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Der transnationale Terrorismus. Eine undefinierte Gefahr für die Weltsicherheit?

Title: Der transnationale Terrorismus. Eine undefinierte Gefahr für die Weltsicherheit?

Term Paper , 2011 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Wetterauer (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Am 11. September 2001 setze der transnationale Terrorismus seine schlimmste Maske auf und versetze die bis dahin unangreifbare USA präzedenzlos ins Schaudern. „Während die Welt nicht imstande war, die Angriffe des 11. Septembers zu verhindern, gibt es viel was wir tun können, um dazu beizutragen, dass zukünftige, mit Massenvernichtungswaffen ausgeführte terroristische Akte verhindert werden.“ Unter dem Wortlaut dieses Vortrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Themenfeld des Terrorismus, stellt sich die Frage, welche Entwicklungsschübe bzw. Aktivitäten von den Vereinten Nationen im Nachfeld tatsächlich ausgegangen sind und welche Möglichkeiten der Terrorismusbekämpfung schon vorher bestanden. Dies ist auch die Frage, welcher sich diese Arbeit annehmen möchte und dabei erörtert, wie sich die Vereinten Nationen im Kampf gegen den transnationalen Terrorismus im 21. Jahrhundert bewährt haben.
Da sich der transnationale Terrorismus nicht mehr nur in einem Land niedersetzt und von dort aus sozusagen die Fäden zieht, sondern global auf der ganzen Welt seine Unterschlüpfe hat, stellt er eine untypische Form des Terrorismus dar und auch seine Art der Kriegsführung, welche abkommt von staatlichem Terrorismus und die sich die entwickelte Infrastruktur, Technik und vor allem Kommunikationskanäle zu eigen macht, treibt Unsicherheit in die Köpfe politischer Akteure. Dahingehend wird die These formuliert, dass diesem neu etablierten Charakter des Terrorismus mit neuen Verteidigungsstrategien der Vereinten Nationen gewidmet werden muss und sich die Organisation, sowie ihre Mitgliedsstaaten, gegenseitig unterstützen, strategisch Informationen austauschen und organisieren müssen und auch auf Verteidigungsmittel der VN zurückgreifen können. Besonders mit Hinblick auf das Interventionsverbots der Charta der VN, müssen sich die Staaten als System der kollektiven Sicherheit mobilisieren. Im Folgenden soll die Problematik des Terrorismus im Hinblick auf seine Begriffsbestimmung herausgearbeitet werden, woraufhin Bemühungen der VN gegen die terroristischen Entwicklungslinien aufgezeigt werden sollen. Der ganze Akt der Selbstverteidigung und anderer Mechanismen, sowie die Begriffsproblematik des Terrorismus als mangelhafte Grundlage der Justiz, werden im Rahmen der UN-Charta und der völkerrechtlichen Auslegung bewertet und die Lösungswege der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert erörtert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Erhebt sich ein unangreifbarer Gegner in der Weltpolitik?

– Das Gesicht des transnationalen Terrorismus

2 Der Terrorismus als Themengebiet der VN?

2.1 Ist der Terrorismus allgemein begrifflich einzurahmen?

– Ein Einordnungsversuch und dessen Problematik

2.2 Theoretische Annahme nach Robert Keohane

2.3 Die Al-Qaida als transnational terroristischer Prototyp

2.4 Terroristische vs. internationalorganisatorische Entwicklungen bis 2001

– Aufkommender transnationaler Terrorismus & VN-Tätigkeiten

2.4.1 Juristische Grundlage & Hauptmittel im Kampf gegen den Terrorismus – Das Selbstverteidigungsrecht (-2001)

2.4.2 Völkerrechtlicher Hinweis

2.5 Der 11. September als Antriebsmotor anti-terroristischer Bemühungen

– Die VN in ihren Organbemühungen gegen den transnationalen Terrorismus

3 Nur schriftliche Dokumente oder Praxisumsetzung seiner Mitglieder?

–VN-Staaten-Praxis und institutionelles Aufrüsten im 21. Jahrhundert

4 Internationale Organisation und staatliches Akteurshandeln als Erfolgsrezept? - Probleme und Erfolge

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert im Kampf gegen den transnationalen Terrorismus bewährt haben, wobei insbesondere die völkerrechtliche Einordnung und die Effektivität institutioneller Maßnahmen im Fokus stehen.

  • Charakterisierung des modernen, transnationalen Terrorismus
  • Die Rolle der UN-Charta und des Selbstverteidigungsrechts (Art. 51)
  • Analyse der VN-Resolutionen (insbesondere 1368 und 1373)
  • Institutionelle Anpassungen und die Staatenpraxis der Mitglieder
  • Spannungsfeld zwischen Terrorismusbekämpfung und Menschenrechten

Auszug aus dem Buch

Der 11. September als Antriebsmotor anti-terroristischer Bemühungen

Die Terrorakte des 11. Septembers schlugen in den Köpfen der Menschheit ein, wie ein zuvor nie gekanntes Ausmaß terroristischer Grausamkeit. Die in den Medien umherrasenden Bilder der Ermoderung tausender von Menschen ließen die Gedanken einräumen, dass dieser Unmenschlichkeit Einhalt geboten werden muss, und das dafür völkerrechtliche Normen weiterentwickelt werden müssen.

Aufbauend auf bereits bestehendem völkerrechtlichem Bestand (z.B. Selbstverteidigungsrecht), der Etablierung weiterer Normen und der Anwendung der Kompetenzen des Sicherheitsrats, konnten maßgebliche Resolutionen in der Terrorismusbekämpfung verabschiedet und auch der Gebrauch des Art. 51 gegenüber nichtstaatlichen Organisationen durchgesetzt werden, auch wenn der IGH diese Sicht noch nicht einnimmt. Mit Einbruch des 9/11 befasste sich die VN stärker mit dem transnationalen Terrorismus und dessen Entgegenwirken. Dahingehend waren die Resolutionen 1368 und 1373 am 12. und 28. September des gleichen Jahres die resultierende Antwort des Sicherheitsrats. Erstere hat grundlegende Bedeutung für das Völkerrecht und die UN-Charta. Denn diese Resolution setzt terroristische Vergehen zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen als klare Gefährdung der internationalen Sicherheit und des Friedens auf Erden fest (gemäß Kapitel 7 der Charta), wodurch ihr gelungen ist die Charta und das Völkerrecht positiv zu entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erhebt sich ein unangreifbarer Gegner in der Weltpolitik?: Dieses Kapitel führt in das Phänomen des transnationalen Terrorismus ein und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die Herausforderungen, die sich für die Vereinten Nationen durch diese neue Form der Bedrohung ergeben.

2 Der Terrorismus als Themengebiet der VN?: Es wird die schwierige Begriffsbestimmung von Terrorismus analysiert, theoretische Ansätze nach Keohane diskutiert und die Entwicklung der VN-Bemühungen sowie juristische Grundlagen der Selbstverteidigung bis zum Jahr 2001 detailliert betrachtet.

3 Nur schriftliche Dokumente oder Praxisumsetzung seiner Mitglieder?: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Umsetzung der VN-Resolutionen durch die Mitgliedsstaaten, inklusive der institutionellen Aufrüstung durch Organe wie das Counter-Terrorism-Committee.

4 Internationale Organisation und staatliches Akteurshandeln als Erfolgsrezept? - Probleme und Erfolge: Das abschließende Kapitel bewertet die Erfolge und Defizite der Terrorismusbekämpfung durch die VN und diskutiert kritisch das Spannungsverhältnis zwischen effektiver Sicherheitspolitik und dem Schutz der Menschenrechte.

Schlüsselwörter

Transnationaler Terrorismus, Vereinte Nationen, UN-Charta, Selbstverteidigungsrecht, Artikel 51, Sicherheitsrat, Resolution 1373, Al-Qaida, Völkerrecht, Internationale Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, Staatensouveränität, Menschenrechte, Institutioneller Wandel, Politische Gewalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Vereinten Nationen bei der Bekämpfung des modernen, transnationalen Terrorismus im 21. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die völkerrechtliche Definition von Terrorismus, die Anwendung des Rechts auf Selbstverteidigung sowie die institutionelle Reaktion der UN auf terroristische Bedrohungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit erörtert, wie sich die Vereinten Nationen im Kampf gegen den transnationalen Terrorismus bewährt haben und wie effektiv ihre rechtlichen und institutionellen Mechanismen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptiv-analytische Methode verwendet, die auf der Auswertung von VN-Resolutionen, völkerrechtlichen Dokumenten und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die juristische Entwicklung durch Resolutionen, die Praxisumsetzung in den Mitgliedsstaaten und kritische Aspekte der Maßnahmen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Transnationaler Terrorismus, UN-Charta, Selbstverteidigungsrecht, Resolution 1373 und Internationale Sicherheit.

Warum ist eine einheitliche Definition des Terrorismus für die VN so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt in politisch divergierenden Interessen der Mitgliedsstaaten und der Abgrenzung von legitimen Befreiungsbewegungen sowie anderen Formen politischer Gewalt.

Welche Bedeutung hatte das Datum des 11. Septembers 2001 für die UN?

Der 11. September wirkte als massiver Katalysator, der die UN zur Verabschiedung weitreichender Resolutionen und einer neuen Dimension der internationalen Terrorismusbekämpfung zwang.

Wie verändert das Selbstverteidigungsrecht die Rolle nichtstaatlicher Akteure?

Die Arbeit diskutiert, inwiefern das Selbstverteidigungsrecht gemäß Art. 51 der UN-Charta zunehmend auf nichtstaatliche Akteure angewendet wird, was eine neue völkerrechtliche Interpretation erfordert.

Welche Kritik wird an der Terrorismusbekämpfung geübt?

Kritisiert wird insbesondere die Gefahr, dass staatliche Anti-Terror-Maßnahmen dazu missbraucht werden könnten, Menschenrechte einzuschränken oder unliebsame Oppositionelle zu unterdrücken.

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Details

Title
Der transnationale Terrorismus. Eine undefinierte Gefahr für die Weltsicherheit?
College
University of Kaiserslautern
Grade
2,0
Author
Jan Wetterauer (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V279550
ISBN (eBook)
9783656724438
ISBN (Book)
9783656724421
Language
German
Tags
Vereinte Nationen Terrorismus transnationaler Terrorismus VN Al-Qaida Keohane Robert Keohane Weltsicherheit 9/11 11. September Selbstverteidigungsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Wetterauer (Author), 2011, Der transnationale Terrorismus. Eine undefinierte Gefahr für die Weltsicherheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279550
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