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Das Eigene und das Fremde. Die Definition des Kulturbegriffes

Titre: Das Eigene und das Fremde. Die Definition des Kulturbegriffes

Texte Universitaire , 2006 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dipl. Sozialpädagogin Nicole Marx (Auteur)

Travail Social
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Ausgehend von einem erweiterten Kulturverständnis, welches den dynamischen Charakter von Kultur betont und die Differenzierung in Teilkulturen, Subkulturen und Milieus beinhaltet, können Kulturen nicht mehr auf Nationalkulturen reduziert oder als statisch angesehen werden. Aus einer solchen differenzierteren Perspektive ergibt sich ein neues Verständnis kultureller Vielfalt und den damit einhergehenden interkulturellen Begegnungen.

Aus dem Inhalt:
- der Kulturbegriff im Wandel
- die eigene und kollektive Identität
- Abgrenzung vom Interkulturellen zum Multikulturalismus
- Definition von Interkulturalität

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kultur

1.1. Der Kulturbegriff im Wandel

1.2. Orientierungsfunktion und Symbolcharakter von Kultur

2. Das Eigene und das Fremde

2.1. Fremdwahrnehmung

2.2. Die eigene und kollektive Identität

2.3. Konstruktion des Fremden und Eigenen

3. Das Interkulturelle

3.1. Das Interkulturelle als Zustands- und Prozessbeschreibung

3.2. Abgrenzung zum Mulikulturalismus

3.3. Kritik am Konzept der Interkulturalität

3.4. Definition von Interkulturalität

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Kulturbegriffs sowie die Prozesse der Identitätsbildung im Kontext interkultureller Begegnungen. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Dynamik von kultureller Vielfalt und die Herausforderungen interkultureller Interaktion zu schaffen, um die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz als Qualifikation für Fachkräfte zu begründen.

  • Dynamischer Wandel des Kulturbegriffs
  • Dialektik zwischen Eigenem und Fremden
  • Konstruktion kollektiver Identität
  • Prozesshafte Natur von Interkulturalität
  • Abgrenzung von Multikulturalismus und Transkulturalität

Auszug aus dem Buch

1.1. Der Kulturbegriff im Wandel

Das uns allen vertraute Verständnis von Kultur geht auf den Kulturbegriff des Kulturphilosophen Johann Gottfried Herder zurück, der Kultur als Lebensform von Völkern bezeichnete (vgl. Gemende 1999: 12; Handschuck/Klawe 2004: 67). Nach Herders Kulturdefinition wird Kultur als ein Ensemble von Merkmalen, bestehend aus Sprache, Denken, Wahrnehmen, Habitus, Institutionen und materiellen Hervorbringungen wie Kunst, Musik und Architektur, verstanden, das in seiner Gesamtheit eine Einheit und organische Ganzheit bildet. Kultur versteht er als organischen und homogenen Ausdruck eines Volkes bzw. einer Nation. Sie soll den 'Charakter' zum Vorschein bringen und auf das Innere oder das 'Wesen' des jeweiligen Volkes verweisen (vgl. Gemende 1999: 12).

Dieses traditionelle Kulturverständnis hat sich dahingehend verändert, dass Kultur heute nicht mehr als homogen und statisch betrachtet wird (vgl. Gemende 1999: 13; Nick 2003: 118f). Kulturen weisen keine einheitlichen und kontinuierlich verbindlichen Merkmale auf und können deshalb nicht auf Nationalkulturen reduziert werden. Vielmehr definiert sich jede Gruppe über andere Merkmale, und somit muss Kultur als eine veränderliche, von sozialen Gruppen ausgehende Konstruktion gesehen werden (vgl. Gemende 1999: 13). Folglich ist es auch unhaltbar, von einem Nebeneinander verschiedener, gleich bleibender nationaler Kulturen (z. B. von der Kultur der Deutschen, der Türken usw.) auszugehen, wie es beispielsweise in früheren Konzepten der 'multikulturellen' Gesellschaft der Fall war. Denn „das einzelne Subjekt nimmt an dem Aushandlungsprozeß seiner Kultur teil und befindet sich schon innerhalb dieses Rahmens in vielfältiger Weise zwischen verschiedenen kulturellen Orientierungen. Zugleich verschwimmen die Konturen der jeweiligen Kultur nicht völlig; sie erneuern sich vielmehr in einem kontinuierlichen wechselseitigem Dialog, der das Verständnis zwischen den Kulturen dynamisch vermittelt“ (Gemende 1999: 13). Kultur ist demzufolge als ein in Bewegung befindliches, adaptionsfähiges System zu verstehen, welches nicht hierarchisch, sondern reflexiv und heterogen, bestehend aus mehreren lose miteinander verkoppelten Systemebenen, aufgebaut ist (vgl. Hamburger 1999: 39f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kultur: Dieses Kapitel erläutert den Wandel vom statischen, homogenen Kulturbegriff hin zu einem dynamischen, prozesshaften Verständnis und beleuchtet die Orientierungsfunktion von Kultur.

2. Das Eigene und das Fremde: Hier werden die dialektischen Prozesse der Fremdwahrnehmung und die Konstruktion von Identität durch Abgrenzung zum „Anderen“ analysiert.

3. Das Interkulturelle: Das Kapitel definiert Interkulturalität als dynamischen Prozess, grenzt diesen Begriff von Multikulturalismus ab und setzt sich kritisch mit verschiedenen kulturtheoretischen Ansätzen auseinander.

Schlüsselwörter

Kultur, Interkulturalität, Identität, Fremdwahrnehmung, Kulturwandel, Dynamik, Multikulturalismus, Transkulturalität, Sozialarbeit, Konstruktivismus, Integrationsregimes, Identitätsbildung, Symbolcharakter, Orientierungssystem, Reflexivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Herleitung und Definition zentraler Begriffe wie Kultur, Identität und Interkulturalität, um deren Bedeutung für die soziale Arbeit zu unterstreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel des Kulturbegriffs, der dialektischen Beziehung zwischen dem Eigenen und dem Fremden sowie der Diskussion über interkulturelle Begegnungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Klärung eines dynamischen Kulturverständnisses die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz als Schlüsselqualifikation für Fachkräfte zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit verschiedenen soziologischen und pädagogischen Fachmodellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und modernen Konzepte von Kultur, untersucht Identitätskonstruktionen und diskutiert die Abgrenzung von Begriffen wie Interkulturalität, Multikulturalität und Transkulturalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Kultur, Identität, Fremdheit, Interkulturalität und Kompetenz.

Wie unterscheidet sich das "statische" vom "dynamischen" Kulturmodell?

Das statische Modell betrachtet Kulturen als abgeschlossene, homogene Einheiten, während das dynamische Modell Kulturen als offene, in ständiger Bewegung befindliche und interaktiv verhandelte Systeme begreift.

Was bedeutet der Begriff "reflexive Interkulturalität" in diesem Kontext?

Reflexive Interkulturalität bezeichnet einen Prozess, in dem bisherige kulturelle Orientierungsmuster hinterfragt werden, um neue Verknüpfungsmuster zu bilden, wobei das Ergebnis des Prozesses offen bleibt.

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Résumé des informations

Titre
Das Eigene und das Fremde. Die Definition des Kulturbegriffes
Université
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Note
1,0
Auteur
Dipl. Sozialpädagogin Nicole Marx (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
27
N° de catalogue
V279870
ISBN (ebook)
9783656728078
ISBN (Livre)
9783668137240
Langue
allemand
mots-clé
eigene fremde definition kulturbegriffes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Sozialpädagogin Nicole Marx (Auteur), 2006, Das Eigene und das Fremde. Die Definition des Kulturbegriffes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279870
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