Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse

Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten


Prüfungsvorbereitung, 2008

2 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Dramaturgie der Wissenschaft? - Eine Analyse von Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive

1) Günther Kaisers ‚Einleitung’ - die Eröffnungssequenz unseres „Films“

i) Etymologische Bestimmung des Begriffs „halbstark“

vermeintlich neutral-objektiv, doch angereichert mit zahlreichen Zitaten (z.B. aus Aufzeichnungen von Richtern, Pastoren/Geistlichen, Pädagogen), die schon ein gewisses Bild vom Halbstarken zeichnen
„degenerierte Volksjugend“(S.16); „Großmannssucht“ (S.17); „Altstadtschlamper“(S.19)
Kaiser distanziert sich zwar ausdrücklich und legt seinen weiteren Ausführungen eine „neutrale“ Definition („Halbstarker“ = randalierender Jugendlicher) zugrunde, der Rezipient hat aber fortan schon ein „Konzept“ im Kopf

ii) Ergebnisse der Untersuchung werden vorweggenommen und in 10 Thesen vorab behauptet

2) Der Hauptteil - die „Story“ kommt ins Laufen

a) Phänomenologischer Teil - direkter Einstieg in das Geschehen auf der Straße

i) Beobachterperspektive: Typische Erscheinungsformen bzw. „Eigentümlichkeiten“ des „Halbstarken“-Phänomens; Quellen: Polizeiberichte, Presse & Schrifttum

ii) 21 konkrete Fallbeispiele erzeugen Plastizität und vermitteln ein scheinbar authentisches Bild „halbstarken“ Verhaltens mit teilweise epischen Qualitäten Kaiser in der Rolle eines auktorialen Erzählers?

iii) „Halbstarke“ Verhaltensweisen erfüllen laut Kaiser in meisten Fällen strafrechtliche Tatbestände Teilbereich der Jugendkriminalität aber: reine Angriffs-/Schädigungskriminalität (gegenüber Nutzkriminalität)

- Untermauerung durch Verweise auf zahlreiche Paragraphen/Verordnungen
- beide „Parteien“ etabliert: „Gut gegen Böse“, „Halbstarke“ und das Gesetz
- erste Bilanz: „Danach haben wir es mit unterschiedlich großen, unorganisierten

Halbwüchsigengruppen zu tun, die in der Öffentlichkeit durch normwidriges, sinn- und nutzloses Randalieren friedensstörend auffallen und primitive Antriebserlebnise befriedigen wollen.“ (S.85)

iv) schließlich: räumliche & zeitliche Einordnung der Problematik anhand empirischer Untersuchungen/Statistiken (u.a.: durchschnittl. Verteilung der Krawalle auf Monate, Wochentage und Tageszeiten, im Verhältnis zur Einwohnerzahl der jew. Städte, funktionale Zuordnung der Orte von Ausschreitungen etc.)

- Ergebnis: Zivilisationsphänomen der Industriegesellschaft (in Großstädten)
- Hauptaugenmerk auf „Krawall-Welle“ von April 1956 bis März 1957

b) Anthropologischer Teil - der Protagonist erhält mehr „ Tiefe “

i) Meinungsbild der Öffentlichkeit (Presse, Film, Stellungnahmen von Politikern etc.) breite Palette von Standpunkten & Ansichten laut Kaiser zu wenig differenziert ( auch Kritik an ‚Saat der Gewalt’)
ii) eigene Auswertung von 645 Ermittlungs- & Strafakten aus über 20 dt. Städten Ergebnisse: fast ausschließliche Zugehörigkeit von „Halbstarken“ zur unteren Sozialschicht, geringqualifizierte Berufstätigkeit, meist unvollständige oder „geborgenheitssterile“ Familie, ausgeprägter Drang nach Prestigeerwerb/Status

[...]

Ende der Leseprobe aus 2 Seiten

Details

Titel
Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse
Untertitel
Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
2
Katalognummer
V278722
ISBN (eBook)
9783656714385
Dateigröße
410 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dramaturgie, wissenschaft, eine, analyse, günther, kaisers, studie, jugend’, halbstarken, perspektive, kurze, zusammenfassung, stichpunkten
Arbeit zitieren
Christian Undorf (Autor), 2008, Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278722

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden