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Die Notwendigkeit von beruflicher Handlungskompetenz in der Praxis der Sozialen Arbeit anhand eines Fallbeispiels

Title: Die Notwendigkeit von beruflicher Handlungskompetenz in der Praxis der Sozialen Arbeit anhand eines Fallbeispiels

Term Paper , 2013 , 38 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Britta Siegert (Author), Justyna Gattner (Author)

Pedagogy - General
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In den letzten Jahren wurden die Schlüsselkompetenzen für die Soziale Arbeit von der Bundesmitgliederversammlung des Deutschen Berufsverbands für Soziale Arbeit, auch kurz genannt DBSH, mit großer Mehrheit verabschiedet. In der Vergangenheit hat sich der DBSH mit einer schleichenden und zunehmenden Deprofessionalisierung der Sozialen Arbeit auseinandergesetzt. Aufgrund des Einsatzes von nicht ausgebildeten Sozialarbeitern in den traditionellen Arbeitsfeldern kam es zu einem Absenken der fachlichen Standards in der Sozialen Arbeit. Eine der Ursachen für die Deprofessionalisierung ist es, dass die berufliche Sozialarbeit bisher nicht eindeutig definiert hat, was professionelle Sozialarbeit ist und welches Kompetenzprofil für die Ausübung dieser Tätigkeiten von Nöten ist.
Aufgrund dessen entstand der Entschluss, sich in der vorliegenden Arbeit mit der Thematik der Notwendigkeit von beruflichen Handlungskompetenzen in der Praxis der Sozialen Arbeit zu befassen. Die Ziele hierbei sollen sein zu zeigen, wie wichtig professionelles Handeln in Bereichen der Sozialen Arbeit ist, damit eine zielorientierte Problemlösung stattfinden kann. Die Fragestellung dieser Arbeit richtet sich dementsprechend darauf, wie erforderlich eine angemessene Ausübung der beruflichen Handlungskompetenz in der Praxis der Sozialen Arbeit ist. Das methodische Vorgehen bezieht sich auf diverse Literatur über berufliche Handlungskompetenz und die multiperspektivischen Fallarbeit von Burkhard Müller. Folglich wird in dieser Arbeit ein Fallbericht aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit analysiert und auf berufliche Handlungskompetenz untersucht.
Im ersten Teil der Arbeit wird der Fallbericht wiedergegeben und daran anschließend wird die angewandte Methode näher erläutert. Im folgenden Abschnitt wird auf die multiperspektivische Fragen zu dem Fallbericht in der öffentlichen Kinder- und Jugendarbeit eingegangen. Daraufhin findet eine nähere Beschreibung des Fallberichtes statt. Auf den nächsten beiden Teilen der Arbeit liegt der Schwerpunkt. Zunächst werden die in dem Fallbericht die vorhandenen beruflichen Handlungskompetenzen herausgearbeitet und anschließend wird im Hinblick auf die Notwendigkeit von beruflicher Handlungskompetenz in der Praxis der Sozialarbeit eingegangen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Fall (Britta Siegert, Justyna Gattner)

3. Die Methode

3.1. Die Beschreibung der Methodik

3.2 Die multiperspektivische Fallarbeit

3.2.1 Unterscheidung der Falldimensionen

3.2.2 Der Prozess professioneller Fallarbeit nach Burkhard Müller

3.2.2.1 Die Anamnese

3.2.2.2 Die Diagnose

3.2.2.3 Die Intervention

3.2.2.4 Die Evaluation

4. Multiperspektivische Fragen zum Fall in der öffentlichen Kinder- und Jugendarbeit

4.1 Die Anamnese – Funktion auf unterschiedlichen Falldimensionen

4.2 Die Diagnose – Funktion auf unterschiedlichen Falldimensionen:

4.3 Die Intervention- Funktion auf unterschiedlichen Falldimensionen:

4.4 Die Evaluation- Funktion auf unterschiedlichen Falldimensionen:

5. Beschreibung des Fallberichts aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit

6. Vorhandene berufliche Handlungskompetenz im Fallbericht

6.1. Definition der beruflichen Handlungskompetenz

6.2. Die Fachkompetenz im Fallbericht

6.3 Die Sozialkompetenz im Fallbericht

6.4 Die Personalkompetenz im Fallbericht

7. Die Notwendigkeit von beruflichen Handlungskompetenzen in der Praxis der Sozialen Arbeit

7.1 Soziale Arbeit und ihre Arbeitsbereiche

7.2 Die Notwendigkeit der Fachkompetenz

7.3 Die Notwendigkeit der Sozialkompetenz

7.4. Die Notwendigkeit von Personalkompetenz

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit beruflicher Handlungskompetenzen in der Praxis der Sozialen Arbeit, indem sie einen Fallbericht aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit mittels der multiperspektivischen Fallanalyse nach Burkhard Müller analysiert und auf fachliche, soziale und personale Kompetenzen hin untersucht.

  • Analyse professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit.
  • Anwendung der multiperspektivischen Fallarbeit nach Burkhard Müller.
  • Differenzierung von Fach-, Sozial- und Personalkompetenz.
  • Untersuchung der Praxisrelevanz von Handlungskompetenzen.
  • Evaluation eines Fallbeispiels aus der offenen Jugendarbeit.

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 Die Anamnese

Den Schritt der Anamnese beschreibt Müller als einen Prozess, in dem es darum geht Vorinformationen zu sammeln und dabei aufmerksam mit Nichtwissen umzugehen.

Das Wort Anamnese stammt aus dem griechischen und bedeutet wörtlich „Wiedererinnung“. Müller besagt: „Es geht um „vergessene Zusammenhänge“ zu dem, was aktuell als „Fall“ behandelt wird. Die Sozialarbeiter werden in der Anamnese dazu aufgefordert, das was sie glauben zu kennen, in Frage zu stellen und neue Perspektiven einzunehmen. Für die sozialpädagogische Fallarbeit ist es wichtig, auf unterschiedliche Relevanzbereiche von Anamnese zu achten, da in der sozialpädagogischen Fallarbeit nicht objektiv vorgegeben ist, welche Informationen als Vorgeschichte einer Fallsituation wichtig sind. Die Funktion der Anamnese ist daher doppelt: Zum einen wird der Relevanzbereich der Fallbearbeitung abgesteckt, zum Anderem soll eine schnelle und enge Auswahl der für die Fallbearbeitung relevanten Informationen verhindert werden, und den Blick für andere Möglichkeiten offen gehalten werden. Für Müller bedeutet Anamnese einen Fall wie einen unbekannten Menschen kennen zu lernen. Anamnese heißt, einen Problemfall erst umsichtig wahrzunehmen, ehe man versucht, seine Hintergründe zu erkunden. Die Wichtigkeit liegt darauf sensibel mit Hintergrundwissen umzugehen und mit schnellen Einordnungen in bekannte Raster vorsichtig zu sein. Anamnese dient dazu den eigenen Zugang zum Fall besser kennen zu lernen und sich eine Reihe von Fragen zu stellen, wie zum Beispiel: „Wie kam es dazu?“, „Was weiß ich genau und was nicht?“ oder „welche Geschichte gibt es noch dazu?“. Anamnese bedeutet, dass unterschiedliche Sichtweisen und Ebenen des Falls nebeneinander zu stellen sind. Wichtig zu betonen ist, dass die Anamnese nie vollständig ist. Sie muss auch nicht vollständig sein, denn sie beginnt immer wieder von Neuem.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Deprofessionalisierung der Sozialen Arbeit und begründet das Ziel, die Notwendigkeit beruflicher Handlungskompetenzen aufzuzeigen.

2. Der Fall (Britta Siegert, Justyna Gattner): Es wird ein Fallbericht aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt, der als Textquelle für die methodische Untersuchung dient.

3. Die Methode: Vorstellung und theoretische Begründung der multiperspektivischen Fallarbeit nach Burkhard Müller als Analyseinstrument.

4. Multiperspektivische Fragen zum Fall in der öffentlichen Kinder- und Jugendarbeit: Anwendung der Müllerschen Matrix auf den Fallbericht zur differenzierten Strukturierung der Analyse.

5. Beschreibung des Fallberichts aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit: Eine inhaltliche Reflexion der Fallsituation aus der Perspektive des Studenten.

6. Vorhandene berufliche Handlungskompetenz im Fallbericht: Untersuchung des Fallberichts auf vorhandene Fach-, Sozial- und Personalkompetenzen des Fachpersonals.

7. Die Notwendigkeit von beruflichen Handlungskompetenzen in der Praxis der Sozialen Arbeit: Theoretische Herleitung, warum ganzheitliche Kompetenzen für die tägliche Arbeit in verschiedenen Feldern der Sozialen Arbeit unerlässlich sind.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und methodische Reflexion über die Bedeutung professioneller Handlungskompetenz.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, berufliche Handlungskompetenz, multiperspektivische Fallarbeit, Burkhard Müller, Fallanalyse, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Personalkompetenz, offene Kinder- und Jugendarbeit, Professionalisierung, Anamnese, Diagnose, Intervention, Evaluation, Sozialpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit von beruflichen Handlungskompetenzen für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die professionelle Handlungskompetenz, unterteilt in Fach-, Sozial- und Personalkompetenz, sowie deren Anwendung in der Praxis der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie wichtig professionelles Handeln für eine zielorientierte Problemlösung in der Sozialen Arbeit ist und warum entsprechende Kompetenzen unabdingbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorinnen nutzen die Methode der multiperspektivischen Fallarbeit nach Burkhard Müller, um einen Fallbericht aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit strukturiert zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Fallbeschreibung, die methodische Analyse der Fallbeispiele sowie die theoretische Begründung der Relevanz verschiedener Kompetenzbereiche für die berufliche Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind berufliche Handlungskompetenz, multiperspektivische Fallarbeit, Fach- und Sozialkompetenz sowie Sozialarbeit als Profession.

Warum wurde ein Fallbeispiel aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit ausgewählt?

Das Beispiel wurde gewählt, weil sich anhand der dort agierenden Akteure die beruflichen Handlungskompetenzen sowie deren Fehlen besonders deutlich herausarbeiten ließen.

Wie bewerten die Verfasserinnen das Verhalten des Sozialarbeiters im Fallbeispiel?

Das Verhalten wird ambivalent bewertet: Während K. Stärken in der Sozialkompetenz (Teamfähigkeit) zeigt, mangelt es an notwendiger Fachkompetenz in der methodischen Anleitung und Unterstützung des Praktikanten.

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Details

Title
Die Notwendigkeit von beruflicher Handlungskompetenz in der Praxis der Sozialen Arbeit anhand eines Fallbeispiels
College
University of Trier
Grade
2,3
Authors
Britta Siegert (Author), Justyna Gattner (Author)
Publication Year
2013
Pages
38
Catalog Number
V280152
ISBN (eBook)
9783656804017
ISBN (Book)
9783656798613
Language
German
Tags
notwendigkeit handlungskompetenz praxis sozialen arbeit fallbeispiels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Siegert (Author), Justyna Gattner (Author), 2013, Die Notwendigkeit von beruflicher Handlungskompetenz in der Praxis der Sozialen Arbeit anhand eines Fallbeispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280152
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