Headhunter übernehmen mit einem Recruiting-Auftrag eine enorme Verantwortung bei der Suche nach kompetenten, qualifizierten Führungspersönlichkeiten. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden und tatsächlich geeignete, leistungsstarke und integere Kandidaten zu selektieren und identifizieren, stehen durch die Entwicklung und Verbreitung von unterschiedlichsten Social Media Plattformen eine große Zahl an neuen, teils unbekannten Möglichkeiten und Mittel zur Verfügung.
Diese Masterthesis spürt der spannenden Frage nach, welche Eignung Social Media für das Führungskräfterecruiting durch Headhunter besitzen, welche neuen Chancen und Aufgaben sich daraus ergeben und wie weit diese durch Headhunter speziell auf der Suche nach Führungskräften für die Modebranche in Deutschland bereits genutzt werden. Bei gezieltem und systematischem Einsatz von Social Media können potentielle Kandidaten bereits vor der Probephase, ggfs. sogar vor persönlichen Gesprächen wesentlich besser als früher auf Ihre Eignung überprüft werden. In Zeiten des demographischen Wandels, Fachkräftemangels und dem „War for Talents“, des zunehmend eigenen Recruitings durch Personalverantwortliche in Unternehmen, der Bedeutungszunahme von Social Media und der damit einhergehenden umfangreichen Informationszunahme über Personen und Unternehmen im Internet gilt es insbesondere für Headhunter, sich auf diese alten und neuen Trends einzustellen. In einer empirischen Studie wird in dieser Masterthesis der Status quo dieser Anpassung analysiert. Aus den Untersuchungen der Forschungsdiskurse zu den Themen Headhunter, Social Media und zur Modebranche werden unter Einbezug der Studien-Analyseergebnisse konkrete Handlungsempfehlungen und Potentiale für den zukünftigen Einsatz von Social Media für das Führungskräfte-Recruiting durch Headhunter erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit.
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Aufbau und Struktur der Arbeit
2. Grundlagen und Voraussetzungen
2.1 Die Bedeutung der deutschen Modebranche
2.2 Theoretische Grundüberlegungen und Thesen.
3. Aufgaben von Personalberatungen und Headhuntern
3.1 Headhunting als Dienstleistung für den Personalbereich
3.1.1 Begriffliche Einordnung
3.1.2 Entwicklung einer verschwiegenen Branche
3.1.3 Ökonomische Begründung der Herausbildung
3.2 Aufgaben ein Headhunters - Wie funktioniert die tägliche Arbeit?
3.2.1 Ablauf der Beratungsdienstleistung
3.2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.3 Die Executive Search Branche: Recruiting-Trends & Social Media
3.4 Headhunter und die Modebranche
4. Charakterisierung des Begriffs „Social Media“ - Definition und Entwicklung
4.1 Charakterisierung des Begriffs „Social Media“
4.2 Soziale Netzwerke
4.3 Bedeutung von Social Media für die Personalarbeit
5. Online-Instrumente für die Personalbeschaffung
5.1 Die klassischen Internetansätze - E-Recruiting
5.1.1 Allgemeine Online-Jobbörsen
5.1.2 Online-Stellenmärkte für Fach- und Führungskräfte
5.1.3 Branchenspezifische Online-Jobbörsen
5.1.4 Zusammenfassung
5.2 Social Media in der Personalbeschaffung
5.2.1 Motive und Möglichkeiten des Einsatzes von Social Media
5.2.2 Allgemeine Communities
5.1.1.1 Facebook
5.1.1.2 Twitter
5.1.1.3 Google+
5.2.3 Business Communities
5.2.3.1 XING
5.2.3.2 LinkedIn
5.2.3.3 Anangu
5.2.4 Zusammenfassung
6. Empirische Erhebung: Ausführliche Analyse einer Befragung von Headhuntern in Deutschland
6.1 Vorstellung des Fragebogens
6.2 Vorstellung des Vorgehens und der Zielgruppe
6.3 Auswertung einzelner Fragen
6.3.1 Soziodemographische Daten
6.3.2 Berufliches und privates Nutzungsverhalten im Bezug auf Soziale Netzwerke
6.3.3 Bedeutungseinschätzung von Social Media für Recruiter
6.3.4 Einsatz-Erfolgsmessung von Social Media bei der Kandidatensuche
6.3.5 Nutzungsumfang und die jeweiligen Nutzungsgründe von Social Media beim Recruitment
6.3.6 Zusätzliche Informationssuche zur Einschätzung von Kandidaten
6.3.7 Anforderungen an Social Media von Recruitern
6.3.8 Änderungen der Arbeitsweise durch Social Media
6.4 Ergänzende Ergebnisse und persönliche Kommentierungen
7. Potentiale von Social Media für Headhunter - Gesamtinterpretation anhand relevanter Detailergebnisse
7.1 Relevanz verschiedener Social Media Portale für Headhunter
7.2 Geschlechts- und altersbezogene Relevanzen
7.3 Potential von Social Media für Recruiting in der Modebranche
7.4 Bedeutungseinschätzung von Social Media für den Recruiting-Prozess
7.5 Bedürfnisse und Ansprüche an Social Media aus Headhunter-Sicht
8. Wie können Social Media beim Recruiting von Führungskräften unterstützen - Eine Antwort unter Einbezug der Analyseergebnisse
8.1 Konkrete Handlungsempfehlungen
8.1.1 Social Media Einsatz zur Unternehmensanalyse des Auftraggebers
8.1.2 Social Media Einsatz in der Research-Phase
8.1.3 Social Media Einsatz in der Phase des Follow Up
8.2 Zusammenfassung
9. Social Media und die Executive Search Branche - Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Social Media für das Führungskräfterecruiting durch Headhunter, mit einem speziellen Fokus auf die deutsche Modebranche. Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Nutzung dieser Plattformen zu analysieren, Chancen und Risiken zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen für Headhunter abzuleiten, um in Zeiten von Fachkräftemangel und digitalem Wandel wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Analyse der Relevanz verschiedener Social Media Portale (Business vs. allgemeine Netzwerke).
- Untersuchung des Recruiting-Prozesses von Headhuntern und dessen Veränderung durch Social Media.
- Empirische Befragung von Headhuntern in der deutschen Fashion- und Lifestylebranche.
- Identifizierung von Anforderungen an zukünftige Recruiting-Tools und Matching-Technologien.
- Ableitung von Strategien für Unternehmensanalyse, Research-Phase und Follow-up.
Auszug aus dem Buch
3.4 Headhunter und die Modebranche
An dieser Stelle wird die These aufgestellt, dass die Modebranche einer der anspruchsvollsten Branchen für das Executive Search Business darstellt. Durch Mode können sich Menschen von anderen abheben, von anderen unterscheiden, hervorheben oder auszeichnen. Kurzgesagt, die Mode bietet die Möglichkeit der Distinktion. Aber auch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe kann durch das Tragen bestimmter Kleidung repräsentiert werden (Niemann 2011). Mode ist sowohl Ausdruck des Individualismus als auch des Kollektivismus, während Fashion einem ständigen Wandel unterliegt (Hartfiel & Hillmann 1982: pp.508-509 od. Reinhold 2000: p.441).
Die Branche ist dabei sehr schnelllebig, denn Modeunternehmen und Brands müssen ihre Konsumenten permanent und immer wieder bei Laune halten und dabei dem Zeitgeschehen stets ein Stück voraus sein. Um im Modemarkt erfolgreich zu sein, sind die Notwendigkeit, Trends vor allen anderen aufzuspüren und die richtige Werbestrategie gezielt einzusetzen, Voraussetzungen. Dafür werden nicht nur Designer und Trendscouts, welche ein Gespür für neue Trends haben und sich mit der richtigen Farb- und Stoffauswahl auskennen, benötigt, sondern erfahrene Einkäufer, Produkt-Manager, Retail Manager, Store Manager, Sales Manager, Geschäftsleiter und viele mehr. Für die Modebranche in Deutschland gibt es einige Personalberatungsagenturen bzw. Boutiquen, die sich auf die Kandidatensuche für die Lifestyle- und Fashionbranche spezialisiert haben bzw. besondere Kompetenzen für die Branche aufweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand eingeführt, die Problemstellung umrissen und die Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodischer Aufbau erläutert.
2. Grundlagen und Voraussetzungen: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung der deutschen Modebranche als Wirtschaftsfaktor und leitet daraus Thesen für die Eignung des Social Media Trends ab.
3. Aufgaben von Personalberatungen und Headhuntern: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Dienstleistungen, Prozessen und dem rechtlichen Rahmen der Headhunting-Branche sowie deren Interaktion mit Recruiting-Trends.
4. Charakterisierung des Begriffs „Social Media“ - Definition und Entwicklung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung und Begriffsbestimmung von Social Media sowie eine explizite Abgrenzung von sozialen Netzwerken im Kontext der Personalarbeit.
5. Online-Instrumente für die Personalbeschaffung: Es werden verschiedene E-Recruiting-Methoden und Social Media Plattformen vorgestellt, um deren Eignung für die Personalbeschaffung zu bewerten.
6. Empirische Erhebung: Ausführliche Analyse einer Befragung von Headhuntern in Deutschland: Kernstück der Arbeit ist die Analyse und Auswertung der anonymen Online-Befragung von Fachkräften aus dem Bereich Personalberatung.
7. Potentiale von Social Media für Headhunter - Gesamtinterpretation anhand relevanter Detailergebnisse: Hier werden die empirischen Befunde mit dem theoretischen Teil verknüpft, um die Relevanz und Potenziale für die Branche zu interpretieren.
8. Wie können Social Media beim Recruiting von Führungskräften unterstützen - Eine Antwort unter Einbezug der Analyseergebnisse: Das Kapitel bietet konkrete Handlungsempfehlungen für verschiedene Phasen des Recruiting-Prozesses.
9. Social Media und die Executive Search Branche - Fazit und Ausblick: Diese Abschlussbetrachtung fasst die Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige technologische Entwicklung im Recruiting-Bereich.
Schlüsselwörter
Headhunting, Social Media, Personalarbeit, Modebranche, Führungskräfterecruiting, Executive Search, E-Recruiting, Soziale Netzwerke, Personalbeschaffung, Employer Branding, Recruiting-Trends, Digitale Kommunikation, Talent Management, Business Communities, Online-Jobbörsen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterthesis grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Headhunter soziale Medien in ihren Arbeitsprozess integrieren können, um Führungskräfte für die deutsche Modebranche zu gewinnen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Personalwesens, die Besonderheiten der Modebranche, die Definition von Social Media sowie die Analyse von Recruiting-Strategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifizierung von Potenzialen und die Ableitung von Handlungsanleitungen, wie Headhunter Social Media effektiv für das Führungskräfte-Recruiting nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Der theoretische Teil basiert auf Literaturanalysen, während der empirische Teil eine internetbasierte, anonyme Befragung von in Deutschland tätigen Headhuntern nutzt.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen von Social Media und Netzwerken dargelegt als auch eine detaillierte empirische Auswertung der Befragungsergebnisse vorgenommen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Headhunting, Social Media, Personalarbeit, Modebranche, Recruiting-Trends und Executive Search.
Warum wurde die Modebranche als Beispiel gewählt?
Die Modebranche zeichnet sich durch eine hohe Affinität zu Trends, Dynamik und Innovation aus, weshalb sie als prädestiniert für die Untersuchung neuer Rekrutierungswege gilt.
Welche Rolle spielen Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn?
Die Arbeit zeigt, dass XING und LinkedIn für Headhunter eine übergeordnete Bedeutung im Vergleich zu allgemeinen Communities wie Facebook oder Twitter haben.
- Citation du texte
- MBA Robin Schlesinger (Auteur), 2013, Social Media für Headhunter. Rekrutierung von Fach- und Führungskräften für die Modebranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279098