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Die Staatsphilosophie des Thomas Hobbes

Título: Die Staatsphilosophie des Thomas Hobbes

Trabajo Escrito , 2014 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Tamara Milutinovic (Autor)

Filosofía - Filosofía de los siglos XVII y XVIII
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Heutzutage lässt sich das Staatssystem nicht mehr wegdenken. Nahezu jedes Gebiet der Erde gehört zu einem bestimmten Staat, ebenso wie jeder Mensch mindestens eine Staatsangehörigkeit besitzt. Staaten unterscheiden sich vor allem durch ihr jeweiliges Territorium voneinander, außerdem bestehen Unterschiede in der Regierung, der Währung, der Sprache, der Kultur, und vielen anderen Eigenheiten, die ein bestimmtes Land kennzeichnen. Harzer definiert unter einem Staat „ein Gebilde, das die Menschen auf einem bestimmten Landgebiet für ihre eigenen gemeinschaftlichen Bedürfnisse errichtet haben“ und das als „Zweck [hat, die] Sicherstellung und Erhaltung gegenüber äußeren und inneren Feinden [hat]“ .
Das Prinzip des Staates existiert seit mehreren Jahrtausenden und wurde über mehrere Epochen hinweg von den unterschiedlichsten Denkern und Philosophen untersucht. Das Ausmaß, in dem das Staatsprinzip versucht wurde, zu beschreiben, zu ergründen und zu erklären, war so groß, dass sich ein eigener Begriff dafür herausbildete, nämlich jener der sogenannten Staatsphilosophie. Harzer definiert unter der Staatsphilosophie die „Erforschung der Wahrheit über den Staat“ . Im Verlaufe der Jahrhunderte gab es unterschiedliche philosophische Theorien zum Staatswesen, welche über die Epochen hinweg variierten. Berühmte Denker, die sich der Staatsphilosophie annahmen, waren unter anderem Platon, Aristoteles, Thomas Hobbes, John Locke, Immanuel Kant, aber auch viele weitere.
Im Folgenden wird die Staatsphilosophie des im 16. bis 17. Jahrhundert lebenden Thomas Hobbes, welcher zu den Begründern des aufgeklärten Absolutismus gilt, genauer beleuchtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Menschenbild nach Hobbes

3. Der Naturzustand – bellum omnium contra omnes

4. Der Ausbruch aus dem Naturzustand durch den Gesellschaftsvertrag

5. Der Souverän als Vertreter des Volkes

6. Das Volk

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die staatsphilosophischen Grundgedanken von Thomas Hobbes, insbesondere die Entstehung des Staates als künstliches Konstrukt zur Sicherung von Frieden und Sicherheit. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Argumentation des Gesellschaftsvertrags sowie auf die kritische Auseinandersetzung mit Hobbes' Menschenbild und der Legitimation des Souveräns.

  • Analyse des natürlichen Menschenbildes bei Hobbes
  • Interpretation des Naturzustands als symbolisches Konstrukt
  • Untersuchung des Übergangs vom Kriegszustand zum Gesellschaftsvertrag
  • Rollenverständnis des Souveräns und des Volkes
  • Kritische Bewertung der staatsphilosophischen Theorie

Auszug aus dem Buch

3. Der Naturzustand – bellum omnium contra omnes

Ein weiterer wichtiger Begriff aus Hobbes‘ Lehre über die Staatsphilosophie ist der des Naturzustands. Mit dem Naturzustand meint Hobbes jedoch keinen gegenwärtigen oder in der Vergangenheit tatsächlich bestehenden Zustand, er verwendet den Begriff vielmehr im symbolischen Sinn. Unter dem Naturzustand versteht Hobbes ein Stadium der menschlichen Koexistenz ohne das Vorhandensein jeglicher autoritären Formen oder sozialer Lebensgemeinschaften.

Der Naturzustand ergibt sich für Hobbes aus dem zuvor skizzierten Menschenbild, das aus seiner Theorie hervorgeht. Der stetig währende Egoismus der Menschen würde, so Hobbes, nämlich zu einem von Ruhmsucht, Misstrauen und gegenseitiger Konkurrenz hervorgerufenen Kriegszustand führen, in dem die Menschen vor allem um ihre Selbsterhaltung kämpfen würden, welche laut Hobbes das größte aller menschlichen Bestreben darstellt. Die Furcht davor, ihr größtes Gut, das eigene Leben, nicht ausreichend sichern zu können, wird von Kodalle sogar als „Mutter der Staatsvernunft“ bezeichnet. Auch der Begriff des Kriegszustandes, welcher prinzipiell mit dem Begriff des Naturzustandes gleichzusetzen ist, muss hier näher erklärt werden.

Hobbes meint mit dem Begriff Krieg dabei nicht, dass die Menschen tatsächlich permanente Kämpfe untereinander führen. Gemeint ist vielmehr die stetig existente Bereitschaft, sein Eigenwohl mit allen Mitteln zu verteidigen, auch mit der Anwendung Gewalt. Im Kriegs- bzw. Naturzustand gebe es zudem weder Gesetze noch Eigentum. Gesetze könne es nicht geben, da in einem derart anarchischen Zustand nichts als gerecht oder ungerecht werte werden könne, Eigentum ergebe sich lediglich aus der Eroberung von Gütern, nicht jedoch aus beispielsweise durch Kaufverträge geregelten Besitzansprüchen. Hobbes selbst wertet den Naturzustand als „elend“ und das menschliche Leben als „einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz“; das Leben im anarchischen Naturzustand wird hier von dem Philosophen extrem negativ beschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Staatsphilosophie ein und erläutert die Bedeutung von Thomas Hobbes als Begründer des aufgeklärten Absolutismus.

2. Das Menschenbild nach Hobbes: Dieses Kapitel beleuchtet das menschliche Wesen, welches Hobbes als durch Egoismus, Konkurrenz und Misstrauen geprägt beschreibt.

3. Der Naturzustand – bellum omnium contra omnes: Hier wird der Naturzustand als theoretisches Modell einer anarchischen Koexistenz ohne staatliche Autorität definiert.

4. Der Ausbruch aus dem Naturzustand durch den Gesellschaftsvertrag: Dieses Kapitel erläutert, wie Menschen durch Vernunft und Leidenschaft in einen Gesellschaftsvertrag eintreten, um den Kriegszustand zu überwinden.

5. Der Souverän als Vertreter des Volkes: Es wird die Rolle des Souveräns analysiert, der die Macht der Bürger bündelt und den Staat verkörpert.

6. Das Volk: Dieser Abschnitt beschreibt die Rechte und Pflichten der Staatsbürger sowie ihr Verhältnis zum Souverän.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz von Hobbes' Theorie für das Verständnis der Entstehung und des Wesens staatlicher Ordnung zusammen.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Staatsphilosophie, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Souverän, Menschenbild, Kriegszustand, Selbsterhaltung, Naturrecht, Naturgesetz, Absolutismus, Staatstheorie, Gewaltmonopol, Frieden, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die staatsphilosophischen Grundlagen nach Thomas Hobbes und erläutert die theoretische Herleitung des Staates aus einem natürlichen Kriegszustand.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen das Menschenbild, das Konzept des Naturzustands, die Funktion des Gesellschaftsvertrags und die Rolle der souveränen Macht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Hobbes' Argumentation zur Entstehung des Staates und die Legitimation des Souveräns darzustellen sowie kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der Hobbes' Originaltexte mit aktueller Sekundärliteratur in Beziehung gesetzt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der anthropologischen Voraussetzungen, der Notwendigkeit des Gesellschaftsvertrags und der daraus resultierenden Herrschaftsverhältnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Souveränität, Egoismus, Selbsterhaltung und die Überwindung des Kriegszustands.

Warum hält Hobbes den Naturzustand für einen Zustand des Krieges?

Hobbes argumentiert, dass der stetige Wettbewerb um Ansehen und Güter bei gleichzeitigem Fehlen einer ordnenden Gewalt in einem ständigen Misstrauen und einer permanenten Kampfbereitschaft endet.

Kann der Souverän in Hobbes' Modell nach Belieben handeln?

Obwohl der Souverän eine umfassende Macht besitzt, ist er an seine Pflicht zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit gebunden; scheitert er darin, erlischt theoretisch die Legitimation seiner Herrschaft.

Wie unterscheidet sich der Staat durch Aneignung vom Staat durch Einsetzung?

Der Staat durch Aneignung basiert auf erzwungener Unterwerfung durch Gewalt, während der Staat durch Einsetzung auf einem freiwilligen Vertragsverhältnis zwischen den Menschen gründet.

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Detalles

Título
Die Staatsphilosophie des Thomas Hobbes
Universidad
University of Mannheim
Calificación
1,3
Autor
Tamara Milutinovic (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
14
No. de catálogo
V280056
ISBN (Ebook)
9783656731962
ISBN (Libro)
9783656731955
Idioma
Alemán
Etiqueta
Thomas Hobbes Staatsphilosophie Naturzustand
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tamara Milutinovic (Autor), 2014, Die Staatsphilosophie des Thomas Hobbes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280056
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