Klimawandel, Rohstoffknappheit, Umweltkatastrophen: Als einzelner Mensch fühlt man sich dagegen machtlos. Aber stimmt das wirklich?
Nein. Denn egal ob Lebensmittel, Kleidung oder Technik - jede bewusste Kaufentscheidung trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.
Dieser Band beleuchtet die Zusammenhänge zwischen der modernen Konsumgesellschaft und dem Nachhaltigkeitsgedanken und stellt konkrete Handlungsmöglichkeiten vor.
Aus dem Inhalt:
Klimaschutz und Ernährung
Homo Oeconomicus vs. Umweltbewusstsein
Die Rolle von Staat und Unternehmen
Essen, was andere wegwerfen: Containern
Ziele einer globalen Ernährung
Inhaltsverzeichnis
Nachhaltigkeit und Konsum
1. Einleitung
2. Der Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung
3. Soziale Situation und nachhaltiger Konsum
Nachhaltiger Konsum.
1. Vorbemerkung
2. Einleitung
3. Der Konsument: Homo oeconomicus vs. Umweltbewusstsein?
4. Umweltbewusstsein: Vom Individuum erkannt oder staatlich vermittelt?
5. Die Rolle des Staates
6. „Sustainable Development“ – Unternehmen als Akteure im Umweltschutz
7. Fazit
Kann das Individuum zur globalen Nachhaltigkeit beitragen?
1. Einleitung
2. Konsum und Nachhaltigkeit
3. Konsumverhalten und Sozialisation
4. Ziele einer globalen Ernährung
5. Die individuelle Ebene
6. Individuelle Schritte
7. Reflexion
Die moderne Konsumgesellschaft, ihre Folgen für die Umwelt und eine neue Form der Konsumkritik: Containern
1. Einleitung
2. Die Konsumgesellschaft
3. Umweltproblematik durch die Folgen der Konsumgesellschaft
4. Containern – eine moderne Form der Konsumkritik?
5. Zusammenfassung
Klimaschutz und Ernährung
1. Einleitung
2. Wachsende Weltbevölkerung und Klimawandel
3. Die Klimarelevanz der landwirtschaftlichen Flächennutzung
4. Die Klimarelevanz der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte
5. Die Klimarelevanz des Transportes
6. Die Handhabung unserer Lebensmittel im Haushalt
7. Lösungsansätze und wieso diese so schwer zu realisieren sind
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen der modernen Konsumgesellschaft und dem dringenden Erfordernis einer nachhaltigen Lebensweise. Sie analysiert, inwieweit individuelle Konsumentscheidungen, staatliche Steuerung und unternehmerische Verantwortung zu einer ökologischen Wende beitragen können, und hinterfragt die Wirksamkeit von Konsumkritik als Mittel zur Veränderung gesellschaftlicher Normen.
- Wechselwirkungen zwischen Wohlstand, Bildungsstand und nachhaltigem Konsumverhalten.
- Die Rolle des Staates bei der Förderung nachhaltiger Konsummuster innerhalb einer marktwirtschaftlichen Ordnung.
- Möglichkeiten und Grenzen individuellen Engagements gegen Lebensmittelverschwendung.
- Klimarelevanz der globalen Nahrungsmittelproduktion, -verarbeitung und -logistik.
- Sozio-ökonomische Faktoren und Hindernisse für eine effektive Umweltpolitik und Verhaltensänderung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Ausmaß der derzeitigen Umweltprobleme durch Konsum und Abfall
Wenn man über Abfall spricht, sollte man sich zunächst Gedanken darüber machen, wann geliebte neu erworbene Trophäen zu Abfall werden. Es ist ein Prozess, der schier unsichtbar abläuft. Das langersehnte Wunschobjekt wird nach reichlicher Überlegung gekauft, dann wie ein Schatz so in der Wohnung platziert, dass jeder Gast es sehen kann. Doch schon bald verliert der Gegenstand an Bedeutung, aus welchen Gründen auch immer schenkt man ihm plötzlich viel weniger Beachtung. Er verstaubt, landet nach geraumer Zeit in Kisten in der Garage und dann wird er weggeschmissen. Genau an diesem Punkt wird er zu Abfall und absolviert einen langen Weg zu seinem endgültigen Lagerungsplatz.
Unsere ehemalige stolz erworbene Trophäe hat nun die Option entweder frei und unbehandelt in unserer Umwelt zu landen oder in einem Abfallbewirtschaftungspark zu gelangen; mit viel Glück wandert sie aber auch in eine chemisch-mechanisches Regenerationssystem, um dort recycelt zu werden (Lerchner 1993). So ist es mittlerweile so, dass ein Fünftel der Weltbevölkerung vier Fünftel der globalen Ressourcen verbraucht (Khor et al. 2005: 16). Dieses ungleiche Verhältnis hat dramatische Folgen für die Umwelt und ebenso für die Ärmsten der Welt. Um die Problematik greifbar zu machen, bedarf es handfester Zahlen, die nun kurz folgen sollen.
Eine Statistik von Eurostat belegte, dass allein in Europa im Jahr 2007 jeder EU-Bürger 522 Kilogramm Müll produzierte. Multipliziert man diesen Durchschnittswert mit den 500 Millionen Einwohnern der Europäischen Union, so kommt man auf die astronomische Zahl von 261 Millionen Tonnen Müll.
Zusammenfassung der Kapitel
Nachhaltigkeit und Konsum: Einleitende Untersuchung zum Einfluss sozialer Schichten und Lebensstile auf umweltbewusstes Konsumverhalten anhand einer qualitativen Studie.
Nachhaltiger Konsum.: Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Rolle von Konsumenten, Staat und Unternehmen im Streben nach nachhaltiger Entwicklung.
Kann das Individuum zur globalen Nachhaltigkeit beitragen?: Analyse der Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten, individueller Sozialisation und der globalen Verantwortung für Ressourcen.
Die moderne Konsumgesellschaft, ihre Folgen für die Umwelt und eine neue Form der Konsumkritik: Containern: Untersuchung der Wegwerfmentalität und der Praxis des Containerns als moderne Form der Konsumkritik.
Klimaschutz und Ernährung: Detaillierte Darstellung der Treibhausgasemissionen in der Nahrungsmittelproduktion, Logistik und privaten Haushaltshaltung.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Konsum, Umweltbewusstsein, Klimaschutz, Homo oeconomicus, Ressourcenverbrauch, Abfallvermeidung, Containern, Ernährungssicherheit, Wegwerfgesellschaft, Sozialisation, externe Effekte, Lebensstil, ökologischer Fußabdruck, Konsumkritik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Publikationen?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen modernem Konsumverhalten und ökologischer Nachhaltigkeit unter verschiedenen Aspekten wie Ernährung, Abfallvermeidung und staatlicher Steuerung.
Welche Akteure werden als zentral für den Umweltschutz identifiziert?
Zentral sind das Zusammenspiel von privaten Haushalten (Konsumenten), dem Staat (als regulative Instanz) und Unternehmen (als anbietende Seite).
Was ist das übergeordnete Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie ein nachhaltigerer Konsum in einer demokratischen Gesellschaft mit sozialer Marktwirtschaft erreicht werden kann, ohne die Konsumfreiheit grundlegend einzuschränken.
Welche wissenschaftliche Methode kommt primär zum Einsatz?
Die Publikationen nutzen eine deduktive Herangehensweise, basierend auf Fachliteratur, soziologischen Studien sowie statistischen Daten zu Ressourcenverbrauch und Emissionen.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil befasst sich mit der ökonomischen und sozialen Analyse von Konsummustern, der Wirksamkeit umweltpolitischer Instrumente und der Klimarelevanz der gesamten Nahrungsmittelwertschöpfungskette.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie "Nachhaltigkeit", "Homo oeconomicus", "Wegwerfmentalität" und "Konsumkritik" sind essenziell für die thematische Einordnung.
Warum wird das Containern als "moderne Form der Konsumkritik" bezeichnet?
Weil es eine bewusste Entscheidung zum Ausstieg aus dem Überflusskreislauf darstellt, die über die reine Existenzsicherung hinausgeht und öffentlichkeitswirksam gegen die Wegwerfmentalität protestiert.
Welchen Einfluss hat das Einkommen auf die Nachhaltigkeit des Konsums?
Die Analysen zeigen tendenziell, dass ein hohes Einkommen oft zu einem gesteigerten Ressourcenverbrauch (z. B. Wohnraum, Flugreisen, Mobilität) führt und somit die Nachhaltigkeit eher senkt, während Bildung einen positiven Einfluss ausüben kann.
- Arbeit zitieren
- Dr. Christin Löffler (Autor:in), Daniel Fedders (Autor:in), L. L. (Autor:in), Anna-Sophie Buhler (Autor:in), Janine Kowalla (Autor:in), 2014, Korrekt konsumieren. Die ökologische Macht des bewussten Einkaufens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279434