Handball. Vertiefung des Schlagwurfs als Torwurf in Klasse 6 (Gymnasium)


Unterrichtsentwurf, 2013

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Lernziele

Groblernziel:

Die Schülerinnen und Schüler wenden den Schlagwurf als Torwurf an, indem sie den Handball zielgenau und kraftvoll ins Tor werfen.

Feinlernziele:

Die Schülerinnen und Schüler…

motorisch

… zeigen eine Ausholbewegung mit Bogenspannung im Oberkörper, indem sie den Wurfarm in Kopfhöhe weit nach hinten führen und das entgegengesetzte Bein nach vorne setzen.

… drehen dabei den Oberkörper ein, sodass die linke Schulter (bei Rechtshänder) in Wurfrichtung zeigt.

… führen den Wurfarm beim Abwurf, über der Kopfhöhe, schlagartig nach vorne (Ellbogen zuerst) und drehen dabei die Hüfte ein.

… werfen den Ball fest aufs Tor, indem sie den Dreierrhythmus anwenden und einen Stemmschritt setzen.

…überwinden den Torwart durch einen gezielten Torwurf.

[… wenden den Schlagwurf nach einem Zuspiel an und erzielen ein Tor]

kognitiv

... nennen die zentralen Bewegungsmerkmale des Schlagwurfs.

… erkennen die Notwendigkeit des Anlaufs, indem sie den zusätzlichen Schwung erwähnen.

… beschreiben die Auswirkungen des Stemmschritts auf den Wurf.

Sozial-affektiv

… kooperieren in Kleingruppen miteinander, indem sie sich gegenseitig helfen und unterstützen.

Bemerkungen zur Lerngruppe und den organisatorischen Rahmenbedingungen

Die Lerngruppe der Klasse 6a setzt sich aus 8 Jungen und 15 Mädchen zusammen. Die 2 Sportstunden pro Woche finden donnerstags in der 1´ten und 2´ten Stunde statt. Ich unterrichte diese Klasse eigenverantwortlich seit dem ersten Februar 2013. Das Verhältnis zur Klasse würde ich als positiv beschreiben. Die Schüler akzeptieren mich als Lehrperson und verhalten sich größtenteils kooperativ. Nur eine Gruppe von Jungs zeigt hin und wieder ein auffälliges und störendes Verhalten, welches ich allerdings schon im Einzelgespräch wie auch mit der gesamten Gruppe angesprochen habe. Das störende Verhalten geht meistens von einem Schüler aus, der in den schriftlichen Fächern als hochbegabt eingestuft wird. Sein auffälliges Auftreten resultiert womöglich aus einer Unterforderung. Diesbezüglich wurde entschieden, den Schüler von Klasse 6 in Klasse 8 am Schuljahresende zu versetzen. Bis dahin muss auch im Sportunterricht darauf geachtet werden, ihm verantwortungsbewusste Aufgaben zu übertragen (z.B. Teamkapitän oder zentrale Passstation), um ihn weiterhin zu fördern und nicht zu unterfordern. Überträgt man ihm diese Aufgaben, halten sich die Störungen in Grenzen. Aus diesem Grund weise ich ihn in der Stunde darauf hin, dass er für die Einhaltung der Gruppenregeln (siehe Methodik) verantwortlich ist und somit das „Management“ seiner Gruppe übernimmt.

Die motorischen Fähigkeiten der Klasse, in der sich im Übrigen nur Rechtshänder befinden, sind als heterogen einzustufen. Gerade im Hinblick auf die koordinativen Fähigkeiten beim Schlagwurf lässt sich die Klasse in 4 Gruppen unterteilen. Eine kleine Gruppe von Schüler (5-6) zeigte bislang eine gute und dynamische Gesamtbewegung beim Schlagwurf als Passspiel. Hier konnte man schon erkennen, dass auch mit genügend Kraft geworfen wird. Eine nächste Gruppe, wieder bestehend aus 5-6 Schülern, stufe ich ebenfalls als talentiert ein, was den Ballsport betrifft. Auch hier konnte man eine dynamische Gesamtbewegung erkennen. Lediglich die Präzision im Passspiel könnte verbessert werden. Des Weiteren lässt sich die Klasse in 2 etwas schwächere Gruppen einteilen, die eine deutlich schlechtere Technik aufzeigen. Bei diesen Schülern muss ich des Öfteren korrigierend eingreifen. Bezogen auf die Lernziele, lässt sich vermuten, dass der Dreierrhythmus diese Gruppen womöglich koordinativ überfordert. Gerade hier spielt daher die didaktische Reduktion eine bedeutende Rolle (siehe Didaktik), um auch diesen Schülern einen motivierenden Lernerfolg zu gewährleisten. Die schwächste Gruppe besteht aus 5 Schülern, die nur wenig Engagement zeigen, da sie mit dem Rest der Klasse kaum mithalten können. Es macht daher Sinn in der Stunde 4 homogene Gruppen zu bilden, die einen ähnlichen Entwicklungsstand, was das Handballspiel betrifft, aufweisen. So kann man zwischen den einzelnen Gruppen differenzieren (z.B. Abstand zum Tor, Schwierigkeitsgrad der Übung siehe Didaktik) und alle durch ein unterschiedliches Anspruchsniveau der Übungen aktivieren, wodurch jeder ein Erfolgserlebnis bekommt.

In den kognitiven Phasen muss darauf geachtet werden, dass jeder Schüler im Blickfeld des Lehrers ist, da sich mache Schüler versuchen zu „verstecken“ und dies gleich zu Unterrichtsstörungen führt. Bei der Erarbeitung neuer Bewegungsmerkmalen, arbeiten nur vereinzelte Schüler immer mit. Daher sollte man darauf achten auch Schüler miteinzubinden, die sich nicht melden, um ihre Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Gerade bei dieser Lerngruppe sollten die kognitiven Phasen nicht zu lange dauern, da sonst schnell eine Unruhe entstehen kann, die den weiteren Ablauf verzögert.

Das Sozialverhalten der Klasse kann, trotz einigen Berührungsängsten, als gut eingestuft werden. Es ist auffällig, dass sich die Jungs deutlich von Mädchen distanzieren und nur ungern mit ihnen in einer Gruppe zusammenarbeiten, was für dieses Alter jedoch normal ist. Von daher sollte man gemischte Gruppen nicht erzwingen, zumal die Jungs auf einem relativ ähnlichen Niveau sind. Einen Ausschluss einzelner Schüler aus der Gesamtgruppe konnte ich bislang nicht beobachten. Ganz im Gegenteil, die meisten Schüler versuchen den anderen zu helfen, sollten diese eine Aufgabe nicht bewältigen können.

Die äußeren Bedingungen zur Durchführung des Stundenthemas sind nicht optimal. Einerseits stehen nur 2 Handballtore zur Verfügung, wodurch nur 2 Gruppen gebildet werden können, um den Schlagwurf aufs Tor zu schulen. Aus diesem Grund weiche ich auf 4 Niedersprungmatten aus, die mit Kreide markiert werden und somit als Tor dienen. So kann man 4 recht homogene Gruppen bilden, die mit einer angemessenen Bewegungsintensität den Schlagwurf üben können. Andererseits ist die Halle recht klein, weshalb die Organisation der Übungen genau durchdacht werden muss (siehe Methodik). Des Weiteren steht nicht für jeden Schüler ein kleiner Handball zur Verfügung. Den etwas größeren und besseren Schüler wird daher der nächst größere Handball zur Verfügung gestellt.

Sachanalyse

„Der wichtigste Wurf im Handball ist der Schlagwurf“.1 Er ist Grundtechnik und Basis für alle anderen Würfe, wie zum Beispiel den Seitschlagwurf oder den Wurf aus dem Lauf, bei dem kein Stemmschritt erfolgt. Der Schlagwurf selbst sollte zuerst aus dem Stand und dann mit Stemmschritt ausgeführt werden, um die Technik richtig zu trainieren. Der Stemmschritt erfolgt als dritter Schritt des Dreierrhythmus (links- rechts-links für Rechtshänder). Hierbei wird der Körper abrupt abgebremst, sodass die Beschleunigungsenergie auf den Wurf übertragen werden kann. Somit kann der Schwung voll ausgenutzt werden und ein möglichst kraftvoller Wurf vollzogen werden.

[...]


1 Vgl. Barth, Katrin; Nowak Maik (2008): Ich lerne Handball. 2. Auflage. Aachen: Meyer & Meyer Verlag, S.73. Seite | 5

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Handball. Vertiefung des Schlagwurfs als Torwurf in Klasse 6 (Gymnasium)
Hochschule
Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien, Kaiserslautern
Veranstaltung
Entwurf zur ersten benoteten Lehrprobe
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V277846
ISBN (eBook)
9783656710790
ISBN (Buch)
9783656713074
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Entwurf zur ersten benoteten Lehrprobe im Fach Sport
Schlagworte
handball, vertiefung, schlagwurfs, torwurf, klasse, gymnasium
Arbeit zitieren
Sebastian Theobald (Autor), 2013, Handball. Vertiefung des Schlagwurfs als Torwurf in Klasse 6 (Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277846

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