Alan Mathison Turing ist einer der Urväter des digitalen Computers. Seine Turing- Maschine ist das theoretische Modell der Computer. Alan Turing wusste bereits damals, was ein Computer irgendwann leisten wird. Im zweiten Weltkrieg entschlüsselt er die Funksprüche der Deutschen und knackt die Dechiffriermaschine Enigma. Jahrelang bleibt dies allerdings ein Geheimnis. Erst mit der umfangreichen Biographie von Andrew Hodges 1985 bekommt Alan Turing die Anerkennung, die er zu seinen Lebzeiten nicht bekommen durfte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sein Leben
2.1. Kindheit
2.2. Sherborne Schule (1926-1931)
2.3. King’s College (1931-1936)
2.4. On Computable Numbers – Turing-Maschine
2.5. Princeton Universität (1936-1938)
2.6. Zurück in England
3. Beim Geheimdienst
3.1. Ursprung
3.2. Fakten
3.3. Bombe
3.4. Colossus
4. Unerwartetes
5. weitere Arbeiten/ Projekte
5.1. ENIAC
5.2. DELILAH
5.3. ACE
5.4. Theorie
5.5. M.U.C
5.6. Turing-Test
6. Seine letzten Jahre
7. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert den Lebensweg und das wissenschaftliche Wirken von Alan Turing. Ziel ist es, seine grundlegenden Beiträge zur Informatik, insbesondere die Entwicklung der Turing-Maschine und die Arbeit im britischen Geheimdienst, in einen biographischen und historischen Kontext einzuordnen.
- Biographische Entwicklung und prägende Lebensphasen
- Die theoretische Konzeption der Turing-Maschine
- Kryptographische Leistungen und der Beitrag zur Dechiffrierung im Zweiten Weltkrieg
- Die Entstehung früher Computerprojekte wie Colossus und ENIAC
- Die philosophische Grundlegung der Künstlichen Intelligenz (Turing-Test)
Auszug aus dem Buch
3.3 Bombe
Alan Turing steht mit seinem Team, welches mittlerweile aus den besten Mathematikern Groß Britanniens besteht, vor einer Mammutaufgabe. Er ist sich sicher, dass dies die richtige Aufgabe für seine Turing-Maschine ist. Als er seine Abhandlung „On Computable Numbers“ schrieb hatte er eine Maschine vor Augen, die mit Papierstreifen gefüttert wird. Da sich jedes Problem auf eine Reihe von Anweisungen in Bits zurückführen lässt. Die Enigma ist, wie Alan vermutet, nicht irgendein Problem, sie ist also lösbar.
Alan beginnt mit den bereits entschlüsselten Funksprüchen des polnischen Geheimdienstes. Schnell findet er heraus, dass die Funksprüche nach einer strengen Ordnung aufgebaut sind. Wenn Alan den Zeitpunkt der Nachrichtenübersendung und den Ursprung kennt, kann er die alten Nachrichten sogar lesen. Alan findet heraus, dass die Deutschen jeden Tag um kurz nach sechs einen Wetterbericht senden. Aufgrund dieser Erkenntnis weiß Alan, dass in dem Funkspruch das Wort Wetter vorkommt. Durch die strenge Ordnung der Funksprüche kann Alan auch die Position des Wortes „Wetter“ fast immer genau bestimmen. Diese Anhaltspunkte werden Crip genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung Turings als Urvater des digitalen Computers und seine Rolle bei der Entschlüsselung der Enigma.
2. Sein Leben: Darstellung der Kindheit, Ausbildung und der prägenden akademischen Stationen in Cambridge und Princeton.
3. Beim Geheimdienst: Analyse der Arbeit in Bletchley Park, der Entwicklung der „Bombe“ und der Bedeutung der Colossus-Maschine.
4. Unerwartetes: Einblicke in private Facetten Turings, seine Verlobung und exzentrische Verhaltensweisen während des Krieges.
5. weitere Arbeiten/ Projekte: Überblick über technische Entwicklungen wie ENIAC, ACE, M.U.C. und die theoretische Fundierung des Turing-Tests.
6. Seine letzten Jahre: Schilderung der persönlichen Krise, der strafrechtlichen Verfolgung aufgrund seiner Homosexualität und seines frühen Todes.
7. Fazit: Zusammenfassende Würdigung Turings als bedeutender Theoretiker, der die Brücke zwischen mathematischer Theorie und praktischer Anwendung schlug.
Schlüsselwörter
Alan Turing, Informatik, Turing-Maschine, Kryptographie, Enigma, Bletchley Park, Colossus, Künstliche Intelligenz, Turing-Test, Computergeschichte, Mathematik, Digitalrechner, ACE, ENIAC, Geschichte des Zweiten Weltkriegs.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende biographische Untersuchung von Alan Turing, wobei sowohl seine privaten Hintergründe als auch seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen beleuchtet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Informatik, die Kryptographie während des Zweiten Weltkriegs sowie die Anfänge der Computerentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Turings Einfluss auf die moderne Informatik aufzuzeigen und seine Arbeit als Theoretiker und Praktiker zu würdigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine biographische und historische Analyse, die auf Fachliteratur und dokumentierten Quellen basiert.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Turings Leben, seiner Tätigkeit für den britischen Geheimdienst zur Enigma-Entschlüsselung sowie seinen verschiedenen Computerprojekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Turing-Maschine, Enigma, Kryptographie, Künstliche Intelligenz und die Geschichte der digitalen Rechenmaschinen.
Welche Rolle spielt die „Bombe“ in Turings Arbeit?
Die „Bombe“ war eine von Turing mitentwickelte elektromagnetische Maschine, die entscheidend dazu beitrug, den Enigma-Code der deutschen Wehrmacht zu brechen.
Wie wird das Ende von Turings Leben in der Arbeit bewertet?
Die Arbeit behandelt die tragische strafrechtliche Verfolgung Turings aufgrund seiner Homosexualität im Nachkriegsengland und dessen persönliche sowie berufliche Folgen.
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- Stephanie Kretschmar (Autor), 2004, Alan Turing. Sein Leben und sein Werk, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27932