Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Comparée

Der sinnreiche Junker und seine Brüder. Intertextualität in und zu Cervantes’ "Don Quijote"

Titre: Der sinnreiche Junker und seine Brüder. Intertextualität in und zu Cervantes’ "Don Quijote"

Dossier / Travail , 2006 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nikola Schulze (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Comparée
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der spanische Roman El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha von Miguel de Cervantes (im Folgenden stets kurz Don Quijote genannt) hat in der Literatur einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er erlebte bis jetzt 2300 Auflagen und 68 Übersetzungen und ist damit nach der Bibel das am häufigsten übersetzte Buch. Die Figur wurde als Synonym für die unterschiedlichsten Typen verstanden und löste eine Flut von Nachahmungen, Parodien und anderen Adaptionen aus.

Aus diesem Grund ist der Roman besonders geeignet, ihn als Beispiel für das Prinzip der Intertextualität anzuführen. Nicht nur, dass er als intertextueller Bezug von zahlreichen Texten heranzuführen ist, er bezieht sich selbst auch in einem großen Maße auf eine bestimmte Gattung: Die Ritterromane.

Die vorliegende Arbeit kann und will nicht den Stand der gesamten Intertextualitätsdebatte wiedergeben, geschweige denn eine neue Theorie entwickeln. Die bekannten Definitionen werden kurz umrissen, um das in dieser Arbeit verwendete Verständnis darin einzubetten.

Vor dem Hintergrund einer relativ eng gesteckten Definition dieses Begriffs soll der Facettenreichtum von Intertextualität anhand einiger weniger Beispiele gezeigt werden, die natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben können. Die Arbeit beschränkt sich auf zwei sehr unterschiedliche Exemplare des englischen Sprachraums, die außerdem aus unterschiedlichen Epochen stammen und erwähne Beispiele aus anderen Ländern und Epochen nur am Rande. Der Don Quijote wurde in England am stärksten rezipiert.

Die Arbeit beschäftigt sich also zum einen mit der Frage, welche Literatur den Quijote-Roman beeinflusst hat und zum andern, wie der Don Quijote die nachfolgende Literatur beeinflusst hat. Dies soll unter anderem verdeutlichen, dass Intertextualität eng verknüpft ist mit der Einflussforschung und der Rezeptionsgeschichte. Sie ist sozusagen ein wichtiger Teil dieser Forschungsrichtungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Intertextualität

2.1. Schwierigkeiten der Definition

2.2. Bisherige Definitionen

2.3. Angewandte Definition des Begriffs

3. Intertextuelle Bezüge Don Quijotes auf die Ritterromane

3.1. Die Ritterromane allgemein

3.2. Der Ritterroman Amadís de Gaula

4. Die Rezeptionsgeschichte Don Quijotes an Beispielen

4.1. Henry Fielding: Joseph Andrews (1742)

4.2. Gilbert K. Chesterton: The Return of Don Quixote (1927)

4.3. Sonderfall: Der Bezug auf sich selbst

5. Fazit

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die intertextuellen Dimensionen von Miguel de Cervantes’ Roman „Don Quijote“. Ziel ist es, sowohl die literarischen Einflüsse auf den Roman, insbesondere durch Ritterromane, als auch die Wirkung des Werkes auf die nachfolgende Literatur im englischsprachigen Raum zu analysieren und dabei ein praktikables Verständnis von Intertextualität auf Basis von Text-Text-Beziehungen zu etablieren.

  • Theoretische Fundierung und Abgrenzung des Begriffs Intertextualität.
  • Analyse der intertextuellen Bezüge zu Gattungsvorbildern wie „Amadís de Gaula“.
  • Untersuchung der Rezeptionsgeschichte anhand von Henry Fieldings „Joseph Andrews“.
  • Analyse von G.K. Chestertons „The Return of Don Quixote“ als moderne Variation.
  • Betrachtung der selbstreferentiellen Intertextualität in den beiden Teilen des „Don Quijote“.

Auszug aus dem Buch

4.1. Henry Fielding: Joseph Andrews (1742)

Henry Fielding (1707-1754) experimentierte viel mit intertextuellen Bezügen, so zum Beispiel bei Shamela, seiner Parodie auf Richardsons Briefroman Pamela. Joseph Andrews gilt jedoch als sein am stärksten intertextueller Roman. Dabei bezieht er sich auch nicht nur auf Cervantes’ Don Quijote, sondern auch auf die Bibel oder die Gattung des Epos.

Etwa 140 Jahre nach dem Erscheinen des Quijote-Romans entwickelte Henry Fielding eine „History of Adventures (…) Written in Imitation of The Manner of Cervantes, Author of Don Quixote“ 38. Hier kann der Leser schon am Titel erkennen, was ihn erwartet: eine Geschichte im Stil des Don Quijote. Hier haben wir sowohl äußerlich in Struktur und Aufbau eine große Ähnlichkeit zum Prätext als auch in den Figuren. Es gibt zwei Protagonisten, die beide Quijote und Pansa in unterschiedlicher Gewichtung verkörpern. Eins zu Eins lässt sich keine der Figuren übertragen.

Zur Zeit der Entstehung dieses Romans galt Don Quijote nicht mehr nur als der Narr, als der er zunächst gesehen wurde. Mittlerweile galt der Roman als Satire mit tieferem Sinn.39 Das erklärt auch die Vielschichtigkeit, die die Figuren Fieldings in sich vereinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des „Don Quijote“ und Darlegung der Zielsetzung, den Roman als Fallbeispiel für Intertextualität unter Fokus auf englischsprachige Adaptionen zu nutzen.

2. Der Begriff Intertextualität: Überblick über theoretische Positionen (u.a. Bachtin, Kristeva, Genette) zur Definition von Intertextualität und Festlegung des eigenen, auf Text-Text-Beziehungen basierenden Analyseansatzes.

3. Intertextuelle Bezüge Don Quijotes auf die Ritterromane: Analyse, wie der Roman durch Bezugnahme auf Ritterromane, insbesondere den „Amadís de Gaula“, selbst intertextuell agiert und die Gattung parodiert.

4. Die Rezeptionsgeschichte Don Quijotes an Beispielen: Detaillierte Untersuchung ausgewählter englischsprachiger Werke („Joseph Andrews“ und „The Return of Don Quixote“), die den „Don Quijote“ als Prätext verwenden.

5. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der vielfältigen intertextuellen Vernetzung des „Don Quijote“ als meistzitiertes Werk der Weltliteratur.

6. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Intertextualität, Don Quijote, Cervantes, Ritterroman, Amadís de Gaula, Henry Fielding, Joseph Andrews, G.K. Chesterton, Rezeptionsgeschichte, Narratologie, Parodie, Adaption, Literaturtheorie, Textreferenz, Hypertextualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die intertextuellen Zusammenhänge zwischen Miguel de Cervantes’ „Don Quijote“ und anderen Werken, wobei sowohl die Einflüsse auf den Quijote-Roman als auch seine Wirkung auf spätere Literaturepochen betrachtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung von Intertextualität, die Parodierung von Ritterromanen durch Cervantes sowie die Aufnahme der Quijote-Stoffe in der englischen Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Facettenreichtum intertextueller Bezüge aufzuzeigen, indem nachgewiesen wird, wie Cervantes selbst durch Ritterromane beeinflusst wurde und wie sein Werk wiederum zur Vorlage für zahlreiche Autoren wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf dem Konzept der Text-Text-Beziehungen basiert, wobei die Theorien von Gérard Genette für die Kategorisierung der intertextuellen Bezüge herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Intertextualität, die Analyse der Bezüge zu Ritterromanen wie „Amadís de Gaula“ sowie die Fallstudien zu Fieldings „Joseph Andrews“ und Chestertons „The Return of Don Quixote“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Intertextualität, Rezeptionsgeschichte, Parodie, Ritterroman, Cervantes, sowie die spezifischen literarischen Vorbilder und Adaptionen.

Inwiefern spielt der Roman „Amadís de Gaula“ für die Argumentation eine Rolle?

Der „Amadís de Gaula“ dient als primäres Beispiel für die architextuelle Ebene, auf der sich der „Don Quijote“ bewegt, da der Roman von Cervantes die Struktur und das Idealbild des klassischen Ritterromans imitiert und gleichzeitig bricht.

Wie interpretiert die Autorin den „Sonderfall“ der Bezugnahme auf sich selbst?

Der Sonderfall bezieht sich auf die bewusste Auseinandersetzung von Cervantes mit dem von Avellaneda gefälschten zweiten Teil des Romans, den Cervantes in sein eigenes Werk integriert und somit eine markierte innerliterarische Intertextualität auf der Figurenebene schafft.

Fin de l'extrait de 23 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der sinnreiche Junker und seine Brüder. Intertextualität in und zu Cervantes’ "Don Quijote"
Université
Ruhr-University of Bochum  (Komparatistik)
Cours
Geschichten über Literatur
Note
1,0
Auteur
Nikola Schulze (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
23
N° de catalogue
V278262
ISBN (ebook)
9783656710981
ISBN (Livre)
9783656711629
Langue
allemand
mots-clé
Intertextualität Don Quijote Komparatistik Ritterroman Cervantes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nikola Schulze (Auteur), 2006, Der sinnreiche Junker und seine Brüder. Intertextualität in und zu Cervantes’ "Don Quijote", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278262
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint