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Hochschulleitbilder im Vergleich

Title: Hochschulleitbilder im Vergleich

Term Paper , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Master of Arts Robert Möller (Author)

Pedagogy - Higher Education
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Die deutschen Hochschulen, vor allem die Universitäten, unterliegen seit der Etablierung des Humboldt’schen Bildungsideals immer wieder mehr oder weniger starken Veränderungen. Pasternack/von Wissel (2010) führen allein für die Zeit nach 1945 insgesamt 24 konzeptionelle Entwürfe für die Ausgestaltung und Steuerung von Hochschulen an. Auch wenn nur wenige dieser Konzepte einen hochrelevanten Einfluss auf die Hochschullandschaft Deutschlands genommen haben, so wird jedoch deutlich, dass sich ein kontinuierlicher Veränderungsprozess vollzieht, dessen Richtung und Ausgang nur schwer bestimmbar sind.
Eine recht eindeutige Entwicklung scheint hingegen die zu sein, dass die grundsätzliche Uniformität der deutschen Hochschulen, zugunsten einer spezifischen Identitätsbildung, aufgelöst wird. Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei die Entwicklung und Publizierung von Hochschulleitbildern. Dabei gilt es, in zwei grundsätzliche Typen zu unterscheiden, nämlich die individuellen Leitbilder der Hochschulen selbst und eher konzeptionell ausgerichtete Leitbilder, welche durch Institutionen des öffentlichen Lebens ausgearbeitet und artikuliert werden.
Diese Ausarbeitung soll sich daher mit den grundlegenden Eigenschaften von Hochschulleitbildern auseinandersetzen, eine Aussage zu den aktuellen Leitbildern deutscher Hochschulen treffen und die Hochschulleitbilder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Hans-Böckler-Stiftung, sowie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) kurz vorstellen, um diese anschließend einem Vergleich unterziehen zu können. Dabei soll es allerdings nicht um eine Beurteilung der zugrundeliegenden politischen Ausrichtung der dahinterstehenden Organisationen gehen, sondern um einen rein formellen Vergleich der Zielvorgaben für die Hochschulsteuerung und damit der Hochschulgestaltung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wesen und Merkmale von Hochschulleitbildern

3. Aktueller Sachstand zu Hochschulleitbildern in Deutschland

4. Hochschulleitbilder im Vergleich

4.1. Das Hochschulleitbild des Centrums für Hochschulentwicklung

4.2. Das Hochschulleitbild der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

4.3. Das Leitbild der Hans-Böckler-Stiftung

5. Vergleich und Wertung der Leitbilder

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Rolle, dem Wesen und der Funktion von Hochschulleitbildern in Deutschland auseinander, um deren Wirksamkeit als strategische Steuerungs- und Marketinginstrumente zu hinterfragen. Ziel ist es, durch einen formellen Vergleich ausgewählter wissenschaftspolitischer Programme des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Hans-Böckler-Stiftung die unterschiedlichen strategischen Ausrichtungen in der Hochschulsteuerung systematisch gegenüberzustellen.

  • Grundlagen und Definition von Hochschulleitbildern
  • Analyse des aktuellen Stands der Leitbildentwicklung an deutschen Hochschulen
  • Vergleich konkurrierender hochschulpolitischer Konzepte
  • Untersuchung zentraler Kategorien wie Finanzierung, Personalmanagement und Autonomie
  • Diskussion der Auswirkungen von Wettbewerb auf die Hochschullandschaft

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Hochschulleitbild des Centrums für Hochschulentwicklung

Die Hochschule befindet sich nach dem Konzept des CHE grundsätzlich in einem ständigen Wettbewerb. Dieser zeichnet sich nicht durch das Ringen um fachliche Reputation aus, sondern durch die Konkurrenz der Hochschulen um Marktanteile, welche nach den Kriterien betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente bewertet werden. Um die Parameter und Instrumente der Betriebswirtschaftslehre auf eine Hochschule anwenden zu können, wird das Modell des New Public Management herangezogen. Dieses versucht ursprünglich, die betriebswirtschaftliche Ausrichtung und Steuerung der öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen, indem es ökonomische Prinzipien und Denkweisen entsprechend adaptiert. Aufgrund der relativen Ähnlichkeit der Organisation und systemischen Struktur lässt sich dieses Modell auch auf den Bereich der Hochschulsteuerung transferieren.

Die Hochschule befindet sich also im Wettbewerb um knappe Ressourcen. Dabei handelt es sich einerseits um Personal, andererseits um materielle Ausstattung, wie beispielsweise Drittmittel oder Förderung aus der Industrie. Zudem bietet die Hochschule nach dem Leitbilder des CHE die Produkte Lehre und Forschung auf dem quasiökonomischen Bildungs- und Forschungsmarkt an. Nach dieser Positionsbestimmung befindet sich die moderne Hochschule im Steuerungsfeld der Betriebswirtschaftslehre und müssen sich entsprechenden „wirtschaftlichen Rationalitätskalkülen wie Effizienz oder Produktivität öffnen und innerhalb von Tauschverhältnissen und Konkurrenz operieren.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Humboldt’schen Bildungsideals und führt in die Relevanz von Hochschulleitbildern als Mittel der Profilbildung und Steuerung ein.

2. Wesen und Merkmale von Hochschulleitbildern: Dieses Kapitel definiert Hochschulleitbilder als strategische Führungsinstrumente, die sowohl nach innen motivierend wirken als auch nach außen der Imagebildung dienen.

3. Aktueller Sachstand zu Hochschulleitbildern in Deutschland: Es wird analysiert, dass aktuelle Leitbilder deutscher Hochschulen oft zu allgemein und indifferent formuliert sind, um ihre Steuerungsfunktion effektiv zu erfüllen.

4. Hochschulleitbilder im Vergleich: In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Programme des CHE, der GEW und der Hans-Böckler-Stiftung detailliert skizziert, wobei deren jeweilige hochschulpolitische Stoßrichtung deutlich wird.

5. Vergleich und Wertung der Leitbilder: Die verschiedenen Konzepte werden anhand der Kategorien Finanzierung, Personal, Qualität und Autonomie gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Wirkung bewertet.

6. Zusammenfassung: Das Fazit stellt eine fundamentale Zweiteilung zwischen marktliberalen und arbeitnehmerorientierten hochschulpolitischen Ansätzen fest und resümiert den aktuellen Findungsprozess der Hochschulpolitik.

Schlüsselwörter

Hochschulleitbild, Hochschulsteuerung, New Public Management, Bildungsmarkt, Bildungs- und Erziehungswissenschaften, Wissenschaftspolitik, Hochschulautonomie, Qualitätsmanagement, Ressourcensteuerung, Forschung, Lehre, Profilbildung, Partizipation, soziale Verantwortung, Wettbewerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Funktion und Ausgestaltung von Hochschulleitbildern in Deutschland und vergleicht dabei verschiedene hochschulpolitische Programme.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Finanzierung von Hochschulen, Personalstrukturen, Autonomie, Forschung sowie die Qualität von Lehre und Studium.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen arbeitgebernahen Konzepten (CHE) und arbeitnehmernahen Programmen (GEW, Hans-Böckler-Stiftung) in Bezug auf die Hochschulsteuerung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem systematischen Vergleich ausgewählter wissenschaftspolitischer Leitbilder und Programme.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Leitbilder des CHE, der GEW und der Hans-Böckler-Stiftung, gefolgt von einer vergleichenden Wertung dieser Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hochschulsteuerung, Wettbewerb, Partizipation und die Differenzierung zwischen markt- und bildungsorientierten Hochschulkonzepten.

Inwiefern unterscheidet sich das Modell des CHE von dem der GEW?

Während das CHE auf betriebswirtschaftliche Steuerung und Wettbewerb setzt, fordern GEW und Hans-Böckler-Stiftung eine demokratische, sozial gerechte und staatlich stärker abgesicherte Hochschulentwicklung.

Welche Rolle spielt der "fiktive Bildungsmarkt" laut der Arbeit?

Der Begriff beschreibt die wettbewerbliche Logik, in der sich Hochschulen als Unternehmen positionieren, um durch Marktdruck Effizienz und Qualität zu steigern.

Warum kritisiert der Autor die aktuellen Hochschulleitbilder?

Die Kritik richtet sich dagegen, dass viele Leitbilder zu vage sind und lediglich gesetzliche Vorgaben wiederholen, anstatt ein echtes, profilbildendes Selbstverständnis zu vermitteln.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur zukünftigen Entwicklung?

Der Autor konstatiert einen andauernden hochschulpolitischen Findungsprozess, der eine politische Grundsatzentscheidung über die Ausrichtung des Hochschulwesens in Deutschland erfordert.

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Details

Title
Hochschulleitbilder im Vergleich
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Einführung in die Hochschulforschung und Hochschulpolitik
Grade
1,0
Author
Master of Arts Robert Möller (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V279783
ISBN (eBook)
9783656727613
ISBN (Book)
9783656727590
Language
German
Tags
hochschulleitbilder vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Robert Möller (Author), 2011, Hochschulleitbilder im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279783
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