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Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse

Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten

Título: Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse

Preparación para Exámenes , 2008 , 2 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christian Undorf (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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Eine kurze Zusammenfassung in Stichpunkten der Analyse von Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive

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Inhaltsverzeichnis

1) Günther Kaisers ‚Einleitung’ – die Eröffnungssequenz unseres „Films“

i) Etymologische Bestimmung des Begriffs „halbstark“

ii) Ergebnisse der Untersuchung werden vorweggenommen und in 10 Thesen vorab behauptet

2) Der Hauptteil – die „Story“ kommt ins Laufen

a) Phänomenologischer Teil – direkter Einstieg in das Geschehen auf der Straße

i) Beobachterperspektive: Typische Erscheinungsformen bzw. „Eigentümlichkeiten“ des „Halbstarken“-Phänomens; Quellen: Polizeiberichte, Presse & Schrifttum

ii) 21 konkrete Fallbeispiele erzeugen Plastizität und vermitteln ein scheinbar authentisches Bild „halbstarken“ Verhaltens

iii) „Halbstarke“ Verhaltensweisen erfüllen laut Kaiser in meisten Fällen strafrechtliche Tatbestände

iv) schließlich: räumliche & zeitliche Einordnung der Problematik anhand empirischer Untersuchungen/Statistiken

b) Anthropologischer Teil – der Protagonist erhält mehr „Tiefe“

i) Meinungsbild der Öffentlichkeit (Presse, Film, Stellungnahmen von Politikern etc.)

ii) eigene Auswertung von 645 Ermittlungs- & Strafakten aus über 20 dt. Städten

c) Ätiologischer Teil – wir lernen die „Vorgeschichte“ kennen

i) keine pathologischen Ursachen des „Halbstarken“-Phänomens

ii) unmittelbare „Auslöser“: Rolle der Publizität/Berichterstattung; „Primitivität des Rock’n’Roll“; Gruppen- & Massensituation; Alkoholkonsum

iii) Kaiser sieht aber vor allem die Familie/den Erzieher in der Pflicht, um der „inneren Verwaisung“ (S.207) entgegenzuwirken

iv) Wurzeln der „Halbstarken“-Erscheinung in Entstehung der Industriegesellschaft

d) Abschließender Teil – doch noch ein ‚Happy End’?

i) „Sozialgefährlichkeit“ der Halbstarken nicht erheblich; Bereich der Kleinkriminalität

ii) Vorschläge von Kaiser: schnelle Ahndung; Unterstellung unter erzieherische Bewährungsaufsicht; Eingriffe in das Berufsleben; ferner: Einrichtung einer polizeilich geführten zentralen Jugendkartei, Verlängerung der allgem. Schulpflicht; zurückhaltende Publizität etc.

3) Fazit/Abschließende Überlegungen

Zielsetzung und Themen der Analyse

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die wissenschaftliche Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) von Günther Kaiser einer kritischen Analyse aus einer filmisch-dramaturgischen Perspektive zu unterziehen, um die Konstruktion des Halbstarken-Phänomens in den 1950er Jahren zu untersuchen.

  • Strukturelle Analyse der Argumentationslogik von Günther Kaiser
  • Untersuchung der kriminologischen Definition von Jugenddelinquenz
  • Betrachtung gesellschaftlicher Einflussfaktoren wie Rock'n'Roll und Familienstrukturen
  • Kritische Reflexion der pädagogisch-moralischen Perspektive des Autors

Auszug aus dem Buch

Dramaturgie der Wissenschaft? – Eine Analyse von Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959)

Kaiser distanziert sich zwar ausdrücklich und legt seinen weiteren Ausführungen eine „neutrale“ Definition („Halbstarker“ = randalierender Jugendlicher) zugrunde, der Rezipient hat aber fortan schon ein „Konzept“ im Kopf. Ergebnisse der Untersuchung werden vorweggenommen und in 10 Thesen vorab behauptet.

„Halbstarke“ Verhaltensweisen erfüllen laut Kaiser in meisten Fällen strafrechtliche Tatbestände – Teilbereich der Jugendkriminalität – aber: reine Angriffs-/Schädigungskriminalität (gegenüber Nutzkriminalität). Untermauerung durch Verweise auf zahlreiche Paragraphen/Verordnungen. Beide „Parteien“ etabliert: „Gut gegen Böse“, „Halbstarke“ und das Gesetz.

Erste Bilanz: „Danach haben wir es mit unterschiedlich großen, unorganisierten Halbwüchsigengruppen zu tun, die in der Öffentlichkeit durch normwidriges, sinn- und nutzloses Randalieren friedensstörend auffallen und primitive Antriebserlebnise befriedigen wollen.“ (S.85)

Zusammenfassung der Kapitel

1) Günther Kaisers ‚Einleitung’ – die Eröffnungssequenz unseres „Films“: Das Kapitel führt in die etymologische Herleitung des Begriffs „halbstark“ ein und stellt Kaisers wissenschaftliche Thesen vor.

2) Der Hauptteil – die „Story“ kommt ins Laufen: Dieser Kernbereich gliedert sich in phänomenologische, anthropologische, ätiologische und abschließende Analyseschritte, die das Verhalten und die soziale Herkunft der Jugendlichen beleuchten.

3) Fazit/Abschließende Überlegungen: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die einseitige kriminologische Sichtweise des Autors und die moralische Färbung der damaligen Jugendforschung.

Schlüsselwörter

Halbstarke, Jugendkriminalität, Günther Kaiser, Randalierende Jugend, 1950er Jahre, Industriegesellschaft, Kriminologie, Sozialschicht, Rock'n'Roll, Erziehung, Jugenddelinquenz, Sozialgefährlichkeit, Empirie, Jugendkartei, Familienstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch die Studie „Randalierende Jugend“ (1959) von Günther Kaiser unter besonderer Berücksichtigung ihrer dramaturgischen und wissenschaftlichen Argumentationsweise.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der kriminologischen Einordnung der „Halbstarken“, den soziologischen Ursachen der Randale und den erzieherischen sowie polizeilichen Lösungsansätzen Kaisers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Konstruktion des Halbstarken-Bildes in der Nachkriegszeit zu dekonstruieren und die wissenschaftliche Objektivität des Autors kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Untersuchung erfolgt als inhaltliche Analyse der Studie, wobei die Argumentationsstruktur und die Quellenbasis Kaisers auf ihre wissenschaftliche Validität geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische, anthropologische und ätiologische Untersuchung sowie eine Diskussion über die soziale Gefährlichkeit und mögliche Gegenmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Halbstarke, Jugendkriminalität, Sozialgefährlichkeit, Rock'n'Roll, Industriegesellschaft und Erziehungsinstanzen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Rock'n'Roll?

Kaiser sieht im Rock'n'Roll einen „Auslöser“, der durch seine Primitivität die Bereitschaft zu exzessivem, randalierendem Verhalten bei den Jugendlichen massiv steigert.

Welche konkreten Maßnahmen schlägt Kaiser zur Bekämpfung der Problematik vor?

Kaiser empfiehlt unter anderem eine schnelle Ahndung („Strafe auf dem Fuße“), die Einführung einer zentralen Jugendkartei sowie eine verlängerte Schulpflicht.

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Detalles

Título
Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse
Subtítulo
Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Calificación
1,0
Autor
Christian Undorf (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
2
No. de catálogo
V278722
ISBN (Ebook)
9783656714385
ISBN (Libro)
9783656753582
Idioma
Alemán
Etiqueta
dramaturgie wissenschaft eine analyse günther kaisers studie jugend’ halbstarken perspektive kurze zusammenfassung stichpunkten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Undorf (Autor), 2008, Günther Kaisers Studie ‚Randalierende Jugend’ (1959) über die sog. „Halbstarken“ aus „filmischer“ Perspektive. Eine Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278722
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