Annahmen zur deutschen Bildungsgeschichte, Antike, Ursprünge des Begriffs Gymnasium, Bedeutung des Christentums, Bildungseinrichtungen im Mittelalter, Domschulen, Klosterschulen, Lateinschulen, Universitäten, Stadtschulen, Humanismus, Reformation, Renaissance, veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Hochschulzugang in Preußen, Abitur in Preußen, Reifeprüfung, Absolutismus, preußisch-deutsche Gymnasium, lateinlose Mittelschulen, Landschulen, Nationalsozialismus, Steuerung in der Bildung, abnehmende Staatlichkeit, Lernen, Hochschulen
Inhaltsverzeichnis
1. Charakteristische Annahmen zur deutschen Bildungsgeschichte (FALSCHE ANNAHMEN!!)
2. Charakteristische Annahmen zur deutschen Bildungsgeschichte (TATSÄCHLICHE ANNAHMEN!!)
3. Die Entstehung der organisierten Unterweisung in der Antike
4. Ursprünge des Begriffs „Gymnasiums“
5. Bedeutung des Christentums für die okzidentale (westlich/abendländisch) Bildungsentwicklung
6. Anfänge organisierter Unterweisung im deutschen Sprach- und Kulturraum im 8. Jahrhundert (Karolingerzeit) – Beginn der Strukturierung der Bildung (Organisation im Gymnasium und Schule im Allgemeinen)
7. Bildungseinrichtungen in Deutschland in der Zeit des Mittelalters entwickeln sich in 4 Schichten
8. Kloster- und Domschulen
9. Verhältnis von Universitäten und Lateinschulen im Mittelalter
10. Universitäten im Mittelalter
11. Stadtschulen im Mittelalter (bis zum 16. Jahrhundert)
12. Das höhere Bildungswesen unter dem Einfluss von Humanismus und Reformation
13. Renaissance und Humanismus
14. Neuordnung des Bildungswesens durch die Reformation
15. Schulentwicklung und Schulreform
16. Schulreform in den katholischen Territorien
17. Am Ende des 16. Jahrhunderts in Deutschland vorhandene höhere Schulen
18. Höhere Schulen zwischen der Reformation und dem Ende des 18. Jahrhunderts
19. Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen im 18. Jahrhundert
20. Entwicklung des Themas Hochschulzugang in Preußen im 18. Und 19. Jahrhundert
21. Etablierung und Ausgestaltung des Abiturs (1788-1834)/Institutionalisierung der Reifeprüfung
22. Historischer Kontext
23. das preußisch-deutsche Gymnasium im 19. Jahrhundert
24. Das Gymnasium – Dimensionen des Wandels
25. Veränderung des höheren Schulwesens
26. Andere (nicht-höhere) Schulformen/Was passierte neben dem Gymnasium?
27. Gymnasium im Nationalsozialismus
28. Was heißt „Steuerung“ in der Bildung?
29. Politikverflechtung
30. Differenzierung nach Bildungssektoren: Prinzip der „abnehmenden Staatlichkeit“
31. Unterscheidung von privaten Organisationen (Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft)
32. Finanzierungsmodalitäten
33. Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulen)
34. Lernen (formell, non-formell, informell)
35. Hochschulen in Deutschland (relativ aktuell)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und strukturelle Ausgestaltung des deutschen Bildungssystems von der Antike bis zur Gegenwart, mit besonderem Fokus auf den Wandel des Gymnasiums, die Steuerungsprozesse in der Bildungspolitik sowie die Differenzierung zwischen staatlichen und privaten Bildungsinstitutionen.
- Historische Evolution des Schulwesens von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit.
- Struktureller Wandel des Gymnasiums als zentrale Bildungsinstitution und dessen Einfluss auf den Hochschulzugang.
- Analyse bildungspolitischer Steuerungsebenen und politischer Entscheidungsprozesse im deutschen Kulturföderalismus.
- Vergleich von Bildungsformen (formell, non-formell, informell) und die Entwicklung privater Schulträger.
Auszug aus dem Buch
10. Universitäten im Mittelalter
Formen der Universität: - die ältesten Universitäten wurden nicht gegründet sondern entstanden in einem längeren Bildungs- und Formierungsprozess - sie entstanden oft aus vorhandenen Schulen heraus - zwei Universitätstypen waren zu unterscheiden: 1. Universitäten aus Gewohnheit: - in einem „Akt der Selbsthilfe“ schlossen sich wandernde Gelehrte (Magister) und ihre Schüler zu Korporationen zusammen, um ihren rechtlichen und sozialen Status durch Verhandlungen mit kirchlichen Institutionen zu regeln. Dazu zählten z.B.: Schutzrechte, Privilegien (Aufenthaltsrechte) und Steuern auf diese Weise formte sich allmählich die Universität als Institution
Zusammenfassung der Kapitel
10. Universitäten im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert die organische Entstehung von Universitäten aus bestehenden Schulen heraus und beschreibt die Gründung durch Korporationen von Gelehrten.
12. Das höhere Bildungswesen unter dem Einfluss von Humanismus und Reformation: Hier werden die durch die Reformation angestoßenen theologischen und bildungspolitischen Veränderungen sowie der Einfluss des Humanismus auf das Schulwesen thematisiert.
21. Etablierung und Ausgestaltung des Abiturs (1788-1834)/Institutionalisierung der Reifeprüfung: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Standardisierung des Hochschulzugangs und die Entwicklung des Gymnasiums zur Institution, die zur Hochschulreife führt.
28. Was heißt „Steuerung“ in der Bildung?: Diese Sektion definiert die verschiedenen Verfahren der politisch-administrativen Steuerung des Bildungssystems und benennt die beteiligten Akteure.
Schlüsselwörter
Bildungssystem, Bildungsgeschichte, Gymnasium, Reformation, Humanismus, Universitäten, Mittelalter, Schulreform, Abitur, Hochschulzugang, Steuerung, Bildungspolitik, Privatschulen, Kulturföderalismus, Lernformen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Genese und der strukturellen Organisation des deutschen Bildungssystems, insbesondere der Entwicklung des höheren Schulwesens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die historische Entwicklung der Schule, das Verhältnis von Staat und Kirche, der Wandel des Gymnasiums sowie aktuelle Steuerungsmodelle in der Bildungspolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den langfristigen Transformationsprozess des deutschen Schul- und Hochschulwesens aufzuzeigen und die institutionellen Rahmenbedingungen besser verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine historische und strukturanalytische Betrachtungsweise, die Bildung als einen von politisch-administrativen Prozessen gesteuerten Bereich begreift.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil spannt einen Bogen von der antiken Wissensvermittlung über die mittelalterlichen Klosterschulen und Universitäten bis hin zu den modernen Schulreformen des 19. und 20. Jahrhunderts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungsgeschichte, Kulturföderalismus, Gymnasialwesen, Hochschulzugang und die Unterscheidung zwischen formellen und informellen Lernprozessen.
Wie unterscheidet sich eine Ersatzschule von einer staatlichen Schule?
Ersatzschulen sind in freier Trägerschaft organisiert, unterliegen aber staatlicher Genehmigung und müssen den Mindeststandards öffentlicher Schulen entsprechen, bieten jedoch oft alternative didaktische Konzepte.
Welche Rolle spielten die Korporationen bei der Entstehung von Universitäten?
Die Korporationen ermöglichten Gelehrten im Mittelalter durch Selbsthilfe eine rechtliche Absicherung und Privilegien, was den Grundstein für die heutige institutionelle Hochschulautonomie legte.
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- Lea Lorena Jerns (Autor:in), 2014, L-M4: Bildungssysteme und Bildungsentwicklung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279224