Vernetzung wird in allen Lebensbereichen immer wichtiger, so auch im Berufsleben. Neben privaten Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. gibt es auch vermehrt berufliche Netzwerke. Am bekanntesten davon ist Xing, das seinen Nutzer viele Optionen bietet. Anhand einer qualitativen Analyse soll herausgefunden werden, wie verschiedene Personengruppen dieses Nezwerk effektiv nutzen. Dabei liegt der Fokus auf der Kommunikationsbranche, in der Vernetzung und Kontakt unabdinglich für beruflichen Erfolg sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Fundierung: Der Homo oeconomicus
2.1 Grundlegende Annahmen über den Homo oeconomicus
2.1.1 Knappheit
2.1.2 Begrenzte Rationalität
2.1.3 Präferenzen und Anreize
2.1.4 Interaktionen und Wettbewerb
2.1.5 Informationsasymmetrien
2.2 Akteure und Märkte der Kommunikationsbranche
2.2.1 Prinzipale und Agenten
2.2.2 Der Publikumsmarkt
2.2.3 Der Werbemarkt
2.2.4 Der Arbeitsmarkt
2.3 Der Homo oeconomicus in der Kommunikationsbranche
2.3.1 Knappheit
2.3.2 Begrenzte Rationalität
2.3.3 Präferenzen und Anreize
2.3.4 Interaktionen und Wettbewerb
2.3.4.1 Verhalten gegenüber originären Quellen
2.3.4.2 Verhalten gegenüber Kollegen
2.3.5Informationsasymmetrien
3 Beschreibung der Methode
4 Darstellung der Ergebnisse
4.1. Überblick über die InterviewpartnerInnen
4.2 Das Xing-Profil
4.3 Private Nutzung von Xing
4.4 Erwartungen und Realität
4.5 Gründe für die Basis- oder Premiummitgliedschaft
4.6 Vernetzung und Kontakte auf Xing
4.7 Karrierefortschritt: Xing im Vergleich zu persönlichen Kontakten
4.8 Gruppen und Veranstaltungen auf Xing
5 Fazit
6 Schlussbemerkung
7 Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Nutzungsmotive, Hintergründe und Strukturen von Usern des Business-Netzwerks Xing innerhalb der Kommunikationsbranche. Ziel der Untersuchung ist es, auf Basis der Theorie des "Homo oeconomicus" zu klären, wie verschiedene Personengruppen das Netzwerk zur beruflichen Vernetzung und Karriereförderung einsetzen.
- Analyse der Nutzungsmotive für das soziale Netzwerk Xing.
- Anwendung ökonomischer Verhaltensmodelle auf Akteure in der Medienbranche.
- Vergleich von Erwartungen und Realität bei der beruflichen Nutzung.
- Untersuchung der Bedeutung von Vernetzung und Kontakten für den Karrierefortschritt.
- Differenzierung zwischen aktiver und passiver Netzwerknutzung durch qualitative Interviews.
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Knappheit
Die Akteurin bzw. der Akteur hat zur Ausübung ihrer/ seiner Tätigkeit nur ein begrenztes Maß an Ressourcen zur Verfügung wie Zeit, Budget und Arbeitskraft, die sie/ er am ökonomischsten zur Erreichung ihrer/ seiner Ziele einsetzen muss. Daneben spielen in der Kommunikationsbranche vor allem Informationen eine Rolle, denn sie stellen das wichtigste Gut dar (vgl. Fengler/ Ruß-Mohl 2005: 121). Manchmal muss sich die/ der KommunikatorIn also mit der Menge an Informationen zufrieden geben, die sie/ er besitzt, da es einen immensen Aufwand darstellen würde, alle Details in Erfahrung zu bringen (vgl. ebd.). In diesem Zusammenhang ist die journalistische Regel von Michael Haller (1983: 31, zit.n. Fengler/ Ruß-Mohl 2005: 121) „Go with what you’ve got“ zu nennen. Die Akteurinnen bzw. Akteure wollen also nicht die optimalste Informationsverbreitung erreichen, sondern die bestmöglichste unter den gegebenen Umständen.
Um an Informationen zu gelangen sind natürlich Quellen, besonders in Form von Kontakten nützlich, die damit auch zu den begrenzten Ressourcen gehören (vgl. Fengler/ Ruß-Mohl 2005: 122). Ein gutes Netzwerk an Kontakten ist deswegen für in der Kommunikationsbranche unerlässlich. Vermehrt werden auch Informationen weiterverwertet, indem die Inhalte in unterschiedlichen Produkten wie Fernsehformat, Radiobeitrag oder Printbeitrag wiedergegeben werden, aber auch das gleiche Produkt in mehreren Medien gesendet oder gedruckt wird (vgl. ebd.: 123f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Dominanz sozialer Netzwerke, die Bedeutung von Online-Medien in der heutigen Gesellschaft und führt Xing als zentrales Untersuchungsobjekt der Arbeit ein.
2 Theoretische Fundierung: Der Homo oeconomicus: Dieses Kapitel etabliert das theoretische Modell des Homo oeconomicus, erläutert dessen zentrale Annahmen wie Knappheit und begrenzte Rationalität und überträgt diese auf die Akteure der Kommunikationsbranche.
3 Beschreibung der Methode: Hier wird der methodische Ansatz des Leitfadeninterviews dargelegt, die Auswahl der Interviewpartner beschrieben und das Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die qualitative Auswertungsstrategie erläutert.
4 Darstellung der Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Befunde aus den geführten Interviews zu Themen wie Xing-Profilpflege, privaten versus beruflichen Nutzungsweisen, Erwartungshaltungen sowie der Bedeutung von Kontakten und Gruppen auf Xing.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Nutzungsmotive der verschiedenen Personengruppen zusammen und stellt fest, dass Xing primär passiv zur Vernetzung und Informationsbeschaffung genutzt wird.
6 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung reflektiert den Forschungsprozess und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe im Kontext von Internet-Karrierechancen.
7 Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen und Fachliteratur gemäß wissenschaftlichem Standard.
Schlüsselwörter
Xing, Kommunikationsbranche, Homo oeconomicus, Nutzungsmotive, soziale Netzwerke, Vernetzung, Karrierefortschritt, qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Informationsbeschaffung, Medienwirtschaft, Businessplattform, Nutzerverhalten, Kontaktmanagement, Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Angehörige der Kommunikationsbranche das soziale Netzwerk Xing nutzen, welche Motive sie verfolgen und welche Erwartungen sie an die Plattform stellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Mittelpunkt stehen das Nutzungsverhalten, die professionelle Selbstdarstellung, die Relevanz von Xing für die Karriereentwicklung und der Vergleich zu analogen Kontaktmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis der ökonomischen Theorie des "Homo oeconomicus" zu verstehen, welche Strategien Berufstätige und Einsteiger bei der Vernetzung auf Xing anwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Verfasser nutzten eine qualitative Methode und führten fokussierte Leitfadeninterviews mit neun verschiedenen Akteuren der Medienbranche durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung und eine detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse, die Aspekte wie Profilgestaltung, private vs. berufliche Nutzung und die Bedeutung der Mitgliedschaftsarten beleuchten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Xing, Homo oeconomicus, Networking, Kommunikationsbranche und Karrierefortschritt.
Welche Unterschiede zeigen sich zwischen Berufseinsteigern und erfahrenen Berufstätigen?
Die Studie zeigt, dass Einsteiger vor allem auf Jobsuche-Aspekte fokussieren, während Berufserfahrene Xing eher als Beobachtungsplattform oder zur Informationsbeschaffung nutzen.
Warum wird Xing oft eher passiv genutzt?
Die Befragten gaben häufig Zeitmangel oder die Wahrnehmung an, dass Xing keine direkten, kurzfristigen Vorteile bietet, weshalb eine intensive aktive Beteiligung oft ausbleibt.
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- Laura Vaida (Author), 2014, Motive für die Nutzung des Netzwerkes Xing in der Kommunikationsbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279728