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Ratingagenturen und ihre Rolle in der Subprime-Krise

Titre: Ratingagenturen und ihre Rolle in der Subprime-Krise

Texte Universitaire , 2009 , 35 Pages , Note: 1

Autor:in: MMag. Markus Frick (Auteur)

Economie politique - Relations économiques Internationales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ratingagenturen tragen mit ihren Bonitätsbewertungen dazu bei, die Informationsasymmetrien zwischen Emittenten von Schuldtiteln und deren Anlegern zu verringern. Auf die Finanzmärkte üben Ratingagenturen einen erheblichen Einfluss aus, denn ihre Tätigkeit wird von Emittenten, Anlegern, Kreditnehmern und Regierungen aufmerksam verfolgt. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Ratings stets erstklassig, unabhängig und objektiv sind.

Aus dem Inhalt:

- "Big Three" im Internationalen Ratingmarkt.
- Ratingprozess bei Verbriefungen.
- Rating und Subprime-Krise.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Ratingagenturen

2. „Big Three“ im internationalen Ratingmarkt

3. Ratingprozess bei Verbriefungen

4. Rating und Subprime-Krise

4.1 Interessenskonflikte beim Rating

4.2 Qualitätsmängel bei Methoden und Ratings

4.3 Mangelnde Transparenz

4.4 Rating und Basel II

4.5 Regulierung von Ratingagenturen

4.5.1 Vereinigte Staaten von Amerika

4.5.2 Europäische Union

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Rolle von Ratingagenturen im Kontext der Subprime-Krise. Dabei wird untersucht, inwieweit die Arbeitsweise, Interessenkonflikte und methodische Defizite der Agenturen zur Entstehung und Verschärfung der Krise beigetragen haben.

  • Die Oligopol-Struktur des internationalen Ratingmarktes (die "Big Three").
  • Der Prozess der Bonitätsbewertung bei komplexen Verbriefungen.
  • Problematische Interessenskonflikte zwischen Emittenten und Agenturen.
  • Methodische Mängel bei der Risikoeinschätzung strukturierter Finanzprodukte.
  • Regulierungsansätze für Ratingagenturen in den USA und der EU.

Auszug aus dem Buch

4.1 Interessenskonflikte beim Rating

Es besteht zwischen dem auftraggebenden Unternehmen und der Ratingagentur mitunter eine problematische Beziehung. Das liegt daran, dass Ratingagenturen gewinnorientierte Unternehmen sind, die im Wettbewerb um Kundenaufträge stehen. Es könnte daher ein Anreiz bestehen, ihre Ratings zu unkritisch zu vergeben, um Kundenzufriedenheit zu erzielen und so leichter an Folgeaufträge zu kommen. Allerdings sind einer zu anspruchslosen Prüfung Grenzen gesetzt, da die Ratingagentur ihren „guten“ Ruf wahren möchte. Ein Reputationsverlust würde eintreten, wenn ein gut geratetes Unternehmen insolvent wird oder die Renditeerwartungen von Eigenkapitalgebern nicht mehr erfüllt werden. Dieser Reputationsverlust ist in der Subprime-Krise eingetreten. Das geschäftliche Interesse, möglichst hohe Volumina zu produzieren, zu raten und zu verkaufen war von Seiten der Emittenten und der Ratingagenturen bedeutender, als der mögliche Verlust ihres „guten“ Rufes. Aus diesem Grund kam es in den USA zu dem massenhaften Verkauf von Krediten an Privatkunden mit schlechtester Bonität. Der Erfolg einer Ratingagentur kann langfristig nur darin liegen, wenn ihre Ratings verlässlich sind und der Kapitalmarkt dies als wertvolles Signal aufnimmt. In diesem Fall ist es auch für das auftraggebende Unternehmen sinnvoll eine Ratingagentur in Anspruch zu nehmen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Bereich Interessenskonflikte ist der, dass die drei großen Ratingagenturen bei den Konstruktionen von Verbriefungen maßgeblich beteiligt waren. Indem sie gemeinsam mit den Investmentbanken, die die Verbriefungen strukturiert haben, die Modelle zur Bewertung der CDOs entwickelten. Nahezu 90 Prozent dieser CDOs erhielten von Fitch, Moody´s und S&P ein AAA Rating, d.h. beste Bonitätsbewertung. Diese Praxis ist recht fragwürdig, da im Vergleich dazu nur wenige amerikanische Unternehmen solch ein Rating bekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Ratingagenturen: Definiert die Rolle von Ratingagenturen als unabhängige Bonitätsprüfer, die Informationsasymmetrien zwischen Emittenten und Anlegern reduzieren.

2. „Big Three“ im internationalen Ratingmarkt: Beschreibt das Oligopol der drei global führenden Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch.

3. Ratingprozess bei Verbriefungen: Erläutert die Bewertung von Verbriefungen und die Rolle der Agenturen bei der Festlegung von Bonitätsverbesserungen.

4. Rating und Subprime-Krise: Untersucht das Versagen der Agenturen während der Krise durch Interessenskonflikte, methodische Mängel und mangelnde Transparenz sowie die regulatorischen Reaktionen darauf.

Schlüsselwörter

Ratingagenturen, Subprime-Krise, Finanzkrise, Verbriefungen, CDO, AAA-Rating, Interessenskonflikte, Bonitätsbeurteilung, Basel II, Risikomanagement, Finanzmarktregulierung, SEC, Transparenz, Informationsasymmetrie, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle, die Ratingagenturen im Vorfeld und während der Subprime-Krise gespielt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Marktstruktur des Ratingsektors, den Bewertungsmodellen bei Verbriefungen sowie den ethischen und methodischen Herausforderungen der Rating-Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Interessenskonflikte und eine fehlerhafte Risikobewertung durch Ratingagenturen zur Entstehung der globalen Subprime-Finanzkrise beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die sich auf Literaturrecherchen, aufsichtsrechtliche Berichte und empirische Daten zur Ratingqualität stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen hinter den "Big Three", den spezifischen Ratingprozess bei Verbriefungen und die regulatorischen Maßnahmen in den USA sowie der Europäischen Union.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Ratingagenturen, Subprime-Krise, Verbriefungen, Interessenskonflikte, Finanzregulierung und Bonitätsbewertung.

Wie lässt sich der Einfluss von Ratingagenturen auf das Basel II-Abkommen beschreiben?

Die Arbeit erläutert, dass Ratings nach Basel II maßgeblich zur Eigenkapitalunterlegung herangezogen wurden, was den Druck auf Agenturen erhöhte, Instrumente wie CDOs mit Top-Bewertungen zu versehen.

Welche Unterschiede gibt es bei der Regulierung zwischen den USA und der EU?

Während in den USA der "Credit Rating Agency Reform Act" die SEC stärkte, fokussiert die EU-Kommission auf strengere Registrierungsverfahren und Transparenzvorgaben, um das Marktvertrauen wiederherzustellen.

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Résumé des informations

Titre
Ratingagenturen und ihre Rolle in der Subprime-Krise
Université
Klagenfurt University
Note
1
Auteur
MMag. Markus Frick (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
35
N° de catalogue
V278501
ISBN (ebook)
9783656708575
ISBN (Livre)
9783656716228
Langue
allemand
mots-clé
ratingagenturen rolle subprime-krise
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
MMag. Markus Frick (Auteur), 2009, Ratingagenturen und ihre Rolle in der Subprime-Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278501
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Extrait de  35  pages
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