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Der Fußballsport im Dritten Reich unter dem Gesichtspunkt seiner politisch-ideologischen Instrumentalisierung

Título: Der Fußballsport im Dritten Reich unter dem Gesichtspunkt seiner politisch-ideologischen Instrumentalisierung

Tesis (Bachelor) , 2009 , 83 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Peter Müller (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Der Fußballsport in Deutschland entwickelte sich seit seiner Gründung am 28. Januar 1900 in Leipzig im Verlauf seiner Geschichte zu einem wahren Massenphänomen. Ende 1932, als Deutschland rund 65 Millionen Einwohner zählte, gehörte dem Deutschen Fußball-Bund bereits mehr als eine Million Mitglieder an, die in 8 600 Vereinen organisiert waren. Mit jährlich circa 40.000 neuen Mitgliedern verzeichnete er damals ein größeres Wachstum als jeder andere Sportverband. Ein gesellschaftliches Subsystem mit einem solch enormen Zuspruch gerät daher zwangsläufig in das Blickfeld von Staat und Regierung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Stand der zeitgeschichtlichen Forschung bezüglich des Verhaltens des DFB zur Zeit des Nationalsozialismus

3. Begriffsbestimmung "Ideologie"

3.1 Die Mehrdeutigkeit des Ideologiebegriffs

3.2 Kennzeichen von Ideologie und Klassifikation des Nationalsozialismus als eine ideologische Bewegung

4. Die programmatisch-ideologische Ebene der körperlichen Erziehung im Kontext der erziehungspolitischen Grundsätze des Nationalsozialismus

4.1 Ausrichtung der schulischen Leibeserziehung auf militärische und (kriegs-)politische Ziele

4.2 Einführung der „Dritten Turnstunde“ in den Schulunterricht – programmatische Anpassung an die nationalsozialistische Ideologie

4.3 Die geistig-ideologische Zweckbestimmung des Fußballspiels

5. Entwicklung des DFB vom Gründungsakt bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten (1933)

5.1 Gründungsakt des deutschen Fußballs (DFB) und die sportpolitisch-gesellschaftliche Entwicklung in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts

5.2 Das Verhalten des DFB im Vorfeld des Ersten Weltkrieges – Militarismus und Nationalismus als ideologische Ausrichtung

5.3 Die Auswirkungen des verlorenen Weltkrieges auf das Selbstverständnis des Fußballbundes und seine ideologisch politische Neuorientierung

5.4 Die sportpolitische Entwicklung des DFB in der Weimarer Republik

5.4.1 Der DFB in der Auseinandersetzung mit der Professionalisierung des deutschen Fußballs

6. Der DFB und der Fußballsport zur Zeit des Nationalsozialismus

6.1 Die Neuorganisation des Sports im "Dritten Reich" – Gleichschaltung und Führerprinzip

6.2 Rassismus und Antisemitismus im Fußballsport

6.3 Die Rolle des DFB im „Dritten Reich“: Täterschaft, Mitläufertum oder Insubordination? – Eine Bestandsaufnahme

6.4 Ideologisch-dogmatische Neuausrichtung des DFB im Zuge der Gleichschaltung des Sports – Gesinnungsbekenntnisse

6.5 Machtpolitisch-ökonomische Bestrebungen im DFB in Zeiten der Umstrukturierung des Sports

7. Spielball der Politik – Die deutsche Fußballnationalmannschaft im Dienst des NS-Regimes

7.1 Die Instrumentalisierung der Nationalmannschaft für die propagandistischen Ziele der Nationalsozialisten nach der Machtübernahme

7.2 Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin – Selbstinszenierung der NS-Ideologie im Sport

7.2.1 Stand der Forschung und Themenausblick bezüglich der Olympiade 1936

7.2.2 Boykottbestrebungen des Auslands im Vorfeld der Olympischen Spiele

7.2.3 Boykottbestrebungen im Inland und Propagandawirkung der Spiele – Die Olympischen Spiele 1936 als friedlicher Deckmantel einer kriegstreibenden Nation

7.2.4 Fußball bei den Sommerspielen 1936 – Olympisches Debakel im Heimatland

7.3 Die Nationalmannschaft als Aktivposten der Außendarstellung ab 1936

7.4 Das Reichsfachamt Fußball im Zweiten Weltkrieg – Im Einsatz für den nationalsozialistischen Krieg

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Fußballsports in Deutschland im Zeitraum zwischen 1900 und 1945, mit einem besonderen Fokus auf die Instrumentalisierung des DFB durch das NS-Regime. Dabei wird analysiert, inwieweit der Fußballverband durch opportunistisches Verhalten, ideologische Nähe oder wirtschaftliche Kalkulation aktiv zur Festigung des nationalsozialistischen Systems und dessen Propaganda beitrug.

  • Die Rolle von Ideologie und Sport im Kontext der nationalsozialistischen Erziehungspolitik.
  • Die Verhaltensweisen und Anpassungsstrategien des DFB gegenüber dem NS-Regime.
  • Die Instrumentalisierung der Nationalmannschaft zu propagandistischen Zwecken.
  • Der Einfluss von Antisemitismus und Rassismus auf die Strukturen des Fußballsports.
  • Die Bedeutung von Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen 1936 als Mittel der NS-Außenpolitik.

Auszug aus dem Buch

Die geistig-ideologische Zweckbestimmung des Fußballspiels

Die Festlegung darauf, Kampfspiele im Rahmen der „Dritten Turnstunde“ in der Mittelstufe einzuführen, macht deutlich, dass der Sinn dieser zusätzlichen Ertüchtigungsform nicht in einer pädagogischen Maßnahme begründet lag, sondern vielmehr eine Erziehung zum Kampf gegen einen Gegner im Mittelpunkt stand. Bezeichnend ist hierbei schon der Gebrauch des Terminus „Kampfspiele“, der die Doppelsinnigkeit bereits andeutet. Die Erziehungsprotagonisten im NS-Staat erhofften sich, dass Werte wie Disziplin, Opferbereitschaft, Gemeinschaftsgeist und Gehorsam positiv durch das Fußballspiel gefördert werden würden. Peiffer führt hierzu aus, dass „mit der Heraushebung des Mannschaftsgedankens die Volksgemeinschaftsideologie, ein dominantes Element des nationalsozialistischen Ideenkonglomerats, auf die schulsportliche Erziehung übertragen wurde.“ Neben der Erziehung zur Mannschaftszucht sollten im Fußballspiel ebenfalls die Schulung der individuellen Tugenden wie kämpferischer Einsatz und aggressive Härte forciert werden.

Auch die vermeintlich soldatischen Tugenden Mut, Entschlusskraft und Opferbereitschaft können durch das Fußballspiel geschult werden.

„[…] die mutigen, kampflustigen Schüler, die ohne Rücksicht auf sich selber in entschlossenem Angriff das Spiel stets weitertreiben und nicht locker lassen […] Sie werden auch im Leben ihren Mann stellen und als Soldaten, unbekümmert um Schmerzen und Gefahren, unter Einsatz ihres Lebens vorwärtsstürmen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der politisch-ideologischen Instrumentalisierung des Fußballsports im Dritten Reich ein und legt die zentralen Forschungsfragen zur Rolle des DFB fest.

2. Zum Stand der zeitgeschichtlichen Forschung bezüglich des Verhaltens des DFB zur Zeit des Nationalsozialismus: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des DFB während der NS-Zeit und die verschiedenen Forschungspositionen dazu.

3. Begriffsbestimmung "Ideologie": Hier werden theoretische Grundlagen des Ideologiebegriffs erarbeitet, um den Nationalsozialismus als ideologische Bewegung zu klassifizieren.

4. Die programmatisch-ideologische Ebene der körperlichen Erziehung im Kontext der erziehungspolitischen Grundsätze des Nationalsozialismus: Das Kapitel beleuchtet, wie der Sport als Mittel zur körperlichen Ertüchtigung und ideologischen Indoktrination der Jugend instrumentalisiert wurde.

5. Entwicklung des DFB vom Gründungsakt bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten (1933): Eine historische Analyse des Verbandsaufbaus, die zeigt, wie frühe nationalistische Tendenzen und wirtschaftliche Interessen den DFB prägten.

6. Der DFB und der Fußballsport zur Zeit des Nationalsozialismus: Dieses Kapitel untersucht die Gleichschaltung des DFB, die Auswirkungen der NS-Rassenpolitik sowie die Rolle der Funktionäre im Herrschaftsapparat.

7. Spielball der Politik – Die deutsche Fußballnationalmannschaft im Dienst des NS-Regimes: Analyse der Nationalmannschaft als Propagandainstrument, insbesondere im Hinblick auf Länderspiele und die Olympischen Spiele 1936.

8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Beantwortung der einleitenden Fragestellungen zum Verhalten des DFB.

Schlüsselwörter

Fußball, DFB, Nationalsozialismus, Instrumentalisierung, Ideologie, Propaganda, Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, Sportpolitik, Antisemitismus, Olympische Spiele 1936, Wehrhaftigkeit, NS-Regime, Nationalmannschaft, Sportgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Fußballsport in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus politisch-ideologisch instrumentalisiert wurde und welche Rolle der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dabei spielte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Verflechtung von Sport und Politik, die Gleichschaltung des DFB, die Rolle der Nationalmannschaft in der NS-Propaganda sowie die Nutzung des Fußballs zur Förderung soldatischer und rassistischer Ideale.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird geprüft, inwieweit der DFB willfährig und aus weltanschaulicher Nähe am NS-Regime mitwirkte oder ob der Verband lediglich unter Zwang und Angst vor Repressalien handelte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse der vorhandenen Forschungsliteratur, zeitgenössischer Dokumente sowie offizieller Verlautbarungen und Quellen aus den Archiven des DFB und des NS-Staates.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ideologischen Grundlagen der Leibeserziehung, die historische Entwicklung des DFB vor 1933 als Basis für die spätere Anpassung sowie die konkrete Rolle des Fußballs als Propagandawerkzeug des Regimes.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Gleichschaltung, das Führerprinzip, die Volksgemeinschaftsideologie sowie die instrumentelle Nutzung internationaler Sportereignisse zur Außendarstellung.

Welche Rolle spielte der "Arierparagraph" im DFB?

Der DFB folgte der staatlichen Vorgabe, jüdische Mitglieder aus den führenden Gremien und Vereinen auszuschließen, um sich als linientreue Organisation gegenüber dem NS-Regime zu positionieren.

Wurden die Olympischen Spiele 1936 tatsächlich für Propagandazwecke genutzt?

Ja, der Autor arbeitet heraus, dass die NS-Führung die Spiele als Deckmantel nutzte, um das Ausland über die aggressive Aufrüstung zu täuschen und ein friedfertiges Bild des Regimes zu vermitteln.

Final del extracto de 83 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Fußballsport im Dritten Reich unter dem Gesichtspunkt seiner politisch-ideologischen Instrumentalisierung
Universidad
Humboldt-University of Berlin
Calificación
1,3
Autor
Peter Müller (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
83
No. de catálogo
V279455
ISBN (Ebook)
9783656724728
ISBN (Libro)
9783656724704
Idioma
Alemán
Etiqueta
fußballsport dritten reich gesichtspunkt instrumentalisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Peter Müller (Autor), 2009, Der Fußballsport im Dritten Reich unter dem Gesichtspunkt seiner politisch-ideologischen Instrumentalisierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279455
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