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Das Böse in der islamischen Tradition unter Einbezug der christlichen Tradition und des Hiobmotivs

Título: Das Böse in der islamischen Tradition unter Einbezug der christlichen Tradition und des Hiobmotivs

Trabajo Escrito , 2012 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Markus Mopser (Autor)

Teología - Religión comparativa
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Das Böse und alltägliche Erfahrungen mit dem Bösen sind uns allgegenwärtig bekannt. Neben der sich in diesem Zusammenhang aufdrängenden „Theodizeefrage“, warum Gott das Böse überhaupt in der Welt zulässt, werden auch Fragestellungen nach dem Selbstverständnis des Menschen und der moralischen Interpretation des menschlichen Handelns gestellt. Für uns ist es häufig nicht nachvollziehbar wie Menschen in der Lage sein können anderen Menschen beabsichtigt zu schaden. Es drängt sich zwangsläufig die Fragestellung auf, ob der Mensch von Natur aus böse ist oder dieser möglicherweise von „finsteren Mächten“ gelenkt wird. Im Rahmen des Seminars „Weltreligion“ haben wir uns zentral mit der Thematik des „Bösen in der islamischen Tradition“ beschäftigt. Zielsetzung der Hausarbeit soll es sein, sich nochmals vertieft mit der im Seminar vorgestellten Frage des Bösen im Islam zu befassen, hierbei aber auch eine christliche Perspektive auf das Themenfeld einzubeziehen. Wir haben daher ergänzend zu der im Seminar von Johannes Laube dargestellten islamischen Tradition des Bösen, auch die Ausführungen von Navid Kermani einbezogen. Für christliche Positionierungen wurde Texte von U. Dalferth und Karl Kardinal Lehmann berücksichtigt. Näher betrachtet werden sollen zunächst die Fragestellungen, was eigentlich unter dem Bösen zu verstehen ist und worin der Ursprung des Bösen besteht. Problematisiert werden soll auch das Verhältnis des Bösen zu dem bestehenden Übel in der Welt. Ferner soll insbesondere eine islamische Darstellung des Theodizeeproblems und die Gottesklage Hiobs im Koran aufgezeigt werden. Neben dem fachtheoretischen Teil soll im Zuge eines fachpraktischen Ausblicks, eine mögliche Umsetzung des Themenfelds im Unterricht mittels des Hiobsmotivs skizziert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS FACHTHEORETISCHE KONZEPT

2.1 WAS IST DAS BÖSE UND WIE WIRD ES ERFAHRBAR?

2.2 EIN VERGLEICH DER BEDEUTUNG DES BÖSEN IN DER ISLAMISCHEN TRADITION UND DER CHRISTLICHEN TRADITION

2.3 DIE MYTHEN DES BÖSEN IN DER ISLAMISCHEN TRADITION

2.4 IBLIS, DER TEUFEL UND DAS BÖSE IN DER ISLAMISCHEN TRADITION

2.5 DAS BÖSE ALS ATTRIBUT MENSCHLICHER HANDLUNGEN

2.6 KORAN 4:78-79 ODER DIE WAHLFREIHEIT DES MENSCHEN

2.7 DAS BÖSE UND DIE THEOLOGISCHE SPEKULATION UM DIE HANDLUNGSFREIHEIT DES MENSCHEN

2.8 RELATIVIERUNG DES BÖSEN IN DER ISLAMISCHEN MYSTIK

2.9 DIE ZEIT UND DAS BÖSE

2.10 ISLAMISCHE DEUTUNGEN DES THEODIZEEPROBLEMS

2.11 DAS HIOB MOTIV

3. FACHPRAKTISCHER AUSBLICK

4. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das Verständnis des Bösen in der islamischen Tradition vertieft zu untersuchen und dabei eine christliche Vergleichsperspektive einzubeziehen. Im Zentrum steht die Frage nach dem Ursprung und dem Wesen des Bösen sowie der Umgang mit der Theodizeefrage, wobei das Hiobmotiv als verbindendes Element für eine interreligiöse didaktische Umsetzung im Unterricht dient.

  • Fachtheoretische Analyse des Bösenbegriffs im Islam im Vergleich zum Christentum.
  • Untersuchung der Rolle von Iblis und der Bedeutung menschlicher Handlungsfreiheit.
  • Reflektion islamischer Theodizee-Deutungen unter Einbezug von Navid Kermani und anderen Theologen.
  • Fachpraktische Skizzierung des Hiobmotivs für den Religionsunterricht in berufsbildenden Schulen.

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Mythen des Bösen in der islamischen Tradition

Nach Paul Ricoeur können drei Traditionen des mythischen Erzählens über das Böse unterschieden werden. In der 1. Tradition (mythes théogoniques) wird das Böse mit dem Prinzip des Chaos verbunden, das vor der Herstellung der Ordnung durch Gott existierte. Chaos und Ordnung werden hiernach als das Gute und Böse angesehen und der Mensch selbst kann aber nicht unmittelbar auf deren Entstehung Einfluss nehmen kann. Die 2. Tradition (mythes tragiques) geht davon aus, dass von Beginn an ein unauflöslicher Konflikt zwischen dem Bösen und dem Guten besteht. Dieser Konflikt zeigt sich nun im Handeln des Menschen. Diese menschlichen Handlungen sind aber selbst nur als Ergebnis eines „früheren Dramas“ bzw. Urkonfliktes anzusehen. Die 3. Tradition (adamitische Mythos) setzt eine radikale Aufspaltung des Ursprungs des Bösen und des Guten voraus. Der Ursprung des Bösen wird nun mit dem Ursprung des Menschen in Verbindung gebracht und das Böse hierdurch auf den Menschen zurückgeworfen und deren Ursprünge gleichgesetzt. Adam steht als Mensch in Konfrontation mit dem Teufel als Gegner und weiteren Personen wie bspw. Eva, auf die wiederum das Böse verteilt wird. Durch diese Verknüpfung mit dem Ursprung des Menschen tritt in der islamischen Religionsgeschichte der adamitische Mythos in den Vordergrund. Diese Tradition ist von der christlichen Tradition abzugrenzen, die das Bild des Falls des Menschen aus dem Guten in das Böse prägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die allgegenwärtige Problematik des Bösen ein, stellt die Zielsetzung der Arbeit dar und begründet die Relevanz des Themas für den interreligiösen Unterricht an berufsbildenden Schulen.

2. DAS FACHTHEORETISCHE KONZEPT: Dieser Hauptteil analysiert umfassend das Verständnis von Gut und Böse in der islamischen Theologie, beleuchtet Mythen, die Rolle des Teufels, die Handlungsfreiheit des Menschen sowie Theodizee-Fragen und das Hiobmotiv.

3. FACHPRAKTISCHER AUSBLICK: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Unterrichtspraxis und skizziert Möglichkeiten, wie das Hiobmotiv zur Behandlung des Themas "Böses" mit heterogenen Lerngruppen eingesetzt werden kann.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass ungeachtet der theologischen Unterschiede zwischen Islam und Christentum beide Religionen das Böse als ein Thema behandeln, das den gläubigen Menschen stets in einen persönlichen Dialog mit Gott führt.

Schlüsselwörter

Das Böse, Islamische Tradition, Christliche Tradition, Theodizee, Hiobmotiv, Iblis, Handlungsfreiheit, Theologie der Klage, Interreligiöser Unterricht, Berufsbildende Schulen, Sünde, Gottesbild, Menschenbild, Religionswissenschaft, Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verständnis des Bösen aus einer islamischen Perspektive und stellt diese, ergänzt durch das Hiobmotiv, einer christlichen Perspektive gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernpunkten gehören die Definition des Bösen, die Rolle des Teufels (Iblis), die Frage nach der menschlichen Willensfreiheit und die theologische Auseinandersetzung mit der Theodizee.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist ein vertieftes Verständnis für das Phänomen des Bösen zu entwickeln und dieses Wissen fachpraktisch für den konfessionsübergreifenden Religionsunterricht nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse relevanter theologischer Texte, vergleicht islamische und christliche Positionen und setzt diese in den Kontext fachdidaktischer Reflexionen für die Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene fachwissenschaftliche Unterkapitel, die von mythischen Erzählungen über das Böse bis hin zu komplexen philosophischen und mystischen Strömungen innerhalb der islamischen Tradition reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie das Böse, Theodizee, Hiobmotiv, Willensfreiheit und den interreligiösen Dialog definieren.

Warum wird im Kontext des Bösen explizit auf das Hiobmotiv eingegangen?

Das Hiobmotiv dient als zentrale Metapher für das Leiden und die Infragestellung Gottes, wobei es in der islamischen Tradition und Mystik eine spezifische, oft widerständige Deutung erfährt, die sich gut für den Unterricht eignet.

Wie unterscheidet sich die islamische Sicht auf das Böse von der christlichen?

Während im Christentum der Aspekt der Erbsünde eine zentrale Rolle spielt, wird das Böse in der islamischen Tradition eher als individuelle Tat oder Handlungsqualität verstanden, die nicht mit dem menschlichen Wesenskern verknüpft ist.

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Detalles

Título
Das Böse in der islamischen Tradition unter Einbezug der christlichen Tradition und des Hiobmotivs
Universidad
University of Kassel  (Katholische Religion)
Curso
Die Religionen der Welt und die Theologie der Religionen
Calificación
1,0
Autor
Markus Mopser (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
21
No. de catálogo
V279249
ISBN (Ebook)
9783656721239
ISBN (Libro)
9783656722632
Idioma
Alemán
Etiqueta
böse tradition einbezug hiobmotivs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Mopser (Autor), 2012, Das Böse in der islamischen Tradition unter Einbezug der christlichen Tradition und des Hiobmotivs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279249
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