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Rechtsnaturalismus und Interessenjurisprudenz. Ein Vergleich aus rechtstheoretischer Sicht

Title: Rechtsnaturalismus und Interessenjurisprudenz. Ein Vergleich aus rechtstheoretischer Sicht

Seminar Paper , 2012 , 19 Pages , Grade: 16

Autor:in: Alexander Ihlefeldt (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Die vorliegende Arbeit ist im Rahmen des Proseminars zur "Rechtstheorie" des Schwerpunkts I an der Leibniz Universität entstanden. Sie behandelt thematisch einen rechtstheoretischen Vergleich von Naturalismus und Interessenjurisprudenz.
Diese sind nur zwei der wesentlichen Strömungen der deutschen Rechtswissenschaft in der Zeit vom ausgehenden 19. bis zu den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Diese Zeit ist insbesondere im damaligen Kaiserreich reich an bahnbrechenden Innovationen quer durch alle Bereiche der Wissenschaft. Im Bereich der Jurisprudenz steht dafür nur exemplarisch die Einführung des BGB als erste gesamtdeutsche Zivilrechtskodifikation.
Der Gang der Untersuchung soll zunächst die Begriffe „Rechtsnaturalismus“ und „Interessenjurisprudenz“ umreißen und sie sodann in ihren jeweiligen rechtstheoretischen Kontext stellen.
Insbesondere wird dabei auf den Einfluss naturalistischen Denkens im Strafrecht sowie die Auseinandersetzung zwischen Verfechtern der Interessenjurisprudenz und jenen der Begriffsjurisprudenz eingegangen.

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Inhaltsverzeichnis

  • A. Einleitung
  • B. Rechtsnaturalismus
    • I. Begriffserklärung und zeitgeschichtlicher Kontext
    • II. Der Naturalismus in der Rechtstheorie
      • 1. Rechtssätze im sogenannten ethischen Naturalismus
      • 2. Rechtsnaturalismus im strafrechtlichen Kontext
    • III. Gegner des Rechtsnaturalismus und deren Kritik
  • C. Interessenjurisprudenz
    • I. Begriffsklärung und zeitgeschichtlicher Kontext
    • II. Die Interessenjurisprudenz in der Rechtstheorie
      • 1. genetische und produktive Interessenjurisprudenz
      • 2. Methodologie und Gesetzesauslegung
      • 3. Gesetzeslücken
    • III. Kritiker der Interessenjurisprudenz
  • D. Zusammenhang zwischen Rechtsnaturalismus und Interessenjurisprudenz
  • E. Wo stehen wir heute?

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit dem Rechtsnaturalismus und der Interessenjurisprudenz als zwei bedeutenden Strömungen der deutschen Rechtswissenschaft im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Das Ziel ist es, die beiden Konzepte zu definieren, ihren historischen Kontext aufzuzeigen und ihre rechtstheoretischen Implikationen zu untersuchen.

  • Die Entwicklung des Rechtsnaturalismus im Kontext der deutschen Rechtsdogmatik
  • Die Konfrontation mit der Begriffsjurisprudenz und ihren methodologischen Ansätzen
  • Die Bedeutung des Zweckdenkens im Rechtsnaturalismus, insbesondere im Strafrecht
  • Die Entstehung und Entwicklung der Interessenjurisprudenz
  • Die Relevanz der Interessenjurisprudenz für die Gesetzesauslegung und die Behandlung von Gesetzeslücken

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die Bedeutung des Rechtsnaturalismus und der Interessenjurisprudenz im Kontext der deutschen Rechtsgeschichte dar.

Kapitel B befasst sich mit dem Rechtsnaturalismus, definiert den Begriff und erläutert seinen historischen Kontext. Des Weiteren werden die wichtigsten Vertreter und ihre Ansätze im Bereich der Rechtsdogmatik vorgestellt.

Kapitel C widmet sich der Interessenjurisprudenz, erklärt die verschiedenen Arten und ihre Anwendung in der Rechtswissenschaft.

Kapitel D untersucht die Beziehung zwischen Rechtsnaturalismus und Interessenjurisprudenz.

Schlüsselwörter

Rechtsnaturalismus, Interessenjurisprudenz, deutsche Rechtswissenschaft, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Rechtstheorie, Rechtsdogmatik, Strafrecht, Begriffsjurisprudenz, Methodologie, Gesetzesauslegung, Gesetzeslücken.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Rechtsnaturalismus?

Rechtsnaturalismus ist eine Strömung, die rechtliche Phänomene mit naturwissenschaftlichen Methoden oder biologisch-soziologischen Gesetzmäßigkeiten zu erklären versucht, oft im Gegensatz zu rein formalen Ansätzen.

Was bedeutet Interessenjurisprudenz?

Diese methodische Richtung sieht Gesetze als Resultat von Interessenkonflikten. Der Richter soll bei der Auslegung die hinter dem Gesetz stehenden Interessen und Zwecke berücksichtigen.

Was ist der Unterschied zwischen Begriffs- und Interessenjurisprudenz?

Die Begriffsjurisprudenz arbeitet rein logisch-formal mit Rechtsbegriffen, während die Interessenjurisprudenz den lebensnahen Zweck und die sozialen Bedürfnisse in den Vordergrund stellt.

Welchen Einfluss hatte der Naturalismus auf das Strafrecht?

Er führte zu Theorien, die das Verbrechen als biologisches oder soziales Phänomen sahen, was Diskussionen über Prävention und die Zweckmäßigkeit von Strafen befeuerte.

Wie geht die Interessenjurisprudenz mit Gesetzeslücken um?

Bei Lücken soll der Richter eine Entscheidung treffen, die dem vom Gesetzgeber beabsichtigten Interessenausgleich am besten entspricht, statt nur formale Analogien zu nutzen.

In welcher Zeit waren diese Strömungen besonders einflussreich?

Die Arbeit fokussiert auf die Zeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre, eine Ära großer Innovationen wie der Einführung des BGB.

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Details

Title
Rechtsnaturalismus und Interessenjurisprudenz. Ein Vergleich aus rechtstheoretischer Sicht
College
University of Hannover  (Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Privatrecht und Wirtschaftsrecht)
Course
Rechtstheorie
Grade
16
Author
Alexander Ihlefeldt (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V279173
ISBN (eBook)
9783656731535
ISBN (Book)
9783656741299
Language
German
Tags
rechtsnaturalismus interessenjurisprudenz vergleich sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Ihlefeldt (Author), 2012, Rechtsnaturalismus und Interessenjurisprudenz. Ein Vergleich aus rechtstheoretischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279173
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