Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick


Akademische Arbeit, 2005

18 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Olympische Idee Coubertins und die Sportethik

3. Historischer Hintergrund

4. Die aktuelle Situation

5. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

1. Einleitung

Bereits das antike Wettkampfwesen war von fragwürdigen sportlichen und medizinischen Praktiken geprägt und die Sportler der Antike verzichteten ebenso wenig wie die heutigen Athleten auf die Anwendung von Mitteln und Methoden zur Leistungssteigerung im Sport. Auch der Sieg durch Manipulation am Wettkampf oder seinen Bedingungen ist nicht erst eine Erscheinung des 21. Jahrhunderts. Schon in der „Ilias“ ließ Homer seinen Helden Odysseus im Lauf Ajax besiegen, indem die Göttin Athena auf Bitten Odysseus´ seine Glieder leicht machte und seinen Gegner zu Fall brachte. Seiner Zeit wurde jedoch die Einmischung der Götter als selbstverständlich akzeptiert. Laut Guttmann[1] finden sich in der griechischen Mythologie viele Athleten, deren Siege auf List und Betrug basieren. Es wäre dennoch irreführend, die Praktiken der antiken Athleten einfach mit den Dopingpraktiken im 21. Jahrhundert gleichzusetzen. „Doping“ ist ein Phänomen, das erst im Zusammenhang mit der beginnenden Etablierung des modernen, professionellen Sports um 1900 und durch eine neuartige, damit einhergehende Verflechtung medizinischer, juristischer und sportethischer Diskursstränge zustande gekommen ist. Oder provokativer formuliert: „Das Faktum „Doping“ ist erst im Zuge spezifischer diskursiver und institutioneller Veränderungen im 20. Jahrhundert entstanden“.[2] Doping verstößt gegen das Prinzip des Fair Play, stellt eine Gesundheitsgefährdung dar und verletzt die Würde des Menschen. Aus diesem Grund ist Doping verboten.[3]

2. Die Olympische Idee Coubertins und die Sportethik

Befunde zur gegenwärtigen Situation des Sports kommen selten ohne den Begriff der Krise aus:

„Die vermutlich wichtigste Institution des Weltsports, das Internationale Olympische Komitee (IOC), das sich immer mehr als Verein idealistischer Ehrenmänner definierte, offenbarte sich in den vergangenen Jahrzehnten als korrupte Clique, womit zum einen die vom IOC gepflegte Ideologie des Olympismus, der „religio athletae“, wie es ihr Begründer Pierre de Coubertin (1863-1937) nannte, ad absurdum geführt wurde.“[4]

In den Gründerjahren des Industriezeitalters sah der Pädagoge Coubertin sein traditionelles Weltbild aufs Tiefste erschüttert. Bei der Erforschung der neuen Machtverhältnisse kritisierte er hauptsächlich die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts etablierende Diskursformation, den zunehmenden Einfluss der Naturwissenschaften sowie die damit verbundenen Phänomene gesellschaftlicher Rationalisierung und Technologisierung, die zunehmend wissenschaftlich geprägt waren. Aus Bauern wurden Fabrikarbeiter, aus Bürgern Angestellte. Profitstreben und Egoismus, war Coubertin überzeugt, würden gegenüber familiären Bindungen und überkommenen Werterhaltungen triumphieren. Der Aristokrat empfand die Dynamik der Veränderung als geradezu krankhaft und nahm in einer sich zunehmend ausdifferenzierten Welt einen allgemeinen moralischen Niedergang war. Gegen die allgemeine Verrohung, gegen Dekadenz und Trägheit wollte Coubertin eine umfassende Therapie setzen. Coubertin´s Idee bestand darin, eine Bewegung zu schaffen, deren öffentlicher Höhepunkt die alle vier Jahre stattfindenden Olympischen Spiele darstellen, in Anlehnung an die Olympischen Spiele der Antike.[5] Diese sog. „Olympische Bewegung“ brauchte eine „Olympische Philosophie“ (Olympismus), d.h. eine inhaltliche, geistige Ausrichtung und konnte seiner Meinung nach nicht nur aus einem organisatorischen, institutionellen Rahmen, wie z.B. die des IOC´s, NOK´s etc., bestehen.

Der Olympismus, auch „religio athletae“ genannt, besteht aus einer Zusammensetzung verschiedener Werte wie z.B. „Fairness“, „Chancengleichheit“, „Natürlichkeit“ oder „Konkurrenz“.[6] Coubertin´s Idee des Sports basiert auf einer humanistischen Ethik. Die Ethik versucht die letzten Begründungsprinzipien des moralisch Richtigen zu ermitteln; sie fragt nach den Möglichkeiten, die der Mensch hat, um moralische Fragen zu lösen und dient in diesem Sinne als „philosophische Reflexion auf Moral“.[7] Aus der Perspektive dieser Ethik des „fairen Sports“ sollte Coubertins Jugend der Welt über Rassenschranken und Staatsgrenzen hinweg in einen sportlichen Wettstreit treten, in dem Fairness[8] als das oberste Prinzip galt.[9] Der ethische Imperativ Coubertins: „citius, altius, fortius“ (schneller, höher, stärker) sowie seine ethischen Ambitionen entfernen sich jedoch von seiner christlichen Überzeugung und werden zusehends vom sozialdarwinistischen Denken beeinflusst.[10] Im Folgenden zeigt sich, dass sich die WADA und das IOC das Sportverständnis Coubertins zu eigen machen. Sie beziehen sich hier auf die im Sport verankerten ethischen Fairness- und Gerechtigkeitsprinzipien, die durch das Regelwerk mitsamt den Anti-Doping- Bestimmungen instrumentalisiert werden. Um die Olympische Idee besser zu verstehen und den damit verbundenen Ursprung des aktuellen Dopingphänomens nachzuvollziehen, ist es notwendig die Geschichte mit einzubeziehen.

Die Hauptgrundsätze seines Sportbegriffs sind das Prinzip des Verdienstes als auf individueller Leistung beruhende Gerechtigkeit, die formale Chancengleichheit, die Affektkontrolle, das Konkurrenzprinzip, das Moment von Risiko und Zufall, das Prinzip der Überwindung von Widerstand und das Prinzip der Leistungsprogressivität und –maximierung.[11]

Dies sollte Coubertin zufolge der physisch, psychisch und moralisch degenerierten Gesellschaft Heilung verschaffen. Darüber hinaus begründe er das Fairnessprinzip als ethische Rückkopplung für sein kapitalistisch-darwinistisch geprägtes Sportkonzept. Dies auch als „Fairplay“[12] bezeichnet, hatte einerseits seine Funktion im Rahmen einer auf Übersichtlichkeit, Chancengleichheit und Transparenz beruhenden besseren (Sport-)Welt, wo das (Schein-)Handeln durch Rücksichtnahme auf die anderen geprägt ist. Andererseits sollte es aber auch den jungen Männern helfen, durch die Tugenden der Mäßigung und der Disziplin die Lebensbedingungen in der veränderten Berufswelt zu meistern.

Die in den 20er Jahren bedingten gesellschaftlichen Veränderungen beeinflussten auch die Bedeutung des Sports. Zunehmend begannen sich v.a. die Wirtschaft und die Politik für den Sport zu interessieren. Das auf Leistungsmaximierung und Rekordstreben basierende Sportverständnis Coubertins, sowie seine ins Leben gerufenen „Olympischen Werte“ stehen ab sofort im krassen Gegensatz zu ungleichen gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen und allgemeinen Phänomenen von Rationalisierung, Technologisierung und Kommerzialisierung.

Laut Gamper[13] verhält sich der Dopingdiskurs in seiner heutigen Ausrichtung so ähnlich zweideutig zu den Problemen des modernen Profisports wie Coubertins Sportphilosophie zu den gesellschaftlichen seiner Zeit: „Er postuliert eine Welt des Sports, in der Ehrlichkeit, Rücksichtsnahme und Chancengleichheit triumphieren können, und deckt zugleich mit dem Schein dieses (nicht durchsetzbaren) Ideals eine Praxis, die dank dieser Bemäntelung um so unverfrorener agieren kann.“ Unfreiwillig bereitet Coubertin daher den Weg für den fast unausweichlichen Professionalismus und die damit einhergehende systematischen Ausweitung von Dopingpraktiken.

Die olympische Losung Coubertins „Dabeisein ist alles!“ hat daher angesichts der ökonomischen Potenzen des Sports längst einen Hintersinn, der die ursprüngliche Absicht ins Gegenteil verkehrt.[14]

3. Historischer Hintergrund

Bei der Betrachtung der Geschichte des Dopings muss beachtet werden, dass eine Definition in Verbindung mit dem Status des Vergehens, eine notwendige Voraussetzung darstellt, um von einem Dopingvergehen reden zu können. Was damals noch als „legale Leistungssteigerung“ bezeichnet wurde (z.B. die Verwendung von Anabolen Steroiden (AS) vor 1974)) gilt heute als Doping. Diese damals wie heute ethisch verwerfliche Art der Leistungssteigerung war jedoch nicht durch Auflagen der Sportverbände verboten. Ebenso Maßnahmen wie z.B. Trainingslager in großen Höhen abzuhalten oder ähnliche Möglichkeiten zur optimalen Wettkampfvorbereitung zu nutzen schafft `Klassenunterschiede` unter den Athleten, die im sportlichen Ergebnis denen mancher Dopingmittel gleichen. Doch der medizinische Aspekt der Gesundheitsschädigung durch Doping fügt der Verwerflichkeit aus ethischen Gründen einen weiteren Aspekt hinzu.

Im Bezug zu den von Coubertin postulierten Grundsätzen (s.o.), bei denen Fairness als oberstes Prinzip galt, zeigt die moderne Sportgeschichte jedoch eine ganz andere Richtung, wie im Folgenden gezeigt werden soll.

Der erste spektakuläre Dopingfall ereignete sich 1904 bei den Olympischen Spielen der Neuzeit in San Louis. Der Amerikaner Thomas Hicks gewinnt den Marathonlauf und bricht im Ziel zusammen. Er hatte vor dem Rennen einen Cocktail aus Strychnin, rohen Eiern und Brandy zu sich genommen. Er blieb trotz Proteste im Besitz der Goldmedaille, wodurch zum ersten Mal das Dopingproblem in die Öffentlichkeit gerät. 1908 ist es der italienische Marathonläufer Dorando Pietri, der mit Atropin[15] und Strychnin gedopt bei den Olympischen Spielen in London vor dem Ziel zusammenbricht, jedoch wegen dieser Unterstützung disqualifiziert wird.[16] Insbesondere im 2.Weltkrieg wurden die sog. `Weckamine` d.h. Amphetamin und Metamphetamin wegen ihrer euphorisierenden und stimulierenden Wirkung eingesetzt und kamen nach dem 2. Weltkrieg auch als Dopingmittel zum Einsatz.[17] „Von 1950 an häuften sich die Dopingfälle“.[18]

Laut Krüger[19] werden ab 1952, ausgelöst durch den kalten Krieg, vermehrt staatlich geförderte Maßnahmen zur Leistungssteigerung einschließlich Doping im internationalen Sport angewandt. Da zu dieser Zeit die Anwendung von Doping noch nicht verboten war, wurden experimentierfreudigen Trainern, Medizinern und Athleten keine Grenzen gesetzt. In den 50er Jahren tauchten zum ersten Mal anabol- androgene Steroide (AAS) in der Sportszene auf. Diese kamen zunächst Anfang der 60er Jahre verstärkt in den USA zum Einsatz und später, ca. Mitte der 60er Jahre, auch in Europa. Zu dieser Zeit wird bereits in vielen Maximal- u. Schnellkraft abhängigen Sportarten wie z.B. im Skilanglauf oder im Radsport geradezu systematisch gedopt. Dennoch wurde Doping im Humansport erst Anfang der 60er Jahre bekämpft. Es wurden daraufhin Dopingkommissionen in Frankreich (1960), in Österreich (1963) und in Italien (1963) gegründet.[20] Ein trauriger Höhepunkt und wichtiger Schub in der Dopingproblematik löste der Todesfall des britischen Radrennfahrers Tom Simpson bei der Tour de France 1967 aus. Bei der Obduktion finden sich Alkohol und das Amphetamin „Onedrine“ im Blut.[21]

Es wurde höchste Zeit, etwas gegen das wachsende Problem zu unternehmen. So beschlossen die, von der Dopingproblematik besonders betroffenen, Radsportländer Frankreich und Belgien 1965 die ersten Anti-Doping-Gesetze. In der Folge beginnt eine verschärfte Debatte um härtere Kontrollen und Bestrafungen der Dopingsünder. Das IOC gründet eine medizinische Kommission und verpflichtet die Athleten zu einer Erklärung, dass sie keine körperfremden, ausschließlich der Leistungssteigerung dienenden Mittel, zu sich nehmen.[22] Erst 1974 setzte die Medizinische Kommission des IOC die androgen anabolen Steroide (AAS) auf die Verbotsliste. Es war nicht möglich Dopingmittel zu verbieten, zu denen Nachweismethoden noch nicht ausgereift oder zumindest bekannt waren.[23]

Laut Donike[24] war „lange Jahrzehnte die Dopinganalytik der schwache Punkt der Dopingkontrolle, weil die zur Verfügung stehenden Verfahren nicht ausreichten, den weiten Bereich der in Frage kommenden Wirkstoffe nach (der) Körperpassage zu erfassen [...]. In Übereinstimmung mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzen Jahrzehnte hat die Medizinische Kommission des IOC, erstmals im November 1969 [...] die analytischen Verfahren zum Dopingnachweis vorgeschrieben“.

Daraufhin folgten die ersten Rahmenrichtlinien zur Bekämpfung des Dopings, sowie erste, zunächst unpräzise, Dopingdefinitionen.

4. Die aktuelle Situation

Es scheint paradox, denn obwohl es Doping vermutlich seit den Olympischen Spielen des Altertums gegeben hat, wurde es erst Ende der siebziger Jahre deutlich, dass Doping nahezu flächendeckend und immer massiver und systematischer betrieben worden ist, und sich seitdem fest in der Sportkultur etabliert hat.[25] Tatsache ist auch, dass nicht wie früher nur in den Ausdauer- und Kraftsportarten gedopt wird, sondern in fast allen Sportarten.[26] Presseberichte über Dopingskandale häuften sich. Die Zuschauer und Sportbegeisterten mussten sich zunehmend damit auseinandersetzen, dass der Hochleistungssport immer mehr mit dem Phänomen Doping in Verbindung gebracht wurde. Auch heutzutage wird man immer wieder mit dem (Dauer-)Thema „Doping“ im (Leistungs-) Sport konfrontiert, da es zunehmend von den Medien aufgegriffen wird. Die Diskussionen um das Thema werden angeheizt von Ereignissen wie z.B. dem Dopingfall des deutschen Ski-Langläufers Johann Mühlegg bei den letzen Olympischen Winterspielen in Salt Lake City.

Er benutzte das Dopingmittel „Darbepoetin“,[27] welches zehnmal so wirksam wie Erythropoietin (EPO) sein soll.[28] Auch durch die zahlreichen (23!) Dopingfälle der Olympischen Spiele in Athen 2004 wurde ein Einblick in die perfiden Dopingpraktiken der Athleten gegeben. Um eine Vorstellung über die Bandbreite an Dopingsubstanzen zu erhalten erfolgt eine nähere Betrachtung ausgewählter Dopingfälle:

Die russische Kugelstoßerin Irina Korschanenko musste z.B. wegen Missbrauchs des anabolen Steroids Stanozol die Goldmedaille zurückgeben. Ebenso verlor der ungarische Diskuswerfer Robert Fazekas seine Medaille wegen der Einnahme des Anabolikums Clenbuterol. Auch der Frauen-Doppelvierer der Ukraine verliert Bronze, da bei Olena Olefirenko die Stimulanz Ethamivan nachgewiesen wird. Beim dem ungarischen Gewichtheber Ferenc Gyurkovics hingegen wird das Anabolsteroid Oxandrolon festgestellt. Das verbotene Stimulanzmittel Heptaminol wurde bei der kolumbianischen Radfahrerin Maria-Luisa Calle Williams positiv getestet, worauf ihr die Bronzemedaille aberkannt wird.

Eine Aufreihung von Beispielen außerhalb der Olympiade könnte endlos sein.

Ein viel zitiertes Fazit der Spiele galt der Linientreue Rogges (IOC Präsident) und lautete:

„Noch nie zuvor wurden so viele Athleten von den Spielen ausgeschlossen. Der Sport ist deshalb nicht dopingverseuchter als früher, in Athen aber wurde Doping erstmals konsequent verfolgt.“ [29]

Dennoch und gerade deshalb stehen die oben genannten Dopingfälle für ein Alarmzeichen und machen deutlich, dass der Spitzensport heute trotz zahlreicher Dopingkontrollen keineswegs „sauber“ ist.

Die Meinung, dass im Spitzensport in großem Umfang gedopt wird, ist ebenfalls aus Sportlerkreisen zu vernehmen: schon 1969 äußerte sich die Ex-Diskurswerferin Brigitte Berendonk in einem Artikel der Zeit zum Thema Doping:

„[...] nahezu alle Zehnkämpfer der Weltklasse, 90% der Werfer, Stoßer und Gewichtheber und etwa die Hälfte der Springer und Sprinter nehmen `die Pille`. [30]

Auch Prof. Dr. Walter Tokarski, Direktor der Deutschen Sporthochschule Köln, berichtet in der Zeitschrift Key:

[...]


[1] Vgl. Guttmann, A., 1987, S. 12.

[2] Vgl. Schnyder, P.: Neue Zürcher Zeitung SPORT , 30.08.2000 in http://www.svl.ch/presse/nzz000830.html; Zugriff: 19.10.2004.

[3] Vgl. Digel, M., 2002, S. 3.

[4] Vgl. Krauß, M.: Die Ost-West Wochenzeitung, 31.08. 2001 in http://www.freitag.de/2001/31/01311301.php; Zugriff: 20.09.2004.

[5] Vgl. Brumme, A. in: Chrismon v. 08/2004, S. 30-31.

[6] Vgl. http://www.nok.de. Zugriff: 05.06.04.; Auch heute noch sind das Prinzip der Konkurrenz, das Fairplayprinzip und das Prinzip der Unversehrtheit des Athleten die Grundregeln für die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen. Als weiteres zentrales Prinzip muss das der Chancengleichheit ergänzt werden. -Vgl. dazu Netzle in Gamper, M. / Mühlethaler, J./ Reidhaar, F., 2003, S. 263.

[7] Vgl. Koch, A., 1995, S. 7.

[8]Fairness ist die ethische Grundhaltung des Sportlers, die im Einzelnen dazu führt, Sieg und Niederlage sachlich zu verarbeiten, nicht um jeden Preis gewinnen zu wollen, Spielregeln einzuhalten, im Partner nur den sportlichen Gegner, nicht den Feind zu sehen, sowie möglichst gleiche Chancen und Bedingungen für den sportlichen Wettkampf zu schaffen.“ -Vgl. Meyers kleines Lexikon Sport, 1998, S. 234.

[9] Vgl. Mittelbayrische Zeitung Artikel von Retzer, B. v. 25./26.07.1992.

[10] Vgl. Koch, A., 1995, S. 22.

[11] Vgl. Alkemeyer, T., 1996, S. 73.

[12] „Der Begriff Fairplay entstammt dem 19.Jahrhundert und spiegelt das damalige Sportverständnis. Die heutige durchkapitalisierte Sportrealität ist jedoch mit dem moralischen Postulat von Fairplay nicht mehr zu regulieren.“-Vgl. Krauß, M., 2000, S. 61.

[13] Fast wörtlich zitiert: Gamper, M. in Artikel: „100 Jahre Doping“ in: http://www.nzz.ch/dossiers2000/doping/, Zugriff: 15.09.2004.

[14] Vgl. Grosser, A., 1990, S. 44.

[15] Heute ein noch teilw. eingesetzes Spasmolytikum.

[16] Vgl. Voy, R., 1991, S. 6.

[17] Vgl. Donike, M., 1986, S. 7 und 1993, S. 32.

[18] Vgl. Prokop, L., 1992, S. 146.

[19] Vgl. Krüger, A., 1998, S. 15.

[20] Vgl. Prokop, L., 1992, S. 147.

[21] Vgl. Kölner Stadtanzeiger Artikel v. 08./09. 07. 2000 (ausgehändigte Kopie von Prof. Dr. W. Schänzer im WS 2001/2)

[22] Vgl. Krüger, A., 1998, S.12; und Prokop, L., in: Acker, H., 1972, S. 147f.

[23] Eine Ausnahme stellt jedoch das Verbot des Blutdopings dar, da es hierfür auch noch keine Nachweismethoden gab.

[24] Vgl. Donike, M./ Rauth, S., 1996, S. 192.

[25] Vgl. Bette, K.-H./ Schimank, U., 1995, S. 7.; Vgl. dazu auch Singler, A./ Treutlein, G., 2000, S. 222.: „Als flächendeckend wird hier der Dopingmissbrauch in allen Disziplinen bezeichnet, in denen spezifische Substanzen (z.B. Hormone beim Anabolikamissbrauch) wirksam sind. Systematik liegt vor, wenn Doping nicht eine Frage individueller Devianz ist, sondern eine Erscheinung, die vom sozialen System des Spitzensports (z.B. Fachverbände, Dachorganisationen des Sports wie DSB, NOK, Weltfachverbände o. das IOC) ermöglicht wird.“

[26] Vgl. Rain, J., 1998, S. 12.

[27] Es regt wie EPO die Produktion von roten Blutkörperchen an und wird in der Therapie bei Krebs- und Nierenleiden verwendet, soll bei Sportlern die Ausdauerleistungsfähigkeit steigern; vgl. Kennedy, M. C., 2000, S. 316.

[28] Vgl. Australian Sports Drugs Agency in http://www.wissenschaft-online.de/artikel/587469; Zugriff: 25.09.2004.

[29] Vgl. http://olympia.ard.de/nachrichten/-/id=30972/vv=print/nid=30972/did=9278...; Zugriff: 04.10.2004.

[30] Vgl. Berendonk, B., 1992, S. 37.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V277638
ISBN (eBook)
9783656702610
ISBN (Buch)
9783656716075
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doping-diskurs, rückblick
Arbeit zitieren
Elisabeth Uta Meyer (Autor), 2005, Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277638

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