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Überwachung des ORF durch die KommAustria zur Einhaltung des öffentlichen Auftrags

Title: Überwachung des ORF durch die KommAustria zur Einhaltung des öffentlichen Auftrags

Seminar Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Laura Vaida (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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In letzter Zeit gab es in Österreich immer wieder Debatten um die Zahlung der Rundfunkgebühren an den ORF. Des Öfteren beschweren sich BürgerInnen, dass der ORF seinen öffentlich-rechtlichen Pflichten nicht genügend nachkomme und sie deswegen nicht bereit wären die Rundfunkgebühren zu zahlen. Deswegen bedarf es einer Instanz, die für die Überwachung dessen Einhaltung zuständig ist. Denn „die Kontrolle über den Inhalt und die präzise Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Auftrages soll sicherstellen, dass die Finanzierung des ORF durch Programmentgelt und Gebühren tatsächlich nur jenen Tätigkeiten zu Gute kommt, die innerhalb des vom nationalen Gesetzgeber im Einklang mit den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben definierten öffentlich-rechtlichen Auftrags liegen.“ Diese wurde 2001 mit der Kommunikationsbehörde (KommAustria) geschaffen.
In der folgenden Arbeit soll nun geklärt werden in wie fern die KommAustria eingreifen kann, um die Einhaltung des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF zu gewährleisten. Dies wird auf Basis einer Literaturrecherche zu dem Thema erfolgen. Damit soll die Arbeit einerseits dazu dienen, den BürgerInnen über dessen Rechte z.B. der objektiven Information zu informieren, die diesem womöglich gar nicht bewusst sind. Auch sollen sie erfahren, welche Möglichkeit sie haben, um für diese Rechte einzutreten. So wird versucht ein allgemeines Bewusstsein über die Pflichten des österreichischen Rundfunks in der Bevölkerung herzustellen.
Andererseits bietet die Arbeit auch einige interessante Aspekte für den wissenschaftlichen Diskurs, da sie aufzeigt, welche Rolle die Medien im demokratischen Staat spielen und welche Möglichkeiten es gibt, diese Rolle bestmöglich für die Gesellschaft umzusetzen, beziehungsweise welche Verbesserungen eventuell gemacht werden sollten, damit der ORF zur Demokratie in Österreich beiträgt. Im ersten Kapitel der Arbeit soll zunächst einmal der aktuelle Stand der Recherche zu dem Thema behandelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Überwachung des ORF durch die KommAustria zur Einhaltung dessen öffentlichen Auftrags

2.1 Aktueller Stand der Recherche

2.2 Definition von Public Value

2.2.1 „Bedienung des öffentliches Interesses“ und „publizistische Qualität“ nach Wenzel

2.2.2 „Majitiorian view“und „Unitarian view” nach MCQuail

2.2.3 „New Public Management”

2.2.4 Acht Prinzipen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach Tracey

2.3 Forschungsziele

2.4 Die KommAustria

2.4.1 Aufbau und Mitgliederbestellung

2.4.2 Allgemeine Tätigkeiten

2.5 Regulierung des ORF

2.5.1 Werberegulierung

2.5.2 Inhaltsregulierung

2.6 Fazit

3 Alternative Finanzierung des ORF

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Effektivität und Unabhängigkeit der KommAustria bei der Überwachung des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF in Österreich. Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, inwiefern die derzeitigen Regulierungsmechanismen ausreichen, um den ORF zur Einhaltung seiner gesellschaftlichen Aufgaben zu bewegen, und welche Verbesserungspotenziale bestehen.

  • Regulierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich
  • Konzeptualisierung von Public Value und dessen Anwendung
  • Strukturen und Befugnisse der KommAustria
  • Werberegulierung und Inhaltskontrolle des ORF
  • Diskussion über alternative Finanzierungsmodelle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Auszug aus dem Buch

2.1.2) Acht Prinzipen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach Tracey

Die erste Prinzipe seines Ansatzes lautet: „Universality of avaibility“, was beinhaltet, dass die Programme für jede(n) einzelne(n) Bürger und Bürgerin barrierefrei zugängig sein müssen, sofern sie die technischen Voraussetzungen besitzen, sie zu empfangen: „It is an imperative which then recognizes that if one defines one’s audience as the citizens of a country, then logically one has to reach them all.” (Tracey 1998: 26) Damit wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass niemand vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgeschlossen sein kann, wie beispielweise beim Pay-Tv, was leicht verständlich ist, wenn ein gesellschaftlicher Nutzen erzielt werden soll.

Auch sieht Tracey es als wichtig an, dass der Inhalt der Programme ansprechend gestaltet sein sollte, egal ob das Programm sich an ein größeres Publikum oder an ein Nischenpublikum richtet, sodass verschiedene Geschmäcker berücksichtigt werden. Das bringt er mit seiner zweiten Prinzipie „Universalitiy of avaibility“ zum Ausdruck:

„In seeking to provide programmes for a wide range of tastes and interests, public broadcasting does so with an eye cocked to the need to ensure that whether the programme is pitched at the many or the few it is done so with real quality.[…] Public broadcasting does, however believe that well-produced programmes can please a lot of the people a lot of the time, and everybody some of the time […] it understands that serving the national diversity of a society is not the same as ‘giving the people what they want’” (Tracey 1998: 27)

Dadurch wird berücksichtigt, was zuvor bei der „Majitorian view“ bemängelt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Es wird die Problematik der Rundfunkgebühren debattiert und die Rolle der KommAustria als Kontrollinstanz für den öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF eingeführt.

2 Überwachung des ORF durch die KommAustria zur Einhaltung dessen öffentlichen Auftrags: Das Hauptkapitel analysiert theoretische Definitionen von Public Value und Public Service Broadcasting, beschreibt die Struktur der KommAustria und untersucht detailliert deren Regulierungsbefugnisse in den Bereichen Werbung und Programminhalte.

3 Alternative Finanzierung des ORF: Dieser Abschnitt erörtert potenzielle Ansätze zur Ablösung der Rundfunkgebühren durch Steuerfinanzierung als Reaktion auf wahrgenommene Regulierungsmängel.

Schlüsselwörter

KommAustria, ORF, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Public Value, Regulierung, Medienpolitik, Rundfunkgebühren, Werberegulierung, Inhaltsregulierung, Demokratie, Medienökonomie, Programmauftrag, Aufsicht, Michael Tracey, Unabhängigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die staatliche Aufsicht über den ORF durch die österreichische Kommunikationsbehörde, die KommAustria, mit einem Fokus auf die Einhaltung des öffentlichen Rundfunkauftrags.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung des öffentlich-rechtlichen Auftrags (Public Value), die institutionelle Struktur der KommAustria sowie deren praktische Kontrollinstrumente gegenüber dem ORF.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Effektivität und Unabhängigkeit der KommAustria bei der Regulierung des ORF kritisch zu prüfen und Wege zur Verbesserung des Zusammenspiels aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, die den aktuellen Forschungsstand aufarbeitet und diesen aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Public Value, eine detaillierte Beschreibung der KommAustria sowie eine Analyse der Werbe- und Inhaltsregulierung beim ORF.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich vor allem über die Begriffe KommAustria, ORF, Public Value, Rundfunkregulierung und öffentlich-rechtlicher Auftrag definieren.

Wie bewertet die Autorin die Unabhängigkeit der KommAustria?

Die Autorin sieht kritisch, dass die KommAustria durch Finanzierungsbeiträge des ORF teilweise abhängig ist und die Unvereinbarkeitsbestimmungen für Mitglieder nur begrenzt wirken, was eine Beeinflussung ermöglicht.

Was unterscheidet die „Majitorian view“ von der „Unitarian view“?

Die „Majitorian view“ orientiert sich primär an den Interessen der Mehrheit des Publikums, während die „Unitarian view“ demokratische Werte wie Minderheitenschutz und kulturelle Vielfalt betont.

Warum wird eine alternative Finanzierung des ORF überhaupt diskutiert?

Die Diskussion entsteht aufgrund der wahrgenommenen Mängel in der Regulierung und der fehlenden Effektivität der Gebührenverwendung, was Stimmen laut werden lässt, das System durch Steuergelder zu finanzieren.

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Details

Title
Überwachung des ORF durch die KommAustria zur Einhaltung des öffentlichen Auftrags
College
University of Salzburg
Grade
1
Author
Laura Vaida (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V279589
ISBN (eBook)
9783656730132
ISBN (Book)
9783656730125
Language
German
Tags
überwachung kommaustria einhaltung auftrags
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Vaida (Author), 2013, Überwachung des ORF durch die KommAustria zur Einhaltung des öffentlichen Auftrags, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279589
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