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Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte zur Förderung von AD(H)S betroffenen Kindern

Titel: Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte zur Förderung von AD(H)S betroffenen Kindern

Examensarbeit , 2014 , 77 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Rita Hardlove (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der Tatsache, dass ADHS sehr aktuell ist, erschien mir das Thema zur Vorbereitung auf den Beruf als sehr ansprechend. Als angehende Lehrerin ist mir bewusst, dass ich von den Problemen dieser Störung nicht ausgeschlossen sein werde, deshalb stellte ich mir noch vor dieser Arbeit die Frage, ob man auch pädagogisch etwas daran verändern kann.
Besitzen Lehrkräfte Möglichkeiten, um die problematische Situation der betroffenen Kinder zu verbessern? Um helfen zu können, bedarf es vorerst eines frühen Erkennens der Störung, wobei in der Schule der Einsatz der Lehrer in Frage kommt. Je früher man die Störung erkennt, desto früher kann man mit der Förderung beginnen, um im Schulalltag das Lernen der betroffenen Schüler zu erleichtern. Eine Förderung dient schließlich dazu, ihnen für die Zukunft ein selbstbeherrschtes Leben zu bieten und die Menschen um sie herum zu entlasten. Um welche genauen Verfahren es sich dabei handelt, wird in dieser Arbeit vorrangig behandelt.
Bekanntlich nehmen die durch ADHS entstehenden Probleme zu, auf dass eine Untersuchung in diesem Bereich für meine Ausbildung und meinen bevorstehenden Umgang mit betroffenen Kindern in der Schule von Vorteil sein dürfte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Anlass und Problemstellung

1.2 Fragestellungen

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Teil

2.1 Begriffsdefinierung

2.2 Beschreibung des Störungsbildes

2.2.1 Aufmerksamkeitsdefizit

2.2.2 Hyperaktivität

2.2.3 Impulsivität

2.3 Komorbidität

2.4 Klassifikation

2.4.1 ICD-10

2.4.2 DSM-IV

2.5 Krankheitsverlauf

2.6 Geschlechtsspezifische Unterschiede

2.7 Ätiologische Faktoren und Erklärungsmodelle

2.7.1 Genetische Faktoren

2.7.2 Neurophysiologische Faktoren

2.7.3 Neuropsychologische Faktoren

2.7.4 Psychosoziale Faktoren

2.8 Diagnose

2.8.1 Exploration

2.8.2 Standardisiertes Fragebogenverfahren

2.8.3 Testpsychologische Untersuchungen

2.8.4 Körperliche und neurologische Untersuchungen

2.8.5 Verlaufskontrolle

2.8.6 Differenzialdiagnose

2.9 Lehrerverhalten bei Verdacht auf AD(H)S

2.10 Behandlungsverfahren

2.10.1 Multimodales Behandlungskonzept

2.10.2 Psychoedukation

2.10.3 Eltern- und familienzentrierte Ansätze

2.10.4 Interventionen in der Schule

2.10.4.1 Kooperation

2.10.4.2 Verstärker

2.10.4.3 Unterrichtsorganisation

2.10.5 Kognitive Verhaltenstherapien

2.10.5.1 Selbstinstruktionstraining

2.10.5.2 Selbstmanagement-Methoden

2.10.6 Medikamentöse Therapie

3 Empirischer Teil

3.1 Ziel und Vorgehensweise der Untersuchung

3.1.1 Leitfadeninterview als Forschungsmethode

3.1.2 Auswertung

3.1.3 Qualitative Inhaltsanalyse

3.1.4 Gütekriterien

3.1.5 Transkriptionsregeln

3.2 Datenerhebung

3.2.1 Festlegung des Materials

3.2.2 Analyse der Entstehungssituation

3.2.3 Formale Charakteristika des Materials

3.2.4 Richtung der Analyse

3.2.5 Theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung

3.2.6 Bestimmung der Analysetechnik

3.3 Ablauf der inhaltlichen Strukturierung

3.4 Datenauswertung

3.5 Darstellung der Ergebnisse

3.6 Interpretation der Ergebnisse

3.7 Reflexion und Rücküberprüfung der Gütekriterien

4 Diskussion

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen von Lehrkräften bei der Förderung von Kindern mit AD(H)S. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche diagnostischen Unterstützungsbeiträge Lehrer leisten können und welche pädagogischen Fördermaßnahmen im Unterrichtsalltag effektiv sind, um den betroffenen Kindern zu helfen.

  • Grundlagen von AD(H)S und diagnostische Verfahren in der Schule
  • Pädagogische Interventions- und Fördermöglichkeiten
  • Empirische Analyse des Kenntnisstands von Lehrkräften mittels qualitativer Interviews
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung und der Kooperation mit Eltern

Auszug aus dem Buch

2.10.4.3 Unterrichtsorganisation

Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder sind auf einen gut strukturierten und vorwiegend straffen Unterricht angewiesen. Da eine gründliche Strukturierung viel Aufwand erfordert und es fast unmöglich erscheint, für den betroffenen Schüler eine individuelle Unterrichtsplanung gegenüber der restlichen Klasse vorzunehmen, kann es von Vorteil sein, viele dieser Unterrichtsstrukturierungen für die gesamte Klasse anzuwenden. Neben ADHS-betroffenen Kindern gibt es auch schwache und Schüler mit anderen Problemen, die von den Strukturen profitieren können. Im Folgenden werden Prinzipien für eine Unterrichtsgestaltung nach Imhof, Skrodzki und Urzinger (2011) vorgestellt, die optimal an ADHS-Schüler, aber auch für die gesamte Klasse angepasst sind. Diese müssen selbstverständlich dem jeweiligen Alter des betroffenen Kindes und der Klassensituation angeglichen werden (vgl. S. 35-49):

Rituale im Unterricht sind äußerst wichtig für ADHS-Schüler, um sich daran zu orientieren und zu wissen, was sie zu erwarten haben. Damit sind Vorgehensweisen gemeint, die jeden Schultag oder regelmäßig vonstatten gehen, wie beispielsweise Begrüßung, Morgenkreis, Verabschiedung etc. Tagespläne sind daher unerlässlich, falls an dem jeweiligen Tag etwas Neues ansteht. Eingeübte Verfahren, wie etwas Bestimmtes ausgeführt wird und Zeichen, die angeben, wie man sich momentan zu verhalten hat, gehören ebenfalls dazu.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der AD(H)S-Problematik in der Schule und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das pädagogische Unterstützungspotenzial zu untersuchen.

2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert das medizinische und psychologische Fundament zum Störungsbild, den Diagnoseleitlinien und den therapeutischen sowie schulischen Interventionsmöglichkeiten.

3 Empirischer Teil: Hier wird die qualitative Interviewstudie mit vier Grundschullehrerinnen detailliert methodisch hergeleitet, durchgeführt und ausgewertet, um deren Wissens- und Erfahrungsstand zu beleuchten.

4 Diskussion: In diesem Teil werden die empirischen Ergebnisse mit der Literatur kritisch gegenübergestellt und argumentativ bewertet.

5 Resümee: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine intensivere Ausbildung von Lehrkräften im Bereich AD(H)S.

Schlüsselwörter

AD(H)S, Grundschule, Lehrkräfte, Unterrichtsorganisation, Förderung, Diagnose, Lehrer-Schüler-Beziehung, Kooperation, Elternhaus, Verhaltensauffälligkeiten, Inklusion, pädagogische Intervention, qualitative Inhaltsanalyse, Störungsbild, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Lehrkraft bei der Unterstützung von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (AD(H)S) und den damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen des Störungsbildes, die diagnostischen Leitlinien, schulische Interventionsmöglichkeiten sowie der aktuelle Kenntnis- und Erfahrungsstand praktizierender Grundschullehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, welche Verfahren Lehrkräfte bei Verdacht auf AD(H)S anwenden können und welche spezifischen Fördermaßnahmen sie im Unterrichtsalltag einsetzen, um betroffene Schüler gezielt zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die empirische Untersuchung verwendet?

Die Autorin nutzt qualitative Leitfadeninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden, um die subjektiven Erfahrungen der Lehrkräfte zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Überblick über AD(H)S-Behandlungsverfahren und einen empirischen Abschnitt, in dem die Interviews mit Lehrkräften analysiert und interpretiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind AD(H)S, Lehrkraft, Unterrichtsorganisation, Förderung, Kooperation (Eltern/Kollegium) sowie die pädagogische Diagnoseunterstützung.

Welche Rolle spielt die Kooperation mit dem Elternhaus laut den Ergebnissen?

Die Kooperation mit den Eltern wird als essenziell eingestuft, wobei die Ergebnisse jedoch zeigen, dass es in der Praxis oft an einer tiefgehenden, verbindlichen Zusammenarbeit mangelt.

Warum ist das "Sich-Abwenden vom Einzelkämpfer-Dasein" für Lehrkräfte laut Autorin so wichtig?

Die Autorin betont, dass eine effektive Förderung von AD(H)S-Kindern Teamarbeit im Kollegium erfordert, um konsistente Strukturen und Verhaltensregeln zu gewährleisten und den einzelnen Lehrer bei der Förderung zu entlasten.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte zur Förderung von AD(H)S betroffenen Kindern
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau  (Klinische Psychologie)
Note
1,5
Autor
Rita Hardlove (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
77
Katalognummer
V279368
ISBN (eBook)
9783656724131
ISBN (Buch)
9783656724100
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeiten grenzen lehrkräfte förderung kindern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rita Hardlove (Autor:in), 2014, Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte zur Förderung von AD(H)S betroffenen Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279368
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  77  Seiten
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