E-Commerce und E-Government
E-Government steht für electronic administration und beinhaltet das Bereitstellen von „Informationsangeboten für den Bürger, Bürgerservice mit Interaktionsangeboten, Abwicklung von Geschäftsprozessen im Rahmen der Verwaltung und elektronische Wahlen.“
Häufig wird es als ein Teilbereich des electronic commerce gesehen, da es ebenfalls Services für Kunden, in diesem speziellen Fall für die Bürger, über den Kanal der Informationstechnik anbietet. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass sich eine „Verwaltung nicht aus marktwirtschaftlichen Überlegungen auf bestimmte Kundensegmente beschränken kann.“ Das Angebot, das E-Government für die Bürger bereitstellen soll, ist grundsätzlich durch das Gesetz festgelegt und kann nicht willkürlich verändert werden. Das „Spektrum der zu unterstützenden Vorgänge ist wesentlich breiter anzulegen, als beim e-commerce“ Um Verwaltungsvorgänge elektronisch anbieten zu können, müssen diese zunächst reorganisiert werden. Insbesondere so, dass sie schneller, um mit einem Bruchteil des bisher benötigten Aufwands erledigt werden zu können, besser und besonders adressatenfreundlich ablaufen, ohne jedoch die grundlegenden Eigenschaften öffentlichen Handelns aus den Augen zu verlieren. Hierbei ist besonders darauf zu achten, ein „unverbundenes Nebeneinander von Verwaltungsreform und Aufbau von E-Government zu vermeiden und stattdessen eine möglichst enge Verknüpfung zwischen beiden Innovationsprojekten anzustreben“
Inhaltsverzeichnis
1. E-Commerce und E-Government
2. Die Hauptformen elektronischer Dienste
3. Das Service-Angebot Italiens
3.1 Die Websites der italienischen Regierung
3.1.1 www.governo.it
3.1.2 www.esteri.it
3.1.3 www.camera.it
3.1.4 Weitere Websites der italienischen Regierung
3.2 Das italienische E-Government Portal
3.2.1 Voraussetzungen
3.2.2 Ziele
3.2.3 Realisation
3.2.4 www.italia.gov.it
3.2.5 Verwaltungsdienste der italienischen Regierung über Internet
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stand und die Entwicklung des webbasierten Service-Angebots der italienischen öffentlichen Hand im Kontext von E-Government. Ziel ist es, die bestehenden Online-Angebote der italienischen Regierungsbehörden zu analysieren, ihre Nutzerfreundlichkeit zu bewerten und die Herausforderungen bei der Umsetzung integrierter digitaler Verwaltungsprozesse aufzuzeigen.
- Definition und theoretische Grundlagen von E-Government im Vergleich zu E-Commerce.
- Kategorisierung elektronischer Dienstleistungen öffentlicher Verwaltungen.
- Detaillierte Analyse spezifischer Regierungs-Websites (z.B. Governo, Außenministerium, Abgeordnetenkammer).
- Evaluierung des zentralen italienischen E-Government-Portals (italia.gov.it).
- Herausforderungen bei der Implementierung von Transaktionsdiensten und der Reorganisation von Verwaltungsprozessen.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Voraussetzungen :
Als Voraussetzung für das E-Government Portal Italiens www.italia.gov.it galt es, dass in ihm die Möglichkeit besteht Gesetze, Finanzen und Organisationen zu verbinden. Die Bürger sollen als Kunden mit der größtmöglichen Sorgfalt behandelt werden, wobei das Wort „Kunde“, das aus dem Bereich des E-Commerce stammt, hier nicht mehr im Sinne von Profitmachen gemeint ist. Die Angebote müssen zu jeder Zeit und von jedem Ort aus zugänglich sein. Dies soll auch italienische Staatsbürger umfassen, die sich im Ausland aufhalten und Bürger die Behördengänge außerhalb der normalen Geschäftszeiten erledigen wollen. Dies beinhaltet auch die Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Zugangskanälen, beispielsweise zwischen der neuen und einer althergebrachten Zugangsmethode. Grundsätzlich existieren drei Hauptformen bzw. Funktionen elektronischer Dienste: Information, Kommunikation, Transaktion. Die Form der Information umfasst die bloße Bereitstellung von Informationen über die Regierung und die Behörden bzw.
Hilfen zur Vorbereitung von Behördengängen. Kommunikationsdienste sind vor allem Alltagsdienste und auf kommunaler Ebene zu finden. Dies können genauso Reservierungs- und Bestelldienste sein, wie Dienste zur direkten Kontaktaufnahme mit Behörden. Die Funktion der Transaktion beinhaltet die elektronische Einreichung von Anträgen und Formularen, sowie das Leisten von Abgaben über einen elektronischen Kanal. Diese Grundfunktionen sollen im Portal soweit möglich eingearbeitet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. E-Commerce und E-Government: Dieses Kapitel definiert E-Government als elektronische Verwaltungsdienstleistung und grenzt es vom E-Commerce ab, wobei die Notwendigkeit einer engen Verknüpfung von Verwaltungsreformen und Digitalisierung hervorgehoben wird.
2. Die Hauptformen elektronischer Dienste: Hier werden die Leistungen der öffentlichen Hand in vier Kategorien unterteilt, darunter Serviceangebote für Einnahmen, Registrierungsdienste sowie allgemeine Leistungen für Bürger und Unternehmen.
3. Das Service-Angebot Italiens: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte Untersuchung verschiedener italienischer Regierungs-Websites und des zentralen E-Government-Portals, bewertet deren Design, Nutzerführung und Aktualität sowie den Status der angebotenen Online-Dienste.
Schlüsselwörter
E-Government, Italien, öffentliche Verwaltung, Online-Service, Bürgerportal, digitale Transformation, Verwaltungsprozesse, E-Administration, Internetdienste, Nutzerfreundlichkeit, Regierungs-Websites, Transaktion, elektronische Signatur, Behördenkontakt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das webbasierte Service-Angebot der italienischen öffentlichen Hand und untersucht, wie italienische Regierungsbehörden das Internet für Dienstleistungen nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Definition von E-Government, die Struktur elektronischer Verwaltungsdienste, die Analyse konkreter Regierungsportale und die strategische Entwicklung des italienischen E-Government-Portals.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme und kritische Evaluierung der italienischen Online-Verwaltungsdienste sowie die Identifikation von Herausforderungen bei deren Umsetzung.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Analyse und Usability-Betrachtung der jeweiligen Regierungs-Websites und des zentralen Portals italia.gov.it.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung, die Kategorisierung von Diensten, die detaillierte Untersuchung der Websites von Ministerien und Parlament sowie die Analyse der Voraussetzungen und Entwicklungsstufen des Portals italia.gov.it.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
E-Government, Italien, öffentliche Verwaltung, Online-Dienste, Verwaltungsreform und digitale Identität.
Welche technischen Voraussetzungen sind für die Identifizierung der Nutzer auf dem E-Government-Portal geplant?
Es sind zwei Lösungsansätze vorgesehen: die Electronic ID Card (EIC) mit Mikrochip und die National Services Card (NSC), die als Smartcards eine eindeutige Online-Identifizierung ermöglichen sollen.
Wie schneidet die Abgeordnetenkammer-Website im Vergleich zu anderen Seiten ab?
Die Seite camera.it ist als einzige im analysierten Service-Angebot auf mehr als zwei Sprachen und zudem in deutscher Sprache verfügbar, was insbesondere im Hinblick auf Südtirol bedeutsam ist.
- Quote paper
- Marie Burgard (Author), 2003, Serviceangebote der öffentlichen Hand in Italien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27978