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Modelle des Qualitätsmanagements

Titel: Modelle des Qualitätsmanagements

Akademische Arbeit , 2005 , 22 Seiten

Autor:in: Dr. phil. Rudolf Kutz (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Qualitätsmanagement in den Institutionen des Gesundheitswesens heißt nichts anderes, als dass ein Kunde ein Recht darauf hat, eine Behandlung zu erhalten, die dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entspricht, d.h. Diagnose, Therapie und Nachsorge basieren auf Evidenz-based-Erkenntnissen, sind wissenschaftlich belegbar bzw. gelten als ‚State of the Art‘ der Behandlung.
Der Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse muss aber formuliert sein und Verbindlichkeit beanspruchen können, so dass bei den Patienten ein nachhaltiges Vertrauen in die Arbeitsweisen der Institutionen des Gesundheitssystems entwickelt werden kann und dieses System nur dann in Anspruch genommen wird, wenn es notwendig ist. Die Notwendigkeit der Inanspruchnahme wiederum kann nur dann gewährleistet werden, wenn in der Bevölkerung ein hinreichendes Wissen über Bagatellkrankheiten existiert, d.h. eine Information über Gesundheit und relativ eindeutige Hinweise auf Bagatellerkrankungen, die keiner unmittelbaren professionellen Intervention bedürfen.
Um die Ziele des Qualitätsmanagements zu erreichen, haben sich verschiedene Organisationen mit der expliziten Ausgestaltung von Qualitätsmanagementkonzepten beschäftigt. Der TÜV mit Hilfe der DIN-EN-ISO 9000 ff., die Krankenkassen mit ihrer KTQ (Konferenz für Transparenz und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen) und auf europäischer Ebene die EFQM (European Foundation for Quality Management), wobei das Basismodell der KTQ auf das EFQM-Modell zurückgreift.
Generell darf man unterstellen, dass die Ähnlichkeit der Modelle frapierend ist und alle – gleichgültig ob aus den USA, der Schweiz, Niederlande, Schweden usw. – das Basismodell von Donabidian (1966) (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) für ihre Ausgestaltungen in Anspruch nehmen. Insofern dürfte keine dieser Institutionen Originalitäts- oder Patentansprüche anmelden, denn dafür sind die Differenzen zu gering.
Vor diesem Hintergrund vereinigt das PQM-Modell (Patientenorientiertes Qualitätsmanagement) die einzelnen Konzepte zu einem Integrationsmodell, dessen oberste Priorität die Patienten- bzw. Kundenorientierung ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das europäische Modell für Umfassendes QM (2001)

3 Das Modell der KTQ (2000)

4 DIN-EN-ISO 9000 ff

5 Patientenorientiertes Qualitäts-Management (PQM)

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit gibt einen fundierten Überblick über gängige Qualitätsmanagement-Modelle im Gesundheitswesen, um deren Gemeinsamkeiten sowie die zentrale Bedeutung der Patienten- und Kundenorientierung herauszuarbeiten. Ziel ist es, verschiedene Ansätze wie EFQM, KTQ und DIN-EN-ISO in einen integrativen Kontext zu stellen, wobei das PQM-Modell als übergreifende Unternehmensphilosophie vorgestellt wird.

  • Grundlagen des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen
  • Analyse europäischer und internationaler QM-Modelle
  • Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität als Basismodelle
  • Die Rolle der Corporate Identity in der Patientenversorgung
  • Methodik der Selbstbewertung und Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

Einleitung

Qualitätsmanagement in den Institutionen des Gesundheitswesens heißt nichts anderes, als dass ein Kunde ein Recht darauf hat, eine Behandlung zu erhalten, die dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entspricht, d.h. Diagnose, Therapie und Nachsorge basieren auf Evidenz-based-Erkenntnissen, sind wissenschaftlich belegbar bzw. gelten als ‚State of the Art‘ der Behandlung.

Der Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse muss aber formuliert sein und Verbindlichkeit beanspruchen können, so dass bei den Patienten ein nachhaltiges Vertrauen in die Arbeitsweisen der Institutionen des Gesundheitssystems entwickelt werden kann und dieses System nur dann in Anspruch genommen wird, wenn es notwendig ist. Die Notwendigkeit der Inanspruchnahme wiederum kann nur dann gewährleistet werden, wenn in der Bevölkerung ein hinreichendes Wissen über Bagatellkrankheiten existiert, d.h. eine Information über Gesundheit und relativ eindeutige Hinweise auf Bagatellkrankheiten, die keiner unmittelbaren professionellen Intervention bedürfen.

Um die Ziele des Qualitätsmanagements zu erreichen, haben sich verschiedene Organisationen mit der expliziten Ausgestaltung von Qualitätsmanagementkonzepten beschäftigt. Der TÜV mit Hilfe der DIN-EN-ISO 9000 ff., die Krankenkassen mit ihrer KTQ (Konferenz für Transparenz und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen) und auf europäischer Ebene die EFQM (European Foundation for Quality Management), wobei das Basismodell der KTQ auf das EFQM-Modell zurückgreift.

Generell darf man unterstellen, dass die Ähnlichkeit der Modelle frapierend ist und alle – gleichgültig ob aus den USA, der Schweiz, Niederlande, Schweden usw. – das Basismodell von Donabidian (1966) (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) für ihre Ausgestaltungen in Anspruch nehmen. Insofern dürfte keine dieser Institutionen Originalitäts- oder Patentansprüche anmelden, denn dafür sind die Differenzen zu gering.

Vor diesem Hintergrund vereinigt das PQM-Modell (Patientenorientiertes Qualitätsmanagement) die einzelnen Konzepte zu einem Integrationsmodell, dessen oberste Priorität die Patienten- bzw. Kundenorientierung ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Notwendigkeit von Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen und stellt die grundlegenden Modelle sowie das integrative PQM-Modell vor.

2 Das europäische Modell für Umfassendes QM (2001): Dieses Kapitel erläutert das EFQM-Modell, seine Kriterien für Befähiger und Ergebnisse sowie die methodische Selbstbewertung.

3 Das Modell der KTQ (2000): Hier werden die spezifischen Kriterien des KTQ-Modells detailliert aufgeführt, mit Fokus auf die Patientenorientierung und Krankenhausstrukturen.

4 DIN-EN-ISO 9000 ff: Dieses Kapitel beschreibt die 21 Elemente der DIN-EN-ISO Normenreihe, die zur Zertifizierung und Prozesslenkung im Krankenhauswesen herangezogen werden.

5 Patientenorientiertes Qualitäts-Management (PQM): Der Autor integriert verschiedene Ansätze zu einem PQM-Modell und hebt die Bedeutung von Corporate Identity und Unternehmensphilosophie für die Patientenorientierung hervor.

Schlüsselwörter

Qualitätsmanagement, Gesundheitswesen, KTQ, EFQM, DIN-EN-ISO, Patientenorientierung, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Corporate Identity, Unternehmensphilosophie, Qualitätssicherung, Krankenhausmanagement, Evidenzbasierte Medizin, Patientenversorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert verschiedene Modelle des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen und diskutiert deren Anwendung zur Sicherung von Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die strukturelle Qualitätssicherung, Prozessoptimierung, Patientenorientierung sowie der Vergleich bekannter Modelle wie KTQ, EFQM und DIN-EN-ISO.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten der verschiedenen QM-Modelle aufzuzeigen und ein integratives PQM-Modell vorzustellen, das Kundenorientierung als oberste Priorität etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Konzeptanalyse, um die verschiedenen Qualitätsmanagement-Ansätze in einen theoretischen und praktischen Kontext zu setzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der Kriterien von EFQM, KTQ und DIN-EN-ISO sowie eine Ausarbeitung des integrativen PQM-Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Qualitätsmanagement, Patientenorientierung, Krankenhausführung, Prozessqualität und Corporate Identity.

Warum spielt die Corporate Identity eine Rolle für das PQM-Modell?

Im PQM-Modell wird die Corporate Identity als übergeordnetes Kriterium genutzt, um Zielvorstellungen und die Unternehmenskultur transparent und messbar zu machen.

Inwiefern unterscheiden sich die genannten QM-Modelle?

Während sie sich in der spezifischen Kriterienwahl unterscheiden, greifen nahezu alle auf das Donabedian-Modell (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität) zurück, weshalb die inhaltlichen Differenzen gering sind.

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Details

Titel
Modelle des Qualitätsmanagements
Hochschule
Universität Regensburg
Autor
Dr. phil. Rudolf Kutz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V278220
ISBN (eBook)
9783656707066
ISBN (Buch)
9783668136830
Sprache
Deutsch
Schlagworte
modelle qualitätsmanagements
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. phil. Rudolf Kutz (Autor:in), 2005, Modelle des Qualitätsmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278220
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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