie die historische Entwicklung des Sportsponsorings nachzeichnet und die gegensätzlichen Sponsoring-Konzepte von Unternehmen wie Red Bull und sozialen Institutionen wie Unicef kritisch gegenüberstellt.
- Historische Evolution der Trikotwerbung und des Sponsorings im Fußball
- Differenzierung zwischen kommerziellem Sponsoring und Mäzenatentum
- Analyse der Strategien und Ziele von Großsponsoren am Beispiel von Red Bull
- Kontrastierung von kommerziellen Interessen mit sozialen Partnerschaften (Unicef)
- Untersuchung der Auswirkungen von Sponsoring auf Vereinstradition und Fan-Identität
Auszug aus dem Buch
5.1 Red Bull
Wenn man sich die geographische Verteilung der Vereine aus der ersten Fußball-Bundesliga anschaut, fällt schnell auf, dass überwiegend Vereine aus dem Westen vertreten sind. Lediglich Hertha BSC Berlin ist noch in der Bundesliga vertreten. Jedoch hat die Hertha keine ostdeutsche Fußball-Vergangenheit, da sie nicht zu den DDR-Vereinen gehörte. Die glorreichen Zeiten der DDR-Vereine sind vorbei, seitdem Energie Cottbus 2009 aus der Bundesliga abgestiegen ist.
Allerdings gibt es dort einen Mann, der diese fußballerische Misere der ostdeutschen Vereine beenden will und dabei keine finanziellen Mittel scheut. Sein Name ist Dietrich Mateschitz, Gründer der Red Bull GmbH. Er hat am 19. Mai 2009 den Verein SSV Markranstädt übernommen und in RB Leipzig umgewandelt. Dabei steht die Abkürzung jedoch nicht für „Red Bull“, sondern für „RasenBallsport“. Dass es sich hierbei um die Anfangsbuchstaben von „Red Bull“ handelt, ist allerdings kein Zufall. Einzig das Regelwerk des DFB verhinderte, dass es zu einer Namensgebung zu Werbezwecken gekommen ist.
Die Ziele des RB Leipzig sind klar gesteckt. Der schnellstmögliche Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Derzeit befinden sie sich in der 3.Liga und stehen unmittelbar vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Doch unser Weg ist noch lange nicht zu Ende, denn wir wollen dem Fußball in dieser so sportbegeisterten Stadt wieder den Stellenwert geben, den Leipzig und den die Region verdient hat.“ (RB Leipzig e.V. 2014)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Definition des Sportsponsoring: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Sponsoring und Mäzenatentum theoretisch voneinander abgegrenzt.
3. Entwicklung des Sportsponsoring: Dieses Kapitel betrachtet die historische Entwicklung der Trikotwerbung und die zunehmende Kommerzialisierung im deutschen Fußball.
4. Sponsoring von Fußballmannschaften: Der Fokus liegt auf der Bedeutung des Sponsorings in verschiedenen Leistungsstufen und den damit verbundenen Interessen von Sponsoren und Vereinen.
5. Vergleich von Interessen und Zielen unterschiedlicher Großsponsoren: Anhand der Fallbeispiele Red Bull und Unicef werden konträre Sponsoring-Philosophien analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wirft einen Blick auf die zukünftigen Herausforderungen des Sportsponsorings.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärliteratur sowie Internetquellen.
Schlüsselwörter
Sportsponsoring, Fußball, Großsponsoren, Red Bull, Unicef, Trikotwerbung, Vermarktung, Mäzenatentum, Kommerzialisierung, Tradition, Bundesliga, Vereinsidentität, Imagebildung, Finanzierung, Sportökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit primär?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Interessen und Strategien von Großsponsoren im Fußballsektor.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die historischen Aspekte des Sponsorings, die Abgrenzung von Mäzenatentum sowie die ethischen und kommerziellen Dimensionen von Sponsoringverträgen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Beweggründe hinter den finanziellen Engagements im Fußball durch den Vergleich unterschiedlicher Sponsorentypen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Fallbeispielen basiert.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der chronologischen Entwicklung, der Abgrenzung von Sponsoringformen und dem detaillierten Vergleich zwischen Red Bull und Unicef.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Sportsponsoring, Trikotwerbung, Kommerzialisierung, Tradition und Markenführung im Sport.
Wie unterscheidet sich Red Bull von einem klassischen Sponsor?
Red Bull tritt als Großinvestor auf, der Vereine übernimmt, um sein Unternehmensimage global zu vermarkten, während klassische Sponsoren oft nur Werbeflächen kaufen.
Warum wird Unicef als Gegenbeispiel zu Red Bull herangezogen?
Unicef dient als Beispiel für ein soziales Engagement ohne direkte Gewinnerzielungsabsicht, was einen starken Kontrast zur rein kommerziell getriebenen Strategie von Red Bull bildet.
Welche Rolle spielt die 50+1-Regelung für Vereine wie RB Leipzig?
Die Regelung stellt für RB Leipzig aufgrund der starken Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen eine erhebliche Hürde für eine dauerhafte Lizenzierung dar.
- Citation du texte
- Dominik Ideler (Auteur), 2014, Sponsoring im Fußball. Interessen von Großsponsoren an ausgewählten Beispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277607