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Die Bedeutung des Qualitätsmanagements

Titel: Die Bedeutung des Qualitätsmanagements

Akademische Arbeit , 2005 , 19 Seiten

Autor:in: Dr. phil. Rudolf Kutz (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Qualitätsmanagement (QM) im Gesundheits- und Sozialwesen ist gegenwärtig ein heiß diskutiertes Thema. Jeder weiß irgendetwas darüber, aber nur wenige wissen, was hinter diesem Konzept steckt und warum es erst seit ca. 4-5 Jahren in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt ist.
Seit dem Gesundheitsstrukturgesetz 2000 sind ambulant tätige Therapeuten und Ärzte sowie Krankenhäuser, Rehakliniken und Pflegeeinrichtungen zur internen Qualitätssicherung verpflichtet. Darüber hinaus haben sie sich an interorganisatorischen und segment-übergreifenden QM-Maßnahmen zu beteiligen (§ 135 SGB V).
Die Konzepte und Begriffe reichen von TQM, UQM, KTQ, EFQM, DIN EN ISO 9000 ff. und PQM über HMO’s, JCAHO und BQS bis hin zu DMP’s, DRG’s, evidenz based medicine, Managed Care, Home Care, Pflegequalität, pathway’s, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität usw.
Dieser Informationsflut lässt sich nur unter spezifischen Fragestellungen ansatzweise systematisieren. Deshalb beginne ich mit einem kurzen historischen Exkurs über die bundesdeutsche Entwicklung. Das Programm 2000 der WHO aus dem Jahre 1984 stelle ich aus Gründen der internationalen Entwicklung voran.
Der Sachverständigenrat zur konzertierten Aktion im Gesundheitswesen hat sich im Jahre 1989 erstmals dezidiert mit einer sozialpolitischen Analyse und entsprechenden Empfehlungen zum QM geäußert, wobei die Auffassung des Rates sich von einer Stärkung der Selbstregulationsmechanismen bis zu einer Verpflichtung zum internen und externen QM fortentwickelt hat. Die Empfehlungen des Rates haben mithin eine Intensivierung der QM-Konzepte und eine kritische Diskussion eingeleitet. Deshalb ist es empfehlenswert, die Gutachten des Rates zu studieren, da ebenfalls eine sehr gute Literaturliste, zur Vertiefung der Thematik, angefügt ist.
Die Differenzierung zwischen externem und internem QM können als strukturelle Aspekte interpretiert werden, deren unterschiedliche Ansatzpunkte der Systematisierung für die QM-Konzepten dienen. Die Verknüpfung der strukturellen Aspekte mit dem Problemaufriss des Sachverständigenrates vermittelt einerseits, wie wichtig eine systematische Trennung von internem und externem QM ist und andererseits, welche methodischen Probleme entstehen, wenn beide Aspekte undifferenziert verwendet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Exkurs

3 Gegenwärtige Problematik

4 Strukturen des Qualitätsmanagements

4.1 Externe Qualitätssicherung

4. 2 Internes Qualitätsmanagement

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, eine systematische Übersicht über das komplexe Themenfeld des Qualitätsmanagements im Gesundheits- und Sozialwesen zu geben. Angesichts der enormen Informationsflut und der Vielzahl an Konzepten verfolgt der Autor das Ziel, durch eine Differenzierung zwischen externen und internen Ansätzen Transparenz zu schaffen und die methodischen Herausforderungen für die Praxis zu verdeutlichen.

  • Historische Entwicklung der Qualitätssicherung in Deutschland
  • Differenzierung zwischen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
  • Gegenüberstellung von externer Qualitätskontrolle und internem Qualitätsmanagement
  • Stellenwert von Zertifizierungen im Gesundheitswesen
  • Bedeutung von Partizipation und Qualitätszirkeln für die Umsetzung

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Qualitätsmanagement (QM) im Gesundheits- und Sozialwesen ist gegenwärtig ein heiß diskutiertes Thema. Jeder weiß irgendetwas darüber, aber nur wenige wissen, was hinter diesem Konzept steckt und warum es erst seit ca. 4-5 Jahren in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt ist.

Seit dem Gesundheitsstrukturgesetz 2000 sind ambulant tätige Therapeuten und Ärzte sowie Krankenhäuser, Rehakliniken und Pflegeeinrichtungen zur internen Qualitätssicherung verpflichtet. Darüber hinaus haben sie sich an interorganisatorischen und segment-übergreifenden QM-Maßnahmen zu beteiligen (§ 135 SGB V). Die derzeitige Flut an Literatur zum QM ist von Fachleuten kaum noch zu systematisieren und für Laien wie Studenten nicht mehr transparent.

Die Konzepte und Begriffe reichen von TQM, UQM, KTQ, EFQM, DIN EN ISO 9000 ff. und PQM über HMO’s, JCAHO und BQS bis hin zu DMP’s, DRG’s, evidenz based medicine, Managed Care, Home Care, Pflegequalität, pathway’s, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität usw.

Dieser Informationsflut lässt sich nur unter spezifischen Fragestellungen ansatzweise systematisieren. Deshalb beginne ich mit einem kurzen historischen Exkurs über die bundesdeutsche Entwicklung. Das Programm 2000 der WHO aus dem Jahre 1984 stelle ich aus Gründen der internationalen Entwicklung voran. Der Sachverständigenrat zur konzertierten Aktion im Gesundheitswesen hat sich im Jahre 1989 erstmals dezidiert mit einer sozialpolitischen Analyse und entsprechenden Empfehlungen zum QM geäußert, wobei die Auffassung des Rates sich von einer Stärkung der Selbstregulationsmechanismen bis zu einer Verpflichtung zum internen und externen QM fortentwickelt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität des Qualitätsmanagements ein und begründet die Notwendigkeit einer strukturierten Auseinandersetzung aufgrund der Fülle an Fachbegriffen und gesetzlichen Anforderungen.

2 Historischer Exkurs: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung der Qualitätssicherung von den WHO-Vorgaben 1984 bis hin zur gesetzlichen Verankerung im SGB V in Deutschland nach.

3 Gegenwärtige Problematik: Hier werden die Defizite bei der praktischen Umsetzung von QM-Maßnahmen beleuchtet, insbesondere hinsichtlich der fehlenden Verzahnung der Versorgungsbereiche und der oftmals schwerfälligen externen Kontrollverfahren.

4 Strukturen des Qualitätsmanagements: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Qualitätsmanagements und differenziert zwischen externen Sicherungsmaßnahmen und internen Prozessoptimierungen.

4.1 Externe Qualitätssicherung: Dieser Abschnitt thematisiert die Notwendigkeit und Problematik von Zertifizierungen sowie die Rolle externer Organisationen bei der Qualitätskontrolle.

4. 2 Internes Qualitätsmanagement: Hier wird das interne Qualitätsmanagement als effektivster Ansatz hervorgehoben, der besonders durch Partizipation der Mitarbeiter und stetige Prozessverbesserung gelingt.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung einer methodischen Systematisierung und bekräftigt die Überlegenheit interner QM-Konzepte für die tägliche Praxis.

Schlüsselwörter

Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Zertifizierung, SGB V, Patientenorientierung, Qualitätszirkel, Interne Qualitätssicherung, Externe Qualitätskontrolle, Benchmarking, Medizincontrolling

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Qualitätsmanagement im deutschen Gesundheits- und Sozialwesen und untersucht, wie die Vielzahl an Konzepten systematisiert und in der Praxis effektiv angewendet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung der gesetzlichen Regelungen, die Definition von Qualitätsbegriffen sowie der Vergleich zwischen internen und externen Qualitätssicherungsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über das komplexe Vokabular und die bestehenden Probleme der Qualitätssicherung zu vermitteln, um eine fundierte Basis für das Verständnis aktueller QM-Konzepte zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisierende Literaturanalyse und verbindet diese mit einer sozialpolitischen Betrachtung der Entwicklung des deutschen Gesundheitssystems.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Meilensteine, beleuchtet die aktuelle Problematik der Umsetzung in verschiedenen Versorgungsbereichen und differenziert zwischen internen und externen Strukturen des Qualitätsmanagements.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sowie die Implementierung dieser Standards im Gesundheits- und Sozialwesen.

Warum hält der Autor Zertifizierungen für etablierte Einrichtungen für problematisch?

Der Autor argumentiert, dass nachträgliche Zertifizierungen für bereits etablierte Einrichtungen oft kostenintensiv und innovationshemmend wirken, ohne zwangsläufig die tägliche Praxis oder die Ergebnisqualität zu verbessern.

Welche Bedeutung haben Qualitätszirkel für das interne Qualitätsmanagement?

Qualitätszirkel werden als besonders wertvoll eingestuft, da sie durch die Partizipation der Mitarbeiter die Identifikation mit den Zielen erhöhen und Defizite direkt an der Basis durch Eigeninitiative beseitigen können.

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Details

Titel
Die Bedeutung des Qualitätsmanagements
Hochschule
Universität Regensburg
Autor
Dr. phil. Rudolf Kutz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V278215
ISBN (eBook)
9783656706885
ISBN (Buch)
9783668136816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung qualitätsmanagements
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. phil. Rudolf Kutz (Autor:in), 2005, Die Bedeutung des Qualitätsmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278215
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Leseprobe aus  19  Seiten
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