Inklusion und Freizeit in der Sozialen Arbeit


Hausarbeit, 2013

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Behindertenrechtskonvention
2.1. Bedeutung und Inhalt der Behindertenrechtkonvention
2.2. Handlungsfeld Freizeit im Aktionsplan für Deutschland

3. Definition und Bedeutung von Inklusion
3.1. Von der Integration zur Inklusion
3.2. Bedeutung des Inklusionsgedanken

4. Definition und Bedeutung von Freizeit
4.1 Freizeitbildung
4.2 Freizeitgestaltung und Bedeutung für Menschen mit und ohne Behinderung

5. Inklusive Freizeitgestaltung für das Lernen einer inklusiven Gesellschaft

6. Auftrag und Nutzen der Sozialen Arbeit zur Inklusion und Freizeit
6.1. Umdenken in der Behindertenarbeit
6.2. Inklusion durch/mit Freizeitassistent

7. Schluss/Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Inklusion steht durch die UN-Behindertenrechtskonvention mehr denn je in der Diskussion und erfährt ihre Umsetzung, denn alle Menschen in Deutschland haben das Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft, Partizipation und Empowerment. Dazu müssen verschiedenste Gesellschaftsbereiche verändert werden und ein Umdenken erfahren. In unserer heutigen Gesellschaft hat der Freizeitbereich für Menschen mit und ohne Behinderung hat ein hohes Maß an Wichtigkeit. Dabei kann die Freizeitgestaltung mit ihrem Potential den Inklusionsgedanken immer mehr fördern.

Der Gedanke, sich mit Inklusion und Freizeit auseinanderzusetzen, entstand in der Vorlesung des Wahlpflichtfaches Behindertenpolitik. Für mich war bis dahin noch kein großer Kontakt im Bereich der Behindertenarbeit entstanden. Umso mehr Einblick ich bekam, bemerkte ich, dass die Bereiche Schule, Bildung, Arbeit und Barrierefreiheit oft in den Diskussion als Thema vertreten waren. Umso mehr stieg jedoch mein Interesse für den Freizeitsektor von Menschen mit Behinderung. Kontakt habe ich mit Menschen mit Behinderung in meiner Nebentätigkeit als Hochseilparktrainerin am Standort Naturhochseilpark Schönberg. Hier wurde zusätzlich vor ca. drei Jahren ein Handicap-Parcours geplant und umgesetzt. Auf dieser Anlage geht es nicht nur um sportliches Können, sondern darum, Grenzen im Kopf zu erkennen und darüber hinaus zu gehen. Begeistert bewegen sich auf den Parcours Rollstuhlfahrer und Familien, wo eventuell ein Mitglied eine Behinderung hat. Ebenso absolvieren diesen z.B. Ergotherapeuten und andere verschiedene Akteure mit und ohne Behinderung. Ich erlebe diesen Parcours immer als eine positive Freizeitgestaltung, auch die Aussagen der Teilnehmer bestätigten dies. Durch und mit den Akteuren gewann ich immer mehr an Erfahrungswerten: Insbesondere wie Menschen mit Behinderung Freizeit wahrnehmen und erleben wollen, aber auch wie viel Energie und welche Art von sozialem Umfeld es braucht, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, um solche Angebote wie diesen Handicap-Parcours wahrnehmen zu können.

Durch mein Studium und der Tätigkeit am Naturhochseilpark Schönberg stellte ich mir immer mehr folgende Frage: Wie wichtig ist Freizeit für Menschen mit Behinderung? Kann durch eine stärkere Beachtung der Freizeit der Inklusionsgedanke vorangebracht werden bzw. wie weit ist dessen Entwicklung? Können durch die Begegnungen aller Menschen in der Freizeit „Kopfbarrieren“ abgebaut werden? Wie muss/kann die Soziale Arbeit mit Inklusion und Freizeit umgehen?

Zu Beginn dieser Arbeit wird genauer auf die UN-Behindertenrechtskonvention eingegangen und das Handlungsfeld Freizeit im Aktionsplan Deutschland vorgestellt. Um einen größeren Einblick zu gewinnen, ist es wichtig, sich mit der Bedeutung von Inklusion und ihrer Entwicklung auseinander zu setzen. Der nächste Abschnitt geht näher auf die Bedeutung von Freizeit und Freizeitbildung ein und beschreibt wie Menschen mit und ohne Behinderung ihre Freizeitgestaltung wahrnehmen. Im letzten Teil werde ich versuchen, die Wichtigkeit der Freizeitgestaltung für eine inklusive Gesellschaft darzulegen. Im Anschluss möchte ich die Herausforderungen der Sozialen Arbeit in Bezug auf Inklusion und Freizeit klären und erläutern in wie weit ein Umdenken in Bereichen wie der Behindertenarbeit notwendig ist. Am Ende wird noch das Konzept des Freizeitassistenten von Makrowetz vorgestellt.

2. Behindertenrechtskonvention

„Die UN-Behindertenrechtskonvention konkretisiert die universellen Menschenrechte für die speziellen Bedürfnisse und Lebenslagen behinderter Menschen“

(BMAS, 2011: S.8).

Menschen mit Behinderung genießen den gleichen menschenrechtlichen Schutz wie Menschen ohne Behinderung. Die UN-Konvention hat den Auftrag, dies sicherzustellen.

Weltweit gibt es 40 Staaten, die Rechte behinderter Menschen schützen. Deshalb beschloss die Generalversammlung der vereinten Nationen 2001 ein internationales Übereinkommen zu Förderung und zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung zu entwickeln. Das Ergebnis wurde 2006 als UN-Behindertenrechts-konvention verabschiedet. Gleichberechtigte Teilhabe ist der Grundsatz der Menschen mit Behinderung, die gleiche Qualität und einen gleichen Standard in den jeweiligen Lebensbereichen erwarten. Deutschland ratifizierte die Konvention am 24. Februar 2009 und entwickelte einen Aktionsplan zur Umsetzung und die daraus erforderlichen Maßnahmen (vgl. BMAS, 2011: S. 8-11).

Ziel des Übereinkommens ist es, „den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern“ (BMAS, 2011: S. 205).

2.1 Bedeutung und Inhalt der Behindertenrechtkonvention

Die UN-Behindertenrechtskonvention definiert in 50 Artikeln ausführlich die Rechte von Menschen mit Behinderungen für verschiedene Lebensbereiche und Situationen.

In Zusammenarbeit mit Verbänden und behinderten Menschen hat die Bundesregierung für den Nationalen Aktionsplan die folgenden zwölf Handlungsfelder definiert, in denen der Aktionsplan helfen soll, die Vorgaben der UN-Behindertenrechts-konvention zu erfüllen:

- Arbeit und Beschäftigung,
- Bildung,
- Prävention, Rehabilitation, Gesundheit und Pflege,
- Kinder, Jugendliche, Familie und Partnerschaft,
- Frauen,
- Ältere Menschen,
- Bauen und Wohnen,
- Mobilität,
- Kultur und Freizeit,
- Gesellschaftliche und politische Teilhabe,
- Persönlichkeitsrechte,
- Internationale Zusammenarbeit.

Ergänzend dazu wurden sieben Querschnittsthemen identifiziert, die für die einzelnen Handlungsfelder besonders zu berücksichtigen sind. Diese sind:

Assistenzbedarf, Barrierefreiheit, Gender Mainstreaming, Gleichstellung, Migration, Selbstbestimmung Leben und Vielfalt von Behinderung (vgl. BMAS, 2011: S. 34 ff.).

2.2 Handlungsfeld Freizeit im Aktionsplan für Deutschland

Ein Handlungsfeld setzt sich mit Kultur und Freizeit auseinander, diese umfasst fünf Bereiche: Design für alle, Sport, Kultur, Ehrenamt und Tourismus. In der Behindertenrechtskonvention ist dies unter Artikel 30 niedergeschrieben, welcher sich mit der Teilhabe am kulturellen Leben, der Erholung, der Freizeit und dem Sport beschäftigt (vgl. BMAS, 2011: S. 76 f.).

„Artikel 30 Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport.

(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen,

gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzunehmen, und treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen

a) Zugang zu kulturellem Material in zugänglichen Formaten haben;
b) Zugang zu Fernsehprogrammen, Filmen, Theatervorstellungen und anderen kulturellen Aktivitäten in zugänglichen Formaten haben;
c) Zugang zu Orten kultureller Darbietungen oder Dienstleistungen, wie Theatern,

Museen, Kinos, Bibliotheken und Tourismusdiensten, sowie, so weit wie möglich, zu

Denkmälern und Stätten von nationaler kultureller Bedeutung haben.

(2) Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft.

(3) Die Vertragsstaaten unternehmen alle geeigneten Schritte im Einklang mit dem

Völkerrecht, um sicherzustellen, dass Gesetze zum Schutz von Rechten des geistigen Eigentums keine ungerechtfertigte oder diskriminierende Barriere für den Zugang von Menschen mit Behinderungen zu kulturellem Material darstellen.

(4) Menschen mit Behinderungen haben gleichberechtigt mit anderen Anspruch auf

Anerkennung und Unterstützung ihrer spezifischen kulturellen und sprachlichen Identität, einschließlich der Gebärdensprachen und der Gehörlosenkultur.

(5) Mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilnahme an Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten zu ermöglichen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen,

a) um Menschen mit Behinderungen zu ermutigen, so umfassend wie möglich an breitensportlichen Aktivitäten auf allen Ebenen teilzunehmen, und ihre Teilnahme zu fördern;

b) um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit haben, behinderungsspezifische Sport- und Erholungsaktivitäten zu organisieren, zu entwickeln und an solchen teilzunehmen, und zu diesem Zweck die Bereitstellung eines geeigneten Angebots an Anleitung, Training und Ressourcen auf der Grundlage der Gleichberechtigung mit anderen zu fördern;

c) um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu Sport-, Erholungs- und Tourismusstätten haben;

d) um sicherzustellen, dass Kinder mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen Kindern an Spiel-, Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten teilnehmen können, ein schließlich im schulischen Bereich;

e) um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu Dienstleistung gen die Organisatoren von Erholungs-, Tourismus-, Freizeit- und Sportaktivitäten haben“(BMAS, 2011: S. 213-214).

3. Definition und Bedeutung von Inklusion

Der Begriff Inklusion stammt aus dem angloamerikanischen Sprachraum, vor allem aus Nordamerika. Das Wort entstammt dem lateinischen Ausdruck ‘inclusio’ und wird mit ‘Einschluss’, ‘Einbeziehung’, ‘Eingeschlossenheit’ und ‘Zugehörigkeit’ übersetzt. Es leitet sich vom lateinischen Verb includere (= beinhalten, einschließen, einsperren, umzingeln) ab und wird in Verbindung mit den Adjektiv „inclusivus“ (eingeschlossen) sowie der Adverbform „inclusive“ (einschließlich, inbegriffen) gebracht (vgl. Theunissen, Georg; Schwalb, Helmut, 2012: S. 15 f.).

Der Begriff der Inklusion findet sich in verschiedenen Wissenschaften – zum Beispiel in der Mineralogie, Mathematik, Metallkunde, Medizin und Pädagogik. Meist steht allerdings seine soziologische Bedeutung im Vordergrund.

Soziale Inklusion bezieht sich auf die Gleichwertigkeit und Akzeptanz einzelner menschlicher Individuen, mögen sich diese auch in diversen Punkten wie dem Gesundheitszustand, der Herkunft, dem Bildungsstatus, dem Alter etc. unterscheiden. In normativer Perspektive sind Abweichungen von gesellschaftlich gegebenen Normen in dieser Sicht nicht in allen Fällen korrekturwürdig. Vielmehr soll im Idealfall jeder Einzelne die Möglichkeit erhalten, sich und seine Fähigkeiten in die Gesellschaft einzubringen und ohne Beschränkungen und Diskriminierungen an ihr teilzunehmen (vgl. Miller, Tilly, 2012: S.50 f.).

Der Grundgedanke von Inklusion ist, dass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen ganz normal leben können, ohne behindernde Barrieren. Es soll normal sein, verschieden zu sein. Dazu sollen sie freien und gleichberechtigten Zugang zu allen gesellschaftlichen Bereichen haben und dort die Solidarität erfahren, die sie benötigen und sich zugehörig fühlen. Dies darf keinen Zwang beinhalten, wie er im Begriff des ‚Einschließens’ anklingen könnte, sondern auf Selbstbestimmung basieren und den Menschen im Sinne des Empowerments ihrer Stärken bewusst werden lassen. Dies ist kein Akt der Großzügigkeit, sondern ein Recht, das es einzulösen gilt. Inklusion bedeutet für Menschen mit Behinderung an normalen Lebensbedingungen in dem gesellschaftlichen Regelsystem teilzuhaben und das Recht auf selbstständiges und selbst verantwortetes Leben in der Gesellschaft. Dieser Perspektive verpflichtet sich die Gesellschaft, Sorge zu tragen (vgl. Frühauf, Theo, 2012: S.21 ff.).

3.1 Von der Integration zur Inklusion

„Mit dem Schweizer Heilpädagogen Bürli (1997) lassen sich in der Begriffsgeschichte der Arbeit mit behinderten Menschen seit dem 19. Jahrhundert vier Phasen ausmachen“ (Theunissen, Georg; Schwalb, Helmut, 2012: S.11).

In den verschiedenen Phasen sind deutlich Veränderungsprozesse für Menschen mit Behinderung und bezüglich des gesellschaftlichen Denkens über Menschen mit Behinderung erkennbar.

In der ersten Phase wurden Menschen mit Behinderung von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Wer von der Norm abwich, wurde in Anstalten oder zuhause weggeschlossen. Dies war die Phase der Exklusion.

Als Segregation wurde die zweite Phase bezeichnet. Soziale Einrichtungen wurden für Menschen mit Behinderung geschaffen, jedoch bezeichnete man damals Betroffene weiterhin als behandlungs- und versorgungsbedürftig. Es ging um eine Erziehung zur Brauchbarkeit und Heilung für die Gesellschaft.

Scharfe Kritik wurde im 20. Jahrhundert von den Industrienationen wie USA und skandinavischen Ländern geäußert, dass Menschen mit Behinderung von der Teilhabe am gesellschaftlichen Regelsystem nicht ausgeschlossen werden dürfen. Dadurch entwickelte sich die dritte Phase der Integration: Menschen mit Behinderung wurden an die normalen Lebensbedingungen herangeführt. Es wurde erkannt, dass diagnostische Defizite durch Förderung reduzierbar sind.

Die vierte Phase von der Integration zur Inklusion ist in Deutschland aktueller denn je. Der verwendete Begriff Inklusion ist nicht nur eine Begriffsänderung, sondern ein Leitbegriff für Systemänderung für das gesellschaftliche Umdenken. Menschen mit Behinderung sollen zu „Experten in eigener Sache“ werden (vgl. Theunissen, Gregor; Schwalb, Helmut, 2012: S.12).

Durch die Einführung der Autonomie und die Weiterentwicklung der Menschenrechte sowie durch die Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention in Deutschland 2009 haben Menschen mit Behinderung das Recht auf ein gesellschaftliches Leben. Empowerment und Partizipation sind und werden Kern der Behindertenarbeit. (vgl. Theunissen, Georg; Schwalb, Helmut, 2012: S.11 ff.).

3.2 Die Bedeutung des Inklusionsgedankens

Die Vision einer inklusiven Gesellschaft kann nur Schritt für Schritt erreicht werden, um Diskriminierung und Segregation abzubauen (vgl. Hinz, Andreas, 2012: S.34).

Durch die Industrialisierung und durch den Nationalsozialismus in Deutschland entwickelte sich eine Segregation von Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen und Benachteiligungen. Im Wirtschaftssystem wurden bzw. werden heute noch Menschen mit Behinderung als ein Merkmal an mangelnder Leistungsfähigkeit hinsichtlich der wirtschaftlichen Verwertbarkeit ihrer Arbeitskraft angesehen. Dies erschwert die Veränderungsprozesse bezüglich der Orientierung auf eine uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderung. Erlernte Strukturen haben ergeben, dass die getrennten Lebenswelten zu den Entfremdungsprozessen geführt haben. Traditionen und fest verankerte gesellschaftliche Strukturen lassen nur schwer Veränderungen zu (vgl. Stein, Anne-Dore, 2012: S.74 f.).

Geeignete Strukturen müssen geschaffen werden, die Erziehung, Bildung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle zu gewährleisten. Der Inklusionsgedanke bezieht sich dabei nicht nur auf Menschen mit Behinderungen, sondern auf alle Menschen, die wegen ihres Geschlechts, ihrer Klasse, ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt sind. Eine inklusive Sichtweise lehnt ausgrenzende Institutionen ab. Sie bezieht sich auf alle Lebensbereiche und hat die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am Leben der Gemeinschaft zur Folge (vgl. Stein, Anne-Dore, 2012: S. 76 f.). Für die Umsetzung des Gedankens der Inklusion reicht allerdings die Forderung nach Inklusion nicht aus. Stattdessen muss man für die Situation und Zukunft Eingliederungshilfen fordern, sowie Strukturen entwickeln und absichern, die sich am individuellen Hilfebedarf, an einer personenbezogenen Finanzierung und an der kommunalen Angebots- und Teilhabeplanung orientieren. Die Gestaltung inklusiver Strukturen sollte in unserer Gesellschaft so verankert werden, dass eine zukünftig Aussonderung gar nicht erst notwendig ist, und gleichzeitig Bedingungen herstellen, die eine Wiedereingliederung der bereits Ausgeschlossenen ermöglicht, dies ist bezogen auf alle Lebenslagen (vgl. Stein, Anne-Dore, 2012: S. 86 ff.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Inklusion und Freizeit in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Veranstaltung
Behindertenpolitik
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V278046
ISBN (eBook)
9783656706182
ISBN (Buch)
9783656713203
Dateigröße
459 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion, Freizeit, Behinderung
Arbeit zitieren
Edith Steinbauer (Autor), 2013, Inklusion und Freizeit in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278046

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