Die Zielsetzung dieser Arbeit soll es sein, die aktuelle Situation für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014 zu beschreiben und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung zu geben. Dazu werden thematische Schwerpunkte gesetzt wie beispielsweise die Entwicklung des Qualifikationsniveaus unter IT-Fachkräften (siehe Kapitel 3.2). Ergänzt wird dies durch eine quantitative Befragung von IT-Fachkräften, welche zur Evaluierung der vorher ermittelten Ergebnisse dient.
Im 1.) Kapitel erfolgt eine thematische Einführung zum Thema, die Formulierung der Problemstellung sowie die Definition der Zielsetzung. Innerhalb des Kapitels 2.) wird auf die aktuelle Situation des Arbeitsmarktes für IT-Fachkräfte eingegangen. Dabei werden die Grundlagen wie beispielsweise die Definition einer Fachkraft erläutert. Im darauf folgenden 3.) Kapitel wird die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts für IT-Fachkräfte beschrieben. Das Kapitel 4.) dient dazu, die Ergebnisse aus den Kapiteln 2.) und 3.) mittels einer quantitativen Befragung von IT-Fachkräften hin zu bewerten. Das Ergebnis der Befragung wird anschließend aufbereitet präsentiert und ein Ausblick auf die potentielle zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes für IT-Fachkräfte gegeben. Den Abschluss macht das Kapitel 5.) mit einem Fazit zu dieser Arbeit.
Als Fachkraft bezeichnet man allgemein eine Arbeitskraft, welche durch fachspezifische Qualifikationen, wie beispielsweise ein Studium oder eine Berufsausbildung, dazu befähigt ist, bestimmte Aufgaben und Tätigkeiten mit einer bestimmten Produktivität auszuüben [vgl. zu diesem Absatz (Kettner, 2014, S. 15, 16, 18 & 19)]. Die Qualifikation für eine bestimmte Tätigkeit definiert demnach den Status einer Fachkraft. Dabei unterscheidet man in die formale Qualifikation und die nichtformale Qualifikation.
Da nichtformale Qualifikationen nicht vergleichbar bzw. messbar sind, aufgrund einer mangelnden standarisierten Vergleichbarkeit wie beispielsweise bei einem formalen Abschluss, erfolgt die Bewertung von Fachkräften auf Basis der formalen Qualifikation.
Basierend auf den letzten offiziellen Zahlen der Bundesagentur aus dem Jahr 2011 hat es etwa 555.000 IT-Fachkräfte in Deutschland gegeben, die in einem Sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis standen – dabei wurden unter anderem keine Freiberufler bzw. Selbstständige berücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis
1.) Der Personalmarkt für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014 – Status, Entwicklung und Trends
1.1) Problemstellung & Zielsetzung
1.2) Aufbau der Arbeit
2.) Der aktuelle Status des Arbeitsmarkts für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014
2.1) Definition von Fachkraft
2.2) Qualifikation der IT-Fachkräfte
2.3) Angebot an Stellen für IT-Fachkräfte
2.4) Nachfrage nach Stellen für IT-Fachkräfte
3.) Entwicklung des Personalmarkts für IT-Fachkräfte
3.1) Branchenentwicklung
3.2) Arbeitsmarktentwicklung
3.3) Gehaltssituation
3.4) Demographischer Wandel und Zuwanderung
4.) Trends des Personalmarkts für IT-Fachkräfte
4.1) Befragung von IT-Fachkräften der MVI Solve-IT GmbH
4.2) Auswahl des Werkzeugs zur Befragung
4.3) Vorbereitung der Befragung
4.4) Durchführung der Befragung
4.5) Auswertung der Befragung
5.) Fazit
Anhang
Die MVI Solve‐IT GmbH
Auswertung der Befragung von IT‐Fachkräften
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Status quo sowie zukünftige Trends des IT-Personalmarkts in Deutschland im Jahr 2014, um zu prüfen, ob tatsächlich ein realer Fachkräftemangel existiert oder ob es sich primär um Engpässe aufgrund veränderter Anforderungsprofile handelt.
- Analyse des aktuellen Qualifikationsniveaus von IT-Fachkräften.
- Untersuchung der Diskrepanz zwischen Stellenausschreibungen und verfügbaren IT-Experten.
- Bewertung der Einflussfaktoren wie demographischer Wandel und Gehaltsentwicklung.
- Quantitative Befragung zur Evaluierung der Arbeitgeberattraktivität aus Sicht der IT-Mitarbeiter.
Auszug aus dem Buch
1.1) Problemstellung & Zielsetzung
Regelmäßig wird in diversen Medien das Thema des „Fachkräftemangels“ genannt bzw. diskutiert. Die Thesen zur Ursache dieses Fachkräftemangels sind dabei so unterschiedlich wie die potenziellen Lösungsansätze. Im direkten Gegensatz zu diesem beschrieben Fachkräftemangel gibt es auch eine Vielzahl an Stimmen die sagen, dass es in Wirklichkeit keinen realen Mangel an Fachkräften in Deutschland gibt. Als primär betroffen gelten dabei vor allem Berufe aus den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – auch mit „MINT“ abgekürzt.
Besonders stark prägt dabei die Informationstechnologie (IT) und die daraus resultierende Digitalisierung unser gesellschaftliches Leben als auch die Entwicklung unserer Arbeitswelt.
Daraus resultiert, dass besonders das Thema eines potentiellen IT-Fachkräftemangels analysiert werden muss um zukünftig den Bedarf zu decken und auch weiterhin die Entwicklung zur Informationsgesellschaft bestmöglich für die Gesellschaftliche als auch Ökonomische Entwicklung zu nutzen.
Die Problemstellung, welche sich im Zuge der Diskussion um einen potentiellen IT-Fachkräftemangel in Deutschland ergibt, besteht darin, zum einen den aktuellen Status der Situation für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014 zu ermitteln als auch der Frage nachzugehen, ob es einen realen Mangel gibt und wie die Entwicklung dieser Situation in der Zukunft aussehen könnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Der Personalmarkt für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014 – Status, Entwicklung und Trends: Einführung in die Thematik des Fachkräftemangels sowie Definition der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2.) Der aktuelle Status des Arbeitsmarkts für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014: Erläuterung der Grundlagen, insbesondere der Definition und Qualifikationsebenen von IT-Fachkräften sowie Analyse von Angebot und Nachfrage.
3.) Entwicklung des Personalmarkts für IT-Fachkräfte: Untersuchung der Branchen- und Arbeitsmarktentwicklung, der Gehaltssituation sowie der Auswirkungen des demographischen Wandels.
4.) Trends des Personalmarkts für IT-Fachkräfte: Vorstellung einer quantitativen Befragung unter Mitarbeitern der MVI Solve-IT GmbH zur Bewertung aktueller Markttrends und Arbeitgeberkriterien.
5.) Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Marktsituation mit der Schlussfolgerung, dass eher ein durch unrealistische Anforderungen generierter Engpass als ein realer Fachkräftemangel vorliegt.
Schlüsselwörter
IT-Fachkräfte, Fachkräftemangel, IT-Personalmarkt, Digitalisierung, MINT, Qualifikationslevel, Arbeitsmarkt, Arbeitgeberattraktivität, Demographischer Wandel, Gehaltsentwicklung, IT-Branche, Software-Entwickler, Personalbedarf, Fachkraft-Engpass, MVI Solve-IT GmbH
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?
Die Arbeit untersucht den IT-Personalmarkt in Deutschland im Jahr 2014 und analysiert die Hintergründe der Diskussion um einen vermeintlichen Fachkräftemangel.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit befasst sich mit Qualifikationsniveaus, der Gehaltssituation, demographischen Einflüssen auf den Arbeitsmarkt sowie der Attraktivität von IT-Arbeitgebern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den aktuellen Status von IT-Fachkräften zu ermitteln und kritisch zu hinterfragen, ob ein echter Mangel existiert oder andere Ursachen vorliegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?
Neben einer umfassenden Literaturrecherche führt der Autor eine quantitative Befragung bei IT-Mitarbeitern der MVI Solve-IT GmbH durch, um Hypothesen zu bewerten.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil analysiert aktuelle Marktdaten, vergleicht Stellenangebot mit -nachfrage und bewertet die Auswirkungen von Digitalisierung und Demografie.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind IT-Fachkräftemangel, Arbeitsmarkt, Qualifikationslevel, Digitalisierung und Arbeitgeberattraktivität.
Welches Ergebnis liefert die Befragung der MVI Solve-IT GmbH?
Die Befragung zeigt, dass die Mehrheit der IT-Fachkräfte selbst nicht an einen allgemeinen Fachkräftemangel glaubt und Arbeitsbedingungen oft höher gewichtet als das reine Gehalt.
Welche Rolle spielt der demographische Wandel in der Argumentation?
Der Autor identifiziert den demographischen Wandel als einen langfristigen Faktor, der das Arbeitskräfteangebot bis 2025 deutlich reduzieren und somit den Markt weiter zugunsten der Arbeitnehmer beeinflussen wird.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Arbeitgeber bei diesem Engpass?
Der Autor schlussfolgert, dass Unternehmen durch zu hohe oder unrealistische Anforderungsprofile einen Engpass mitverursachen, der statistisch nicht zwangsläufig als Mangel zu bezeichnen ist.
- Citation du texte
- Christian Meffert (Auteur), 2014, Der Personalmarkt für IT-Fachkräfte in Deutschland 2014 – Status, Entwicklung und Trends, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280220