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Das erste Gebot. Ein Zeugnis des Monotheismus?

Titel: Das erste Gebot. Ein Zeugnis des Monotheismus?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Inga Zajons (Autor:in)

Theologie - Religion als Schulfach
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Eigentlich scheint dieser Appell sehr deutlich zu sein. Es geht um den einen Gott, den es zu verehren gilt. Betrachtet man jedoch das erste Gebot und dessen historischen Kontext genauer, stellt man angesichts der kulturellen Vielfalt eine gewisse Problematik fest. Was bedeutete dieser Ausspruch für die Menschen der damaligen Zeit? Sollte die Existenz anderer Götter geleugnet werden, oder zielte das Gebot auf etwas ganz anderes ab? Handelte es sich hierbei vielmehr um eine ausschließliche Anerkennung des einen Gottes Israels? Diese Fragen finden noch heute in der alttestamentlichen Wissenschaft Gehör. Es handelt sich hierbei nicht ausschließlich um ein Phänomen des alten Israels und dessen Umwelt. Die Frage nach Gott und dessen Beziehung zum Menschen zeugt noch immer von Aktualität. So empfängt er durch ihn sowohl Heil als auch Leid und kann sein Schicksal als Geschick nicht aus Gottes Hand nehmen.
"Am Guten Tag sei guter Dinge, und am bösen Tag bedenke: Diesen hat Gott geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist." (Koh 7,14) Wie ist das Erste Gebot demnach zu verstehen? Es stellt sich die Frage, ob es als radikale Aufforderung zur Ausschließlichkeit des Glaubens zu sehen ist, oder ob es sich vielmehr um ein Bekenntnis, welches die Verehrung eines einzigen Gottes fordert, handelt. Diese Arbeit wird sich mit der Frage nach dem einzigen Gott befassen und versuchen die Bedeutung des Ersten Gebotes herauszustellen. Es soll darauf eingegangen werden, ob es sich hierbei um einen Aufruf zur Ausschließlichkeit Gottes handelt, oder ob der Begriff „Monotheismus“ vor dem Hintergrund des Fremdgötterverbots keine Gültigkeit besitzt. Dabei soll jedoch nicht nur der Fokus auf das historische Israel gelenkt werden. Es soll anschließend konstatiert werden, welche Bedeutung das Erste Gebot mit seinem appellativen Charakter für die heutige Zeit besitzt und wie es angesichts der Kulturvielfalt zu verstehen ist. So wird zunächst auf die Ausschließlichkeit Gottes im Allgemeinen eingegangen, um die Aktualität zu verdeutlichen. Anschließend wird der Fokus auf das Erste Gebot gelenkt und dem damit verbundenen Jahweglauben. Hierbei spielt sowohl die Entstehungsgeschichte als auch die formale Gestalt des Gebotes eine besondere Rolle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Frage nach der Ausschließlichkeit Gottes

2. 1 Monotheismus und Monolatrie

3. Gott als der Einzige unter Göttern des historischen Israels

3.1 Inhalt und Intention des biblischen Monotheismus

3.1.1 Die Entstehungsgeschichte des Ersten Gebotes

3.2 Formale Analyse des Ersten Gebotes

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Ersten Gebots „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ im Kontext des alten Israels. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob das Gebot als Ausdruck eines strikten Monotheismus oder als monolatrischer Aufruf zur Alleinverehrung Jahwes zu verstehen ist, und welche Relevanz diese Unterscheidung für heutige religiöse Diskurse hat.

  • Historische Einordnung des Ersten Gebots im Kontext des alten Orients
  • Abgrenzung der Begriffe Monotheismus und Monolatrie
  • Analyse der biblischen Exklusivitätsansprüche Jahwes
  • Formale Untersuchung der Selbstvorstellungsformel Gottes
  • Bedeutung der Freiheit und des Ethos innerhalb der Zehn Gebote

Auszug aus dem Buch

3.1 Inhalt und Intention des biblischen Monotheismus

Die Heilige Schrift ist ein Zeugnis der Beziehung von Gott zu den Menschen. Er ist es, der den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen und ihn somit zu seinem Repräsentanten auf der Erde gemacht hat. Vor diesem Hintergrund wird die Exklusivität Gottes deutlich. Ihm gilt sowohl Lobpreis, als auch Klage.

Herr unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen. (Ps 8,2)

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Ps 22,2)

Nach der im Voraus angeführten Definition ist der Monotheismus als der bedingungslose Glaube an einen einzigen Gott zu verstehen. Hierfür bietet das Alte Testament mit dem Propheten Deuterojesaja Belege. So heißt es in DtJes: Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr wißt und mir glaubt und erkennt, daß ich’s bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich bin der Herr, und außer mir ist kein Heiland. Ich hab’s verkündigt und habe auch geholfen und hab’s euch sagen lassen; und es war kein fremder Gott unter euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und ich bin Gott. Ich bin, ehe denn ein Tag war, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will’s wenden? (Jes 43,10-13)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Ersten Gebots im Kontext kultureller Vielfalt und stellt die Frage nach dem Verständnis der Ausschließlichkeit Gottes.

2. Die Frage nach der Ausschließlichkeit Gottes: Dieses Kapitel thematisiert die aktuelle Kritik am Monotheismus und arbeitet die geschichtliche Verwurzelung der Exklusivitätsansprüche Gottes im Alten Testament heraus.

2. 1 Monotheismus und Monolatrie: Hier werden die Begriffe definiert, um eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Gott-Mensch-Beziehung jenseits eines starren Monotheismus zu ermöglichen.

3. Gott als der Einzige unter Göttern des historischen Israels: Es wird dargelegt, wie Israel in seiner Umwelt der Verführung durch fremde Gottheiten ausgesetzt war und wie daraus die Forderung nach der Alleinverehrung Jahwes erwuchs.

3.1 Inhalt und Intention des biblischen Monotheismus: Das Kapitel untersucht anhand prophetischer Texte, wie die Einzigkeit Jahwes zur Stärkung des Vertrauens des Volkes Israel instrumentalisiert wurde.

3.1.1 Die Entstehungsgeschichte des Ersten Gebotes: Es wird aufgezeigt, dass das Erste Gebot aus einem längeren Prozess entstand, in dem Bildlosigkeit, Ausschließlichkeit und Geschichtsbezogenheit zusammenwirken.

3.2 Formale Analyse des Ersten Gebotes: Dieses Kapitel analysiert die Selbstvorstellung Gottes und die Exodusformel als legitimierende Elemente für die Beziehung zwischen Gott und dem Volk.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass das Erste Gebot primär auf eine exklusive Bindung abzielt und der Begriff der Monolatrie der Intention des Textes besser gerecht wird als der des Monotheismus.

Schlüsselwörter

Erstes Gebot, Monotheismus, Monolatrie, Jahwe, Dekalog, Altes Testament, Ausschließlichkeit, Gottesbeziehung, Fremdgötterverbot, Deuterojesaja, Religionsgeschichte, Israel, Exklusivität, Gotteserfahrung, Kultus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Erste Gebot („Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“) unter der Fragestellung, wie die Forderung nach der Ausschließlichkeit Gottes im historischen Israel zu verstehen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der alttestamentliche Jahweglaube, die Abgrenzung zum Polytheismus, die Funktion des Fremdgötterverbots und die begriffliche Einordnung in Monotheismus versus Monolatrie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob das Erste Gebot eine radikale Leugnung anderer Götter (Monotheismus) oder einen Aufruf zur exklusiven Verehrung Jahwes (Monolatrie) darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-kritische Analyse alttestamentlicher Texte sowie eine theologische Begriffsklärung vorgenommen, um die Absicht und den Entstehungskontext des Gebots zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Umwelt des alten Israel, die prophetischen Zeugnisse zu Gottes Einzigkeit sowie die formale Gestalt des Ersten Gebots, inklusive der Selbstvorstellung Gottes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören: Erstes Gebot, Monolatrie, Jahwe, Dekalog, Exklusivität, alttestamentlicher Glaube und Fremdgötterverbot.

Warum wird der Begriff „Monolatrie“ in der Arbeit bevorzugt?

Der Begriff wird bevorzugt, da das Erste Gebot die Existenz anderer Götter zwar nicht leugnet, aber dennoch die exklusive Verehrung des Gottes Israels fordert, was dem Wesen der Monolatrie entspricht.

Welche Rolle spielt der Prophet Deuterojesaja in der Argumentation?

Deuterojesaja dient als zentraler Beleg für die Ausgestaltung des Vertrauensverhältnisses zu Jahwe und die explizite Betonung seiner Einzigkeit im Kontext der exilischen Erfahrung.

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Details

Titel
Das erste Gebot. Ein Zeugnis des Monotheismus?
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Altes Testament
Note
1,0
Autor
Inga Zajons (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V279131
ISBN (eBook)
9783656720140
ISBN (Buch)
9783656720355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gebot zeugnis monotheismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Inga Zajons (Autor:in), 2013, Das erste Gebot. Ein Zeugnis des Monotheismus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279131
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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