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Islam-Feindlichkeit. Ein Konstrukt der Medien?

Título: Islam-Feindlichkeit. Ein Konstrukt der Medien?

Trabajo , 2014 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sandra Veers (Autor)

Medios / Comunicación - Otros
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Am 1. März 2012 wurde vom Bundesministerium die Studie "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" veröffentlicht. Die zentrale Fragestellung dieser Studie lautete: “Welche Kriterien lassen sich empirisch begründen, um junge Muslime in Deutschland auf der Grundlage ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen als integriert beziehungsweise radikalisiert und unter Umständen extrem islamistisch beurteilen zu können?”
Sie zeigte u.a., „dass sich alle in Deutschland lebenden Generationen von Muslimen mehrheitlich deutlich vom islamistischen Terrorismus distanzieren. Allerdings erleben sie eine Pauschalverurteilung der Muslime als Terroristen und eine zu vorschnelle Verknüpfung des Islams mit dem Terrorismus“. Zudem kommt die Studie zu der Erkenntnis, dass durch die gruppenbezogene Diskriminierung, Vorurteile der Muslime gegenüber dem Westen entstehen. Diese Diskriminierungen fördern auch den religiösen Fundamentalismus. Muslime werden hierzulande als stark homogene Gruppe und der Islam kaum differenziert auf seine religiöse Vielfalt betrachtet. Mittlerweile leben knapp 4 Millionen Migranten in der Bundesrepublik. Ein Großteil dieser Einwanderer haben türkische Wurzeln und wiederum viele Türken sind Muslime. Dadurch, dass sich viele dieser Muslime zu den unterschiedlichsten Glaubensrichtungen des Islam bekennen, kann eine Vielzahl an Vorurteilen gegenüber den Muslimen entstehen. [...]
Neben der Unwissenheit über die unterschiedlichen Facetten des Islams, die religiösen Einstellungen von Muslimen und die kulturellen Hintergründe, ist es möglich, dass die einseitige mediale Berichterstattung zu diesem Thema, welche zum größten Teil von Terror und Extremismus bestimmt wird, zu diesem vorherrschenden Islambild führt.
Vorurteile, Angst und Misstrauen gegenüber unseren muslimischen Mitbürgern, sind das Resultat, welches unter dem Begriff Islam-Feindlichkeit zusammengefasst werden kann. In der vorliegenden Arbeit soll erörtert werden, was Islam-Feindlichkeit überhaupt bedeutet, wo ihre Ursprünge liegen, ob die Medien für die Islam-Feindlichkeit in Deutschland eine Rolle spielen und, wenn ja, wie es überhaupt zu einer verstärkt negativen Berichterstattung hinsichtlich des Islams kommt. Zunächst soll jedoch der Begriff Islam-Feindlichkeit und dessen Ursprünge genauer erläutert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Islam-Feindlichkeit

2.1 Definition und Herkunft des Begriffs

3. Der Einfluss der Medien

3.1 Nachrichtenwert-Theorie

3.2 Medienanalysen

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Islam-Feindlichkeit in Deutschland und analysiert insbesondere die Rolle der Medien bei der Entstehung und Verstärkung von Vorurteilen gegenüber Muslimen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit eine einseitige mediale Berichterstattung, die oft von Aspekten wie Terrorismus und Extremismus geprägt ist, zur Konstruktion eines negativen Islambildes in der Gesellschaft beiträgt.

  • Definition und theoretische Einordnung des Begriffs Islam-Feindlichkeit.
  • Die historische Konstruktion des "Anderen" durch den westlichen Orientalismus.
  • Anwendung der Nachrichtenwert-Theorie nach Schulz auf die Berichterstattung über den Islam.
  • Analyse von Medienstudien bezüglich des Islambildes in deutschen Massenmedien.
  • Der Einfluss medialer Stigmatisierung auf die Wahrnehmung von Muslimen als homogene Gruppe.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Herkunft des Begriffs

Bielefeldt kritisiert, dass es sich nicht um eine generelle Angst vor dem Islam handelt, sondern vielmehr um eine „[…] negativ-stereotype Haltung gegenüber dem Islam und seinen tatsächlichen oder mutmaßlichen Angehörigen“17. Nach Bielefeldt kann sich eine islamophobe Einstellung „[…] unter anderem in verbalen Herabsetzungen und Verunglimpfungen, strukturellen Diskriminierungen oder auch tätlichen Angriffen gegenüber Menschen mit muslimischen Hintergrund ausdrücken“18. Trotz der Kritik an der Bezeichnung Islamophobie, setzt sie sich mittlerweile im deutschen Sprachraum durch und wird auch in der Forschung vermehrt genutzt. Dieser Begriff wurde erstmalig von Etienne Dinet und Slima Ben Ibrahim erwähnt. In „L´Orient vu de l´Occident“ sprechen die Autoren von einem „[…] accès de délire islamophobe […]“19, was so viel bedeutet wie „Anfall eines islamophoben Fieberwahns“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Islam-Feindlichkeit in Deutschland unter Einbeziehung aktueller Studien zur Lebenswelt junger Muslime und zur Rolle der Medien.

2. Die Islam-Feindlichkeit: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Islam-Feindlichkeit, seiner Abgrenzung zur Fremdenfeindlichkeit und der historischen Entwicklung von Orient-Bildern.

3. Der Einfluss der Medien: Analyse der medialen Berichterstattung anhand der Nachrichtenfaktoren nach Schulz und Diskussion konkreter Medienanalysen über das Islambild.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des medialen Einflusses auf das gesellschaftliche Islambild und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Islam-Feindlichkeit, Islamophobie, Medienberichterstattung, Nachrichtenwert-Theorie, Vorurteile, Diskriminierung, Orientalismus, Integration, Stereotype, Islamismus, Terrorismus, mediale Konstruktion, Deutschland, Gesellschaft, Minderheiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Islam-Feindlichkeit in Deutschland und untersucht, inwiefern die Medien durch ihre Berichterstattung zu diesem gesellschaftlichen Phänomen beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Islam-Feindlichkeit und Islamophobie, die theoretische Nachrichtenforschung sowie die Analyse empirischer Medienuntersuchungen zum Islambild.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu erörtern, ob und wie die Medien als Verstärker für Vorurteile gegenüber Muslimen wirken und warum eine einseitige Berichterstattung über den Islam stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (z.B. Runnymede Trust, Heitmeyer, Schulz) sowie die Auswertung spezifischer Medienanalysen über öffentlich-rechtliche Sendeformate.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte zur Islam-Feindlichkeit diskutiert, die Nachrichtenwert-Theorie erläutert und mit Studienergebnissen zum Islambild in deutschen Medien konfrontiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Islam-Feindlichkeit, Nachrichtenwert, Stereotype, mediale Berichterstattung und Vorurteile.

In welchem Zusammenhang steht das Konzept des "Orientalismus" nach Edward W. Said mit der Arbeit?

Das Konzept dient als theoretische Grundlage, um zu erklären, wie westliches Denken den "Orient" als Gegenbild konstruiert hat, was die Basis für spätere Vorurteile bildet.

Welche Rolle spielt die "Nachrichtenwert-Theorie" bei der Analyse?

Sie dient dazu, aufzuzeigen, warum Medienereignisse rund um den Islam oft verzerrt dargestellt werden, da Konflikte und Gewalt einen höheren Nachrichtenwert besitzen als neutrale Berichte.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Islam-Feindlichkeit. Ein Konstrukt der Medien?
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Kultur und Medienwissenschaften)
Curso
Einführung in die Medienkulturwissenschaften
Calificación
1,3
Autor
Sandra Veers (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
17
No. de catálogo
V280033
ISBN (Ebook)
9783656733300
ISBN (Libro)
9783656733287
Idioma
Alemán
Etiqueta
islam-feindlichkeit konstrukt medien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Veers (Autor), 2014, Islam-Feindlichkeit. Ein Konstrukt der Medien?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280033
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