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Intermedialität im Tanztheater

Title: Intermedialität im Tanztheater

Term Paper , 2014 , 12 Pages , Grade: 12

Autor:in: Sarah Benzing (Author)

Theater Studies, Dance
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Das Tanztheater etablierte sich in den 1970 er Jahren als Gegenbewegung zum klassischen Tanz der Nachkriegszeit. Diese neue Tanzform, die sich mit den Jahren entwickelte, eine Mischung aus Tanz und Theater, war für viele zunächst ungewohnt, setzte sich aber dennoch mit der Zeit durch und etablierte sich in der Kunstszene. Der Tanz allein war nicht mehr nur auf das Tanzen beschränkt. Das Ensemble des Tanztheaters tanzte nicht nur, sie redeten, sangen, lachten oder manchmal weinten sie auch.
Währenddessen erfreute sich das Medium Video/Film in der Kunst im Laufe der 80 er Jahren enormer Beliebtheit und fand Verwendung im Tanz und vielen anderen Künsten. Filmische Medien beeinflussten Choreographien, bereicherten diese und ließen neue Arten von Tanzwerken entstehen. Der zunehmende Diskurs zur Intermedialität in den Literatur,- Kultur- und Medienwissenschaften schafft auch für den Tanz vielfältige Beziehungsfelder zwischen Mediengeschichte und moderner Tanzästhetik. In vielen Bühnentanzstücken, insbesondere in denen von Pina Bausch, der Begründerin des Tanztheaters, finden Videoprojektionen oder andere filmische Techniken Verwendung.
Die vorliegende Arbeit soll sich zur Aufgabe machen, Tanz als intermediales Geschehen begreifen zu können. Die Arbeit soll einen Einblick in die Arbeit von Pina Bausch geben und ihr Tanztheater auf intermediale Bezüge untersuchen. Dabei wurden von mir bewusst zwei unterschiedliche Werke herangezogen, die als Vorlage für diese Hausarbeit dienen sollen.
Das spannende Feld der intermedialen Beziehungen zwischen Mediengeschichte und Tanzästhetik ist äußerst umfangreich und kann unmöglich im Rahmen dieser Hausarbeit vollständig bearbeitet werden. Daher lege ich den Fokus gezielt auf das Tanztheater von Pina Bausch und hier auch nur auf eines ihrer Werke, nämlich das Stück „Walzer“ aus dem Jahre 1982. In einem weiteren Punkt werde ich dann noch auf den Regisseur Wim Wenders eingehen, welcher einen Meilenstein in der Tanzfilmgeschichte mit seinem Film „Pina, tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren“ (2011) geschaffen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pina Bausch und das Tanztheater

2.1. Die Choreographin Pina Bausch

2.2. „Tanz kann fast alles sein“

3. Medieneinflüsse auf die Tanzästhetik

3.1. Zum Begriff der Intermedialität

3.2. Ästhetik der Montage im Tanztheater

3.3. Walzer (1982)

3.3. Tanz im Film: Pina (2011) von Wim Wenders

4. Zusammenfassung der intermedialen Beziehungen im Tanztheater

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Tanztheater von Pina Bausch im Kontext der Intermedialität, um zu verstehen, wie mediale Einflüsse, insbesondere filmische Techniken, die moderne Tanzästhetik formen und erweitern. Dabei wird analysiert, wie Tanz als intermediales Geschehen begriffen werden kann, wobei der Fokus auf dem Stück „Walzer“ von 1982 und dem Dokumentarfilm „Pina“ von Wim Wenders liegt.

  • Entwicklung des Tanztheaters als Gegenbewegung zum klassischen Tanz.
  • Theoretische Verortung des Intermedialitätsbegriffs im Tanzkontext.
  • Analyse der Ästhetik der Montage als zentrales Stilmittel bei Pina Bausch.
  • Untersuchung von Filmen und Videoprojektionen als integraler Bestandteil des Bühnengeschehens.
  • Betrachtung der Wechselwirkung zwischen menschlichem Tanz und technologischer Medialisierung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Walzer (1982)

In dem 3,5 stündigen Werk, welches 1982 im Amsterdamer Winterzirkus Carre uraufgeführt wurde, lassen sich wesentliche Elemente der Montage erkennen. Das komplette Stück aufzuführen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, daher beschränke ich mich nur auf einige prägnante Szenen. Dargestellt wird zunächst eine Hafenszene. Tänzerinnen und Tänzer basteln und arrangieren gefaltete Papierschiffchen auf der flachen Hand. Dazu läuft ein eingespielter Mitschnitt der Schiffsbegrüßungsanlage bei Hamburg, welche später zur instrumental gespielten deutschen Nationalhymne wechselt. Die Formation verändert sich und die Tänzer fangen an sich aus Pflanzen, Steinen und Papierschnipseln einen individuellen Raum zu schaffen.17Dabei verständigen sich die Akteure stumm über Handmorsezeichen. Im Laufe der Zeit bildet sich ein großes Segelmuster aus all den persönlichen Aktionen aus, zu dem sich alle Tänzer auf den Boden legen. Norbert Servos beschreibt Walzer wie folgt:

„ Ankunft und Abschied, reisen, um Grenzen zu überschreiten, die die martialischen Hymnen gleich wieder aufzurichten scheinen: nationales Pathos und der Wunsch, sich im kleinen ein privates Glück abzuzäunen.“18

Während des ersten Teils von Walzer wechseln sich Nationalhymnen mit brasilianisch und französisch gesungenen Walzermelodien ab und die Tänzer formatieren sich immer wieder zu liegenden Menschenmustern, was aber auch aussieht wie beklemmende Leichenarrangements.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Tanztheater als neue Form ein und legt den Fokus der Arbeit auf die Untersuchung von Pina Bauschs Stücken hinsichtlich ihrer intermedialen Bezüge.

2. Pina Bausch und das Tanztheater: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang Pina Bauschs nach und erläutert ihre Philosophie, die Tanz, Sprache und Alltagserfahrungen zu einer neuen Kunstform verschmilzt.

3. Medieneinflüsse auf die Tanzästhetik: Dieser Hauptteil beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Intermedialität, die Montagetechnik als Stilmittel sowie spezifische Analysen des Werks „Walzer“ und des Films „Pina“.

4. Zusammenfassung der intermedialen Beziehungen im Tanztheater: Das Kapitel resümiert, dass die Wechselwirkung zwischen Tanz und visuellen Medien die choreographische Praxis bereichert und neue ästhetische Wahrnehmungsebenen schafft.

Schlüsselwörter

Intermedialität, Tanztheater, Pina Bausch, Montage, Wim Wenders, Bewegungsästhetik, Medien, Körperlichkeit, Choreographie, Performance, Zeitgenössischer Tanz, Dokumentarfilm, 3D-Technologie, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Medien, insbesondere dem Film, auf die Ästhetik des Tanztheaters von Pina Bausch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Geschichte des Tanztheaters, den Begriff der Intermedialität und die praktische Anwendung filmischer Stilmittel in Tanzproduktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Tanz als ein intermediales Geschehen zu begreifen und die künstlerische Wechselbeziehung zwischen Tanz und Medien zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine werkanalytische Methode angewandt, die durch Fachliteratur zur Theater- und Medienwissenschaft gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Montage als zentrales Stilprinzip bei Bausch und untersucht konkrete Beispiele wie das Stück „Walzer“ sowie Wim Wenders' Tanzfilm „Pina“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Intermedialität, Tanztheater, Montage, Choreographie, Medieneinflüsse und Bewegungsästhetik.

Welche Rolle spielt die „Montage“ im Tanztheater?

Die Montage fungiert als intuitives Gestaltungsprinzip, bei dem Szenen assoziativ verknüpft werden, ohne einem klassischen Handlungsfaden zu folgen.

Wie verändert 3D-Technologie die Wahrnehmung des Tanzes in Wenders Film?

Die 3D-Technologie verstärkt laut Wenders vor allem die Eindringlichkeit der Körperlichkeit und die räumliche Nähe bei Nahaufnahmen von Personen.

Warum wird das Stück „Walzer“ (1982) als Fallbeispiel gewählt?

Es dient als repräsentatives Beispiel für die Montage-Ästhetik von Pina Bausch und zeigt eindrucksvoll die Verknüpfung von Musik, Bildmedien und Tanz.

Welchen Effekt haben die medialen Einlagen auf den Zuschauer?

Sie erzeugen neue Wahrnehmungsebenen, dienen der zeitlichen Strukturierung und verhindern durch ihre Vielfalt und den Kontrast zur Bühne Langeweile.

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Details

Title
Intermedialität im Tanztheater
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
12
Author
Sarah Benzing (Author)
Publication Year
2014
Pages
12
Catalog Number
V279842
ISBN (eBook)
9783656728917
ISBN (Book)
9783656728924
Language
German
Tags
intermedialität tanztheater
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Benzing (Author), 2014, Intermedialität im Tanztheater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279842
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