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Junge Vollzeitarbeiter im Spannungsfeld von Beruf und Privatleben. Schwierigkeiten und Maßnahmen

Title: Junge Vollzeitarbeiter im Spannungsfeld von Beruf und Privatleben. Schwierigkeiten und Maßnahmen

Term Paper , 2013 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anita Brands (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Work-Life-Balance (im folgenden meist „WLB“) ist – als Folge des vieldiskutierten Themas „Burnout“ - vor einigen Jahren geradezu zum Modewort im Kontext eines bedeutenden Problemfeldes innerhalb der Berufswelt geworden. Tatsächlich ist es unter anderem nach Michalk und Nieder sowie Klimpel und Schütte in Zeiten der Globalisierung, des uneingeschränkten Wettkampfes und der wachsenden Ansprüche der Leistungsgesellschaft in Kombination mit geänderten Ansprüchen an ein Familienleben immer schwieriger geworden, eine gesunde Balance aus Privat- und Berufsleben herzustellen. Gerade junge Vollzeitarbeitende mit Familie, die in dieser Arbeit im Fokus stehen, haben oftmals mit deutlich kontroversen Anforderungen zu kämpfen. Die Schere zwischen den Ansprüchen von Unternehmen und denen der Arbeiter scheint in den letzten Jahrzehnten deutlich auseinander gegangen zu sein. Globalisierung, technischer Fortschritt und steigende Wettbewerberzahlen haben die Anforderungen auf Mitarbeiterseite erhöht. Doch Unternehmen ringen laut Esslinger und Schober aufgrund steigendem Wettbewerbsdruck um qualifiziertes Fach-personal. Dieser Fachkräftemangel und der Wandel der Arbeitswelt erfordert nach Frick ein Umdenken der Unternehmen und der Gesellschaft hin zu einer besseren Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. In der Literatur finden sich zahlreiche Ansätze, die Probleme zu analysieren und mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Einen goldenen Weg bieten wissenschaftliche Erkenntnisse jedoch nicht – zu viele Faktoren und unterschiedliche Bedürfnisse, die sich teilweise gegenseitig nahezu ausschließen, wären hier zu berücksichtigen. In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob sich – vor dem Hintergrund des Spannungsfeldes Familie und Arbeit - tatsächlich erfolgsversprechende WLB-Maßnahmen für junge Vollzeitarbeitende mit Familie ableiten lassen. Um diese Frage zu beantworten, muss zunächst das Ziel „Work-Life-Balance“ im Kontext von Unternehmen, des Mitarbeiters und der Gesellschaft geklärt und auch die Folgen einer Dysbalance miteinbezogen werden. Aus den unterschiedlichen Perspektiven der WLB ergibt sich ein Spannungsfeld. Um später geeignete Maßnahmen begründen zu können, müssen diese Konflikte genauer betrachtet und Ursachen gefunden werden.
Im Anschluss daran werden für die Zielgruppe geeignete Maßnahmen angedacht und vor dem Hintergrund des erwähnten Spannungsfeldes diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeiten und Abgrenzungen

2.1 Definition ausgewogener Work-Life-Balance

2.2 Auswirkungen einer unausgewogenen Balance

2.3 Zur Zielgruppe „junge Vollzeitarbeitender mit Familie“

3. Work-Life-Balance aus verschiedenen Blickwinkeln

3.1 Der Blickwinkel der Gesellschaft

3.2 Der Blickwinkel des Unternehmens

3.3. Der Blickwinkel des Mitarbeiters

4. Problemfelder der Work-Life-Balance

4.1 Häufige Konfliktfelder auf Seiten des Mitarbeiters

4.2 Häufige Konflikte auf Seiten des Unternehmens

4.3 Schlussfolgerungen bezüglich der Zielgruppe

5. Work-Life-Balance-Konzepte in Unternehmen

5.1. Potentiale, Ziele und Voraussetzungen von Work-Life-Balance-Konzepten

5.2 Mögliche Maßnahmen im Überblick

5.3 Diskussion der Maßnahmen bezüglich Zielgruppentauglichkeit

5.3 Flexible Arbeitszeiten und ihre Tauglichkeit für die Zielgruppe

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den beruflichen Anforderungen an junge Vollzeitarbeitende mit Familie und ihrem Privatleben, um zu klären, ob sich aus diesem Kontext tatsächlich erfolgsversprechende Work-Life-Balance-Maßnahmen ableiten lassen. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie flexible Arbeitszeitmodelle zur Entschärfung dieser Konflikte beitragen können.

  • Grundlagen und Definitionen einer ausgewogenen Work-Life-Balance.
  • Analyse der Konfliktfelder aus der Perspektive von Gesellschaft, Unternehmen und Mitarbeitern.
  • Bewertung verschiedener Maßnahmenkonzepte zur Mitarbeiterbindung und Gesundheitsprävention.
  • Diskussion und Tauglichkeitsprüfung flexibler Arbeitszeitmodelle für junge Vollzeitarbeitende.
  • Herausforderungen der Selbstorganisation bei Entgrenzung von Arbeit und Privatleben.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition ausgewogener Work-Life-Balance

Eine allgemeine Definition des Begriffes „Work-Life-Balance“ lässt sich in der Literatur nicht finden. Nach Michalk und Nieder (2007, S. 20), sowie Stor (2009, S. 4ff.) erreicht man eine recht genaue Vorstellung des Begriffes über die Betrachtung der Teilbegriffe.

„Work“ ist nach Stor (2009, S. 5) in der heutigen westlichen Gesellschaft oftmals die geistige Arbeit, welche innerhalb des Netzes „Arbeitszeit“, „Tätigkeit“ und „Strukturelle Gegebenheiten“ verankert ist. Mittelpunkt der Arbeitswelt stellt das Unternehmen dar.

„Life“ ist nach Michalk und Nieder (2007, S. 20) der Bereich, die Personen, die Handlungen und Erfahrungen, die nicht innerhalb der Arbeitswelt vorkommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass „Life“ allein aus Freizeit besteht. Diese Lebenswelt „umfasst sowohl die Arbeit, die im privaten Bereich anfällt, wie beispielsweise Hausarbeiten, als auch die Freizeit (Michalk& Nieder, 2007, S.20).

„Balance“ meint hier demnach, die gegensätzlichen Aspekte von „work“ und „life“ in ein Gleichgewicht zu bringen, um Stabilität und Ausgeglichenheit des Individuums zu erreichen. Eine angestrebte work-life-balance soll folglich verhindern, dass einer der genannten Teile im Leben überwiegt und zu Krankheit – psychischer wie physischer – führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der Work-Life-Balance vor dem Hintergrund einer globalisierten Leistungsgesellschaft und stellt die spezifische Problematik junger Vollzeitarbeitender mit Familie dar.

2. Begrifflichkeiten und Abgrenzungen: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe "Work", "Life" und "Balance" und erläutert die Auswirkungen einer unausgewogenen Verteilung sowie die Besonderheiten der untersuchten Zielgruppe.

3. Work-Life-Balance aus verschiedenen Blickwinkeln: Hier werden die unterschiedlichen Perspektiven von Gesellschaft, Unternehmen und Mitarbeitern auf das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben dargelegt.

4. Problemfelder der Work-Life-Balance: Das Kapitel analysiert die konkreten Konfliktsituationen, wie den Work-to-Family-Conflict, aus Sicht der verschiedenen Akteure und zieht Schlussfolgerungen für die Zielgruppe.

5. Work-Life-Balance-Konzepte in Unternehmen: Dieses Kapitel erörtert betriebliche Maßnahmen, diskutiert deren Eignung für die Zielgruppe und prüft spezifisch verschiedene Modelle flexibler Arbeitszeiten auf ihre Tauglichkeit.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen und ganzheitlichen Unternehmenskultur, um jungen Vollzeitarbeitenden eine nachhaltige Vereinbarkeit zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Work-Life-Balance, junge Vollzeitarbeitende, Familie, Arbeitszeitmodelle, Work-to-Family-Conflict, Erschöpfungsspirale, betriebliche Maßnahmen, Flexibilisierung, Gesundheitsprävention, Vereinbarkeit, Arbeitskraftunternehmer, Zeitmanagement, Unternehmenskultur, Selbstorganisation, Burnout.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, die bei jungen Vollzeitarbeitenden mit Familie im Spannungsfeld zwischen beruflichen Anforderungen und dem Privatleben auftreten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Definition von Work-Life-Balance, die Analyse von Konfliktfeldern (z.B. Work-Family-Conflicts) und die Diskussion betrieblicher Lösungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob und welche Work-Life-Balance-Maßnahmen für die spezifische Zielgruppe der jungen Vollzeitarbeitenden mit Familie in der Praxis tatsächlich zielführend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und einer kritischen Bewertung von Praxisbeispielen zur Arbeitszeitflexibilisierung.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Analyse flexibler Arbeitszeitmodelle und deren Bewertung hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für Familien mit Kindern.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Work-Life-Balance, Zeitkonflikte, Flexibilisierung, Erschöpfungsspirale und Unternehmenskultur.

Welche Bedeutung haben "Zeitkonten" für die untersuchte Zielgruppe?

Zeitkonten bieten zwar ein hohes Maß an Flexibilität, erfordern jedoch von den Arbeitnehmern eine starke Selbststeuerung, um nicht in eine Falle von Mehrarbeit oder unerwartetem Leistungsdruck zu geraten.

Warum ist eine rein isolierte Betrachtung von WLB-Maßnahmen in Unternehmen nicht ausreichend?

Die Autorin argumentiert, dass WLB tief in die Unternehmenskultur integriert werden muss, da individuelle Bedürfnisse zu vielfältig sind und eine singuläre Maßnahme selten alle Lebensbereiche (Körper, Geist, soziale Kontakte) abdecken kann.

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Details

Title
Junge Vollzeitarbeiter im Spannungsfeld von Beruf und Privatleben. Schwierigkeiten und Maßnahmen
College
University of Hagen
Course
Ma Bildung und Medien - eEducation- Wahlmodul Soziologie
Grade
1,3
Author
Anita Brands (Author)
Publication Year
2013
Pages
36
Catalog Number
V278345
ISBN (eBook)
9783656714439
ISBN (Book)
9783656714781
Language
German
Tags
work-life-balance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anita Brands (Author), 2013, Junge Vollzeitarbeiter im Spannungsfeld von Beruf und Privatleben. Schwierigkeiten und Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278345
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