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Formen fächerübergreifenden (interdisziplinären) Lernens

Title: Formen fächerübergreifenden (interdisziplinären) Lernens

Seminar Paper , 2000 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Karin Hiltl (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Themafrage

In den letzten Jahren wurden immer mehr Stimmen laut, die fehlende Schlüssel- qualifikationen bei Schulabsolventen anprangerten. Vor allem die Hochschulen und die freie Wirtschaft kritisieren mangelnde Selbständigkeit, geringe moralische Urteilskraft sowie Studierunfähigkeit bei den ehemaligen Schülern. Weitere Fertigkeiten und Kenntnisse, die ebenfalls bei ihnen vermißt werden, sind Orientierungsfähigkeit, Teamfähigkeit und Selbstbewußtsein. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder die lückenhafte Allgemeinbildung der Absolventen erwähnt. All diese Punkte legen die Überlegung nahe, ob die Reformvereinbarungen über die gymnasiale Oberstufe von 1972, die den gegliederten Fachunterricht im Kurssystem vorsieht, neu überarbeitet werden müssen, um in Zukunft Schlüsselqualifikationen besser fördern zu können. Dabei würde fächerübergreifender Unterricht als Ergänzung zum regulären Unterricht eine mögliche Lösung darstellen.
Aus diesem Grund möchte ich mich mit folgenden Themen auseinandersetzen: was spricht dafür, fächerübergreifenden Unterricht einzuführen, was charakterisiert diese Form des Unterrichts. Dazu möchte ich im Anschluß jeweils einige praktische Beispiele anführen. Ebenso werde ich mich mit den Fragen beschäftigen, welche Ziele fächerübergreifender Unterricht verfolgt und welche Nachteile sich aus ihm ergeben könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Themafrage

2. Gründe für fächerübergreifenden Unterricht

3. Fächerübergreifender Unterricht

3.1. Themenzentrierte Fächerkooperation

3.2. Kooperation von Kursen und Kurskombination

4. Ziele fächerübergreifenden Unterrichts

5. Nachteile von fächerübergreifendem Unterricht

6. Ausblick

7. Anhang

8. Literaturnachweis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung fächerübergreifender Unterrichtsformen als Reaktion auf die Kritik an mangelnden Schlüsselqualifikationen bei Schulabsolventen. Das Ziel besteht darin, darzulegen, wie durch interdisziplinäre Ansätze ein ganzheitliches Verständnis gefördert und die Lernenden besser auf Anforderungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden können.

  • Analyse der Defizite im gegenwärtigen Fachunterricht und der Forderungen der Gesellschaft.
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Modellen fächerübergreifenden Lernens.
  • Darstellung der pädagogischen und bildungstheoretischen Ziele dieser Unterrichtsform.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Herausforderungen und praktischen Barrieren bei der Umsetzung.

Auszug aus dem Buch

3. Fächerübergreifender Unterricht

Unter fächerübergreifendem Unterricht versteht man, „daß ein Thema ohne Rücksicht auf die Abgrenzung der klassischen Wissenschaftsdisziplinen allseitig beleuchtet und ganzheitlich abgehandelt wird“ (Frommer, 1989, S.20). Einen großen Vorteil stellt dabei die Tatsache dar, daß Lehrer mehrere Fächer studiert haben. Daraus resultiert eine immense Fülle an verschiedensten Fachrichtungen an nur einer einzigen Schule und somit könnte man „eine personelle und inhaltliche Kopplung von Kursen einrichten, bei der die jeweiligen Fachinhalte aufeinander abgestimmt und bei übergreifenden Fragen die Fächergrenzen teilweise aufgelöst werden können“ (Golecki, 1997, S.15).

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten fächerübergreifenden Unterricht anschaulich zu präsentieren, die man als Lehrer auch unbedingt nutzen sollte. Es können beispielsweise Sachverständige in die Schule eingeladen werden, die über ein bestimmtes Thema referieren oder es können Erkundungsgänge mit den Schülern unternommen werden.

Da es den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, alle Formen fächerverbindenden Lernens aufzuzählen, werde ich mich im Folgenden nur mit zwei Formen näher beschäftigen, von denen ich mir aber vorstellen kann, daß sie im Schulalltag gut umsetzbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Themafrage: Dieses Kapitel erläutert den Ausgangspunkt der Arbeit: Die Kritik an fehlenden Schlüsselqualifikationen bei Absolventen und die Überlegung, fächerübergreifenden Unterricht als Lösung einzuführen.

2. Gründe für fächerübergreifenden Unterricht: Hier werden statistische Umfragedaten präsentiert, die belegen, dass die Bevölkerung mit dem derzeitigen Fachunterricht unzufrieden ist und eine stärkere Ausrichtung auf lebensnahe Kompetenzen fordert.

3. Fächerübergreifender Unterricht: Dieser Abschnitt definiert das Konzept des ganzheitlichen Unterrichts und führt grundlegende Möglichkeiten der Umsetzung in der Schule ein.

3.1. Themenzentrierte Fächerkooperation: Es wird diese spezifische Form erläutert, bei der sich Lehrkräfte um ein gemeinsames Rahmenthema versammeln, sowie praktische Anwendungsbeispiele wie "China" oder "Werbung" vorgestellt.

3.2. Kooperation von Kursen und Kurskombination: Dieses Kapitel beschreibt eine engere Form der Zusammenarbeit mit weniger beteiligten Fächern, die auf eine bewusste Kontrastierung und Ergänzung verschiedener Sichtweisen abzielt.

4. Ziele fächerübergreifenden Unterrichts: Die Arbeit unterteilt hier die angestrebten Lernziele in selbständiges Arbeiten, wissenschaftspropädeutisches Arbeiten und Persönlichkeitsbildung.

5. Nachteile von fächerübergreifendem Unterricht: Hier werden die zeitlichen Belastungen für Lehrer, Vorbereitungsaufwände sowie die mögliche Überforderung der Schüler durch den erhöhten Anspruch kritisch beleuchtet.

6. Ausblick: Der abschließende Teil plädiert für die Einführung im Kleinen und die Notwendigkeit von schulinternen Prozessen, um langfristige Veränderungen im Unterrichtssystem zu bewirken.

Schlüsselwörter

Fächerübergreifender Unterricht, Schlüsselqualifikationen, Schulentwicklung, Interdisziplinarität, Themenzentrierte Fächerkooperation, Selbständiges Arbeiten, Persönlichkeitsbildung, Wissenschaftspropädeutik, Schulsystem, Unterrichtsreform, Gymnasiale Oberstufe, Methodenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Herausforderungen des fächerübergreifenden Unterrichts an Schulen als Antwort auf die moderne Kritik an traditionellen, stark gegliederten Fachstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Begründung für interdisziplinäres Lernen, die Darstellung spezifischer Modelle wie der themenzentrierten Kooperation sowie die pädagogischen Zielsetzungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine Auflösung starrer Fächergrenzen die für das Berufsleben und die Persönlichkeitsentwicklung notwendigen Schlüsselqualifikationen gezielt gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf die Auswertung empirischer Umfragedaten, um die Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und der schulischen Realität zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition, die Vorstellung konkreter Modelle der Unterrichtskooperation, die Analyse der Bildungsziele sowie eine kritische Abwägung der Nachteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe fächerübergreifender Unterricht, Schlüsselqualifikationen, interdisziplinäres Lernen, Kooperation und Schulentwicklung.

Warum wird fächerübergreifender Unterricht oft nicht umgesetzt?

Laut der Arbeit scheitert er häufig an einem enormen Zeit- und Arbeitsaufwand für Lehrkräfte, einer geringen Bereitschaft der Schüler zu zusätzlichem Engagement sowie an starren Lehrplänen.

Welche Rolle spielt die "themenzentrierte Fächerkooperation"?

Sie dient als exemplarisches Modell, bei dem ein allgemeines Thema wie "Werbung" oder "China" als Klammer fungiert, um verschiedene Disziplinen inhaltlich zu verknüpfen und so ganzheitliches Lernen zu ermöglichen.

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Details

Title
Formen fächerübergreifenden (interdisziplinären) Lernens
College
University of Regensburg  (Pädagogik)
Grade
2,0
Author
Karin Hiltl (Author)
Publication Year
2000
Pages
13
Catalog Number
V27985
ISBN (eBook)
9783638298858
Language
German
Tags
Formen Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karin Hiltl (Author), 2000, Formen fächerübergreifenden (interdisziplinären) Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27985
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