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Die Romantik als literarische Epoche

Skript

Title: Die Romantik als literarische Epoche

Lecture Notes , 2012 , 36 Pages

Autor:in: Bachelor Ramona Schilling (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die Romantik als literarische Epoche - eine Einführung mit Beispielen von Heine, Brentano, Hoffmann und vielen anderen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Die Romantik als literarische Epoche

Grundvorstellungen romantischer Schriftsteller

Kann man von einheitlicher Romantik sprechen?

Sattelzeit (1770-1830)

Epocheneinteilung

Konzept der Kunstautonomie

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Klassik und der Romantik

Auswirkungen der Künstlerautonomie auf die Romantik

Verhältnis zur Französischen Revolution

Differenzen zwischen Klassik und Romantik: Das anthropologische Konzept

Antike und Mittelalter als historische Bezugsfolien

Romantische Geschichtsauffassung: das Mittelalterbild

Novalis: „Die Christenheit oder Europa“ (1799): Schlüsseltext für dieses Mittelalterbild

Triadisches Geschichtsmodell

Zur Forschungsgeschichte

Begriff der Romantik und des Romantischen

Individualstil und Epochenstil

Sehnsucht von Eichendorff

Phasengliederung der Romantik

Die Zeitschrift „Athenäum“

das frühromantische Fragment

Verbindliche Elemente der frühromantischen Fragmente

116. Athenäums-Fragment: Progressive Universalpoesie

F. Schlegel: Das Gespräch über die Poesie

1. Romantische Ironie

zwei Hauptdimensionen der romantischen Ironie

Selbstreflexivität und Metafiktionalität

Das Drama der Romantik

Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater (1797)

F. Schlegels „Brief über den Roman“

Der Roman der Romantik

Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“: Vorbild und Kontrastfolie

Zum Autor Novalis (1772 – 1801)

„Heinrich von Ofterdingen“

Sammlungen

Joseph Görres: Die teutschen Volksbücher

Die Märchensammlung der Brüder Grimm

Märchenstil

Achim/Brentano: „Des Knaben Wunderhorn“ (1805/08)

Romantische Lyrik

Gemeinsamkeit übergreifender Lyrik

Clemens Brentano (1778 – 1842)

Stimmungshaftigkeit und Klangmalerei

Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

Romantische Geselligkeit und Salonkultur

Schleiermachers „Theorie der Geselligkeit“

Praxis romantischer Geselligkeit: Romantische Salons

Friedrich Schlegel, „Lucinde“ (1799)

Auswirkungen der romantischen Salonkultur auf die Situation der Frauen

Bettina von Arnim

Romantische Erzählungen

Tieck: „Der blonde Eckbert“

Gattung Kunstmärchen

Der blonde Eckbert

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776 – 1822)

Intermedialität

Künstlerthematik und Künstlerfiguren

Das serapiontische Prinzip

Grundzüge von Hoffmanns Erzählen

„Der Sandmann“

Romantische Naturwissenschaft

Animalisches Magnetismus-Konzept

Der Magnetiseur – Poesie und Wissenschaft

Merkmale romantischen Erzählens

Joseph von Eichendorff

Heinrich Heine: Dichter der Epochenschwelle

Antiromantische Wende: Eisenbahn statt Postkutsche

Zeit- und literaturgeschichtlicher Hintergrund

„Das Buch der Lieder“

„Die romantische Schule“ (1836)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Romantik als literarische Epoche und beleuchtet deren zentrale ästhetische, historische und anthropologische Konzepte. Im Fokus steht dabei die Transformation von Literatur, das Verhältnis zwischen Kunst und Leben sowie die Rolle des Subjekts im Spannungsfeld zwischen rationaler Aufklärung und romantischer Transzendenz.

  • Die ästhetische Grundlegung der Frühromantik (Universalpoesie und Fragment).
  • Die Entwicklung und Transformation des romantischen Erzählens (Kunstmärchen, Selbstreflexivität).
  • Die Bedeutung von Künstlerthematik, Musik und Intermedialität bei E.T.A. Hoffmann.
  • Die Rolle der Romantik im Kontext von Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Salonkultur.
  • Die Auseinandersetzung mit Traditionen, dem Mittelalterbild und die Abgrenzung zur Klassik.

Auszug aus dem Buch

Merkmale der Gattung „Kunstmärchen“ im „blonden Eckbert“ in Abgrenzung zum Volksmärchen

1. Verschachtelung und Diskontinuität der Zeit- und Erzählstruktur (das gibt es im Volksmärchen nicht)

2. Die Perspektivierung und Personalisierung des Erzählens (nicht zu finden im Volksmärchen, dort immer ein außenstehender Erzähler, hier steht Wahrnehmung der Protagonisten im Mittelpunkt)

3. Thematisierung des Wunderbaren (im Text wird Status der erzählten Ereignisse reflektiert, es wird darauf hingewiesen, dass die Ereignisse wunderbar sind oder umgekehrt als besonders vertraut erscheinen, wird immer wieder betont)

4. Verschränkung von novellistisch konkreter Wirklichkeit und märchenhaft Wunderbarem (in der Erzählung entstehen gleitende Übergänge und rational nicht mehr auflösbare Kombinationen, unterschiedliche Wirklichkeitsauffassungen in einem Text)

5. Psychologisierung (Inneres der Figuren wird wichtig für deren Wahrnehmung des Äußeren)

6. Natur als äußere Projektionsfläche innerer Vorgänge (Natur dient als Seelen- und Stimmungsspiegel, im Volksmärchen dagegen ist die Natur ein unabhängiger Raum in dem die Figuren agieren)

Zusammenfassung der Kapitel

Die Romantik als literarische Epoche: Führt in die zeitgenössischen Grundvorstellungen und das historische Umfeld der Sattelzeit ein, in der sich die bürgerliche Ordnung formierte.

Konzept der Kunstautonomie: Analysiert den Stellenwert der Kunst zwischen Sturm und Drang, Klassik und Romantik mit Fokus auf das schöpferische Subjekt.

Romantische Geschichtsauffassung: das Mittelalterbild: Erläutert die Neubewertung des Mittelalters als Gegenentwurf zur Moderne und die Funktion des triadischen Geschichtsmodells.

Zur Forschungsgeschichte: Skizziert die wechselvolle Rezeption der Romantik vom 19. Jahrhundert bis zur ideologiefreien Forschung der 80er Jahre.

Begriff der Romantik und des Romantischen: Beleuchtet die etymologische Entwicklung und die drei zentralen Verwendungsweisen des Begriffs als Haltung, Stil- und Epochenbegriff.

Die Zeitschrift „Athenäum“: Beschreibt das zentrale Organ der Frühromantik als bewusst provokantes Gemeinschaftsprojekt und Ausdruck der Universalpoesie.

das frühromantische Fragment: Definiert das Fragment als bewusste künstlerische Form, die Unvollständigkeit und Totalität vereint.

1. Romantische Ironie: Erörtert die Funktion der Ironie als Ausdruck der Kluft zwischen Endlichem und Unendlichem sowie als Mittel der Selbstreflexion.

Selbstreflexivität und Metafiktionalität: Beschreibt, wie romantische Literatur ihre eigene Konstruktion und Form zum Inhalt macht.

Das Drama der Romantik: Analysiert den Stellenwert des Dramas, das in der Romantik eher experimentell und als Lesedrama fungiert.

Der Roman der Romantik: Untersucht die Hybridität und Enzyklopädik des romantischen Romans als Medium der Universalpoesie.

Sammlungen: Behandelt die Sammeltätigkeit von Volksgut als Versuch, das kulturelle Gedächtnis der Nation zu bewahren.

Joseph Görres: Die teutschen Volksbücher: Zeigt die Hinwendung zur Volksdichtung als reaktionäres, patriotisches Heilmittel in Zeiten politischer Bedrängnis.

Die Märchensammlung der Brüder Grimm: Analysiert den Erfolg der Märchen als Hausbuch und die Spannungsfelder zwischen mündlicher Überlieferung und schriftlicher Bearbeitung.

Achim/Brentano: „Des Knaben Wunderhorn“ (1805/08): Beschreibt die normierende Bearbeitung von Liedgut zur Identitätsbildung der Nation.

Romantische Lyrik: Arbeitet die Abkehr von klassizistischen Formen zugunsten des Volksliedtons und der Klangdimension heraus.

Romantische Geselligkeit und Salonkultur: Beleuchtet die Bedeutung von Freundschaft, Salonkultur und den neuen Stellenwert von Frauen im literarischen Diskurs.

Romantische Erzählungen: Analysiert die Doppelgesichtigkeit der Welt in Texten wie „Der blonde Eckbert“ und die Merkmale des Kunstmärchens.

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776 – 1822): Porträtiert den Vertreter der schwarzen Romantik und dessen intermediale Kunstauffassung.

Romantische Naturwissenschaft: Erläutert das ganzheitliche Denken und die Erforschung der „Nachtseiten“ der Natur als Gegenentwurf zur analytischen Aufklärung.

Animalisches Magnetismus-Konzept: Diskutiert die spekulative Einbindung wissenschaftlicher Theorien in die romantische Literatur und deren psychologische Implikationen.

Heinrich Heine: Dichter der Epochenschwelle: Analysiert Heines ambivalente Stellung zwischen Romantik und politischer Moderne sowie seine kritische Desillusionierung.

Schlüsselwörter

Romantik, Universalpoesie, Fragment, Kunstautonomie, Ironie, Künstlerthematik, E.T.A. Hoffmann, Volkslied, Kunstmärchen, Salonkultur, Subjektivierung, Mittelalterbild, Heinrich Heine, Naturphilosophie, Doppelgänger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet einen fundierten wissenschaftlichen Überblick über die literarische Epoche der Romantik, ihre ästhetischen Konzepte, philosophischen Grundlagen und die wesentlichen Gattungsmerkmale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Universalpoesie, das Verhältnis von Kunst und Leben, die Rolle der Naturwissenschaften, die Bedeutung der Volkskultur sowie die subjektive Spiegelung der Wirklichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Romantik als komplexe, in sich nicht homogene Epoche darzustellen, die sich maßgeblich durch die Reflexion über das Unendliche, das Unterbewusste und die eigene künstlerische Form auszeichnet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt literaturhistorische Analysen, vergleichende Gattungsbetrachtungen und eine Untersuchung der poetologischen Konzepte der Epoche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse literarischer Formen wie Fragment, Roman und Märchen, die Rolle der Lyrik, die Bedeutung von Geselligkeit und Frauen in der Salonkultur sowie das Werk spezifischer Autoren wie Novalis, E.T.A. Hoffmann und Heinrich Heine.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Universalpoesie, romantische Ironie, Selbstreflexivität, Doppelgänger-Motiv, Intermedialität und das Spannungsfeld zwischen Aufklärung und Nachtseite der Natur prägen die Argumentation.

Wie bewertet der Autor das „serapiontische Prinzip“ bei E.T.A. Hoffmann?

Der Autor versteht es als eine spezifische poetologische Methode, bei der das innerlich Erschaute nach außen projiziert wird, wobei die äußere Realität als unverzichtbarer Impulsgeber für die autonome Imaginationskraft dient.

Welche Rolle spielt die kritische Auseinandersetzung von Heinrich Heine mit der Romantik?

Heine wird als Dichter der Epochenschwelle dargestellt, der romantische Kunstmittel nutzt, sie jedoch durch ironische Desillusionierung enttarnt, um sich vom romantischen Wirklichkeitsverlust zu befreien.

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Details

Title
Die Romantik als literarische Epoche
Subtitle
Skript
College
University of Tubingen
Author
Bachelor Ramona Schilling (Author)
Publication Year
2012
Pages
36
Catalog Number
V278628
ISBN (eBook)
9783656716914
ISBN (Book)
9783656716938
Language
German
Tags
romantik epoche skript
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Ramona Schilling (Author), 2012, Die Romantik als literarische Epoche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278628
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