Die "Jugendsprache"

Die Perspektiven der Wissenschaft auf den Untersuchungsgegenstand der "Jugendsprache"


Essay, 2013

6 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsperspektiven

3. Die Jugendsprache im historischen Wandel
3.1 Historische Jugendsprache als Basis der Jugendkultur

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Folgenden Essay soll die Jugendsprache untersucht werden. Mit besonderem Blick auf die Art der wissenschaftlichen Annäherung. Zuerst wird durch die Darstellung von verschiedenen Perspektiven, aus denen man sich diesem Begriff nähern kann, die Entwicklung der Forschung dargestellt. Somit soll die Mannigfaltigkeit des Begriffes „Jugendsprache“ deutlich werden und hierdurch die Komplexität wie die vielen Einflussfaktoren aufgedeckt werden.

2. Forschungsperspektiven

Die Basis der Untersuchungen zum Thema Jugendsprache bilden einige grobe Rahmenbedingungen. Die Jugendsprache spielt sich hiernach im sozialen Alter der Jugend ab, welches durch die jeweilige Gesellschaft beziehungsweiße durch Institutionen definiert ist. Zudem weicht diese Jugendsprache von der Standardsprache mehr oder weniger ab und fällt so innerhalb der Sprachnorm als Varietät auf.[1] So kann die Jugendsprache unter vielen Facetten beobachtet und beschrieben werden. Es werden die Bereiche der Phonologie, der Morphologie und der Syntax eröffnet. Durch den Einfluss der Gesellschaft und deren Wechselwirkungen mit der sozialen Gruppe der jugendlichen Sprecher bildet sich ein soziolinguistischer Komplex aus. Der Komplex der Jugendsprache kann zur besseren Bearbeitung in „die korrelative, die lexikologische und die interaktionale Perspektive“ aufgeteilt werden.[2] Die korrelative Soziolinguistik beschreibt hierbei vor allem die Sprachvariation, welche in Verbindung mit sozialen Faktoren steht. Zudem bearbeitet die Ausrichtung die Frage, wie es zum Sprachwandel kommt und inwiefern die Jugendsprache hierauf Einfluss hat. Die lexikologische Perspektive richtet ihren Blick in erster Linie auf die Jugendsprache und ihren Wortschatz. Aus dem Blickwinkel der interaktionalen Perspektive werden Sprechstile des Sprechers und dessen Methoden und Zielsetzungen untersucht.[3]

3. Die Jugendsprache im historischen Wandel

Die Jugendsprache und der Sprachwandel sind kein reines Phänomen der Gegenwart. Der Prozess, in welchem sich Sprache verändert, ist stetig vorhanden. Die Sprache als ein Kommunikationsmittel, welches durch Menschen benutzt wird und somit ebenfalls einiger stetigen Veränderung unterliegt, wurde schon früher behandelt und wahrgenommen. Bereits früher wurde die Sprache untersucht und deren Veränderungen dokumentiert. Allerdings ist hier die wichtige Einschränkung anzuführen, dass sich die Sprachwissenschaft zuerst rein dem akademischen Sprechen widmete und auch somit lange die Rolle von weiblichen Sprechern außen vor ließ.[4] Aus diesem Grund lassen historische Dokumente im großen Teil nur einen Einblick auf die Studentensprache zu. Die Studentensprache kommt hiernach zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf und ist auf die große Freiheit zurückzuführen, welche die Reformation bewirkte.[5] Dennoch ist die Quellenlage hier noch zu dünn, um einen gute wissenschaftliche Basis zu liefern, mit der man heute arbeiten könnte. Der Beginn der Sprachforschung im engen Sinn lässt sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts beobachten. Hierbei war das Forschungsziel meist nicht die allgemeine Beschreibung der Sprache, sondern eher ihr Einfluss, also der Einfluss der Sondersprache, auf die Allgemeinsprache. Erst zu Beginn des 20. Jahrhundert findet hier ein Umschwung statt und so wird die spezifische Ausdrucksweiße an einen speziellen Raum, eine Zeit und an individuelle Umstände geknüpft. Zusätzlich wird nicht nur noch der reine Wortgebrauch betrachtet, sondern dieser in den sozialen, kulturellen und lokalen Hintergrund gestellt.[6]

[...]


[1] Vgl.: Androutsopoulos, Jannis K.: Forschungsperspektiven auf Jugensprache: Ein integrativer Überblick. In: Jugensprache : linguistische und soziolinguistische Perspektiven (1998), S. 1. Im Weiteren Zitiert als: Androutsopoulos: Forschungsperspektiven (1998).

[2] Androutsopoulos: Forschungsperspektiven (1998), S. 2.

[3] Vgl.: Androutsopoulos: Forschungsperspektiven (1998), S. 4-6.

[4] Neuland, Eva: Jugendsprache im gesellschaftlich-historischen Wandel. Ein Beitrag zur Geschichte der Jugendsprache. In: Jugendsprache – Jugendliteratur – Jugendkultur, Band 1 (2008), S. 91. Im Weiteren Zitiert als: Neuland: Jugendsprache (2008), S. 92.

[5] Vgl.: Neuland: Jugendsprache (2008), S. 92.

[6] Vgl.: Neuland: Jugendsprache (2008), S. 92-94.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Die "Jugendsprache"
Untertitel
Die Perspektiven der Wissenschaft auf den Untersuchungsgegenstand der "Jugendsprache"
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft - Lehrstuhl für Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Seminar: Wer spricht wie? Sprache, Alter, Geschlecht und sozialer Kontext
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
6
Katalognummer
V280012
ISBN (eBook)
9783656738947
ISBN (Buch)
9783656738916
Dateigröße
438 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jugendsprache, perspektiven, wissenschaft, untersuchungsgegenstand
Arbeit zitieren
Thorsten Kade (Autor), 2013, Die "Jugendsprache", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280012

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