In der Pädagogik ist der Begriff des Diskurses ein zentrales Thema. Um den Diskurs zu einem bestimmten Thema zu verfolgen, hilft eine Diskursanalyse in verschiedenen Zeitungen weiter.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lehrermangel und seine Darstellung in den unterschiedlichen Medien
2.1. Die Welt
2.2. Der Stern
2.3. Die Süddeutsche
2.4. Die Zeit
2.5. Der Focus
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den medialen Diskurs über das Thema „Lehrermangel“ und analysiert, auf welche Weise verschiedene überregionale Zeitungen und Zeitschriften dieses Problem aufbereiten und an ihre Leserschaft kommunizieren.
- Medienanalyse der Berichterstattung zum Lehrermangel
- Vergleich von auflagenstarken Tageszeitungen und Magazinen
- Rolle von Expertenmeinungen und Autoritätsargumenten im Diskurs
- Einfluss der Medienberichterstattung auf die Berufswahl von Studierenden
- Verknüpfung von Bildungsdiskurs und Fachkräftemangel
Auszug aus dem Buch
2.1. Die Welt
Der Journalist Thomas Vitzthum hat Geschichte und Politikwissenschaft studiert. Seine Promotion hat er "im Fach Musikwissenschaft über Nationalismus und Internationalismus in der italienischen Musik zwischen 1909 und 1938" abgeschlossen. Nach seiner Ausbildung bei der Axel Springer Akademie wurde er Politikredakteur bei "Der Welt". Der Autor ist demnach hochgebildet. Seine Ausrichtung des Studiums ist geisteswissenschaftlich.
Die Welt zählt zu den überregionalen Tageszeitungen in deutscher Sprache. Sie gehört zu der konservativen Axel Springer AG. Sie erscheint von Montag bis Samstag und erreicht eine Menge von ungefähr 0,71 Millionen Lesern. Die Zeitung selbst kann einem konservativen und bürgerlichen Spektrum zugeordnet werden. Betrachtet man die wirtschaftliche Einstellung des Blattes, so kann man diese mit "wirtschaftliberal" beschreiben. Politisch steht die Tageszeitung der CDU/CSU und teilweise der FDP, in wirtschaftspolitischen Fragen, nahe.
Man kann also davon ausgehen, dass der Artikel "Deutschland muss dramatischen Lehrermangel fürchten", geschrieben am 15. Januar 2012, aus einer wirtschaftsnahen oder zumindest konservativen Sichtweise heraus erstellt wurde. Die Adressaten des Artikels werden sich erwartungsgemäß aus gut ausgebildeten Lesern im Alter von 35 und 60 zusammensetzen, denen eine gute Bildung und Ausbildung ihrer Kinder und Enkelkinder am Herzen liegt.
Somit spricht die Überschrift "Deutschland muss dramatischen Lehrermangel fürchten" die Emotionen des Lesers an. Die Worte "Mangel" und "dramatisch" in Kombination sind wohl gewählt. Der Leser nimmt an, dass die Bildungslandschaft und der allgemeine Standard der Bildung in Kürze noch schlechter werden wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Lehrermangels ein und stellt die leitende Fragestellung bezüglich der unterschiedlichen medialen Herangehensweise vor.
2. Lehrermangel und seine Darstellung in den unterschiedlichen Medien: In diesem Hauptteil werden spezifische Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften wie "Die Welt", "Der Stern", "Die Süddeutsche", "Die Zeit" und "Der Focus" detailliert analysiert und hinsichtlich ihrer Intention und Zielgruppen untersucht.
3. Schluss: Das Fazit fasst die Ähnlichkeiten in der Berichterstattung zusammen und reflektiert, wie die Presse gezielt ein Signal zur Berufswahl in Richtung der MINT-Fächer setzt.
Schlüsselwörter
Lehrermangel, Bildungsdiskurs, Medienanalyse, Presse, MINT-Fächer, Lehrerbedarf, Berufswahl, Klaus Klemm, Heinz-Peter Meidinger, Tageszeitungen, Bildungsforschung, Fachkräftemangel, Wirtschaftsmedien, Deutschland, Lehramtsstudium
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Diskurs verschiedener deutscher Medien über den Lehrermangel in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die mediale Aufbereitung des Lehrerbedarfs, der Einfluss von Expertenmeinungen und die Verknüpfung des Bildungsdiskurses mit dem Fachkräftemangel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Medien das Thema Lehrermangel instrumentalisieren, um bei der Leserschaft bestimmte Wahrnehmungen und Handlungsweisen zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der Diskursanalyse, um die rhetorischen Strategien und Intentionen in den ausgewählten Zeitungsbeiträgen zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden fünf konkrete Zeitungs- und Zeitschriftenartikel analysiert, wobei Autoren, Zielgruppen und die Art der Argumentation kritisch beleuchtet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Lehrermangel, Bildungsdiskurs, Medienanalyse und MINT-Fächer stehen im Zentrum der Untersuchung.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Experten wie Klaus Klemm?
Die Arbeit stellt fest, dass Medien gezielt auf wenige Experten zurückgreifen, um ihren Beiträgen wissenschaftliche Autorität und Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Was ist das Ergebnis der Analyse bezüglich der Intention der Presse?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Presse bewusst versucht, die Berufswahl junger Menschen in Richtung der sogenannten Mangelfächer (MINT) zu steuern, da Bildung hier primär als beruflich verwertbare Qualifikation betrachtet wird.
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- Susanne Heinrichs (Author), 2013, Diskursanalyse Lehrermangel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279352