Diese Thematik veranlasste die Verfasserin dieser Arbeit dazu, zu untersuchen, ob die Geschlechter im öffentlichen Dienst wirklich differenziert werden. Die Position der Frau im klassisch-männlichen Beruf bei der Polizei ist stets eine aktuelle Debatte und gilt somit als Grundlage für die vorliegende Arbeit. Ob Männer und Frauen im öffentlichen Dienst gleichberechtigt behandelt werden, gilt es mit Hilfe der empirischen Untersuchungsmethode, des Fragebogens, herauszufinden. Die Erhebung findet im Rahmen einer Seminararbeit an der Universität Trier statt und richtet sich an Mitarbeiter, wie auch Mitarbeiterinnen bei der Polizei. An der standardisierten Befragung nahmen acht Männer und Frauen aus dem Öffentlichen Dienst teil.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Perspektive/ Begriffserläuterungen
2.1 Definition Geschlechtsidentität
2.2 Die Systemtheorie
2.3 Systemtheoretische Perspektive auf Geschlechterverhältnisse in Organisationen
3. Die quantitative Methode
3.1. Die standardisierte Befragung mittels Fragebogen
3.2. Der Aufbau des Fragebogens
3.3. Die Erhebungsmethode und Stichprobenauswahl
3.4. Die Auswertungsmethode
3.4.1 Deskriptive Statistik
3.4.2. Inferenzstatistik
4. Die Auswertung
4.1. Geschlechtsidentitäten- Einstellungen und Erfahrungen
4.2 Geschlechtergerechtigkeit in der eigenen Organisation
4.3. Personalmanagment
4.4 Die Veränderungsprioritäten
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschlechterverhältnisse im öffentlichen Dienst, insbesondere im klassisch-männlich geprägten Berufsfeld der Polizei. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob Männer und Frauen in diesem Organisationskontext tatsächlich gleichberechtigt behandelt werden oder ob Differenzierungen und Diskriminierungen auftreten.
- Systemtheoretische Analyse von Geschlechterrollen in Organisationen
- Empirische Untersuchung mittels standardisierter Fragebögen
- Auswertung der Einstellungen zu Gleichberechtigung und Diskriminierung
- Analyse von Personalmanagement-Prozessen und Veränderungsprioritäten
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition Geschlechtsidentität
Um den Begriff der Geschlechtsidentität definieren zu können, ist es zunächst von Vorteil den Begriff der Identität zu klären. Der Begriff der Identität wird von dem lateinischen Wort idem, was soviel wie „(ein und) derselbe/dasselbe“ bedeutet, abgeleitet. Entwickelt wurde der Identitätsbegriff zunächst in der antiken Logik, deren Rezeption in der neuzeitlichen Philosophie ihn in die moderne Wissenschaft hineingetragen hat. In der heutigen Zeit lässt sich Identität als Antwort auf die Fragen „Wer sind wir? Wer bin ich?“ beschreiben und schließt somit den Prozess der Identifizierung und Herstellung von Zugehörigkeiten mit ein.
Der Begriff der Geschlechtsidentität geht einher mit dem Begriff der Geschlechtsrollenidentität. Geschlechtsidentität meint die Entwicklung einer stabilen Geschlechtsidentität als weiblich beziehungsweise männlich, die einen notwendigen Bestandteil der Entwicklung darstellt. Verallgemeinert fällt diese Identität mit dem bei der Geburt zugeschriebenen und identifizierten biologischen Geschlecht zusammen. Anhand von empirischen Untersuchungen wurde in der Vergangenheit festgestellt, dass die menschliche Entwicklung etwa um das fünfte, eventuell auch um das sechste Lebensjahr, erreicht ist und somit die Übernahme der eigenen Geschlechtsidentität und die Erkenntnis, dass sie unveränderlich und konstant ist, begreifbar wurde. Dies bedeutet also, dass in dem besagten Alter die Jungen, wie auch Mädchen erkennen, dass sie männlichen beziehungsweise weiblichen Geschlechts sind, dies auch stets bleiben werden und auch bei anderen Personen das Geschlecht wahrnehmen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Anstieg weiblicher Beschäftigter bei der Polizei und die damit verbundenen Vorurteile sowie die Zielsetzung der empirischen Untersuchung zur Gleichberechtigung im öffentlichen Dienst.
2. Theoretische Perspektive/ Begriffserläuterungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Geschlechtsidentität und erläutert die Systemtheorie nach Niklas Luhmann, um einen theoretischen Rahmen für die Analyse von Geschlechterverhältnissen in Organisationen zu schaffen.
3. Die quantitative Methode: Hier werden die methodischen Grundlagen der Arbeit beschrieben, einschließlich der Wahl des standardisierten Fragebogens, des Aufbaus der Untersuchung, der Stichprobenauswahl sowie der verwendeten deskriptiven und inferenzstatistischen Auswertungsmethoden.
4. Die Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Studie, unterteilt in die Wahrnehmung von Identität, Geschlechtergerechtigkeit, Personalmanagement und Veränderungsprioritäten bei den Befragten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der kleinen Stichprobe und reflektiert über die wahrgenommenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie den Handlungsbedarf im öffentlichen Dienst.
Schlüsselwörter
Geschlechtsidentität, Systemtheorie, Polizei, Öffentlicher Dienst, Geschlechtergerechtigkeit, Quantitative Methode, Fragebogen, Diskriminierung, Personalmanagement, Gleichbehandlung, Stichprobe, Empirische Untersuchung, Rollenidentität, Soziales System, Organisationskommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im öffentlichen Dienst, wobei der Polizeiberuf als Beispiel für ein klassisch-männlich geprägtes Berufsfeld dient.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Geschlechtsidentität und Systemtheorie, die quantitative Erhebungsmethode mittels Fragebögen sowie die Auswertung von Erfahrungen und Einstellungen bezüglich Gleichstellung in polizeilichen Organisationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Männer und Frauen in Organisationen wie der Polizei gleichberechtigt behandelt werden und ob die Befragten Handlungsbedarf für Veränderungen sehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quantitative Methode in Form einer standardisierten, postalischen Befragung mittels eines Fragebogens angewendet, um Meinungen und Einstellungen der Zielgruppe zu erfassen.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens und die anschließende empirische Datenauswertung inklusive grafischer Darstellungen der Antworten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechtsidentität, Systemtheorie nach Luhmann, Diskriminierung, Personalmanagement und die empirische Überprüfung mittels Fragebogen charakterisiert.
Warum wurde das Systemtheorie-Modell von Niklas Luhmann gewählt?
Die Theorie wurde gewählt, um das komplexe Zusammenwirken von Organisationen, Kommunikation und Individuen wissenschaftlich zu erfassen und zu analysieren, wie Geschlechterunterschiede in Organisationen konstruiert und wahrgenommen werden.
Welches Fazit ziehen die Autorinnen zur Datenerhebung?
Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die geringe Stichprobengröße (acht Personen) die wissenschaftliche Validität und Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse einschränkt und betonen die Notwendigkeit eines Pretests für zukünftige Untersuchungen.
- Arbeit zitieren
- Britta Siegert (Autor:in), 2012, Die Position der Frau im klassisch-männlichen Beruf am Beispiel der Polizei, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280151