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Menschenrechte in Brasilien. Das Leben auf der Straße

Title: Menschenrechte in Brasilien. Das Leben auf der Straße

Term Paper , 2013 , 30 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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Man sieht sie in den Zentren aller größeren Städte Südamerikas. Sie sind noch Kinder, von ihrer Lebensweise her aber schon lange erwachsen. Manche Menschen beauftragen spezielle Killer dafür, sie aus den Zentren 'verschwinden' zu lassen; andere würden ihnen gerne helfen. Die Rede ist von den unzähligen Kindern und Jugendlichen, die jeden Tag auf der Straße ihren Überlebenskampf führen müssen. Nach Schätzungen von UNO-Organisationen gibt es weltweit etwa 80 bis 100 Millionen Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben: allein gelassen, ausgesetzt, oder von zu Hause geflohen. In Lateinamerika, so schätzt UNICEF, gibt es 40 Millionen Straßenkinder, alleine in Brasilien, worauf sich diese Arbeit im Besonderen bezieht, leben etwa 25.000 Kinder auf der Straße. „Jeden Tag kämpfen sie um ihr Überleben, und gegen die Realität: Hunger, Kälte, Prostitution und Drogen - dabei leben sie in ständiger Angst vor gewalttätigen Übergriffen von Banden und der Polizei.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Recife, Brasilien – Zahlen und Fakten

3. Das Leben auf der Straße

3.1. Begriffserklärung: „Straßenkind“

3.2. Begriffserklärung: „Lebensraum Straße“

3.3. Gründe für das Verlassen seiner Familie

3.4. Der Alltag

3.4.1. Grundlegende Überlebensstrategien

3.4.2. Wege, Geld zu verdienen

3.4.3. Gewalt, Kriminalität und Suchtmittel

4. Menschenrechte

4.1. Die UN-Kinderrechtskonvention

4.2. Die Rechte der Kinder

4.2.1. Auf dem Papier und in der Realität

4.2.1. Das Recht auf Bildung

4.3. Vorgehen bei Verstößen der Kinderrechte

5. Exkurs: Hilfsprojekt: Der Kleine Nazareno e.V. - Zukunftsperspektiven

6. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensbedingungen von Straßenkindern in Brasilien, insbesondere in der Stadt Recife. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den völkerrechtlich verankerten UN-Kinderrechten und der alltäglichen Realität auf der Straße aufzuzeigen und dabei die zentrale Bedeutung von Bildung als Mittel zur Armutsbekämpfung zu beleuchten.

  • Lebensalltag und Überlebensstrategien von Straßenkindern
  • Analyse der UN-Kinderrechtskonvention im brasilianischen Kontext
  • Recht auf Bildung und tatsächliche Zugangsmöglichkeiten
  • Gewalt, Kriminalität und Ausbeutung
  • Vorstellung des Hilfsprojekts "Der Kleine Nazareno e.V."

Auszug aus dem Buch

3.1. Begriffserklärung: „Straßenkind“

Bislang konnte man sich auf keine allgemeingültige Definition für das „Straßenkind“ einigen, da einige Probleme auftreten. Ein großer Teil der "Straßenkinder" sind zum Beispiel eigentlich "Straßenjugendliche", denen durch die Bezeichnung "Kinder" eigenverantwortliches Handeln abgesprochen wird. Zudem stellt der Begriff "Straßenkind" den Ort Straße und dessen Negativität zu sehr in den Mittelpunkt. Stattdessen sollte man vor allem in wissenschaftlichen Diskursen eher von "arbeitenden Kindern" sprechen. Außerdem hat die Straße in den unterschiedlichen Kulturen denkbar unterschiedliche Bedeutungen. So unterschiedlich die Kulturen und Länder sind, in denen die Jugendlichen leben, so unterschiedlich sind die Schicksale und Beweggründe dieser. Das eine Straßenkind gibt es nicht, auch wenn es womöglich gemeinsame, soziale, politische und wirtschaftliche Faktoren geben mag.

Generell bezieht sich der Begriff „Straßenkind“ auf Kinder und Jugendliche, deren Lebensmittelpunkt die Straße bildet. In Lateinamerika wurde der Begriff in den 1980er Jahren vom UN-Kinderhilfswerk UNICEF eingeführt. Diese unterscheiden noch zwischen niños en la calle (Kinder auf der Straße): Kinder, die auf der Straße unter zum größten Teil ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, die aber noch regelmässigen Kontakt zu ihrem Elternhaus haben, und niños de la calle (Kinder der Straße): Kinder, die den Kontakt zu ihren Eltern endgültig abgebrochen haben, ganz auf der Straße leben und arbeiten und in der Regel drogenabhängig sind. Letztere werden oft auch als die „eigentlichen Straßenkinder“ gesehen. Das Durchschnittsalter bei Beginn einer so genannten Straßenkarriere liegt bei acht Jahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der weltweit Millionen von Straßenkindern ein und begründet die Wahl von Recife als Fallbeispiel sowie das Interesse der Autorin durch den Kontakt mit dem Projekt "Der Kleine Nazareno e.V.".

2. Recife, Brasilien – Zahlen und Fakten: Dieses Kapitel erläutert die sozioökonomische Lage Brasiliens, geprägt durch koloniales Erbe und extreme soziale Ungleichheit, die den Nährboden für die Entstehung des Straßenkinderphänomens bildet.

3. Das Leben auf der Straße: Hier werden Definitionen des Begriffs "Straßenkind" erörtert, der Lebensraum Straße als ambivalenter Ort analysiert sowie die Gründe für das Verlassen der Familie und der harte, von Gewalt und Drogen geprägte Alltag dargestellt.

4. Menschenrechte: Dieses Kapitel vergleicht die theoretischen Versprechen der UN-Kinderrechtskonvention mit der bitteren Realität in Brasilien und thematisiert das Recht auf Bildung sowie das Fehlen effektiver Handhabungen bei Rechteverletzungen.

5. Exkurs: Hilfsprojekt: Der Kleine Nazareno e.V. - Zukunftsperspektiven: Vorstellung der Arbeit des Vereins "Der Kleine Nazareno e.V.", der durch Kinderdörfer und Familienarbeit versucht, Straßenkindern einen Weg zurück in eine gesicherte Zukunft zu ebnen.

6. Schluss: Zusammenfassendes Fazit, welches nochmals betont, dass Armut und fehlende Rechte für Kinder auf der Straße eine Realität darstellen, die staatliche Schutzmechanismen weitgehend ignoriert.

Schlüsselwörter

Straßenkinder, Brasilien, Recife, Menschenrechte, UN-Kinderrechtskonvention, Kinderarbeit, Armut, Bildung, Lebensraum Straße, Gewalt, Suchtmittel, Soziale Ungleichheit, Der Kleine Nazareno e.V., Straßenkarriere, Verwahrlosung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der prekären Lebenssituation von Straßenkindern in der brasilianischen Stadt Recife und untersucht, inwiefern die UN-Kinderrechtskonvention in diesem Kontext Anwendung findet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der Alltag von Straßenkindern, die Ursachen für ihre Flucht auf die Straße, die Problematik der Menschenrechte sowie die kritische Analyse des Bildungssystems für diese Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem rechtlichen Anspruch auf Schutz und Bildung für Kinder und der tatsächlichen, oftmals verwahrlosten Realität auf den Straßen Brasiliens aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, ergänzt durch die Betrachtung von Fallbeispielen und die Vorstellung eines spezifischen Hilfsprojektes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte deskriptive Darstellung des Lebens auf der Straße und eine analytische Auseinandersetzung mit der UN-Kinderrechtskonvention sowie dem Recht auf Bildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Straßenkinder, Menschenrechte, Kinderrechtskonvention, Armut, Bildungschancen und soziale Ungleichheit in Brasilien.

Warum wird speziell die Stadt Recife als Beispiel herangezogen?

Recife dient als Fallbeispiel, da die Autorin durch ihr früheres Engagement für das Hilfsprojekt "Der Kleine Nazareno e.V." einen persönlichen Bezug zu dieser Stadt und der dortigen Situation der Straßenkinder hat.

Welche Rolle spielt die Bildung laut der Arbeit für diese Kinder?

Bildung wird als eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Überwindung von Armut identifiziert, ist jedoch für die Kinder auf der Straße aufgrund ihrer Lebensumstände und mangelnder staatlicher Unterstützung kaum erreichbar.

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Details

Title
Menschenrechte in Brasilien. Das Leben auf der Straße
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
30
Catalog Number
V278973
ISBN (eBook)
9783656933113
ISBN (Book)
9783656933120
Language
German
Tags
menschenrechte brasilien leben straße
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Menschenrechte in Brasilien. Das Leben auf der Straße, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278973
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