In dieser Arbeit werden verschiedene Studien zum Thema Volatilität vorgestellt und diskutiert:
Studien mit fiktiven Indexzertifikaten,
Studien zur Risikodiversifikation mit Variance-Swaps,
Studie zum systematischen Verkauf von Volatilität,
Studie zum systematischen Verkauf von Variance-Swaps.
Investieren in Volatilität ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Artikel über Vorzüge und Nachteile der Volatilität und über die Möglichkeiten in Volatilität zu investieren, sind dabei nicht nur in einschlägigen Finanzzeitschriften und -zeitungen, sondern auch in bekannten Tageszeitungen zu finden. Schon seit langem ist bekannt, dass die Volatilität der Renditen des Aktienmarktes negativ mit den Renditen selbst korreliert ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Studien mit fiktiven Indexzertifikaten
3 Studien zur Risikodiversifikation mit Variance-Swaps
4 Studie zum systematischen Verkauf von Volatilität
5 Studie zum systematischen Verkauf von Variance-Swaps
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Risiken von Investitionen in Volatilität als Diversifikationsinstrument für Wertpapierportfolios. Ziel ist es, verschiedene empirische Studien kritisch zu analysieren, um zu prüfen, ob sich durch den gezielten Verkauf von Volatilität – etwa via Variance-Swaps oder Straddles – langfristig profitable Erträge generieren lassen.
- Diversifikationspotenzial von Volatilität in Aktienportfolios
- Empirische Analyse des Verkaufs von Volatilität mittels Straddles und Variance-Swaps
- Kritische Bewertung von VDAX-Zertifikaten und deren Konstruktionsbesonderheiten
- Untersuchung der Vorhersagbarkeit zukünftiger Volatilität zur Renditesteigerung
- Analyse des Einflusses der Laufzeit auf Volatilitätsprodukte
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Investieren in Volatilität ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Artikel über Vorzüge und Nachteile der Volatilität und über die Möglichkeiten in Volatilität zu investieren, sind dabei nicht nur in einschlägigen Finanzzeitschriften und -zeitungen, sondern auch in bekannten Tageszeitungen zu finden. Schon seit langem ist bekannt, dass die Volatilität der Renditen des Aktienmarktes negativ mit den Renditen selbst korreliert ist. Bei steigendem Aktienmarkt wird die Volatilität in der Regel geringer; fällt der Aktienmarkt, so steigt die Volatilität in der Regel an. Vor allem große Kurseinbrüche des Aktienmarktes führen zu einem sprunghaften Anstieg der Volatilität. Aus diesem Grund interessiert man sich schon seit langem für die Investition in Volatilität zur Diversifikation und Absicherung von Wertpapierportfolios. Bis vor wenigen Jahren war eine solche Investition in Volatilität jedoch nur mittels Optionsportfolios möglich, die zudem aufwendig und kostenintensiv gehedgt werden müssen, um sie unabhängig vom Wert des Underlyings zu machen und um ein reines Exposure gegenüber der Volatilität zu erhalten.
Es gibt z.B. Studien, die belegen, dass eine Investition in Volatilität mit Variance Swaps oder Straddles zur Diversifikation nicht lohnend ist, sondern es vielmehr lukrativ ist die Volatilität zu verkaufen, indem man Short-Positionen in Straddles oder Variance Swaps einnimmt. Dennoch zeigen unter anderem die Studien von Merrill Lynch, dass in der Volatilität großes Diversifikationspotential steckt. Gut möglich, dass künftige Volatilitätsprodukte mit günstigeren Eigenschaften als die derzeit emittierten Zertifikate erscheinen, welche dann eine Diversifikation mit Volatilität lukrativer machen. Überdies scheint es profitabel zu sein, Short-Positionen in Volatilität einzunehmen. Es gibt daher genügend Gründe sich eingehender mit der Thematik zu befassen.
In dieser Arbeit werden daher verschiedene Studien zum Thema Volatilität vorgestellt und diskutiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Volatilität als Investitionsklasse ein und beschreibt die historische Herausforderung, ein reines Volatilitäts-Exposure effizient abzubilden.
2 Studien mit fiktiven Indexzertifikaten: Dieses Kapitel analysiert theoretische Mischportfolios aus Aktienindizes und VIX-Positionen und diskutiert die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Modellen und den Eigenschaften realer Finanzprodukte.
3 Studien zur Risikodiversifikation mit Variance-Swaps: Hier wird untersucht, ob sich durch Long-Positionen in Variance-Swaps eine effektive Absicherung gegen Markteinbrüche erzielen lässt, mit dem ernüchternden Ergebnis hoher Prämienzahlungen.
4 Studie zum systematischen Verkauf von Volatilität: Das Kapitel evaluiert die Ertragschancen beim systematischen Verkauf von at-the-money Straddles und beleuchtet das hohe Verlustrisiko durch die negative Korrelation mit dem Aktienmarkt.
5 Studie zum systematischen Verkauf von Variance-Swaps: Diese Untersuchung prüft, ob sich durch Prognosemodelle die Erträge beim Verkauf von Variance-Swaps steigern lassen, wobei der Fokus auf unbedingten versus bedingten Strategien liegt.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse der analysierten Studien zusammen und stellt fest, dass ein unbedingter systematischer Verkauf von Volatilitätsprodukten langfristig profitabel sein kann, während Prognoseversuche bei kurzfristigen Laufzeiten scheitern.
Schlüsselwörter
Volatilität, Variance-Swaps, Straddles, Diversifikation, Risikoprämie, VDAX-NEW, Aktienmarkt, Hedging, Short-Positionen, Finanzderivate, Portfoliooptimierung, GARCH-Modell, Marktvolatilität, Rendite, Volatilitätshandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Potenzial und die Risiken einer Investition in Volatilität als Instrument zur Portfolio-Diversifikation und Renditeoptimierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Untersuchung konzentriert sich auf den Handel mit Volatilitätsderivaten, insbesondere Variance-Swaps und Straddles, sowie die Eignung verschiedener Strategien zum systematischen Verkauf von Volatilität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Diskussion einschlägiger empirischer Studien zu ermitteln, ob Anleger durch den Verkauf von Volatilität verlässliche Profite erzielen können und ob Diversifikationseffekte praktisch umsetzbar sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und Diskussion empirischer Studien, die statistische Daten, Modellrechnungen (wie GJR-GARCH) und historische Marktvergleiche einbezieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu fiktiven Zertifikaten, empirische Tests zu Variance-Swaps sowie detaillierte Untersuchungen zum systematischen Verkauf von Straddles und deren Hedging-Verhalten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Volatilität, Variance-Swaps, Risikoprämie, Diversifikation, Short-Positionen und die negative Korrelation zwischen Aktienmarktrenditen und Volatilität.
Warum lassen sich bei VDAX-Zertifikaten oft keine 1:1 Ergebnisse erzielen?
Dies liegt an der Konstruktion der Zertifikate, in deren Kurs die Erwartungen des Marktes hinsichtlich der zukünftigen Volatilität bereits eingepreist sind, was oft zu einer Differenz zwischen theoretischem Indexstand und tatsächlichem Zertifikatswert führt.
Kann man durch Vorhersagemodelle die Gewinne beim Verkauf von Volatilität steigern?
Nein, die Untersuchung zeigt, dass bei kurzfristigen Laufzeiten von ca. 30 Tagen weder historische Volatilitätsmaße noch GARCH-Modelle zuverlässige Verbesserungen gegenüber einem unbedingten Verkauf erzielen konnten.
- Citar trabajo
- Andreas Friedrich (Autor), 2005, Investieren in Volatilität. Studien und Empirische Untersuchungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280045