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Change Management im Neuroleadership

Ein neurowissenschaftlich basierter Ansatz unternehmerischen Wandels

Titre: Change Management im Neuroleadership

Thèse de Master , 2013 , 81 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Master of Arts Robert Möller (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die besonders seit den 1990er Jahren fortschreitenden Entwicklungen eines beschleunigten und verschärften Wettbewerbs münden in einem permanenten Anpassungsdruck der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Change Management als Konzept zur aktiven Gestaltung von Veränderungsprozessen, aktuell eine hohe Geltung zukommt und voraussichtlich in näherer Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Im Gegensatz zur dargelegten Relevanz und Notwendigkeit von Change Management steht die empirisch belegte Tatsache, dass nur circa ein Drittel aller durchgeführten Veränderungsprojekte die angestrebten Ergebnisse im Rahmen der festgelegten Ressourcen erreichen. „Das Scheitern solcher Vorhaben, woran auch immer dies in jedem Einzelfall festgemacht werden kann, scheint empirisch wahrscheinlicher zu sein als die Erfolgsaussichten.“ Diese über Zeit und Branchen hinweg stabile Erkenntnis ist insofern nicht unumstritten, als dass die Beurteilung eines Projektes als ‚erfolgreich‘ oder ‚gescheitert‘ kein binäres Ereignis darstellt, sondern subjektiv am Grad der Zielerreichung definiert werden muss. Nichtsdestotrotz wird damit eine Tendenz offenbart, welche den aktuell vorhandenen Change-Management-Ansätzen keine statistische Zuverlässigkeit attestiert.
Diese Ausgangslage verschärft sich weiter, wenn auch die ökonomischen Effekte eines ausbleibenden oder unzureichend durchgeführten Change Management betrachtet werden. In einer Studie haben Claßen/von Kyaw (2008) Verantwortungsträger für Veränderungsprozesse in Unternehmen nach den Ergebnissen gescheiterter Change-Projekte befragt und dabei zwei wesentliche Auswirkungen identifiziert. Einerseits lässt sich ein erheblicher Rückgang der Produktivität beobachten, andererseits gehen fehlgeschlagenen Veränderungsmaßnahmen mit einem deutlichen Anstieg der Fluktuation einher. Im Durchschnitt beurteilten die verantwortlichen Führungskräfte einen Produktivitätsrückgang um 23%, das entspricht einem Komplettausfall fast jedes vierten Mitarbeiters. Der Anstieg der Fluktuationsrate wird von den Befragten mit immerhin 10% angegeben. Dieser Wert scheint isoliert betrachtet nicht sonderlich bemerkenswert. Im Unternehmenskontext bedeutet dies jedoch einen statistischen Austausch der gesamten Belegschaft nach zehn durchgeführten Veränderungen. Claßen (2008) veranschaulicht diese Zahlen an einem fiktiven Beispiel: [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zielstellung

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Change Management

2.1. Begriffsbestimmung und Abgrenzung

2.2. Ursachen und Ziele von Veränderungsprojekten

2.3. Viele Wege führen nach Rom – Systematisierungen von Change-Management Konzepten

2.4. Für oder gegen Change? – Typen und Verhalten der am Veränderungsprozess beteiligten Personen

2.5. Wie Change-Prozesse gelingen – (Miss-)Erfolgsfaktoren organisationaler Veränderungsprojekte

2.6. Change the Change – Zukunftsperspektiven des Change Management

2.7. Zusammenfassung

3. Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften

3.1. Begriffsbestimmung und Einordnung

3.2. Methoden der Neurowissenschaften

3.3. Aufbau des Gehirns

3.4. Intrapersonelle Aspekte – Emotionen und Entscheidungsfindung

3.5. Interpersonelle Aspekte – soziale Präferenz und Fairness

3.6. Zusammenfassung

4. Neuroleadership

4.1. Begriffsdefinition, disziplinäre Einordnung

4.2. Ansatz nach Rock/Schwartz (2006, 2007)

4.3. SCARF-Modell nach Rock (2008)

4.4. Ansatz nach Elger (2009)

4.5. Ansatz nach Peters/Ghadiri (2011)

4.6. Würdigung der Ansätze

5. NeuroChange – Eine neurowissenschaftliche Adaption des Change-Management-Ansatzes nach Doppler & Lauterburg

5.1. Vorstellung Doppler & Lauterburg

5.2. Adaption des Modells nach Doppler & Lauterburg

5.2.1. Zielorientiertes Management – Hoffnung statt böser Erinnerungen

5.2.2. Keine Maßnahme ohne Diagnose – Erfolg durch Vertrauen

5.2.3. Ganzheitliches Denken und Handeln – Der Mensch als Ausgangspunkt

5.2.4. Beteiligung der Betroffenen – Leistung durch angemessene Kooperation

5.2.5. Hilfe zur Selbsthilfe – Nachhaltigkeit durch Subsidiarität

5.2.6. Prozessorientierte Steuerung – Erfolge planen und Lernen ermöglichen

5.2.7. Sorgfältige Auswahl der Schlüsselpersonen – Neuro-Change-Manager

5.2.8. Lebendige Kommunikation – emotionale Verständigung statt bedeutungsloser Nachricht

6. Diskussion der Ergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit zielt darauf ab, eine fundierte neurowissenschaftliche Basis für die Gestaltung von Change-Management-Prozessen zu entwickeln. Durch die Integration neurobiologischer Erkenntnisse über menschliches Entscheidungsverhalten und soziale Interaktion soll der Faktor „Mensch“ bei organisatorischen Veränderungen stärker berücksichtigt werden, um die Erfolgsquoten solcher Vorhaben signifikant zu steigern.

  • Grundlagen und Erfolgsfaktoren des traditionellen Change Managements
  • Neurobiologische Prozesse bei individuellen Entscheidungen (Belohnungs- und Bestrafungssysteme)
  • Neuroleadership als interdisziplinärer Führungsansatz
  • Integration von Neurowissenschaften in bestehende Management-Charten
  • Praktische Implikationen für die Führung von Veränderungsprozessen

Auszug aus dem Buch

3.4. Intrapersonelle Aspekte – Emotionen und Entscheidungsfindung

Ausgehend von dem Standpunkt, dass Menschen sowohl Träger als auch Basis organisationalen Handelns sind, erscheint es als zielführend, sich zunächst mit den neuronalen Grundlagen individuellen menschlichen Verhaltens auseinanderzusetzen. Konkret soll die Frage gestellt werden, weswegen Menschen sich – aus neurowissenschaftlicher Perspektive – so verhalten, wie sie es tun. Daher werden im Folgenden insbesondere diejenigen Prozesse betrachtet, die im Gehirn zum Entscheidungsverhalten beitragen bzw. dieses beeinflussen. Den Ausgangspunkt stellt ein vereinfachtes Ablaufschema dar, anhand dessen die jeweiligen Abschnitte im weiteren Verlauf genauer mit neurowissenschaftlichen Befunden hinterlegt werden.

Nach diesem Schema wird ein eingehender Reiz zunächst über das Stammhirn aufgenommen. Diesen Reiz filtert das Stammhirn hinsichtlich seiner Bedeutung und Komplexität. Die komplexeren Reize werden anschließend an das limbische System und die Großhirnrinde weiterleitet, wo diese parallel weiterverarbeitet werden. Das limbische System arbeitet dabei sehr schnell, was sich beispielsweise dadurch zeigt, dass bei angstauslösenden Reizen bereits innerhalb von circa zwölf Millisekunden eine Adrenalinausschüttung erfolgt, die einen umgehenden Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck zur Folge hat. Somit ist der Organismus in der Lage, besonders schnell auf Bedrohungen zu reagieren. Das Großhirn funktioniert zwar langsamer – so beträgt die Reaktionszeit hier einige hundert Millisekunden – ist aber bezüglich der Verarbeitungsqualität genauer, da an dieser Stelle eine genauere Informations-, Situations- und Handlungsanalyse unter Berücksichtigung von Erinnerungen erfolgt. In der Großhirnrinde werden die beiden Verarbeitungskomponenten schließlich zusammengeführt und münden in der tatsächlichen Handlung des Organismus.

Werden nun konkrete, verhaltenssteuernde Entscheidungsprozesse betrachtet, wie beispielsweise die Frage, ob ein unternehmerisches Veränderungsprojekt unterstützt wird oder nicht, so lassen sich aus neurowissenschaftlicher Perspektive drei Gehirnsysteme identifizieren, die an diesem Prozess maßgeblich beteiligt sind. Dies ist erstens das Belohnungssystem, zweitens das Bestrafungssystem und drittens das Entscheidungssystem.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz des Change Managements angesichts zunehmender Marktdynamik und thematisiert die häufige Diskrepanz zwischen geplanten Veränderungen und dem tatsächlichen Projekterfolg.

2. Change Management: In diesem Kapitel erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Status quo des Change Managements, der Typologisierung beteiligter Personen sowie den zentralen Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren.

3. Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften: Dieser Teil liefert die neurobiologischen Grundlagen, indem er Methoden der Hirnforschung erläutert und die Bedeutung von Emotionen und sozialen Präferenzen für Entscheidungsfindungen analysiert.

4. Neuroleadership: Hier werden führende Ansätze der jungen Disziplin Neuroleadership vorgestellt und kritisch gewürdigt, wobei der Fokus auf der praktischen Anwendbarkeit für Führungskräfte liegt.

5. NeuroChange – Eine neurowissenschaftliche Adaption des Change-Management-Ansatzes nach Doppler & Lauterburg: Dieses Kapitel führt die bisherigen Erkenntnisse in einem neurowissenschaftlich fundierten Konzept zusammen, das auf der Charta nach Doppler & Lauterburg basiert.

6. Diskussion der Ergebnisse: Die Diskussion reflektiert die methodische Vorgehensweise und zeigt die Grenzen sowie das zukünftige Forschungspotenzial der interdisziplinären Verknüpfung von Neurowissenschaft und Change Management auf.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Arbeit zusammen und betont das enorme, noch zu erschließende Potenzial neurobiologischer Erkenntnisse für die Gestaltung erfolgreicher unternehmerischer Transformationsprozesse.

Schlüsselwörter

Change Management, Neuroleadership, Neurowissenschaften, Emotionen, Entscheidungsfindung, Unternehmenskultur, Veränderungsprozesse, Neuroökonomie, Belohnungssystem, Führung, Mitarbeiterbeteiligung, Organisationsentwicklung, Stressverhalten, Konsistenztheorie, Verhaltensänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften genutzt werden können, um die Gestaltung von Change-Management-Prozessen in Unternehmen zu verbessern und erfolgreicher zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind klassisches Veränderungsmanagement, neurobiologische Grundlagen des menschlichen Gehirns, die neue Führungsdisziplin Neuroleadership sowie deren praktische Anwendung in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Grundlage für Change-Prozesse zu schaffen, die das menschliche Verhalten, insbesondere die Rolle von Emotionen, stärker in den Mittelpunkt rückt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse, die Erkenntnisse aus Change-Management-Studien mit neurowissenschaftlichen Befunden verknüpft und zu einem neuen Modell („NeuroChange“) verdichtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die (Miss-)Erfolgsfaktoren von Change-Projekten, erläutert die Funktionsweise von Belohnungs- und Bestrafungssystemen im Gehirn und stellt verschiedene Neuroleadership-Modelle vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Neuroleadership, Change Management, Emotionen, Gehirnaktivitäten, Erfolgsfaktoren und Verhaltensänderung.

Welche Rolle spielt das limbische System bei Veränderungen?

Das limbische System ist für emotionale Reaktionen verantwortlich. Bei Veränderungen kann es durch Angst oder Statusverlust aktiviert werden, was oft zu instinktivem Widerstand statt zu rationalem Handeln führt.

Wie lassen sich laut Arbeit Widerstände bei Veränderungen mindern?

Widerstände lassen sich mindern, indem man die Beteiligten frühzeitig einbindet, klare Visionen vermittelt und das Belohnungssystem aktiviert, um kooperatives Verhalten statt instinktiver Abwehr zu fördern.

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Résumé des informations

Titre
Change Management im Neuroleadership
Sous-titre
Ein neurowissenschaftlich basierter Ansatz unternehmerischen Wandels
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Note
1,0
Auteur
Master of Arts Robert Möller (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
81
N° de catalogue
V279798
ISBN (ebook)
9783656730651
ISBN (Livre)
9783656730644
Langue
allemand
mots-clé
change management neuroleadership ansatz wandels
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Master of Arts Robert Möller (Auteur), 2013, Change Management im Neuroleadership, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279798
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