Unter einem Konzern versteht man die wirtschaftliche Einheit mehrerer rechtlich selbständiger Unternehmen. Die Vorschriften zur Rechnungslegung von Konzernen finden sich im zweiten Unterabschnitt des dritten Buchs des HGB.
Aus dem Inhalt:
- Begriff des Konzerns
- Grundsätze der Konsolidierung
- Organisation der Konzernrechnungslegung
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung
1.1 Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung
1.1.1 Begriff des Konzerns
1.1.2 Funktion und konzernspezifische Bestandteile des Konzernabschlusses
1.1.3 Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses
1.1.4 Konsolidierungskreis
1.2 Grundsätze der Konsolidierung
1.3 Organisation der Konzernrechnungslegung
1.4 Aufstellung des Konzernabschlusses
1.4.1 Vorbereitung der Einzelabschlüsse für den Einbezug in den Konzernabschluss
1.4.2 Kapitalkonsolidierung
1.4.3 Schuldenkonsolidierung
1.4.4 Zwischenerfolgskonsolidierung
1.5 Konsolidierung der Gewinn- und Verlustrechnung
1.6 Konzernanhang
1.7 Konzernlagebericht
2. Geplante Änderungen der Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
2.1 Befreiungen und Erleichterungen
2.2 Bestandteile und Befreiungswirkung des (internationalen) Jahresabschlusses
2.3 Neuregelung der Bilanzierung
2.3.1 Neuregelung des Vollständigkeitsgebots
2.3.2 Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit
2.3.3 Ansatzgebot für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
2.3.4 Ansatzverbot für Aufwandsrückstellungen
2.3.5 Rechnungsabgrenzungsposten
2.3.6 Ansatzverbot für Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen
2.3.7 Latente Steuern
2.4 Ausweis
2.5 Bewertung
2.5.1 Überblick
2.5.2 Bewertungsmodell
2.5.3 Niederstwertprinzip
2.5.4 Einführung des Zeitwertes
2.5.5 Zu Handelszwecken erworbene Finanzinstrumente
2.5.6 Realistischere Bewertung von Rückstellungen
2.5.7 Verbrauchsfolgeverfahren
2.5.8 Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten
2.6 Geplante Änderungen der Rechnungslegung im Konzernabschluss
2.7 Erste Würdigung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit erläutert die Strukturen der Konzernrechnungslegung unter besonderer Berücksichtigung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) initiierten Reformen. Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Verständnis über die Anforderungen an Konzernabschlüsse zu vermitteln und die wesentlichen Änderungen im handelsrechtlichen Bilanzwesen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Verpflichtungen zur Konzernrechnungslegung.
- Methodik der Konsolidierung (Kapital-, Schulden- und Zwischenerfolgskonsolidierung).
- Wesentliche Reformpunkte durch das BilMoG in der Bilanzierung.
- Änderungen bei Bewertungsvorschriften und latenten Steuern.
- Analyse der Auswirkungen für deutsche Unternehmen und den Vergleich zu internationalen Standards.
Auszug aus dem Buch
1.4.2 Kapitalkonsolidierung
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Aktiva und Passiva des Tochterunternehmens so in den Jahresabschluss des Mutterunternehmens zu integrieren, als ob es sich um ein einziges Unternehmen handeln würde. Die Beteiligungsansätze des Mutterunternehmens sind gem. § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der einzubeziehenden Unternehmen zu verrechnen. Auf diese Weise wird die innerkonzernliche Kapitalverflechtung eliminiert. Beteiligung und Kapital werden durch die Aktiva und Passiva der einzubeziehenden Tochterunternehmen ersetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung: Dieses Kapitel definiert den Konzernbegriff sowie die Funktionen und Bestandteile des Konzernabschlusses und erläutert die verschiedenen Konsolidierungsmethoden sowie die Organisation des Rechnungswesens im Konzern.
2. Geplante Änderungen der Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG): Dieser Teil analysiert die umfassenden Reformen der handelsrechtlichen Bilanzierung, insbesondere die Abschaffung von Wahlrechten, die Neuregelung latenter Steuern sowie Anpassungen bei Bewertungsvorschriften.
Schlüsselwörter
Konzernrechnungslegung, HGB, BilMoG, Konsolidierung, Konzernabschluss, Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Bilanzierung, Bewertung, Latente Steuern, Tochterunternehmen, Eigenkapitalspiegel, Geschäfts- oder Firmenwert, Wirtschaftliche Einheit, Vollkonsolidierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Konzernrechnungslegung in Deutschland und analysiert die weitreichenden Änderungen, die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) eingeführt wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Konzernabschlussprüfung, Konsolidierungstechniken (Kapital-, Schulden- und Zwischenerfolgskonsolidierung) sowie die Reform der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften im HGB.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die bestehenden Konzernrechnungslegungsvorschriften zu erläutern und aufzuzeigen, wie sich das neue Bilanzrecht (BilMoG) auf die Praxis deutscher Unternehmen auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Gesetzesanalyse des handelsrechtlichen Bilanzwesens unter Berücksichtigung der Entwicklungen hin zu internationalen Rechnungslegungsstandards.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der klassischen Konzernkonsolidierung (Kapitel 1) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Reformen durch das BilMoG (Kapitel 2), inklusive Änderungen bei Ansatz und Bewertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konzernrechnungslegung, Konsolidierung, BilMoG, Latente Steuern und Bilanzierung geprägt.
Welche Bedeutung hat das BilMoG für Unternehmen?
Das BilMoG führt zu einer Modernisierung des HGB, indem es Wahlrechte einschränkt und das handelsrechtliche Rechnungswesen stärker an internationale Standards angleicht, was besonders die Bewertung von Rückstellungen und die Bilanzierung latenter Steuern verändert.
Wie werden latente Steuern nach dem BilMoG behandelt?
Das Gesetz übernimmt ein bilanzorientiertes Konzept, bei dem Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen maßgeblich sind, was die Ermittlung und den Ausweis latenter Steuern präzisiert.
- Arbeit zitieren
- Prof. Dr. Tobias Hüttche (Autor:in), 2008, Grundlagen der Konzernrechnungslegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277636