Überblick über die notwendigen Inhalte für das Erste Staatsexamen (nicht vertieft) in Neue Deutsche Literaturwissenschaft:
Relevante Examensthemen 2007-2011, Aufklärung, Sturm und Drang, Kunstepoche, Romantik als Lebens- und Schreibform, Restaurationszeit, Poetischer/Bürgerlicher Realismus und Gründerzeit, Naturalisten als erste Generation der literarischen Moderne, Gegenströmungen zum Naturalismus: Krise und Aufbruchsstimmung, Literatur in der Weimarer Republik, Literatur im „Dritten Reich“, Deutsche Literatur des Exils, Deutsche Literatur nach 1945.
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitendes
1. Relevante Examensthemen (2007-2011)
1.1. 2007
1.1.1. Frühjahr
1.1.2. Herbst
1.2. 2008
1.2.1. Frühjahr
1.3. 2009
1.3.1. Frühjahr
1.3.2. Herbst
1.4. 2010
1.4.1. Frühjahr
1.4.2. Herbst
1.5. 2011
1.5.1. Frühjahr
2. Aufklärung (1680/1720 – 1785/95)
2.1. Was ist politisch und gesellschaftlich neu?
2.2. Die Öffentlichkeit verändert sich, Der freie Schriftsteller meldet sich zu Wort
2.3. Die aufklärerischen Literaturtheorien von GOTTSCHED über LESSING bis zum Sturm und Drang
2.4. Subjektivität und Gesellschaftskritik in der Lyrik
2.5. Rationalismus und Empfindsamkeit. Zur Dialektik der Aufklärungsbewegung
3. Sturm und Drang (1765/67/70-1784/85)
3.1. Prometheus als Lichtgestalt
3.2. Wegbereiter des Sturm und Drang
3.3. Der junge GOETHE – Straßburger (1710/71)- und Frankfurter (1771-1775) Jahre
3.4. Der Kreis um den jungen GOETHE
3.5. Der Göttinger Hain/Göttinger Hainbund (1772-1774)
3.6. „In tyrannos!“ – Schubart und Schiller
4. Kunstepoche (-1832)
4.1. Zwischen Revolution und Restauration
4.2. Reaktionen auf die französische Revolution
4.3. Weimarer Klassik (1786-1805)
4.3.1. Einleitendes
4.3.2. Evolution statt Revolution oder: das Erbe der Aufklärung
4.3.3. Goethe
4.3.4. Schiller
4.4. Romantik als Lebens- und Schreibform (1790/93 – 1830/50)
4.4.1. Einleitendes
4.4.2. Gemeinsamkeiten der verschiedenen Schulen
4.4.3. Die Jenaer Schule – Die ältere Romantik
4.4.4. Die andere Seite der Romantik – Die schwarze Romantik – Die Schauerromantik
4.4.5. Heidelberger Romantik – Die jüngere Romantik – Die Hochromantik – Die Spätromantik
4.4.6. Schreibende Frauen in der Romantik
4.4.7. Schwäbische Romantik
4.5. Die Mainzer Republik und die Literaturpraxis der deutschen Jakobiner
4.6. Im Umkreis von Klassik, Romantik und Jakobinismus: Einzelgänger HÖLDERLIN - JEAN PAUL – KLEIST
4.7. Klassikverehrung und Klassikwirkung im 19. und 20. Jahrhundert
5. Restaurationszeit (1815-1848)
5.1. Allgemeines
5.2. Politische, soziale und wirtschaftliche Situation
5.3. Neue Gesellschaftslehren
5.4. Biedermeier
5.5. Das Junge Deutschland oder Die Jungdeutschen
5.6. Literatur des Vormärz
5.7. Literaturmarkt, Berufsschriftstellertum und Zensur
5.8. Wozu ist Literatur jetzt nützlich?
5.9. Das Programm der politischen Poesie
5.10. Rückblick auf eine Epoche: Neue Schreibweisen in Prosa, Lyrik und Drama
5.11. 1848 und das Zerbrechen der aufklärerischen Perspektive
6. Poetischer/Bürgerlicher Realismus und Gründerzeit (1848/50-1890)
6.1. Die widersprüchliche Situation und Versuche, sie darzustellen
6.2. Nationale und liberale Erziehung statt allgemeiner geistiger Freiheit
6.3. Hat die Reichsgründung 1871 neue Wege eröffnet?
6.4. Volksliteratur und Dorfgeschichte
6.5. „Haltungen“ als literarische Antwort auf die gesellschaftliche Entwicklung
6.6. Politisch engagierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller zwischen 1848 und 1890
6.7. Die Lyrik in der Epoche des Realismus
7. Die Naturalisten als erste Generation der literarischen Moderne (1880-1900)
8. Gegenströmungen zum Naturalismus – „Die Unrettbarkeit des Ich“: Krise und Aufbruchsstimmung
8.1. Symbolismus
8.1.1. Einflüsse der französischen Symbolisten
8.1.2. Deutsche Vertreter des Symbolismus
8.2. Impressionismus
8.3. Expressionismus (1910-1920) – Das expressionistische Jahrzehnt
8.4. Dadaismus
9. Literatur in der Weimarer Republik
9.1. Nach der Niederlage des Ersten Weltkriegs
9.2. Literatur als Ware
9.3. Ansätze zu einer proletarisch-revolutionären Literatur
9.4. Die Neue Frau
9.5. Neue Sachlichkeit in den 1920er Jahren
9.6. Zwischen Artistik und Engagement – Die Lyrik
10. Literatur im „Dritten Reich“
10.1. Die nationalsozialistische Machtübernahme
10.2. Die „Ästhetisierung der Politik“ oder faschistische Politik als „Gesamtkunstwerk“
10.3. Die Literatur der „Inneren Emigration“
10.4. Schreiben in der Illegalität
11. Die deutsche Literatur des Exils
11.1. Der Exodus
11.2. Kampf um die „Einheitsfront“ der Exilautoren
11.3. Kontroversen um ein neues Selbst- und Literaturverständnis der Exilautoren – Expressionismus- und Realismusdebatte
11.4. Antifaschistische Literaturpraxis
12. Deutsche Literatur nach 1945
12.1. „Als der Krieg zu Ende war“
12.2. Alliierte Kulturpolitik
12.3. Politisch-kulturelle Publizistik
12.4. Aporien des lyrischen Kahlschlags
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit bietet einen systematischen Abriss der neuen deutschen Literaturwissenschaft mit einem speziellen Fokus auf der Lyrik vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Dabei stehen die literarhistorischen Entwicklungen, der Epochenkontext sowie die politische und gesellschaftliche Einbettung der Literatur im Vordergrund, während Dramen und Prosa in dieser spezifischen Zusammenfassung weniger stark berücksichtigt werden.
- Analyse relevanter Examensthemen und deren literaturhistorische Einordnung.
- Untersuchung zentraler Literaturepochen von der Aufklärung bis zur Nachkriegszeit.
- Betrachtung von Autorinnen und Autoren als gesellschaftliche Akteure und deren politisches Handeln.
- Einordnung von Literatur in ihren historischen, soziologischen und ökonomischen Kontext.
Auszug aus dem Buch
Die andere Seite der Romantik – Die schwarze Romantik – Die Schauerromantik
Beginn des 19. Jahrhunderts geprägt von Restauration und sich beschleunigender Industrialisierung. Postulate der „Freiheit“ und „Gleichheit“ blieben unerfüllt, Französische Revolution endete in erneuter Monarchie und löste gesamteuropäisch Restaurationsbestrebungen aus, aber auch eine Entfremdung als Reaktion auf die erlebten Gegensätze. Frühromantische Aufbruchsstimmung wich düsterer und zynischer Sicht auf die vorherrschenden Verhältnisse.
Beispielhaft für diese Phase: Werke. HOFFMANNS (1776-1822), der schnell außerhalb Deutschlands bekannt wurde (Die Elixiere des Teufels; Die Bergwerke zu Falun). Aufspaltung seines Lebens in ungeliebte Tätigkeit als Kammergerichtsrat (Beamter) tagsüber, nachts Schriftsteller: Zwiespalt zwischen „Künstler“ und „Philister“ typisch für die damaligen Schriftsteller.
HOFFMANNS Werke: Alltagserfahrungen, Märchen- und Gespensterwelt, Aufhebung der Grenzen von Wirklichkeit & Phantasie, Phantastik → Sichtbarmachen irrationaler, nicht mit Vernunft erschließbarer Kräfte.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufklärung (1680/1720 – 1785/95): Das Kapitel behandelt den Wandel zur Aufklärung durch Vernunft und Mut zum Denken, die Veränderung der Öffentlichkeit und die Entwicklung aufklärerischer Literaturtheorien.
Sturm und Drang (1765/67/70-1784/85): Hier liegt der Fokus auf dem Geniekult, der Rolle des jungen Goethe und der literarischen Rebellion gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse.
Kunstepoche (-1832): Dieses Kapitel analysiert die Weimarer Klassik, die Romantik als Lebensform sowie die Reaktionen der Literatur auf die Französische Revolution.
Restaurationszeit (1815-1848): Es wird die politische und soziale Lage in der Ära zwischen dem Wiener Kongress und 1848 sowie das Biedermeier und das Junge Deutschland beleuchtet.
Poetischer/Bürgerlicher Realismus und Gründerzeit (1848/50-1890): Das Kapitel beschreibt den Realismus als Versuch der poetischen Wirklichkeitsdeutung in einer durch Industrialisierung und Nationalismus geprägten Gesellschaft.
Die Naturalisten als erste Generation der literarischen Moderne (1880-1900): Hier wird der Naturalismus als naturwissenschaftlich orientierte Literaturform mit Fokus auf das Milieu und die Großstadt dargestellt.
Schlüsselwörter
Aufklärung, Sturm und Drang, Weimarer Klassik, Romantik, Biedermeier, Vormärz, Realismus, Naturalismus, Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Exilliteratur, Literaturgeschichte, Lyrik, Literaturgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert einen strukturierten Abriss der neuen deutschen Literaturgeschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Lyrik und den jeweiligen Epochenkontexten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die zeitgeschichtliche Einordnung von Literaturepochen, das Verhältnis von Autor und Gesellschaft, die Rolle politischer und sozialer Umbrüche sowie die literarische Auseinandersetzung mit Identität und Wirklichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Zusammenfassung wesentlicher Anforderungen und Entwicklungslinien für das Examen, wobei der Fokus auf einer fundierten literaturgeschichtlichen Analyse liegt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen historisch-systematischen Ansatz, indem sie Literatur in ihre soziokulturellen, philosophischen und politischen Kontexte einbettet und Epochenmerkmalen gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der Aufklärung über den Sturm und Drang, die Klassik und Romantik, bis hin zum Realismus, Naturalismus, der Weimarer Republik, dem „Dritten Reich“ und der Zeit nach 1945.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Aufklärung, Realismus, Naturalismus, Expressionismus, Exilliteratur und literarische Moderne.
Wie wird das Konzept des „Realismus“ in der Literatur charakterisiert?
Der Realismus wird als Versuch gesehen, die Wirklichkeit „wie sie gewesen ist“ einzufangen, wobei dies nicht als 1:1-Abbildung, sondern als poetische Deutung durch den Autor verstanden wird.
Welche Bedeutung kommt der „Inneren Emigration“ während der NS-Zeit zu?
Der Begriff beschreibt Autoren, die im Land blieben und entweder kritische oder unpolitische Texte verfassten, wobei die exakte Definition und Abgrenzung aufgrund der teils regimekonformen Haltung mancher Akteure bis heute kontrovers diskutiert wird.
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- Anonym (Autor), 2012, Neue Deutsche Literaturwissenschaft. Literaturgeschichte (18. - 20. Jh.), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277746