Die vorliegende Arbeit gibt nähere Einblicke in die Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Der Rückblick bezieht sich sowohl auf die Zusammenführung von Mensch und Pferd, als auch im speziellen Sinne auf die Entstehung des therapeutischen Reitens.
Aus dem Inhalt:
- Vom Zugpferd zum therapeutischen Helfer
- Krankengymnastik auf dem Pferd
- Das Pferd in Psychologie und Pädagogik
Inhaltsverzeichnis
1. Vom Zugpferd zum Therapeutischen Helfer- geschichtlicher Rückblick
2. Therapeutisches Reiten- das Pferd in Medizin, Pädagogik, Psychologie und Sport
2.1 Krankengymnastik auf dem Pferd – Hippotherapie
2.2 Sportlich aktiv mit dem Pferd- Behindertenreitsport
2.3 Das Pferd in Psychologie und Pädagogik – Heilpädagogisches Reiten und – Voltigieren
2.3.1 Der Unterschied zwischen Voltigieren und Reiten
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung sowie die vielfältigen Einsatzbereiche des Pferdes als therapeutisches Medium in den Disziplinen Medizin, Pädagogik, Psychologie und Sport, um das Verständnis für die ganzheitliche Wirkung dieser Interaktion zu fördern.
- Historische Betrachtung der Beziehung zwischen Mensch und Pferd
- Differenzierung der Fachbereiche Hippotherapie, Behindertenreitsport und Heilpädagogisches Reiten
- Analyse der therapeutischen Wirkmechanismen auf physischer und psychischer Ebene
- Darstellung der Organisationsstrukturen und der Entwicklung des Therapeutischen Reitens im In- und Ausland
Auszug aus dem Buch
2.3 Das Pferd in Psychologie und Pädagogik – Heilpädagogisches Reiten und – Voltigieren
Unter dem Begriff „Heilpädagogisches Reiten/ -Voltigieren“ versteht man pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozio-integrative Maßnahmen für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit verschiedenen Problemen, Störungen oder Behinderungen, die mit Hilfe des Pferdes umgesetzt werden. Beim heilpädagogischen Reiten steht nicht die Ausbildung reiterlicher Fähigkeiten im Vordergrund, sondern die individuelle Förderung über das Medium Pferd. Der Umgang mit dem Pferd- darunter fallen die Pflege, Führübungen, mitunter auch Stallarbeit und das Reiten/ Voltigieren - fördert die Betreffenden ganzheitlich. Sie werden sowohl auf der körperlichen und geistigen Ebene als auch emotional und sozial angesprochen. Außerdem werden alle Sinne angeregt, davon besonders das Fühlen. Besonders bewährt hat sich das heilpädagogische Reiten/- Voltigieren bei Personen mit
- Geistiger Behinderung
- Lernbehinderung
- Verhaltensauffälligkeiten (auch ADS/ ADHS)
- Störungen in der emotionalen Entwicklung
- Sprachbehinderung
- Autistischen Verhaltensweisen
- Psychischen Störungen
- Psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
(vgl. Kaune 1993, S. 13- 14)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vom Zugpferd zum Therapeutischen Helfer- geschichtlicher Rückblick: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Pferdes vom Nutztier in Landwirtschaft und Krieg bis hin zu seiner wissenschaftlich belegten Bedeutung als therapeutischer Partner im 20. Jahrhundert nach.
2. Therapeutisches Reiten- das Pferd in Medizin, Pädagogik, Psychologie und Sport: Hier wird der Oberbegriff "Therapeutisches Reiten" definiert und in die drei Fachbereiche Hippotherapie, Behindertenreitsport sowie heilpädagogisches Reiten und Voltigieren untergliedert.
2.1 Krankengymnastik auf dem Pferd – Hippotherapie: Dieses Kapitel erläutert die medizinisch-therapeutische Anwendung der Hippotherapie, bei der das Pferd als lebendes Übungsgerät zur physiotherapeutischen Behandlung körperlicher Beeinträchtigungen fungiert.
2.2 Sportlich aktiv mit dem Pferd- Behindertenreitsport: Dieser Abschnitt beschreibt den Behindertenreitsport als integratives Feld, das behinderten Menschen ermöglicht, sich in verschiedenen reiterlichen Disziplinen sportlich zu messen.
2.3 Das Pferd in Psychologie und Pädagogik – Heilpädagogisches Reiten und – Voltigieren: Dieses Kapitel fokussiert auf die ganzheitliche Förderung von Menschen mit psychischen oder sozialen Störungen durch den direkten Kontakt und die Arbeit mit dem Pferd.
2.3.1 Der Unterschied zwischen Voltigieren und Reiten: Hier werden die methodischen Unterschiede zwischen dem Voltigieren auf der Longe und dem Reiten unter verschiedenen reiterlichen Anforderungen differenziert dargelegt.
Schlüsselwörter
Therapeutisches Reiten, Hippotherapie, Heilpädagogisches Reiten, Behindertenreitsport, Rehabilitation, Pädagogik, Psychologie, Medizin, Voltigieren, Mensch-Tier-Beziehung, Motorik, Integration, Stütz- und Bewegungsapparat, Physiotherapie, Förderbedarf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Pferdes als therapeutisches Medium und dessen Einsatzgebieten in Medizin, Pädagogik, Psychologie und Sport.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind die historische Herleitung der Mensch-Pferd-Beziehung sowie die fachliche Differenzierung und Anwendung in der Hippotherapie, im Behindertensport und im heilpädagogischen Bereich.
Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die strukturierte Darstellung und Einordnung der vielfältigen therapeutischen Wirkungsweisen, die durch den Einsatz von Pferden bei Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen oder Störungsbildern erzielt werden können.
Welche wissenschaftlichen Ansätze bzw. Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer und medizinischer Fachquellen sowie der Darstellung bewährter therapeutischer Konzepte und Organisationsstrukturen des KThR.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Definition der drei Fachbereiche des therapeutischen Reitens und eine vertiefende Analyse der jeweiligen Wirkungsweisen auf den Patienten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Besonders prägend sind Begriffe wie therapeutisches Reiten, Hippotherapie, Ganzheitlichkeit, Rehabilitation, Integration sowie die pädagogische und psychologische Förderung.
Welchen Stellenwert nimmt die medizinische Verordnung in der Hippotherapie ein?
Die Hippotherapie ist eine rein medizinisch-therapeutische Maßnahme, die zwingend vom Arzt verordnet und von spezialisierten Krankengymnasten durchgeführt wird, da hier das Pferd als physiotherapeutisches Gerät dient.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Reiten und Voltigieren so wichtig?
Die Differenzierung hilft dabei, die unterschiedlichen therapeutischen Ziele – wie etwa motorische Rehabilitation beim Reiten oder koordinative und soziale Förderung beim Voltigieren – gezielt auf das Klientel abzustimmen.
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- Diana Kirstein (Author), 2006, Die Rolle des Pferdes in Medizin, Pädagogik, Psychologie und Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277682