Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Zwischen Bildungsauftrag und Quotendruck. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Bildung dienen und damit ein Massenpublikum erreichen will

Titel: Zwischen Bildungsauftrag und Quotendruck. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Bildung dienen und damit ein Massenpublikum erreichen will

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Rodenfels (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das fokussierte Interesse der vorliegenden Hausarbeit liegt im Auftrag an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Bildung zu vermitteln und damit ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Dazu wird im zweiten Kapitel der Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien betrachtet und Aufgabe sowie Vorschriften von Seiten des Gesetzgebers für den öffentlich- rechtlichen Rundfunk näher beschrieben.

Ferner wird das Finanzierungssystem und der Bildungsauftrag erläutert, worauf die Herleitung der Forschungsfrage dieser Hausarbeit folgt. Kapitel 3 weist auf den aktuellen Forschungsstand hin, fasst mit dem lernpsychologischen Konstruktivismus den theoretischen Rahmen und beschreibt den Uses-and-Gratification-Ansatz, um schließlich zwei Hypothesen zu bilden. Kapitel 4 beschreibt die Fernsehreihe „ZDF-History“ und untersucht daraus die Folge „Countdown zur Katastrophe - Der Kriegsbeginn 1939“ um schließlich an deren Beispiel in einer Wissensanalyse die Hypothesen zu prüfen. In Kapitel 5 wird die Forschungsfrage dieser Hausarbeit beantwortet und zum Abschluss wird schließlich in Kapitel 6 ein Fazit gezogen.

Das Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunk soll die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland fördern und festigen, und ist dazu mit einem Informations- und Bildungsauftrag ausgestattet. Dabei sind von ihm Objektivität und Unparteilichkeit, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen. Das Rundfunkrecht schafft hierfür einen gesetzlichen Rahmen und legt unter anderem die Finanzierung über Beiträge fest, die pro Wohnung erhoben werden. Diese Finanzierung kann somit die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit garantieren, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht, um der Objektivität sowie der Unparteilichkeit gerecht zu werden.

Die Gebührenfinanzierung steht allerdings wieder und wieder in der Kritik der Gesellschaft, wie verschiedene Zeitungsartikel zeigen. Ein Vorwurf lautet, dass die Bürger zur Finanzierung des Programms verpflichtet sind, egal ob sie es sehen oder nicht. Die Sender stehen folglich unter dem Druck, Informationen und Bildung zu vermitteln und dabei möglichst viele Zuschauer zu erreichen. Daraus lässt sich schließen, dass nur unter beiden Bedingungen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Daseinsberechtigung behält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der öffentliche-rechtliche Rundfunk in Deutschland

2.1 Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Vergleich zu Vorschriften des privaten Rundfunk

2.2 Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunk

2.3 Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunk

2.4 Herleitung der Forschungsfrage

3 Aktueller Forschungsstand

3.1 Theoretischer Rahmen: Der lernpsychologische Konstruktivismus

3.2 Uses-and-Gratification-Ansatz

3.3 Hypothesenbildung

4 Die Sendung „ZDF-History“

4.1 Beschreibung der Folge „Countdown zur Katastrophe - Der Kriegsbeginn 1939“ aus der Reihe „ZDF-History“

4.2 Wissensanalayse

5 Beantwortung der Forschungsfrage

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland seinen gesetzlichen Bildungsauftrag erfüllt und gleichzeitig ein möglichst großes Publikum erreicht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Spannung zwischen der Vermittlung von Bildungsinhalten und der notwendigen Reichweite, um die Daseinsberechtigung des beitragsfinanzierten Rundfunksystems zu rechtfertigen.

  • Auftrag und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
  • Lernpsychologische Perspektiven (Konstruktivismus) auf Bildungsmedien
  • Mediennutzungsmotive nach dem Uses-and-Gratification-Ansatz
  • Analyse der Sendung „ZDF-History“ als Praxisbeispiel

Auszug aus dem Buch

4.2 Wissensanalayse

In diesem Kapitel sollen nun die Hypothesen H1 und H2 geprüft werden um anschließend die Forschungsfrage dieser Hausarbeit zu beantworten.

Um die Hypothese 1: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hält sich an die Grundsätze des lernpsychologischen Konstruktivismus, um einen Bildungsprozess beim Zuschauer zu bewirken und seinen Bildungsauftrag zu erfüllen“ zu prüfen, soll als erstes untersucht werden, ob die Dokumentation „Countdown zur Katastrophe - Kriegsbeginn 1939“ der Fernsehreihe „ZDF-History“ den Grundsätzen des lernpsychologischen Konstruktivismus folgt:

Wissen ist gemäß des Konstruktivismus ein Konstrukt des Lernenden selbst. Ein Lehrer, wie hier die Macher der Dokumentation, hat keinen Einfluss, was der Lernende (hier der Zuschauer) konstruiert. Somit sollte ein Lernangebot möglichst offen gestaltet sein. Bei der Dokumentation kann wohl kaum die Rede von einem offen gestalteten Lernangebot sein. Dem Zuschauer wird ein fertiger Film gezeigt, der keinen Raum zum eigenen Entdecken lässt. Der lernpsychologische Konstrukitivismus geht davon aus, dass ein Lehrender nicht Informationen aussendet, die der Lernende aufnimmt, verarbeitet, abspeichert und als Wissen wiedergibt, sondern ein Lernender sich einer Menge von internen Ereignissen ausgesetzt sieht, die in ihm Veränderungen hervorrufen, die sich dann stabilisieren und ein erfolgreiches Weitermachen ermöglichen. Das steht klar im Widerspruch zur Gestaltung der Dokumentation, da Informationen dramaturgisch aufgearbeitet wurden. Der Zuschauer hat zwar die Möglichkeit neue Informationen mit individuellem Vorwissen oder Erfahrungen zu verknüpfen, eine solche kognitive Leistung wird aber nicht gefordert. Es liegt also beim Zuschauer selbst, ob er das tut.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den demokratischen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und führt in die Problemstellung ein, wie dieser seinen Bildungsauftrag trotz Finanzierungskritik erfüllen kann.

2 Der öffentliche-rechtliche Rundfunk in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, den speziellen Bildungsauftrag sowie die Finanzierungsstruktur des beitragsfinanzierten Rundfunksystems.

3 Aktueller Forschungsstand: Hier werden der lernpsychologische Konstruktivismus und der Uses-and-Gratification-Ansatz als theoretische Basis eingeführt und zwei Hypothesen zur Prüfung der Forschungsfrage aufgestellt.

4 Die Sendung „ZDF-History“: Anhand einer konkreten Folge wird die filmische Umsetzung und Gestaltung analysiert, um zu prüfen, ob sie konstruktivistische Lernvorgaben erfüllt oder primär auf Bedürfnisbefriedigung abzielt.

5 Beantwortung der Forschungsfrage: Die Ergebnisse der Analyse werden zusammengeführt, um zu klären, wie der Rundfunk seinen Bildungsauftrag in der Praxis mit der Zielsetzung hoher Reichweiten verbindet.

6 Fazit: Das Fazit resümiert, dass das untersuchte Format zwar unterhaltsam und informativ ist, jedoch keine Bildungsarbeit im Sinne des Konstruktivismus leistet, da es kritische Reflexion kaum fördert.

Schlüsselwörter

öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Bildungsauftrag, Rundfunkstaatsvertrag, lernpsychologischer Konstruktivismus, Uses-and-Gratification-Ansatz, Mediennutzungsforschung, ZDF-History, Wissensanalyse, Medienpädagogik, Meinungsbildung, Rundfunkbeitrag, Dokumentation, Geschichtsvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der Notwendigkeit, durch attraktive Programmgestaltung ein möglichst großes Publikum zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der medienrechtlichen Basis des Rundfunks, lernpsychologischen Theorien zur Wissenskonstruktion und der Analyse von dokumentarischen Fernsehformaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie geht der öffentlich-rechtliche Rundfunk vor, um seinen Bildungsauftrag zu erfüllen und gleichzeitig ein möglichst großes Publikum zu erreichen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine inhaltliche Analyse der Sendereihe „ZDF-History“ im Abgleich mit den Prämissen des lernpsychologischen Konstruktivismus und des Uses-and-Gratification-Ansatzes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, Hypothesen gebildet und die Dokumentation „Countdown zur Katastrophe - Der Kriegsbeginn 1939“ einer kritischen Wissensanalyse unterzogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bildungsauftrag, Konstruktivismus, Uses-and-Gratification-Ansatz, Mediennutzung und Rundfunkstaatsvertrag.

Warum kann die Hypothese H1 nicht bestätigt werden?

Die Analyse zeigt, dass die Dokumentation keine offenen Lernräume bietet, sondern dem Zuschauer Meinungen und Emotionen vorgibt, was dem konstruktivistischen Bildungsverständnis widerspricht.

Inwiefern erfüllt die Sendung laut Autor die Bedürfnisse der Zuschauer?

Die Sendung wird als erfolgreich eingestuft, da sie durch Dramaturgie, Musik und Expertenberichte sowohl Informationsbedürfnisse als auch Unterhaltungsbedürfnisse befriedigt und somit eine hohe Zuschauerakzeptanz erreicht.

Wie bewertet der Autor die Bildungsqualität des Formats?

Obwohl das Format Grundlagenwissen vermittelt, kritisiert der Autor die einseitige Darstellung und die fehlende Förderung von kritischem Denken, was eine echte Bildungsarbeit im wissenschaftlichen Sinne ausschließt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Bildungsauftrag und Quotendruck. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Bildung dienen und damit ein Massenpublikum erreichen will
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Sebastian Rodenfels (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V279703
ISBN (eBook)
9783668144675
ISBN (Buch)
9783668148925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwischen bildungsauftrag quotendruck rundfunk bildung massenpublikum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Rodenfels (Autor:in), 2014, Zwischen Bildungsauftrag und Quotendruck. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Bildung dienen und damit ein Massenpublikum erreichen will, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279703
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum