Im Jahr 1988 gründeten vierzehn führende europäische Unternehmen die European Foundation for Quality Management (EFQM) als gemeinnützige Organisation auf Mitgliederbasis mit der Mission, eine treibende Kraft für nachhaltige Excellence in Europa zu sein. Die EFQM hat ihren Sitz in Brüssel und ist Partnerschaften mit verwandten nationalen Organisationen eingegangen, um das Gedankengut der nachhaltigen Excellence besser in Europa verbreiten zu können. Bis zum Jahr 2003 sind etwa 800 Organisationen aus den meisten europäischen Ländern Mitglied geworden. Das EFQM-Modell für Excellence kann somit in Europa als etabliert angesehen werden. Die Eigentümerin des EFQM-Modells organisiert den Europäischen Qualitätspreis der European Quality Award (EQA) und erbringt darüber hinaus für ihre Mitglieder eine breite Palette an Dienstleistungen. Die Partnerorganisation der EFQM ist die Deutsche Gesellschaft für Qualität, die als nationale Organisation die Managementphilosophie des EFQM-Modells vertritt.
Aus dem Inhalt:
Grundkonzepte des EFQM-Modells,
Aufbau und Kriterien,
Bewertung durch das RADAR-Konzept,
Vorgehendweise bei der Einführung,
Stufen der Excellence,
Verwendung in Pflegeeinrichtungen,
Gründe für und gegen das EFQM-Modell
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
3 Die Grundkonzepte des EFQM-Modells
3.1 Ergebnisorientierung
3.2 Ausrichtung auf den Kunden
3.3 Führung und Zielkonsequenz
3.4 Management mittels Prozessen und Fakten
3.5 Mitarbeiterentwicklung und –beteiligung
3.6 Kontinuierliches lernen, Innovation und Verbesserung
3.7 Entwicklung von Partnerschaften
3.8 Soziale Verantwortung
4 Aufbau des EFQM-Modells und seine Kriterien
4.1 Führung
4.2 Politik und Strategie
4.3 Mitarbeiter
4.4 Partnerschaften und Ressourcen
4.5 Prozesse
4.6 Kundenbezogene Ergebnisse
4.7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse
4.8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse
4.9 Schlüsselergebnisse
5 Die Bewertung der Kriterien durch das RADAR-Konzept
5.1 Ergebnisse (Results)
5.2 Vorgehen (Approach)
5.3 Umsetzung (Deployement)
5.4 Bewertung und Überprüfung (Assessment and Review)
6 Die Vorgehensweise bei der Einführung des EFQM-Modells
7 Die Stufen der Excellence
8 Verwendung des EFQM-Modells in Pflegeeinrichtungen
8.1 Gründe, die für die Verwendung des EFQM-Modells sprechen
8.1.1 EFQM – ein umfassendes Managementsystem
8.1.2 EFQM – der Weg ist das Ziel
8.1.3 Möglichkeit eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
8.1.4 Möglichkeit von Benchmarkvergleichen
8.1.5 Mitarbeiter Entwicklung und Förderung
8.2 Gründe, die gegen die Verwendung des EFQM-Modells sprechen
8.2.1 Probleme bei der Übertragbarkeit
8.2.2 Probleme bei der Umsetzung
8.2.3 Keine kurzfristigen Erfolge
8.2.4 Abhängigkeit von Experten
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das EFQM-Modell für Excellence im Kontext des Qualitätsmanagements in Pflegeeinrichtungen, um dessen Anwendbarkeit, Chancen und Herausforderungen für den Sektor zu untersuchen.
- Grundkonzepte und Aufbau des EFQM-Modells
- Methodische Bewertung mittels RADAR-Logik
- Prozess der Einführung des Modells in Organisationen
- Chancen und Anreize für Pflegeeinrichtungen
- Barrieren und Schwierigkeiten bei der praktischen Implementierung
Auszug aus dem Buch
3.2 Ausrichtung auf den Kunden
Das Konzept schafft einen nachhaltigen Kundennutzen. Dies soll in der Praxis durch eine genaue Kenntnis der Kundenwünsche ermöglicht werden, die die Aktivität von Wettbewerber und deren Wettbewerbsvorteil beobachten und die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden voraussieht, um sie bereits zu diesem Zeitpunkt zu erfüllen oder zu übertreffen. Diese Ausrichtung auf die Kunden soll die Bindung zu derzeitigen und möglichen potenziellen Kunden erhöhen und somit den Marktanteil maximieren. Dort wo Probleme auftreten, reagiert das Unternehmen schnell und effektiv. Ziel ist es, exzellente Beziehungen zu allen Kunden zu schaffen und zu unterhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Einleitung: Beschreibt die Entstehung der EFQM im Jahr 1988 und ihre Etablierung als Managementphilosophie in Europa.
3 Die Grundkonzepte des EFQM-Modells: Erläutert die zentralen Säulen des Modells, wie Ergebnisorientierung, Kundenfokus und Mitarbeiterbeteiligung, die flexibel an Unternehmen anzupassen sind.
4 Aufbau des EFQM-Modells und seine Kriterien: Detailliert die neun Kriterien des Modells, unterteilt in Befähiger- und Ergebniskriterien.
5 Die Bewertung der Kriterien durch das RADAR-Konzept: Stellt das RADAR-Bewertungssystem (Results, Approach, Deployment, Assessment and Review) als Logik für die Selbst- und Fremdbewertung vor.
6 Die Vorgehensweise bei der Einführung des EFQM-Modells: Skizziert den zweiphasigen Prozess von der Bewerbung über die Selbstbewertung bis zum Vor-Ort-Besuch durch einen Validator.
7 Die Stufen der Excellence: Klassifiziert die fünf Stufen der Excellence, von "Committed to Excellence" bis hin zum "Award Winner".
8 Verwendung des EFQM-Modells in Pflegeeinrichtungen: Diskutiert die spezifischen Vor- und Nachteile der Implementierung in Pflegekontexten und nennt Praxisbeispiele.
9 Fazit: Resümiert, dass das Modell zwar prozessorientiert und umfassend ist, jedoch Herausforderungen in der Übertragbarkeit auf den Pflegebereich mit sich bringt.
Schlüsselwörter
EFQM-Modell, Qualitätsmanagement, Pflegeeinrichtungen, Excellence, RADAR-Logik, Ergebnisorientierung, Prozessmanagement, Mitarbeiterbeteiligung, Organisationsentwicklung, Zertifizierung, Gesundheitswesen, Kundenorientierung, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Managementphilosophie, Benchmarking
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das EFQM-Modell für Excellence und bewertet dessen Nutzen sowie die Umsetzbarkeit für das Qualitätsmanagement im Bereich der Pflege.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Neben den theoretischen Grundlagen des Modells bilden die RADAR-Bewertungslogik, der Einführungsprozess und die spezifische Eignung für Pflegeeinrichtungen die Hauptschwerpunkte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Pflegeeinrichtungen eine Orientierung über das EFQM-Modell zu bieten, um die Möglichkeiten und Grenzen dieser Managementstrategie besser einschätzen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Analyse des EFQM-Modell-Aufbaus sowie den Vergleich mit anderen Qualitätsmanagementansätzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Grundkonzepte, die Darstellung des Modellausbaus und der Kriterien sowie die Diskussion von Argumenten für und gegen die Anwendung im Pflegebereich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wesentliche Begriffe sind EFQM-Modell, Qualitätsmanagement in der Pflege, RADAR-Logik, kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Organisationsentwicklung.
Welche Rolle spielt die RADAR-Logik bei der Bewertung?
Die RADAR-Logik dient als strukturiertes Bewertungssystem, um das Vorgehen, die Umsetzung und die Ergebnisse einer Organisation systematisch zu messen und zu verbessern.
Warum ist die Einführung des Modells in der Pflege anspruchsvoll?
Die Pflegebranche ist durch tradierte Strukturen geprägt und unterscheidet sich als öffentliches Gut von industriell-produktiven Sektoren, was eine spezifische Interpretation der Fachbegriffe und Kriterien durch Experten notwendig macht.
Welche Vorteile bietet das Modell für Pflegeeinrichtungen?
Das Modell ermöglicht einen umfassenden Blick auf die Qualität, fördert kontinuierliche Verbesserungsprozesse, erlaubt den Vergleich mit anderen Anbietern (Benchmarking) und betont die Mitarbeiterentwicklung.
Benötigt man externe Hilfe zur Einführung des Modells?
Ja, aufgrund der komplexen Terminologie und der notwendigen Operationalisierung wird häufig die Unterstützung durch Experten oder die Weiterqualifizierung interner Mitarbeiter empfohlen.
- Quote paper
- Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Author), 2007, Das EFQM-Modell für Excellence. Qualitätsmanagement in der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278196