Ratingagenturen tragen mit ihren Bonitätsbewertungen dazu bei, die Informationsasymmetrien zwischen Emittenten von Schuldtiteln und deren Anlegern zu verringern. Auf die Finanzmärkte üben Ratingagenturen einen erheblichen Einfluss aus, denn ihre Tätigkeit wird von Emittenten, Anlegern, Kreditnehmern und Regierungen aufmerksam verfolgt. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Ratings stets erstklassig, unabhängig und objektiv sind.
Aus dem Inhalt:
- "Big Three" im Internationalen Ratingmarkt.
- Ratingprozess bei Verbriefungen.
- Rating und Subprime-Krise.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung - Ratingagenturen
- 2. „Big Three“ im internationalen Ratingmarkt.
- 3. Ratingprozess bei Verbriefungen
- 4. Rating und Subprime-Krise..
- 4.1 Interessenskonflikte beim Rating..
- 4.2 Qualitätsmängel bei Methoden und Ratings..
- 4.3 Mangelnde Transparenz..
- 4.4 Rating und Basel II
- 4.5 Regulierung von Ratingagenturen
- 4.5.1 Vereinigte Staaten von Amerika.......
- 4.5.2 Europäische Union......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Rolle von Ratingagenturen in der Subprime-Krise. Sie untersucht die Funktionsweise des Ratingprozesses, insbesondere im Kontext von Verbriefungen. Die Arbeit beleuchtet die Ursachen für das Scheitern der Ratings, die zu den Finanzmarktkrisen führten, und analysiert die Rolle von Interessenskonflikten, Qualitätsmängeln und fehlender Transparenz. Darüber hinaus werden die Regulierungsmaßnahmen im Zuge der Krise diskutiert.
- Die Bedeutung von Ratingagenturen im internationalen Finanzmarkt
- Der Ratingprozess und seine Herausforderungen im Kontext von Verbriefungen
- Interessenskonflikte und ihre Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Ratings
- Qualitätsmängel bei Methoden und Ratings in der Subprime-Krise
- Die Rolle der Regulierung im Umgang mit Ratingagenturen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Rating" und beleuchtet seine Bedeutung für Emittenten, Anleger und den Kapitalmarkt. Es werden die Funktionen und Ziele der Ratingagenturen erläutert, sowie die Bedeutung ihrer Rolle in der Reduzierung von Informationsasymmetrien zwischen Emittenten und Anlegern.
Kapitel 2: In diesem Kapitel wird der internationale Ratingmarkt als Oligopol vorgestellt, mit den drei dominierenden Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch Ratings. Die Arbeit untersucht den Wettbewerb und die dominierende Position der beiden führenden amerikanischen Agenturen und die Gründe für die starke Nachfrage nach ihren Ratings.
Kapitel 3: Dieses Kapitel beschreibt den Ratingprozess bei Verbriefungen. Es wird die Bewertung der Bonität des Forderungsportfolios, die Berücksichtigung von Ausfallsrisiken und die Beratung bei der Festlegung von Bonitätsverbesserungsmaßnahmen dargestellt. Darüber hinaus wird der Einfluss des Ratings auf die Akzeptanz von Verbriefungen durch Investoren und die Risikoprämie erläutert.
Kapitel 4.1: Dieser Abschnitt analysiert die Problematik von Interessenskonflikten zwischen Ratingagenturen und den Unternehmen, die sie bewerten. Es werden die Anreize für unkritische Ratings und die Auswirkungen auf die Qualität der Ratings diskutiert. Die Arbeit beleuchtet auch den Einfluss von Reputationsverlusten auf die Handlungsweise der Agenturen im Kontext der Subprime-Krise.
Kapitel 4.2: In diesem Kapitel werden die Qualitätsmängel bei Methoden und Ratings im Zusammenhang mit der Subprime-Krise untersucht. Es wird die Unterschätzung von Risiken in strukturierten Produkten, die mangelnde Berücksichtigung von Korrelations- und Konzentrationsrisiken und die damit verbundenen Ratingherabstufungen analysiert.
Schlüsselwörter
Ratingagenturen, Subprime-Krise, Verbriefungen, Interessenskonflikte, Qualitätsmängel, Transparenz, Regulierung, Basel II, Finanzmarkt, Informationsasymmetrie, Bonitätsbewertung, Ausfallsrisiken, Investment Grade, CDOs, strukturierte Produkte, Korrelationsrisiken, Konzentrationsrisiken.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielten Ratingagenturen in der Subprime-Krise?
Ratingagenturen unterschätzten die Risiken strukturierter Produkte massiv, was zu fehlerhaften Bonitätsbewertungen und letztlich zum Zusammenbruch der Märkte beitrug.
Wer sind die „Big Three“ auf dem Ratingmarkt?
Der Markt wird von den drei großen Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch Ratings dominiert.
Welche Interessenskonflikte gibt es beim Rating?
Ein zentrales Problem ist, dass Agenturen von den Unternehmen bezahlt werden, die sie bewerten sollen, was Anreize für zu positive Ratings schafft.
Was sind die Hauptmängel im Ratingprozess bei Verbriefungen?
Kritisiert werden mangelnde Transparenz, methodische Fehler bei der Risikoeinschätzung sowie die unzureichende Berücksichtigung von Korrelations- und Konzentrationsrisiken.
Wie werden Ratingagenturen heute reguliert?
Infolge der Krise wurden sowohl in den USA als auch in der EU neue Regulierungsmaßnahmen eingeführt, um die Unabhängigkeit und Qualität der Ratings zu sichern.
Was bedeutet Informationsasymmetrie im Kontext von Ratings?
Es beschreibt den Wissensvorsprung der Emittenten gegenüber den Anlegern; Ratings sollen diese Lücke schließen und Transparenz schaffen.
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- MMag. Markus Frick (Author), 2009, Ratingagenturen und ihre Rolle in der Subprime-Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278501