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Bestimmung des insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunktes der Zahlungsunfähigkeit

Titre: Bestimmung des insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunktes der Zahlungsunfähigkeit

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Alexander Hilger (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das vorliegende Werk beschäftigt sich mit der Problematik des insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunktes der Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen, unter verwendung aktueller Quellen der Rechtssprechung und der Praxis aus Steuerberatung, Rechtsberatung und Insolvenzverwaltung.
Der Autor, Alexander Hilger, gibt einen Überblick über den aktuellen Stand des Insolvenzrechts und entsprechender Lösungen für Unternehmen in der täglichen Lebenswelt. Die Ausführungen dienen als Grundlage für weiterführende Studien im Fachbereich Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung und geben zusätzlich Sanierungs- und Restrukturierungsberatern die nötige Grundlagen auf dem Weg einer umfassenden Beratung hinsichtlich des der Zeitpunkt-Thematik der insolvenzrechtlichen Zahlungsunfähigkeit.
Besonders zu empfehlen ist diese Arbeit auch Studenten aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Insolvenzgründe

2.1 Überschuldung nach § 19 InsO

2.2 Drohende Zahlungsunfähigkeit nach § 18 InsO

2.3 Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO

3. Der Begriff der insolvenzrechtlich relevanten Zahlungsunfähigkeit

3.1 Grundsätzliches

3.2 Zeitraum vs. Zeitpunkt

4. Feststellung der Zahlungsunfähigkeit

4.1 Zahlungsstockung vs. Zahlungseinstellung

4.2 Die betriebswirtschaftliche Methode zur Feststellung der Zahlungsunfähigkeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Kriterien und den insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen. Dabei wird analysiert, wie dieser Zeitpunkt betriebswirtschaftlich präzise bestimmt werden kann, um eine Abgrenzung zur kurzfristigen Zahlungsstockung zu ermöglichen und die damit verbundenen Haftungsrisiken für Geschäftsführer zu erörtern.

  • Grundlagen der Insolvenzgründe nach der Insolvenzordnung (InsO)
  • Differenzierung zwischen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit
  • Rechtliche Anforderungen an die Feststellung der Zahlungsunfähigkeit (BGH-Rechtsprechung)
  • Abgrenzung zwischen Zahlungseinstellung und Zahlungsstockung
  • Methodische Anwendung von Liquiditätsstatus und Liquiditätsbilanz

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundsätzliches

Der BGH hat am 24.05.2005 ein Grundsatzurteil gefällt, in dem die Voraussetzungen für das Vorliegen der Zahlungsunfähigkeit näher umschrieben werden. In diesem Urteil spricht der BGH zum einen von einer 10 %-Liquiditätslücke, zum anderen von einem Zeitraum von 3 Wochen, in der diese Liquiditätslücke zu beseitigen wäre. Es ist also von Zahlungsstockung, nicht von Zahlungsunfähigkeit, auszugehen, wenn die Liquiditätslücke unter 10% beträgt, also die fehlenden Zahlungsmittel um etwaige Verbindlichkeiten zu begleichen unter diesem Schwellenwert liegen. Eine Zahlungsunfähigkeit kann jedoch im Ausnahmefall trotzdem vorliegen, wenn absehbar ist, dass sich die Lücke demnächst auf mindestens 10 % oder mehr vergrößert.

Grundsätzlich besagt das BGH-Urteil im Wesentlichen, dass ein Unternehmen dann Zahlungsunfähig ist, wenn es nicht mehr in der Lage ist, innerhalb von 3 Wochen, mindestens 90 % der fälligen Verbindlichkeiten bezahlen zu können. Ergo, sollte eine Liquiditätslücke 10 % oder mehr betragen, ist regelmäßig von Zahlungsunfähigkeit auszugehen, sofern nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, dass die Lücke demnächst vollständig oder fast vollständig geschlossen werden kann und den Gläubigern ein Zuwarten nach den besonderen Umständen des Einzelfalles zuzumuten ist. “Demnächst“ bedeutet hier ein Zeitraum zwischen 3 bis 6 Monaten. Die sich hieraus ergebende Stichtagsbezogenheit geht also davon aus, ab eintreten einer 10 %-igen Illiquidität, also dem Stichtag, diese ganz oder eben teilweise innerhalb von 3 Wochen beseitigen zu können. Gelingt das nicht, oder nur teilweise, muss eine positive Fortbestehensprognose gegeben sein. Hier stellt sich die Frage nach dem insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit und dessen Feststellung. Zudem müssen die Forderungen ernsthaft eingefordert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unternehmenskrisen ein und beleuchtet die Bedeutung der Insolvenzordnung sowie die haftungsrechtliche Problematik des Zahlungsunfähigkeitszeitpunkts anhand des Beispiels der Windreich GmbH.

2. Insolvenzgründe: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen für die Insolvenzanmeldung erläutert, wobei insbesondere die Überschuldung (§ 19 InsO), die drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) und die allgemeine Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) detailliert beschrieben werden.

3. Der Begriff der insolvenzrechtlich relevanten Zahlungsunfähigkeit: In diesem Kapitel werden die BGH-Vorgaben zur Bestimmung der Zahlungsunfähigkeit analysiert, wobei der Fokus auf dem 10%-Schwellenwert für die Liquiditätslücke und der 3-Wochen-Frist liegt.

4. Feststellung der Zahlungsunfähigkeit: Dieses Kapitel behandelt die praktische Prüfung, indem es die Abgrenzung zwischen Zahlungseinstellung und Zahlungsstockung vornimmt und die betriebswirtschaftliche Methode (Liquiditätsstatus und -bilanz) beschreibt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bestimmung des Zeitpunkts der Zahlungsunfähigkeit komplex ist, und empfiehlt Unternehmen, entsprechende Controlling-Instrumente sowie bei Bedarf externe Gutachter einzusetzen.

Schlüsselwörter

Insolvenzordnung, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Liquiditätslücke, Zahlungseinstellung, Zahlungsstockung, Insolvenzantragspflicht, Fortbestehensprognose, Liquiditätsbilanz, BGH-Rechtsprechung, Unternehmenssanierung, Betriebswirtschaftliche Methode, Insolvenzverschleppung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der materiellen Insolvenz und der Frage, wie der insolvenzrechtlich relevante Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit bei Unternehmen bestimmt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Insolvenzgründe der InsO, die Abgrenzung von Liquiditätsengpässen sowie die praktische betriebswirtschaftliche Prüfung mittels Liquiditätsstatus und -bilanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Klarheit über den Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit zu schaffen, da dieser für die straf- und zivilrechtliche Haftung von Geschäftsführern von entscheidender Bedeutung ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Prüfung verwendet?

Es wird die betriebswirtschaftliche Methode der 3-stufigen Prüfung durch Liquiditätsstatus und Liquiditätsbilanz angewandt, um die Zahlungsfähigkeit auf Basis von Stichtagen und Prognosezeiträumen zu bewerten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Insolvenzgründe, die Definition der Zahlungsunfähigkeit durch BGH-Rechtsprechung sowie die methodische Unterscheidung zwischen vorübergehender Zahlungsstockung und dauerhafter Zahlungseinstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Zahlungsunfähigkeit, Liquiditätslücke, 10%-Schwelle, 3-Wochen-Frist, InsO und Fortbestehensprognose.

Welche Rolle spielt die 3-Wochen-Frist in der Analyse?

Sie gilt als notwendiger Zeitraum, innerhalb dessen eine Liquiditätslücke überwunden werden muss, um nicht als Zahlungsunfähigkeit, sondern lediglich als vorübergehende Zahlungsstockung eingestuft zu werden.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit von Controlling-Instrumenten?

Da die Prüfung der Zahlungsunfähigkeit ein komplexes und zeitkritisches Unterfangen ist, sind aktuelle interne Controlling-Daten für eine belastbare Einschätzung durch Berater oder Gutachter unverzichtbar.

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Résumé des informations

Titre
Bestimmung des insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunktes der Zahlungsunfähigkeit
Université
University of Applied Sciences Rosenheim  (Steuern und Wirtschaftsprüfung)
Cours
Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung
Note
1,7
Auteur
Alexander Hilger (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
16
N° de catalogue
V278261
ISBN (ebook)
9783656710974
ISBN (Livre)
9783656712831
Langue
allemand
mots-clé
Zahlungsunfähigkeit Insolvenz Liquiditätsbilanz Finanzstatur Liquiditätsstatus Zahlungseinstellung Zahlungsstockung Betriebswirtschaftliche Methode zur Feststellung der Zahlungsunfähigkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Hilger (Auteur), 2014, Bestimmung des insolvenzrechtlich relevanten Zeitpunktes der Zahlungsunfähigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278261
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Extrait de  16  pages
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