Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Konstruktivismus im Zusammenhang mit dem Schulunterricht und der damit verbundenen Philosophie. Zunächst werde ich einige generelle Gedanken zur Didaktik und dem Konstruktivismus äußern und anschließend die Planungsmodelle des Konstruktivismus auf Beispiele konkreter Unterrichtseinheiten übertragen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Konstruktivismus überhaupt?
3. Didaktik
3.1. Entwicklungen in der Didaktik
3.2. Und die heutige Anschauungsweise der Didaktik?
3.3. Annahmen der konstruktivistischen Didaktik
3.4. Offene Wirklichkeit im Gegensatz zu Tatsachen
3.5. Wahrheitsrelativierung und andere Merkmale konstruktivistischer Didaktik
4. Planung des Unterrichts vor dem Hintergrund konstruktivistischer Didaktik
4.1. Abgrenzung mehrerer Planungen. Erstens: Elementare Planung
4.2. Zweitens: die ganzheitliche Planung
4.3. Situative Planungsreflexion
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung konstruktivistischer Didaktik in der Unterrichtsplanung. Ziel ist es, theoretische Ansätze des Konstruktivismus kritisch zu beleuchten und auf konkrete unterrichtliche Beispiele zu übertragen, um Möglichkeiten und Grenzen einer schülerzentrierten und praxisnahen Gestaltung von Lernprozessen aufzuzeigen.
- Grundlagen des Konstruktivismus im Bildungskontext
- Entwicklung und Merkmale konstruktivistischer Didaktik
- Methoden der elementaren und ganzheitlichen Unterrichtsplanung
- Reflexion der Lehrerrolle und der Gestaltung von Lernbeziehungen
- Praxisbeispiele zur Umsetzung konstruktivistischer Prinzipien
Auszug aus dem Buch
3.3. Annahmen der konstruktivistischen Didaktik
Im Unterschied zu sehr vielen älteren Ansätzen aus der früheren Vergangenheit legt die konstruktivistische Didaktik ein sehr lernerzentriertes Vorgehen zugrunde. Sie geht davon aus, dass Realität nicht von außen vorgegeben ist, sondern nur durch unsere eigenen Vorstellungen, d.h. unser eigenes Denken und somit in uns selbst existiert21. Indem man das tut, was man eben tut, greift man selbst aktiv in die Realität ein, allerdings nur für einen bestimmten Zeitraum, nämlich so lange, bis die Folgen der Taten nicht mehr erkennbar sind. Also ist auch das Denken unserer Zeit epochal bedingt und wird sich möglicherweise bald wieder überholt haben.
Infolgedessen kann niemand behaupten, objektiv zu wissen, was wichtig und was dringend zu erledigen ist. Das bedeutet z.B., dass politische Themen nur deshalb im Bundestag an der Tagesordnung sind, weil bestimmte Politiker – möglicherweise die Mehrheit – sie an dem jeweiligen Tag für dringend halten. Ähnliches gilt für den Lehrplan: Was unterrichtet wird, entscheiden diejenigen, die ihn erstellen. Sinnvoll scheint es mir da, den vorgegebenen Plan, der eben vorschriftsmäßig einzuhalten ist, nach Möglichkeit immer wieder den Wünschen der Lerner sowie aktuellen Ereignissen anzupassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein, welche sich mit dem Konstruktivismus im Schulunterricht und der Übertragung seiner Planungsmodelle auf konkrete Unterrichtseinheiten befasst.
2. Was ist Konstruktivismus überhaupt?: Das Kapitel definiert den Konstruktivismus als fachübergreifendes Phänomen und untersucht dessen Bedeutung für das Lehramt, insbesondere im Hinblick auf selbstorganisiertes Lernen.
3. Didaktik: Hier werden die Grundlagen der Didaktik, ihre historische Entwicklung, zentrale konstruktivistische Annahmen, das Verhältnis von Wirklichkeit zu Tatsachen sowie die Wahrheitsrelativierung im Unterricht diskutiert.
4. Planung des Unterrichts vor dem Hintergrund konstruktivistischer Didaktik: In diesem Teil werden verschiedene Planungsmodelle – elementare Planung, ganzheitliche Planung und situative Planungsreflexion – theoretisch erläutert und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung konstruktivistischer Planungskonzepte für die Förderung von Selbstständigkeit und Flexibilität bei Schülern und betont deren Empfehlung für die Schulpraxis.
Schlüsselwörter
Konstruktivismus, Didaktik, Unterrichtsplanung, Lernerzentrierung, Selbstgesteuertes Lernen, Konstruktivistische Didaktik, Lernprozesse, Schulpraxis, Kersten Reich, Lehren und Lernen, Methodenpool, Wissenserwerb, Lehrerrolle, Bildungsplanung, Kompetenzentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Anwendung konstruktivistischer Didaktik in der Unterrichtsplanung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition konstruktivistischer Didaktik, ihre Entwicklung, die Rollen von Lehrer und Schüler sowie spezifische Modelle der Unterrichtsplanung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie konstruktivistische Prinzipien genutzt werden können, um Unterricht schülerzentrierter, flexibler und lebensweltbezogener zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur (insbesondere Kersten Reich) und einer Übertragung dieser Konzepte auf konkrete Fallbeispiele aus dem Unterricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert didaktische Modelle, grenzt diese gegeneinander ab und illustriert die praktische Anwendung mittels konkreter Unterrichtsbeispiele, wie etwa zur Zeitenfolge im Französischen oder zum Thema Drogenprävention.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Konstruktivismus, Didaktik, Unterrichtsplanung, Lernerzentrierung und Selbstgesteuertes Lernen.
Wie unterscheidet sich die elementare von der ganzheitlichen Planung?
Die elementare Planung strukturiert den Lernprozess in einer bestimmten Reihenfolge, während die ganzheitliche Planung als ständiger Kreislauf konzipiert ist, bei dem alle Beteiligten in einem fortlaufenden Wechsel stehen.
Welche Rolle spielt die "situative Planungsreflexion"?
Dieses Konzept betont die Notwendigkeit einer gemeinsamen Unterrichtsplanung von Lehrer und Schülern sowie einer anschließenden kritischen Evaluation, um auf aktuelle Bedürfnisse und Neuerungen flexibel reagieren zu können.
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- Philipp Jakobs (Author), 2007, Konstruktivistische Didaktik und Philosophie in der Unterrichtsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280230